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Diakonie - gesellschaftliche und soziale Verantwortung der Kirche

Christen leben mitten in der Gesellschaft, sind Teil von ihr und gestalten sie mit. Es gehört zum Wesen des christlichen Glaubens, sich für die fernen und nahen Nächsten und für die Schöpfung Gottes einzusetzen. Darum gibt es vielfältige christliche Initiativen und Aktionen für ein besseres Miteinander, für Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung.

»Zupackend.« Wer wünscht sich nicht, mit diesem Begriff charakterisiert zu werden! Den Dienst der Diakoninnen und Diakone unserer Landeskirche beschreibt dieses Wort treffend. »Zupackend« ist Zustandsbeschreibung und Anspruch zugleich. Einer der Kernsätze des nun vorliegenden Leitbildes der Diakoninnen und Diakone schreibt dies fest: »Diakoninnen und Diakone stehen für eine Kirche, in der das Evangelium verständlich verkündet und vermittelt wird, für eine Kirche und Diakonie, die die Menschen in ihrer Lebenssituation anspricht und ihnen helfend zur Seite steht.« Das Evangelium kommt dort an, wo sich zupackendes Handeln mit ansprechender Verkündigung paart.

In Berlin und Brandenburg gibt es 27 evangelische Krankenhäuser und 16 stationäre Pflegeeinrichtungen. Sie sind Experten für Leib und Seele. In Ihnen wird jeder Mensch als besonderes Geschöpf Gottes wahrgenommen.

Hospize unterstützen sterbende Menschen und ihre Familien und begleiten sie so, dass die Sterbenden ihr Leben solange wie möglich in eigener Verantwortung und nach eigenen Wünschen gestalten können. Begleitung im Sterben heisst Hilfe zum Leben - zum Leben bis zuletzt. Es ist mit dem christlichen Glauben nicht zu vereinbaren, menschliches Leben  zu verkürzen.

Die Kirchen in Deutschland haben im Februar 2011 eine "Christliche Patientenvorsorge" ausgearbeitet. Mit dem Dokument wollten sie einen Weg zwischen unzumutbarer Lebensverlängerung und nicht verantwortbarer Lebensverkürzung aufzeigen.

Das Bundesverfassungsgericht hat die Sonntagsruhe gestärkt. Berliner Geschäfte dürfen vom Jahr 2010 an nicht mehr an allen vier Adventssonntagen öffnen. Die Berliner Regelung von 2006, die eine Ladenöffnung an insgesamt zehn Sonntagen im Jahr erlaubt, verstößt gegen den Sonntagsschutz des Grundgesetzes, urteilte das höchste deutsche Gericht am Dienstag in Karlsruhe. Zudem werde das Recht auf Religionsfreiheit verletzt.

Viele Kirchengemeinden der Evangelischen Kirche engagieren sich gegen Armut. Gemeinden unterhalten Übernachtungsmöglichkeiten für Obdachlose oder sie beteiligen sich an der Initiative Laib und Seele. Die Evangelische Kirche engagiert sich zudem seit mehr als 50 Jahren mit ihrer Aktion "Brot für die Welt" für die Ärmsten der Armen.

Im Bereich der Landeskirche findet sich eine Vielzahl von evangelischen Einrichtungen der Behindertenhilfe. Der Verband Evangelischer Behindertenarbeit Berlin-Brandenburg e.V. (VEBA e.V.) ist der Zusammenschluss von 49 Trägern, die im Bereich der Arbeit mit Menschen mit Behinderungen tätig sind.

Letzte Änderung am: 17.05.2017