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Zeitung: Corona-Impfdosen in Brandenburg vernichtet

Potsdam/Frankfurt an der Oder (epd). Das brandenburgische Gesundheitsministerium hat nach eigenen Angaben keine Kenntnis über die Vernichtung nicht verbrauchter Corona-Impfdosen in brandenburgischen Impfzentren. Eine Entsorgung größerer Impfstoff-Mengen sei dem Haus nicht bekannt, sagte ein Ministeriumssprecher dem Evangelischen Pressedienst (epd) nach entsprechenden Medienberichten am Freitag in Potsdam.

Für den Umgang mit Restdosen habe das Ministerium eine Anweisung herausgegeben. Demnach müsse in Impfzentren zunächst geprüft werden, ob kurzfristig Personen der höchsten Priorität zum Beispiel in Pflegeheimen geimpft werden können. Wenn dies nicht möglich sei, könne auf Personen weiterer Prioritätsstufen ausgewichen werden. Dazu müssten in den Impfzentren Wartelisten angelegt werden.

"Oberste Priorität hat, dass kein Impfstoff verfallen soll", sagte der Sprecher. Die Umsetzung obliege der Kassenärztlichen Vereinigung Brandenburg (KVBB) und den von ihr eingesetzten Partnern.

Die in Frankfurt an der Oder erscheinende "Märkische Oderzeitung" hatte unter Berufung auf verschiedene Quellen berichtet, dass Impfdosen offenbar auch in größerer Zahl vernichtet worden seien, weil nicht ausreichend Impfberechtigte vor Ort gewesen sein. Hintergrund seien fehlerhafte Planung und mangelhafte Kommunikation.

Die KVBB wird vom Blatt mit der Aussage zitiert, es gebe klare Anweisungen, wie mit übriggebliebenen Impfdosen umgegangen werden soll. Bevor Impfdosen vernichtet werden, müssten sie "an anderweitige impfberechtigte Personen" verabreicht werden. Mögliche Verstöße müssten aufgearbeitet werden.