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Forscher untersuchen Folgen sozialer Ungleichheit in der Pandemie

Berlin (epd). Sozial benachteiligte Menschen haben Forschern zufolge möglicherweise ein höheres Risiko für eine Corona-Infektion und für einen schweren Verlauf der Erkrankung. Genauer untersuchen wollen das Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Robert Koch-Instituts (RKI), des Uniklinikums Düsseldorf und der Universität Köln, wie das RKI am Mittwoch in Berlin mitteilte. Bereits seit Ende April 2021 werde in einem gemeinsamen Forschungsprojekt nach verallgemeinerbaren Mustern sozialer Ungleichheit während Pandemien mit Erregern akuter Atemwegskrankheiten gesucht.

Neben einem erhöhten Covid-19-Erkrankungsrisko würden auch die Pandemie-Eindämmungs-Maßnahmen die Gesundheit beeinflussen und sozial benachteiligte Menschen möglicherweise besonders stark treffen, hieß es weiter. Bereits bestehende gesundheitliche Ungleichheiten könnten auf diese Weise weiter verstärkt werden.
Das Projekt baue auf Vorarbeiten der Verbundpartner auf und werde sowohl die direkten Gesundheitsfolgen der Corona-Pandemie als auch indirekte Folgen der Eindämmungsmaßnahmen erforschen. Untersucht werden sollen die Fragestellungen zur sozialen Ungleichverteilung von Infektionsrisiken und schweren Covid-19-Verläufen besonders mit Blick auf die berufliche Situation. Ein weiteres Thema sei die Frage, wie sich nicht-pharmazeutische Interventionen auf die psychische Gesundheit und Menschen in prekären Beschäftigungsverhältnissen auswirken. Ziel sei es unter anderem, Aspekte der gesundheitlichen Chancengerechtigkeit in die künftige Pandemieplanung einzubeziehen.

epd ost cxm