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Download-Bereich Mobilität & Beschaffung

Hier finden Sie Materialien, Flyer und hilfreiche Tipps zu den Themen Mobilität & Beschaffung zum downloaden.

Wenn Sie für eine Veranstaltung Materialien haben möchten, melden Sie sich gern bei uns. Wir können Ihnen die Flyer und Poster in unterschiedlichen Formaten kostenfrei per Post zusenden.

Klima- und Umweltbilanz von Atomkraft - Ist Atomkraft CO2-neutral?

Klimawandel, Einsparung von CO2, erneuerbare Energien sind mittlerweile in aller Munde. Die Menschen sind sensibilisiert. Das ist gut und wichtig, denn wenn wir unserem biblischen Auftrag zur Bewahrung der Schöpfung nachkommen wollen, dann müssen wir genau dort (auch) ansetzen.

Die allgemeine Sensibilität für solche Themen macht aber auch vor Unternehmen und Unternehmensverbänden nicht halt, die in der Vergangenheit nicht zu Vorreitern in dieser Thematik zählten. So versuchen Atomkraft-freundliche Organisationen ihre Energieproduktion als CO2-neutral anzupreisen und uns erreichen verstärkt Anfragen aus Gemeinden, ob es zumindest für eine Übergangszeit nicht vielleicht doch ratsam wäre, darauf zu setzen. CO2-Neutralität klingt beim ersten Hören wirklich verlockend, allerdings trifft dies nur zum Teil zu. Denn für den Bergbau und die Herstellung des Uran-Erzes, das als Grundstoff ja benötigt wird, fällt eine Menge Energie an. Australien, als ein großer Hersteller, nutzt dafür Kohlestrom – und der ist sehr CO2-intensiv. Darüber hinaus verschlingt der Bau eines AKWs große Mengen an Stahl und Beton. Auch dies zwei sehr CO2-intensive Stoffe. Die letztendliche Produktion des Stroms hingegen, da haben die Betreiber recht, ist dann aber sehr CO2-arm.

Da der Anteil der Kernkraft an der weltweiten Energieversorgung bei etwa drei Prozent liegt, müssten in den nächsten Jahren mehrere tausend AKWs gebaut werden, wenn dadurch das Klima gerettet werden sollte. Der Bau von AKWs wäre nur durch einen riesigen Ausstoß an CO2 möglich. Die vorhandenen Anlagen reichen dafür nicht einmal ansatzweise aus, bzw. kommen mittlerweile in ein Alter, in dem umfangreiche Investitionen anfallen. Wirtschaftlich und auch ökologisch lässt sich das also in keiner Weise abbilden.

Dazu kommt die weiterhin ungeklärte Frage nach der Entsorgung des Atommülls. Es gibt weder in Deutschland noch in anderen Ländern ein Endlager für hochradioaktiven Abfall, Abfall der knapp eine Million Jahre eine strahlende Gefahr für Mensch, Tier und Umwelt darstellt.

Zu der Frage, weshalb die Atomkraft das Klima nicht rettet, hat die „Internationalen Ärzte für die Verhütung des Atomkriegs – Ärzte in sozialer Verantwortung e.V.“ (IPPNW) ein gutes Informationsblatt erarbeitet.

100 gute Gründe gegen die Nutzung von Atomkraft haben die Elektrizitätswerke Schönau und die Organisation „ausgestrahlt“ hier zusammengetragen: https://www.100-gute-gruende.de/

Informationsblatt Atomenergie

Letzte Änderung am: 03.09.2021