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Klinikbeschäftigte sollen nochmals Corona-Prämie bekommen

Berlin (epd). Nach der zweiten Welle mit vielen Covid-19-Patienten in deutschen Krankenhäusern stellt die Bundesregierung nochmals Geld für eine Corona-Prämie bereit. Wie Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) am Montag in Berlin mitteilte, werden 450 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Das sei mehr als doppelt so viel wie beim ersten Corona-Bonus im vergangenen Jahr. Die Krankenhäuser begrüßten die Prämie, die Opposition forderte weitergehende Verbesserungen.

Spahn sagte, die zweite Corona-Welle habe die Beschäftigten in allen Bereichen teilweise stärker belastet als im vergangenen Frühjahr. Klinikbeschäftigte setzten sich Tag und Nacht für die Patienten ein. Die Arbeit sei psychisch belastend und durch die notwendige Schutzausrüstung auch körperlich hart, sagte Spahn.

Die Beschäftigten können bis zu 1.500 Euro erhalten. Die Prämie ist steuerfrei, wenn sie bis zur Jahresmitte ausgezahlt wird, wie Spahn erläuterte. Der Bonus stehe nicht nur für Pflegekräfte zur Verfügung, sondern auch für andere Beschäftigte, etwa Reinigungskräfte. Über die Verteilung sollen die Krankenhäuser selbst entscheiden, Spahn zufolge gemeinsam mit den Beschäftigtenvertretungen.

Über den Bonus hatten zuerst die Zeitungen der Funke Mediengruppe (Montag) berichtet. Große Kliniken mit mehr als 500 Betten kommen demnach zum Zuge, wenn sie mehr als 50 Covid-Fälle behandelt haben, kleinere Häuser bekommen bereits ab 20 Covid-Fällen Mittel für Prämien. Bereits im September war eine Prämie von bis zu 1.000 Euro pro Klinikpflegekraft beschlossen worden, die von den Ländern um 500 Euro aufgestockt werden konnte.