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Obdachlose finden Zuhause auf Zeit

25.03.2020

Kooperation zwischen Berliner Stadtmission und Bezirksamt Charlottenburg

Im Nacht-Café der Berliner Stadtmission können während der Kältehilfesaison normalerweise bis zu 30 Männer und Frauen ohne Obdach in zwei Räumen übernachten. Aktuell sollte das nicht sein zum Schutz der Menschen gegen das Ausbreiten des Corona-Virus. Das hat das Bezirk-samt Charlottenburg-Wilmersdorf dem Betreiber, der Berliner Stadtmission, mitgeteilt.

Statt die Menschen aber sich selbst zu überlassen, bot das Bezirksamt nach Schließen der Un-terkunft am gestrigen Morgen an, sich um das Unterbringen der Gäste zu kümmern. Gesagt, ge-tan: Gestern Vormittag konnten 18 von 19 Übernachtungsgästen, in Unterkünfte ziehen. Eine Person wünschte eine solche Unterkunft nicht.

Diakonin Anna-Sofie Gerth leitet die City-Station. Sie sagt: „Ich bin wahnsinnig glücklich, dass 18 unserer Gäste nun vom Einzel- bis zum Vierbettzimmerin in Hostels und Pensionen von Karls-horst über Schöneweide bis nach Tempelhof und Charlottenburg untergebracht werden konnten. Sogar ein barrierearmes Zimmer konnte für einen Gast mit Behinderung gefunden werden. Vielen Dank an den Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf und Frau Grobe-Prieß vom Sozialdienst für Er-werbsfähige und Soziale Wohnhilfen für das unbürokratische und schnelle Handeln. Ich hoffe, dass viele andere Bezirksämter diesem Beispiel folgen.“

Hintergrund: Die City-Station der Berliner Stadtmission ist ein alkoholfreies Restaurant ganz in der Nähe des Ku'damms. Seit 1975 gibt es dort Gastlichkeit und preiswertes Essen. Menschen mit und ohne Wohnung können in der City-Station soziale Beratung, Seelsorge und gutes Essen erhalten. Es kann ausgeruht, gegessen, geredet, gespielt oder gelesen werden. Außerdem gibt es ein Kleiderangebot, ein kleines Waschcenter und die Möglichkeit, zu duschen.

Aktuell ist die Citystation tagsüber geschlossen, der Betrieb wurde umorganisiert: Jeden Abend werden dort nun von 18 bis 21.30 Uhr Nothilfepäckchen mit Verpflegung ausgegeben. So erhal-ten obdachlose Menschen Müsliriegel, Obst, geschmierte Stullen, Süßigkeiten und Trinkjoghurts in Päckchen.

Die Aktion und mehr unter: #nothilfeberlin






Letzte Änderung am: 17.02.2017