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Kirche mit Mission

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Das „Impulspapier für die missionarische Weiterarbeit“ wirbt für ein neues gemeinsames missionarisches Bewusstsein. Dabei hinterfragt es Verhaltensmuster, die das einladende Wirken der evangelischen Kirche erschweren: Selbstbezogenheit, Selbstgenügsamkeit und „Selbstverzwergung“ (Zitat W. Huber/Zeitzeichen, Dez. 2020). Um diese Muster kritisch zu hinterfragen und zu ändern, ist  eine Reflexion unserer eigenen Haltung hilfreich. Hierzu möchte das Impulspapier zum einen eine theologische Grundlegung zum Thema „Kirche in der Mission Gottes“ geben und zum anderen praktischen Anregungen den Weg bahnen. Ziel ist es dabei, den Begründungszusammenhang für kirchliches Handeln deutlicher zu kommunizieren. Es soll verständlicher werden, warum wir als Christinnen und Christen tun, was wir tun: in Kirchenmusik, Seelsorge, Bildung, Diakonie, Gemeinde und Gesellschaft.

Die Herbsttagung der Landessynode im Oktober 2020 hat dieses Impulspapier einstimmig beschlossen und sich dafür ausgesprochen, dieses innerhalb der Landeskirche, in den Einrichtungen, Kirchenkreisen und Gemeinden bekannt zu machen und in der Praxis weiterzuentwickeln.

"Menschen gehen zu Gott in ihrer Not"

– so Dietrich Bonhoeffer 1944. Das haben wir erlebt im Frühjahr/Sommer 2020. Die Corona-Pandemie brachte Not, Angst und Stillstand. Aber die evangelischen Kirchen waren geöffnet für stilles Gebet, Gottesdienste und Gebetsgruppen online verfügbar, keine Schwellen, keine Barrieren. Hunderte sahen sich im Netz Gottesdienste an, die zuvor nur von Dutzenden besucht waren. Die Kirche hat eine große Erzählung, und die Menschen wollen sie hören. Gott ist da, seine Erzählung ist groß, Menschen hören dankbar hin. Wir Getaufte sind Teil der Erzählgemeinschaft und nähren die Sehnsucht mit jeder Geschichte, Erklärung, jedem Gebet. Unendlich viel Wasser für den großen Durst, wir dürfen großzügig sein. – Sigrun Neuwerth

Impulspapier für die missionarische Weiterarbeit in der EKBO

I: Ermutigung Zum Dialog Über Die Inhalte Unseres Glaubens

Umfragen in der Landeskirche haben ergeben, dass die größten Hindernisse für eine „Kirche mit Mission“ in der eigenen Einstellung zur Sache und in den Strukturen liegen. Hier sind Veränderungen unserer Haltung erforderlich, um die EKBO neu zu sensibilisieren. Diese Wahrnehmung ist angesichts der Ergebnisse der Freiburger Studie, des Sinkens unserer Mitgliederzahlen und der Auswirkungen der Pandemie von Bedeutung. Wir haben zuletzt beeindruckende Aufbrüche an Kreativität ebenso erlebt wie Zweifel an der Relevanz der Kirche. Deshalb gilt es, den Menschen die gute Nachricht des Evangeliums in einer Sprache und Form zu kommunizieren, die sie in ihrer Lebenswirklichkeit erreichen. Damit das geschehen kann, braucht es zunächst eine inhaltliche Verständigung innerhalb der EKBO: Wofür stehen wir? Wohin wollen wir gehen? Es geht also um die Selbstvergewisserung über das Missionsverständnis und die daraus resultierende Neuausrichtung der Kirche.

Die Zielgruppe für die folgenden Gedanken ist die EKBO mit ihren Mitgliedern, Gremien und Synoden.

Grundlegende Theologische Einsichten

Gottes Mission und wir

Es gibt einen sinnvollen Gebrauch des Wortes „Mission“, auch wenn die Kirche ihren Umgang mit diesem Begriff in der Vergangenheit kritisch aufarbeiten muss. Gerade unsere aus der Mission entstandenen Partnerkirchen ermutigen uns, zur Mission zu stehen. Sinnvoll wird das Wort im Zusammenhang der „missio Dei“ („Sendung des dreieinigen Gottes“): Nicht wir bringen den Glauben hervor. Das bewirkt allein Gott der Heilige Geist. Unsere Aufgabe ist vielmehr, den Menschen das Evangelium nahezubringen. Denn es gilt allen und macht unser Leben reich. Wir laden ein zur Gemeinschaft mit Gott und unter den Menschen. Wir bezeugen das in verschiedener Weise und mit verschiedenen Stimmen. Indem wir das tun, verweisen wir auf die Wahrheit in Christus. Diese kann nicht mit unserer begrenzten Einsicht als Einzelne, Kirche oder Religion in eins gesetzt werden. Wir bezeugen nicht uns selbst, nicht den Gott unserer Gruppe, Nation oder Kultur, sondern den Gott der ganzen Welt. Jesus war Jude. Wir glauben an den Gott, den er verkündete. Wir glauben, dass die Erwählung des jüdischen Volkes Bestand hat, und loben Gott gemeinsam mit unseren jüdischen Geschwistern. Mission heißt inhaltlich: Wir sind mit der Kommunikation des Evangeliums vom versöhnenden Gott beauftragt. „So sind wir nun Botschafter an Christi statt, denn Gott ermahnt/bittet/tröstet durch uns; so bitten wir nun an Christi statt: Lasst euch versöhnen mit Gott!“ (2. Kor 5,20) Kirche ist kein Selbstzweck. Denn sie ist prinzipiell missionarisch ausgerichtet. Also versteht sich die EKBO als Teil der Sendung Gottes. Sie übt ihre Mission ökumenisch im Zusammenwirken mit der weltweiten Christenheit aus. Alle nachfolgend betrachteten Arbeitsfelder wollen ökumenisch gelebt sein.

Unser Glaube

Wir sind aufgerufen, unseren Glauben an den dreieinigen Gott zu bezeugen, wie er sich in Jesus Christus ein für alle Mal als Gott, der Liebe ist, offenbart hat und offenbart. Das grundlegende Dokument dieses Glaubens ist die ganze Heilige Schrift, die Christen von ihrer Mitte, also von Jesus Christus her, auslegen. Die Schrift zeigt: Gottes Liebe nimmt jeden Menschen bedingungslos an. Ohne Gottes Gnade und das Wirken seines Heiligen Geistes wäre der Mensch ohne Gott. In Jesus Christus eröffnet Gott allen Menschen eine Beziehung zu ihm. Unser Glaube ist nicht Privatsache. So sehr wir immer wieder den Zuspruch der Liebe Gottes erfahren, so sehr beansprucht diese Liebe von Anfang an unser ganzheitliches Zeugnis in Wort und Tat. „Ich glaube, darum rede ich.“ (2. Kor 4,13 nach Ps 116,10) Unsere Mission zielt darauf, den Menschen ihre von Gott bewirkte Versöhnung nahezubringen. Daraus folgt zugleich das Engagement für Frieden, Gerechtigkeit, Bewahrung der Schöpfung und gemeinsame Weltverantwortung.

Wie Mission geschieht

Gott will, dass alle Menschen zur Erkenntnis der Wahrheit kommen (1. Tim 2,4). Diese Wahrheit befreit zur Gemeinschaft (Joh 8,32). Weil aber alle unsere Einsicht in die Wahrheit relativ ist, wird die Bezeugung des Glaubens immer im dialogischen Prozess der Lerngemeinschaft mit anders oder nicht religiösen Menschen geschehen. „Mission heißt zeigen, was man liebt.“ (Steffensky) Dieser Dialog darf also nicht unter den Zwang bestimmter Zielvorstellungen gestellt werden. Denn solche Instrumentalisierung führt in der Tendenz dazu, dass sich der Mensch an die Stelle Gottes setzt. Wir sehen die Menschen neben uns immer im Licht dessen, was Christus für sie und uns getan hat. Ob sie Gottes Geschenk in Christus annehmen oder nicht, ist unserer Verfügung entzogen. Das bleibt Sache des Heiligen Geistes bzw. dann auch die Sache der selbstbestimmten Partnerin oder des Partners. Wie auch immer sich die Menschen zu unserem Christsein verhalten, sie dürfen erwarten, dass wir ihnen im Geist der Liebe Christi antworten und im Dialog mit ihnen bleiben. Gott will sie für die Liebe gewinnen. Der ehrliche Dialog mit unseren Mitmenschen setzt freilich voraus, dass beide GesprächspartnerInnen die Würde jedes Menschen respektieren, für sie eintreten und bereit sind, sich selbst kritischen Fragen zu stellen. Die EKBO stimmt darin mit dem Dokument „Das christliche Zeugnis in einer multireligiösen Welt“ des Päpstlichen Rates für den Interreligiösen Dialog, des Ökumenischen Rates und der Weltweiten Evangelischen Allianz (2011) und der Missionserklärung des Ökumenischen Rates (Busan 2013) überein.

II: Ermutigung zu gemeinsamem Handeln und zur gemeinsamen Begründung unseres Handelns

Wir empfehlen
• die stetige Unterscheidung zwischen dem, was der Heilige Geist und dem, was die Menschen tun können;
• ein authentisches, ganzheitliches Bezeugen des Evangeliums im einladenden Fragen, Hören und Zugehen auf die Menschen;
• eine intensive Selbstvergewisserung in den Gemeinden, Einrichtungen, Kirchenkreisen, der Landeskirche
und den Werken zur Frage, was Mission konkret am eigenen Ort bedeutet, was also zu tun ist;
• die präzise Bestimmung der Aufgaben im Bereich Gemeindeaufbau und Mission in allen beruflichen Formaten (theologisch, seelsorglich, diakonisch, kirchenmusikalisch, Bildung, Verwaltung);
• die interkulturelle Öffnung der EKBO: verstärkte Ausbildung interkultureller Kompetenz; Gottesdienste und
Pilotprojekte mit den internationalen Gemeinden; Einrichtung von international ausgerichteten Personalgemeinden in der EKBO; Werbung um MitarbeiterInnen mit Migrationshintergrund, die Menschen aus
ihrem Milieu einladen können;
• die Bereitstellung der nötigen Finanzen für missionarische Initiativen;
• die intensive Zusammenarbeit mit der weltweiten Christenheit in der Mission, bei der Bewahrung der
Schöpfung und der Achtung der Menschenrechte;
• die entsprechende Inanspruchnahme der fachkompetenten Beratung durch das Berliner Missionswerk,
das Amt für Kirchliche Dienste und die Berliner Stadtmission.

Wir empfehlen
• das Thema „Mission“ vorrangig in den Blick zu nehmen;
• Fortbildung zu aktuellen missionstheologischen Entwicklungen auf allen Ebenen anzubieten;
• die Vielfalt der missionstheologischen Ansätze und theologischen Traditionen so zu gestalten, dass wir in
der EKBO bei aller Respektierung bestehender Differenzen ein gemeinsames Zeugnis ablegen können, das
der Kommunikation des Evangeliums dient und Nähe zu den Menschen herstellt;
• die missionarische Zielbestimmung in die synodale Arbeit und haushälterische Planung zu integrieren;
• die Vielfalt der Kommunikation in analoger wie digitaler Hinsicht komplementär zu fördern;
• Erprobungsräume zur Verfügung zu stellen, also das innovative Experimentierfeld neuer Sozial- und
Gemeinschaftsformen für Menschen, die bisher keinen oder kaum positiven Bezug zum christlichen
Glauben hatten („Dritte Orte“);
• die differenzierte Einschätzung der missionarischen Situation in den Städten und auf dem Land.

Wir empfehlen
• die Arbeit am Gemeinwesen mit dem Zuspruch und Anspruch christlicher Verkündigung zu begleiten;
• die Starken wie die Schwachen in der Breite der gesellschaftlichen Milieus anzusprechen;
• Pluralität und Diversität als Auftrag Gottes im kirchlichen Leben und in der Gesellschaft wertzuschätzen
und zu gestalten;
• den christlichen Glauben im Dialog mit den Religionen und Weltanschauungen den Menschen glaubwürdig,
respektvoll und ansprechend zu vermitteln;
• den Zuspruch des Evangeliums als integralen Aspekt der Seelsorge (in Gemeinde- und Spezialseelsorge)
zu reflektieren;
• Seelsorge als eine Kernaufgabe der Kirche zu begreifen;
• bei der „aufsuchenden Seelsorge“ zeitliche Prioritäten zu setzen, d.h. als Seelsorgende zu den Menschen
zu gehen und nicht zu warten, bis sie von selbst kommen;
• die wachsende Bedeutung der Spezialseelsorge als Begegnungsort aller Milieugruppen aufzugreifen und
dies mit finanziellen Mitteln zu unterlegen.

Wir empfehlen
• lebensnahe Vermittlung der biblischen Botschaft, die auf die Lebenswelt der Menschen bezogen ist;
• stets die Wirkung auf alle Teilnehmenden, besonders die Neuankömmlinge, im Blick zu haben: Dies muss
sich auf die Sprache und das Handeln aller MitarbeiterInnen im Verkündigungsdienst (ehrenamtlich wie
beruflich) auswirken;
• den Gottesdienst als Beziehungseröffnung in den Blick zu nehmen und die Beziehungsentwicklung von
Gottesdienstbesuchenden ins Gemeindeleben hinein aktiv zu gestalten: z. B. Begrüßung durch Kontaktpersonen, Kirchen-Kaffee;
• in den Kasualhandlungen den Bedürfnissen der Menschen auch über Ortsgemeindegrenzen hinweg mit
Empathie Rechnung zu tragen und Hindernisse auf dem Weg zur Taufe abzubauen;
• das missionarische Potential unserer Gebäude und Kunstwerke in die Gestaltung des Gottesdienstes einzubeziehen;
• finanzielle Ressourcen besonders an innovative Gemeinden zu vergeben.

Wir empfehlen
• die hier ehrenamtlich Tätigen intensiv zu begleiten und zu unterstützen;
• kinder- und jugendgemäße Gemeindeformate zu entwickeln;
• junge Menschen in Aufgaben und Mitverantwortung für das Gemeindeleben gleichwertig einzubeziehen;
• ihre Sprachfähigkeit in Glaubenssachen zu stärken;
• komplementäre Spezialisierung der MitarbeiterInnen und stärkere Profilierung der Gemeinden und Regionen
in Arbeitsbereichen (z. B. in KiTa-, Jugend-, Schul-, Familienarbeit, Diakonie und Glaubenskursen) zu befördern;
• die positive Rolle religiöser Bildung für SchülerInnen im Religionsunterricht aktiv zu vertreten;
• in diesen Handlungsbereich finanziell vorrangig zu investieren;
• die Leistungen christlicher Bildung engagiert im öffentlichen Diskurs zu vertreten.

Wir empfehlen
• deutlich zu machen, warum wir tun, was wir tun;
• sich gegenseitig als ebenbürtig in der Nachfolge Jesu Christi stehend zu erkennen;
• sich der befreienden Kraft des Evangeliums immer wieder zu vergewissern;
• voneinander zu lernen und gemeinsame Arbeitsformen zu entwickeln; also Kooperationen zwischen Orts-,
Personal-, Profilgemeinden, Kirchenkreisen und Einrichtungen der Diakonie zu suchen und zu lernen, gemeinsam in den Sozialraum hineinzuwirken; dazu braucht es bei beiden Know-how (Gemeinwesendiakonie),
das miteinander zu entwickeln ist;
• sozialdiakonische Projekte und Beratungsdienste zu fördern;
• auf allen Ebenen die gestaltende Rolle von Kirche und Diakonie in der sich wandelnden Zivilgesellschaft
einzubringen und die Nachfolge Jesu Christi im säkularen Umfeld verständlich zu machen;
• die positive Rolle der Diakonie im Rahmen der Freien Wohlfahrtspflege für die soziale Gestaltung der Gesellschaft zu vertreten;
• Ortsgemeinden zu stärken, ihre Angebote (im Sinne einer „sorgenden Gemeinde“) an den Bedürfnissen
des Gemeinwesens zu orientieren und dafür mehr Begegnungsräume bereitzustellen;
• die entsprechenden Ressourcenfragen vorrangig zu bedenken;
• die Kommunikation von Zielen und Werten im Blick auf die Sozialgestalt der Gesellschaft interkulturell,
interreligiös und über weltanschauliche Grenzen hinweg gemeinsam zu führen.

Wir empfehlen
• finanzielle Ressourcen (Stellenanteile, Sachmittel) für Kirchenmusik und Chorarbeit da bereitzustellen, wo regional entsprechendes Potential vorhanden ist;
• ehrenamtliche wie berufliche KirchenmusikerInnen mit Hilfe theologischer Fortbildung in ihrem Dienst als
MissionarInnen im säkularen Raum zu begleiten;
• die Ressourcen insbesondere für die chorische Nachwuchsarbeit (Kinderchorarbeit, Bläser) einzusetzen;
• kirchenmusikalische Sensibilisierung und Fortbildung für alle beruflichen Bereiche im Verkündigungsdienst
zu fördern und zu öffnen.

Wir empfehlen
• zu prüfen, ob die lokale Gestalt unserer Kirche für ihren Grund und ihre Bestimmung transparent ist;
• den gemeinsamen, ehrenamtlich und beruflich wahrgenommenen, Auftrag für alle, das Evangelium von
Jesus Christus in Wort und Tat zu bezeugen, klar anzusprechen und verständlich zu kommunizieren;
• die Talente und Gaben unserer Gemeindeglieder fürsorglich zu fördern;
• die Fähigkeit und Bereitschaft voranzubringen, Zeugnis vom eigenen Glauben in den unterschiedlichen
Diensten zu geben, also die Liebe Gottes anschaulich werden zu lassen;
• klare Absprachen in der Zusammenarbeit und Teambildung;
• transparente Leitungsstrukturen und Verantwortlichkeiten;
• die Schärfung der Profile der verschiedenen Tätigkeiten in Gemeinde, Region und Kirchenkreis;
• die ortsgerechte Anwendung von Best-Practice-Beispielen aus der weltweiten Christenheit.

Wir empfehlen
• sich im Arbeitsalltag Zeit zum Leben aus unseren geistlichen Quellen zu nehmen;
• Frühwarnsysteme für ehrenamtlich und beruflich Mitarbeitende bei Überlastungsanzeichen;
• die konsequente Wahrnehmung der Fürsorgepflicht füreinander;
• dazu gehört: den Ursachen von Überlastung professionell begleitet auf den Grund zu gehen;
• für die entsprechenden Probleme auf kollegialem Weg Lösungen zu entwickeln, die einer Wiedergewinnung
der Motivation und Arbeitsfähigkeit zugute kommen;
• in die Prävention und Selbstsorge zu investieren;
• die effiziente Nutzung der begrenzten Ressourcen zu fördern.

Wir empfehlen
• sich als Kirche sichtbar und proaktiv im jeweiligen Gemeinwesen zu engagieren;
• dort konsequent kooperativ mitzuarbeiten;
• dabei das eigene Profil gut und klar dazustellen;
• öffentlich zu vermitteln, dass die Kirche keine Organisation nur für Mitglieder ist, sondern den Anspruch
aufrecht erhält, Kirche für alles Volk zu sein, insbesondere dort, wo Lebensfragen auch eine ausdrückliche
gesellschaftlich-politische Positionierung verlangen;
• individuell unterschiedlichen Beziehungsformen zur Kirchengemeinde integrierend und angemessen zu
begegnen (Mitgliederverständnis, Zugehörigkeit, Taufe, Wiedereintritt);
• die Vernetzung mit der Zivilgesellschaft durchgehend im Auge zu behalten.

Das Impulspapier ist auf der Frühjahrsynode 2019 in Auftrag gegeben und unter Federführung von Pfarrer Dr. Christof Theilemann (Beauftragter für Mission, Weltmission und Ökumene der EKBO), Pfarrerin Michaela Fröhling (Referentin für den Missionarischer Dienst) und dem  Synodalausschuss Ökumene unter der Leitung von Superintendent Hans-Georg Furian in allen Synodalausschüssen der EKBO beraten und mit Voten versehen worden. Fachlich begleitet wurde die Weiterentwicklung durch den Beirat für den Missionarischen Dienst der EKBO, das Kollegium des Konsistoriums, die Kirchenleitung und das Kollegium des Berliner Missionswerkes. Auf ihrer Herbsttagung im Oktober 2020 hat die Landessynode der EKBO das Impulspapier in seiner vorliegenden Fassung einstimmig beschlossen.

 

Letzte Änderung am: 17.02.2021