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Kretschmer sieht derzeit keine Notwendigkeit für Impfpflicht

Dresden/Berlin (epd). Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) hat sich gegen eine Corona-Impfpflicht zum jetzigen Zeitpunkt ausgesprochen. Darüber gibt es nach seiner Einschätzung Konsens in Deutschland. Das habe auch viel mit der Diskussion und mit Verunsicherung in der Bevölkerung zu tun, sagte Kretschmer am Mittwoch dem Nachrichtensender Welt TV.

Er plädiere dafür, in der aktuellen Phase der Pandemie darauf zu setzen, dass all jene, die sich wirklich impfen lassen wollen, schnell ein Angebot dafür bekommen. Dafür müsse "der Impfstoff besser und mehr verfügbar" sein.

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hatte eine Impfpflicht für Pflegekräfte und medizinisches Personal ins Spiel gebracht. Kretschmer warb dagegen dafür, "dass wir uns in dieser Phase darauf konzentrieren, was unbedingt sein muss und nicht Nebenkriegsschauplätze eröffnen, die wieder viele Menschen verunsichern". Plan A müsse die Kontaktvermeidung sein. Alles andere sei Plan B, wie etwa auch die Verteilung von FFP2-Masken.

Lockerungen seien erst dann möglich, wenn das Infektionsgeschehen sehr, sehr niedrig ist. Das müsse allen auch mit Blick auf Irland und auf Großbritannien klar sein. "Je konsequenter wir uns jetzt verhalten, je niedriger werden die Zahlen in drei Wochen sein", sagte Kretschmer. Er habe aber "das Gefühl, dass diese grundsätzliche Einsicht wieder schwindet".

Dabei sei das jetzt die härteste Phase dieser Pandemie, betonte der CDU-Politiker. Natürlich gebe es Pläne und Überlegungen, was in welcher Phase wieder beginnen kann. Aber es sollten "keine falschen Versprechungen" gemacht werden.