Zur Hauptnavigation springen Zur Suche springen Zum Inhalt springen
InstagramRSSPrint

Stahnsdorfer Südwestkirchhof wechselt in Notbetrieb

Deutschlands größter evangelischer Friedhof in Stahnsdorf bei Berlin wird ab Donnerstag nur noch im Notbetrieb geöffnet. Die Leitung der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz habe den Stahnsdorfer Südwestkirchhof als systemrelevanten Bereich des gesellschaftlichen Lebens bewertet, teilte Friedhofsverwalter Olaf Ihlefeldt am Mittwoch mit. Damit sei trotz der Einschränkungen zur Eindämmung der Coronakrise ein Notbetrieb möglich, der nach derzeitigem Stand bis zum 19. April andauern soll. Die Landeskirche ist Trägerin des Friedhofs.

Der Südwestkirchhof könne im Notbetrieb weiterhin zum Besuch von Gräbern verstorbener Angehöriger betreten werden, betonte Ihlefeldt. Auch Trauerfeiern mit anschließenden Beisetzungen seien möglich. Terminverschiebungen auf Wunsch der Trauernden würden jedoch ohne administrative Hürden akzeptiert. Die Trauergesellschaften sollen auf ein Minimum reduziert werden.

Die Friedhofsverwaltung werde für unabdingbare Tätigkeiten zu den üblichen Bürozeiten besetzt sein, hieß es. Die Gärtner würden jedoch von der Arbeit freigestellt. Zuvor wurden bereits ein am kommenden Wochenende geplantes Friedenskonzert verschoben und der traditionelle Frühjahrsputz Ende März abgesagt.

Der Stahnsdorfer Südwestkirchhof in Brandenburg wurde 1909 als Begräbnisstätte mehrerer evangelischer Kirchengemeinden Berlins eröffnet. Das mehr als 200 Hektar große Landschaftsdenkmal wurde von dem Gartenarchitekten Louis Meyer (1877-1955) gestaltet. Auf dem Friedhof zwischen Potsdam, Berlin und Teltow sind auch zahlreiche Prominente bestattet.

(epd)
www.suedwestkirchhof.de