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Pröpstin: "Nicht mit uns!"

Appelle, Fahnen und Gebete zum Internationalen Aktionstag

Fahne mit drei Frauen köpfen und dem Text "Wir sagen Nein zur Gewalt gegen Frauen!"
Zum Internationalen Tag gegen Gewalt gegen Frauen hängt auch am Evangelischen Zentrum ein Banner.
Man sieht das Banner "Schrei nach Leben. Ökumenischer Frauengottesdienst 25.11.21, 18 Uhr" und eine Grafik mit Frauengestalten.

Am 25. November, dem Internationalen Tag zur Gewalt gegen Frauen, hängen an vielen öffentlichen Gebäuden wie Kirchen, Rathäusern, Landtag und kommunalen Gebäuden Fahnen. Sie sind ein sichtbares Zeichen gegen Gewalt an Frauen und Mädchen. In der Region der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO) hängen Fahnen an 19 Gebäuden, unter anderem am Amt für kirchliche Dienste in Berlin-Charlottenburg, am Evangelischen Zentrum in Berlin-Friedrichshain oder beim Diakonischen Werk Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (DWBO) in Berlin-Steglitz.

Christina-Maria Bammel, Pröpstin der EKBO, äußert sich deutlich: „Heute wird international auf unerträglich viel Gewalt gegen Frauen aufmerksam gemacht. Eine Schande, dass das noch gesagt und geschrien werden muss: Jeden dritten Tag kommt eine Frau in Deutschland zu Tode durch Gewalt zu Hause!" Für Bammel ist klar: "Nicht mit uns! Frauen erleiden Gewalt, die politisch motiviert ist! Nicht mit uns! Psychische und sexualisierte Gewalt gegen Frauen – nicht mit uns! Schweigen u. Schulterzucken gilt nicht! Jede Frau hat das Recht auf ein wohlbehaltenes und geschütztes Leben. In jedem Land, in jeder Gemeinschaft, in jeder Gemeinde.“

Zentrale Veranstaltung war ein ökumenischer Frauengottesdienst in der katholischen Kirche St. Michael in Berlin-Kreuzberg. "Geistlicher Missbrauch und sexualisierte Gewalt an Frauen werden in den Kirchen wenig beachtet", hieß es in der Ankündigung der Veranstalterinnen, "viele Betroffene fühlen sich allein gelassen".

Im Mittelpunkt des Gottesdienstes stand die Erzählung von Tamar aus dem biblischen Buch Samuel (2 Sam 13,1-22). Tamar hat demnach –  wie man heute sagen würde – sexualisierte Gewalt erfahren, schweigt darüber jedoch nicht. Auch der Gottesdienst will dem Leid der Betroffenen nicht ausweichen. Er will die Stimmen von Betroffenen hören, deren Leid vor Gott bringen und gemeinsam aushalten.

Verantwortlich für den Gottesdienst war die Ökumenische Frauengottesdienstgruppe. In ihr engagieren sich v. a. Christinnen aus der Frauenarbeit in der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO), der Katholischen Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd), des Ökumenischen Frauenzentrums Evas Arche e.V.

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Kostenloses bundesweites Hilfetelefon "Gewalt gegen Frauen" 08000 - 116 016 (24h)

Berliner Initiative gegen Gewalt an Frauen (BIG) e.V. 030 - 611 0300

Lara - Fachstelle gegen sexualisierte Gewalt an Frauen* 030 - 216 88 88