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Fremdsprachige Gemeinden in der EKBO. Foto: Pixabay.
RSSPrint

Kirchliche Arbeit mit Sorben und Wenden

In der Evangelischen Kirche Berlin–Brandenburg–schlesische Oberlausitz gibt es seit 2005 ein Sorben-Wenden-Gesetz. Dieses gilt für das Niederlausitzer und das anteilige Oberlausitzer Sprachgebiet.

Im wendischen Sprachgebiet um Cottbus konnte sich – nach dem Verbot wendischer Gottesdienste in Brandenburg im Mai 1941 - nach dem Zweiten Weltkrieg zunächst kein wendisches Gemeindeleben mehr entwickeln. Entsprechende Bemühungen um Erneuerung wurden abgelehnt bzw. unterbunden. Auf kirchengemeindliche Initiative hin und mit Unterstützung des damaligen Generalsuperintendenten Reinhardt Richter wurde in Dissen/Dešno (Niederlausitz) im September 1987 nach Jahrzehnten erstmals wieder ein Gottesdienst in wendischer Sprache gefeiert, der unerwartet großen Zuspruch fand. 1988 fand ein weiterer Gottesdienst in Jänschwalde statt. Im selben Jahr gründete sich auch die kirchliche Arbeitsgruppe „Serbska namša“ (Wendischer Gottesdienst), welche – verteilt auf rund 30 Kirchorte in der Niederlausitz – gegenwärtig etwa acht- bis zehnmal jährlich wendische bzw. deutsch–wendische Gottesdienste organisiert. Unterstützt wird die Arbeit durch den 1994 gegründeten Verein zur Förderung der wendischen Sprache in der Kirche e. V.

Seit 1989 sendet der Rundfunk regelmäßig Andachten in wendischer Sprache. Seit 2002 ist ein Pfarrer für die wendische Seelsorge in den Gemeinden der Niederlausitz verantwortlich. Die Koordination Sorbischen kirchlichen Lebens im Gebiet der Oberlausitz wird vom Sorbischen Superintendenten verantwortet.

Weitere Informationen unter:

Verein zur Förderung der wendischen Sprache in der Kirche e. V.

Wendische Gemeinde der Niederlausitz

Wendische Seelsorge

Sorbischer evangelischer Verein

Letzte Änderung am: 17.05.2017