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Fastenkampagne fordert Abzug aller Atomwaffen aus Deutschland

Anlässlich der Jahrestage der Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki im August 1945 haben Aktivisten der Friedensbewegung in Berlin einen Abzug aller Atomwaffen aus Deutschland gefordert. „Die Gefahr des Einsatzes von Atomwaffen ist so groß wie nie“, sagte der Begründer der Fastenkampagne, der evangelische Pfarrer Matthias Engelke, dem Evangelischen Pressedienst (epd) am Samstag in Berlin unter Hinweis auf den Ukraine-Krieg.

Von Berlin sei nicht nur der Zweite Weltkrieg ausgegangen, sagte Engelke bei der 13. Internationalen Fastenkampagne für den Abzug aller Atomwaffen vor der US-amerikanischen Botschaft. Von deutschem Boden aus sei auch der Befehl zum Einsatz von Atomwaffen in Hiroshima und Nagasaki ergangen. Der damalige US-Präsident Harry Truman habe diesen in Potsdam gegeben.

Gemeinsam mit Aktivisten der Fastenaktion aus Frankreich und England wollte Engelke im Rahmen der Fastenaktion vor den Botschaften der neun Atommächte in Berlin mit Mahnwachen für einen Beitritt zum Atomwaffenverbotsvertrag demonstrieren. Diese Waffengattung sei „ein Verbrechen“.

Am Samstag jährte sich der Atombombenabwurf auf die japanische Stadt Hiroshima vom 6. August 1945 zum 77. Mal. Drei Tage später folgte der Atombombenabwurf auf Nagasaki. Etwa 92.000 Menschen wurden bei den Bombenabwürfen sofort getötet, 130.000 weitere Menschen starben bis zum Jahresende an den Folgeschäden. Über die Auswirkungen auf die zweite und dritte Generation ist wenig bekannt.

(epd)

Letzte Änderung am: 09.03.2022