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Ruine in Lieberose ist Brandenburgs Kirche des Monats Juli

01.07.2019

Von der historischen Kirche sind den Angaben zufolge der um das Jahr 1400 errichtete Kirchturm, der Großteil der Außenmauern des Kirchenschiffs und wichtige Teile der Ausstattung wie das Epitaph erhalten.

Lieberose (epd). Brandenburgs Kirche des Monats Juli steht in Lieberose in der Niederlausitz. Die Ruine der mittelalterlichen Stadtkirche sei inzwischen gesichert und könnte wieder zu einem Ort des Glaubens, der Begegnung und der Kultur werden, teilte der Förderkreis Alte Kirchen Berlin-Brandenburg am Sonntag in Berlin mit. Entsprechende Pläne aus den 90er Jahren würden inzwischen von der evangelischen Kirchengemeinde in Lieberose und engagierten Bürgern wieder aufgegriffen.

Als Teil einer Museumskonzeption könnten möglicherweise auch die Grüfte der Kirche begehbar gemacht werden, hieß es. Die Adelsfamilie von der Schulenburg, der die damals böhmische Herrschaft Lieberose seit 1519 gehörte, habe die Kirche ab 1550 grundlegend umbauen lassen. Dabei seien auch ausgedehnte Grüfte im Chorbereich der Kirche und ein Sandsteinepitaph als Grabdenkmal für Graf Joachim II. von der Schulenburg (1522-1594) errichtet worden. Im Kirchenraum sei so ein Grab- und Memorialbau entstanden, der in Brandenburg seinesgleichen suche.

Ende des Zweiten Weltkriegs wurde die Kirche 1945 bei einem Luftangriff zerstört. Der in den 70er Jahren geplante Abriss der Ruine konnte verhindert werden. Von der historischen Kirche sind den Angaben zufolge der um das Jahr 1400 errichtete Kirchturm, der Großteil der Außenmauern des Kirchenschiffs und wichtige Teile der Ausstattung wie das Epitaph erhalten. In den Grüften befänden sich noch 13 Särge von Mitgliedern der Familie von der Schulenburg aus dem 17. und 18. Jahrhundert, hieß es.

Internet
www.altekirchen.de

Letzte Änderung am: 17.02.2017