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Multireligiöses Friedensgebet per Video für Opfer von Hanau

18.02.2021

Das Drei-Religionen-Projekt "House of One" lädt am Freitag (10 Uhr) zu einem multireligiösen Friedensgebet zum Gedenken an die Opfer von Hanau ein

Das Berliner Drei-Religionen-Projekt "House of One" lädt am Freitag (10 Uhr) per Videokonferenz zu einem multireligiösen Friedensgebet zum Gedenken an die Opfer von Hanau ein. Allein die muslimische Seite werde mit sechs Geistlichen und Gläubigen verschiedener Strömungen vertreten sein, kündigte das "House of One" am Donnerstag an. Unter den insgesamt 18 Mitwirkenden unterschiedlichster Religionen sind auch die Bischöfe Christian Stäblein von der evangelischen Berliner Landeskirche, Emanuel von Christoupolis von der Griechisch-Orthodoxen Metropolie, Ranjit Kaur von der Sikh Gemeinde und Dompropst Tobias Przytarski vom katholischen Erzbistum Berlin. Die jüdische Kantorin Esther Hirsch wird die Namen der Getöteten verlesen.

Das Präsidiumsmitglied des "House of One", Pfarrer Gregor Hohberg, sagte: "Wir - Menschen unterschiedlichen Glaubens - beten Seite an Seite, denn alle Menschen, unabhängig von dem, was sie glauben, sind Teil einer Menschheitsfamilie." Der Stiftungsratsvorsitzende des "House of One", Imam Kadir Sanci, betonte: "Neun Menschen sind vor einem Jahr gestorben und wir verstehen nicht, warum? Was wir aber verstehen ist, dass Hass, Rassismus und Vorurteile den Weg zu solchen Gewalttaten bereiten."

Bei dem rassistischen Anschlag im hessischen Hanau hatte der Täter Tobias R. am 19. Februar 2020 neun Menschen aus Einwandererfamilien erschossen und anschließend seine Mutter und sich selbst getötet. Für das "House of One" in Berlin soll am 27. Mai der Grundstein gelegt werden. Unter seinem Dach soll es künftig eine Synagoge, eine Kirche und eine Moschee geben.

(epd) 

Info
Das multireligiöse Friedensgebet wird am Freitag, 19. Februar, um 10 Uhr auf der Website des House of One www.house-of-one.org gestreamt