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Überlebensgroße Pferd-Reiter-Skulptur im Berliner Dom

Im Berliner Dom ist von Sonntag an eine überlebensgroße Skulptur von Pferd und Reiter des nigerianischen Künstlers Folakunle Oshun zu sehen. „Museum of Hope“, so der Titel, werde von einer Video- und Soundinstallation begleitet, die in der barocken Architektur des Berliner Doms entstanden ist, kündigte die Domgemeinde am Montag in der Bundeshauptstadt an. In ihren vielfältigen Erzählschichten übertrage „Museum of Hope“ sowohl ein „reinigendes, kathartisches als auch ein spirituelles Moment“, heißt es.

Oshun schuf die Skultur den Angaben zufolge in der Auseinandersetzung mit einem eigenen verstörenden Sportunfall. In der Arbeit weise er auf diese besondere Fähigkeit hin, die wohl allen Menschen gemeinsam sei: den Umständen zu trotzen und aus schwierigen Situationen wieder aufzustehen, erklärte der Künstler. Glaube, sei es in einem religiösen oder anderen Kontext, erfordere eine Form von Entschlossenheit und Ehrgeiz; Hoffnung hingegen komme von einem Ort völliger Zerbrochenheit.

Die Ausstellung mit der Skulptur wird im Rahmen des Sonntagsgottesdienstes eröffnet. Die Predigt hält Dompredigerin Petra Zimmermann. Zu sehen ist die Schau bis zum 12. August.

Der in Lagos (Nigeria) ansässige Bildhauer und Kurator Folakunle Oshun ist Initiator und künstlerischer Leiter der Lagos Biennale. Er studierte Bildende Kunst und Kunstgeschichte an der Universität von Lagos und erhielt den Potsdamer Kuratorenpreis. Oshun ist Gastkurator an der Pinakothek der Moderne in München und Berater für die Saison Afrique 2020 in Frankreich. Er lebt zurzeit in Berlin.

(epd) 

Letzte Änderung am: 24.06.2021