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Interkulturelle Woche in Berlin mit Friedensweg gestartet

13.09.2018

"Nichts braucht es in diesen Tagen dringender als vielfache Zeichen eines guten Miteinanders unterschiedlicher Kulturen in unserem Land", sagte Bischof Dröge

Berlin (epd). Mit einem interreligiösen Friedensweg ist am Donnerstagabend die Interkulturelle Woche in Berlin eröffnet worden. "Nichts braucht es in diesen Tagen dringender als vielfache Zeichen eines guten Miteinanders unterschiedlicher Kulturen in unserem Land", betonte der Bischof der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz, Markus Dröge, in einem Grußwort anlässlich des Starts der 44. Interkulturellen Woche. Mit Blick auf die jüngsten fremdenfeindlichen Ausschreitungen unter anderem in Chemnitz sagte der Bischof weiter: "Ablehnung von Fremden, von Angehörigen jüdischer und islamischer Gemeinden oder von bestimmten Lebensentwürfen, die anders sind als die eigenen, äußert sich viel zu oft in gewalttätigen, menschenfeindlichen Übergriffen."

Die Interkulturelle Woche öffne dagegen den Blick für Vielfalt und ermögliche, "in der Interaktion auch neue Seiten an uns selbst zu entdecken", so Dröge. Sie stärke zudem den Zusammenhalt der Konfessionen und Religionen. "Sie stärkt durch die Zusammenarbeit zwischen Kirchen, Gewerkschaften und Verbänden aber auch den gesellschaftlichen Zusammenhalt an sich", sagte der Bischof.

Der Friedensweg führte den Angaben zufolge über die Sophienkirche, das St. Hedwigs-Krankenhaus und den Koppenplatz mit dem Denkmal "Der verlassene Raum" zur St. Georgis-Kirche. Für 19 Uhr war ein Friedensgebet mit interkultureller Musik, interreligiösem Gebet und dem Knüpfen eines Friedensnetzes geplant. Als Mitwirkende wurden neben dem evangelischen Landesbischof auch der Bischof der Antiochenisch-Orthodoxen Metropolie von Deutschland und Mitteleuropa, Hanna Haikal, vom St. Hedwigs-Krankenhaus Schwester Oberin Waltraud Schnittke, von der Jüdischen Gemeinde zu Berlin Rabbinerin Gesa Ederberg sowie Imam Osman Örs und Pfarrerin Christine Schlund erwartet.

Die Interkulturelle Woche ist eine Initiative der christlichen Kirchen. Sie wird von Gewerkschaften, Wohlfahrtsverbänden, Migranten-Organisationen und Integrationsbeauftragten unterstützt. Mit Festen, Podiumsdiskussionen, Gottesdiensten, kulturellen Ereignissen und Events setzen sich die Veranstalter ein für ein friedliches und gerechtes Miteinander von Menschen unterschiedlicher Kulturen und Religionen in der Gesellschaft sowie für einen Dialog untereinander. Zudem wollen sie damit auf die Situation von Migranten und Flüchtlingen aufmerksam machen.

Internet
Das komplette Programm ist abrufbar unter: www.interkulturelle-woche-berlin.de