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Nonnemacher gegen Impfpflicht für Pflegekräfte

Potsdam (epd). Gegen eine Impfpflicht für Pflegekräfte hat sich Brandenburgs Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher (Grüne) ausgesprochen. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) und die Gesundheitsministerkonferenz der Länder hätten sich bereits dagegen positioniert. "Und zu diesem Wort müssen wir auch gemeinsam stehen", sagte Nonnemacher am Dienstag in Potsdam. Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hatte zuvor eine Impfpflicht für Pflegekräfte zum Schutz vor dem Coronavirus ins Gespräch gebracht.

Nonnemacher betonte dagegen die gemeinsame Aufgabe, "für die Corona-Schutzimpfung zu werben, über die Vorteile zu informieren und Fragen zu Impfstoffen und Nebenwirkungen transparent zu beantworten". In den Personengruppen der höchsten Priorität sei eine große Impfbereitschaft zu spüren, die Impfbereitschaft in der Bevölkerung nehme laut Umfragen zu. "Und je mehr Menschen die Impfung erhalten haben, umso mehr wird auch die Impfbereitschaft zunehmen", sagte die Grünen-Politikerin.

Der bayerische Ministerpräsident hatte im ZDF-"Morgenmagazin" angeregt, dass sich der deutsche Ethikrat mit einer Impfpflicht für Pflegekräfte zum Schutz vor dem Coronavirus beschäftigt. Widerspruch gab es unter anderem von Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil, Bundessozialminister Hubertus Heil (beide SPD) und dem Pflegebevollmächtigten der Bundesregierung, Andreas Westerfellhaus. Weltärztepräsident Frank-Ulrich Montgomery sprach sich dagegen für eine Impfpflicht für bestimmte Berufsgruppen aus.