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Wegen Corona Besucherrückgang in Stasi-Opfer-Gedenkstätte

Berlin (epd). Die Stasi-Opfer-Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen hat wegen der Corona-Pandemie einen massiven Besucherrückgang im vergangenen Jahr erlitten. So seien 2020 insgesamt 107.000 Gäste gezählt worden und damit 350.000 weniger als im Vorjahr, teilte die Gedenkstätte am Montag in Berlin mit. Im Jahr 2019 hatten demnach fast 460.000 Menschen die Gedenkstätte besucht.

Grund für den Besucherrückgang seien die Schließungen und Einschränkungen durch die Corona-Pandemie. Der Besucherzustrom im Januar und Februar 2020 sei hingegen konstant zum Vorjahr gewesen, erklärte die Gedenkstätte. Von Juni bis Oktober hätten Führungen in kleinen Gruppen und unter den gebotenen Hygiene- und Schutzmaßnahmen stattfinden können.

"Der Besucherrückgang ist ein schwerer Einschnitt für uns", betonte der Leiter der Gedenkstätte, Helge Heidemeyer. Insbesondere für die freiberuflichen Guides sei es "bitter", dass ihre Arbeitsmöglichkeiten komplett weggebrochen sind. "Aber der Zuspruch nach dem ersten Lockdown ermutigt uns, nach Ende der momentanen Schließung den Betrieb sofort wieder aufzunehmen - unter den Bedingungen, die dann verantwortbar erscheinen", so der Gedenkstättenleiter.

Unterdessen baut die Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen nach eigenen Angaben ihr Online-Angebot aus. Veranstaltungen im zweiten Halbjahr fanden online statt und wurden live übertragen. Sie sollen im Nachgang nun auf dem YouTube-Kanal der Gedenkstätte zu sehen sein.