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Harald Geywitz zum neuen Präses der Landessynode gewählt

18.02.2021

„Die Kirche darf manchmal auch ein bisschen schneller sein“

Berlin, den 18. Februar 2021, Pressemitteilung der EKBO – Auf der ersten konstituierenden Tagung der Fünften Landessynode der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO) am gestrigen Mittwoch wurde Harald Geywitz mit 58 von 103 Stimmen zum neuen Präses gewählt. Er folgt damit Sigrun Neuwerth nach. Fabian Eidtner, der ebenfalls zur Wahl stand, erhielt 43 Stimmen. Es gab zwei Enthaltungen. Vizepräsides wurden Renate Nowotnick und Martina Heyde. Schriftführende sind Jürgen Israel und Marita Lersner.

Der neue Präses Harald Geywitz lebt in Potsdam. Der 49-Jährige ist seit über 15 Jahren ehrenamtlich in der dortigen St. Nikolaikirchengemeinde aktiv. Seit 2014 ist er Mitglied der Landessynode der EKBO und im Haushaltsausschuss tätig. Zuletzt vertrat er die Landeskirche in der Synode der EKD. Seit 20 Jahren arbeitet der Potsdamer für Unternehmen der Telekommunikations- und Digitalwirtschaft. Er ist verheiratet und hat zwei Kinder.

„Wir als Landessynode tragen mit die Verantwortung dafür, unsere Kirche fit für die Zukunft zu machen“, sagt Harald Geywitz. „Unsere Kirche ist mit Gottes froher Botschaft in Wort und Tat für die Menschen da. Doch der gesellschaftliche Rahmen wandelt sich. Und die Kirche darf manchmal auch ein bisschen schneller sein.“ Die Vielfalt der Regionen in der Landeskirche sei ihm wichtig. Der ländliche Raum und seine prägenden Städte gerieten manchmal aus dem Blick. Und seien doch ebenso wichtig wie die Metropole im Herzen Brandenburgs. „Beide Perspektiven brauchen wir in der Synode“, so Präses Geywitz.

Bischof Christian Stäblein gratulierte dem neuen Präses: „Glückwunsch und alles Gute für Harald Geywitz zu seiner Wahl. Gottes Segen für ihn und seinen Dienst im neuen Amt. Ich freue mich sehr auf die Zusammenarbeit. Die Kirche braucht neue Aufbrüche. Harald Geywitz will neue Wege für die Kirche gehen, darüber bin ich sehr froh. Gott begleite ihn und uns.“

Die Landessynode findet bis zum 19. Februar statt. Unter Leitung des neuen Präsidiums werden am 18. Februar alle wichtigen Wahlen durchgeführt: Dazu gehören die Wahl des Ältestenrates und der Kirchenleitungsmitglieder, der EKBO-Vertreterinnen und -Vertreter in der EKD-Synode sowie der Vorsitzenden der Ständigen Synodalausschüsse. Die erste Arbeitssynode ist für April geplant.

Hintergrund:
Die Landessynode ist das höchste Leitungsgremium der EKBO. Zu Beginn der ersten Tagung wählt sie aus ihren ordentlichen Mitgliedern in geheimer Abstimmung den oder die Präses für die Dauer von sechs Jahren. Die/der Präses beruft die Landessynode ein, eröffnet und schließt die Tagungen und Sitzungen, leitet die Verhandlungen und regelt die Geschäfte der Landessynode. Die/der Präses vertritt die Synode nach außen, macht die Kirchengesetze bekannt und fertigt die Beschlüsse der Landessynode aus und wird durch die Vizepräsides vertreten. Der Landessynode gehören ab diesem Jahr 108 Mitglieder an. Diese vertreten rund 890.000 Gemeindeglieder in 25 Kirchenkreisen und 1.135 Kirchengemeinden in den drei Sprengeln Berlin, Potsdam und Görlitz (Stand 31.12.2020) sowie Arbeitszweige, Einrichtungen und Werke der Kirche.