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Vertrag zwischen Berliner Mauer-Stiftung und Kirchengemeinde

26.02.2015

Gedenktage und Andachten gemeinsam organisieren

26. Februar 2015. Berlin (epd). Die Stiftung Berliner Mauer und die evangelische Versöhnungsgemeinde haben am Mittwoch eine Kooperationsvereinbarung unterzeichnet. Damit werde die bereits bestehende enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit der vergangenen Jahre erstmals schriftlich festgehalten, teilte die Landeskirche in Berlin mit. Vereinbart wurde unter anderem, Gedenktage wie anlässlich des Jahrestages des Mauerbaus am 13. August oder des Mauerfalls am 9. November sowie Andachten für die Todesopfer an der Berliner Mauer in der Kapelle der Versöhnung gemeinsam zu organisieren. Auch inhaltlich soll ein Austausch stattfinden sowie Pläne und Projekte für das Gedenkstättengeländen abgesprochen werden.

 

Unterzeichnet wurde die Vereinbarung von dem Direktor Stiftung Berliner Mauer, Axel Klausmeier, Gemeindepfarrer Thomas Jeutner, dem Gemeindekirchenratsvorsitzenden Andreas Seidel und Konsistorialpräsident Ulrich Seelemann. Der Chefjurist der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz bezeichnete die Kooperation zwischen der Gedenkstätte Berliner Mauer mit der Kapelle der Versöhnung als ein gutes Beispiel für eine gelungene Zusammenarbeit zwischen Staat und Kirche, "wobei beide Seiten ihre Selbstständigkeit und ihre spezifischen Belange nicht aufgeben" müssten.

 

Klausmeier sprach von einer Chance für die Gedenkstättenarbeit durch die unterschiedlichen Ausprägungen des staatlichen und religiösen Erinnerungs- und Gedenkauftrags. Nach Angaben der Versöhnungsgemeinde wird mit der Vereinbarung nach dem jahrelangen Auf- und Umbau der Gedenkstätte ein neuer Abschnitt der Zusammenarbeit begonnen. Die gute Kooperation zwischen Kirchengemeinde und Stiftung werde so auch für die Zukunft festgeschrieben.

 

Die Gedenkstätte Berliner Mauer an der Bernauer Straße ist der zentrale Erinnerungsort an die deutsche Teilung in der Bundeshauptstadt. Auf dem 1,4 Kilometer langen Areal befindet sich ein 60 Meter langes Teilstück der Grenzanlagen sowie die Kapelle der Versöhnung, das im Herbst wieder eröffnete Dokumentationszentrum Berliner Mauer und das Besucherzentrum der Stiftung Berliner Mauer.