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Die Landessynode der EKBO besetzt wichtige Ämter neu

21.02.2021

Neue Aufgaben für die Landeskirche übernehmen auch Brandenburgs früherer Verfassungsgerichtspräsident Jes Möller und die ehemalige FDP-Generalsekretärin Linda Teuteberg

Die EKBO hat eine neue Kirchenleitung. Die neue Synode der Landeskirche wählte bei der konstituierenden Tagung zum Beginn ihrer sechsjährigen Amtszeit am Donnerstag zwölf Mitglieder des Kirchenparlaments in das 19-köpfige Leitungsgremium. Auch die fünf künftigen Mitglieder der Landeskirche in der bundesweiten Synode der EKD wurden gewählt, darunter die brandenburgische FDP-Vorsitzende und frühere FDP-Generalsekretärin Linda Teuteberg.

Zum Vertreter der Landeskirche im Diakonischen Rat, dem Aufsichtsgremium des Diakonischen Werks Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz, wurde der Sozialrichter und frühere Präsident des brandenburgischen Verfassungsgerichts, Jes Möller, gewählt. Aus dem Kreis der 16 Kandidierenden für die Kirchenleitung wurden per Video-Konferenz fünf Frauen und sieben Männer gewählt. Darunter sind zwei Juristen, mehrere Ingenieure, ein Landwirt und eine IT-Expertin.

Vorsitzender der Kirchenleitung ist Bischof Christian Stäblein. Sein Stellvertreter ist der neue Präses Harald Geywitz, der am Mittwochabend zum Vorsitzenden der Landessynode gewählt wurde. Die Kirchenleitung führt die Beschlüsse der Landessynode aus und nimmt deren Aufgaben wahr, wenn das Kirchenparlament nicht versammelt ist. Die Synode tagt in der Regel zweimal im Jahr. Zu den Aufgaben der Kirchenleitung gehört unter anderem die Aufsicht über die Kirchenverwaltung, das Konsistorium, sowie über die Kirchenkreise und Kirchengemeinden.

Neben Bischof und Präses gehören auch Pröpstin Christina-Maria Bammel, Konsistorialpräsident Jörg Antoine sowie die Generalsuperintendentinnen aus Berlin und Görlitz und der Potsdamer Generalsuperintendent von Amts wegen der Kirchenleitung an.

In der EKD-Synode wird die Landeskirche neben Teuteberg auch von der Direktorin der Evangelischen Akademie zu Berlin, Friederike Krippner, der Steuerberaterin Martina Heyde, dem Superintendenten des Kirchenkreises Oderland-Spree, Frank Schürer-Behrmann, und Béla Dörr, dem Vorsitzenden der evangelischen Jugend der Landeskirche vertreten. Zu den neu gewählten Stellvertretern gehört der SPD-Bezirksbürgermeister von Berlin-Neukölln, Martin Hikel.

Auch die ständigen Ausschüsse und der Ältestenrat des Kirchenparlaments wurden am Donnerstag neu gewählt. Auf der Tagesordnung standen auch einige weitere Wahlen in Ämter und Gremien. Nach dem Abschluss der Plenartagung am Donnerstag stehen am Freitag die konstituierenden Sitzungen der neu gewählten Ausschüsse und Gremien auf dem Programm.

Die Amtszeit des neuen Kirchenparlaments läuft bis 2026. Die 108 Synodalen vertreten rund 890.000 evangelische Christen in gut 1.100 Gemeinden in Berlin, Brandenburg und der ostsächsischen Region Görlitz.

74 Mitglieder des Kirchenparlaments kommen aus den 25 Kirchenkreisen. Bischof, Pröpstin, Konsistorialpräsident sowie die beiden Generalsuperintendentinnen und der Generalsuperintendent gehören der Synode von Amts wegen an. Die Synode ist das oberste Leitungsgremium der Landeskirche. Sie entscheidet unter anderem über Kirchengesetze. Die nächste reguläre Synodentagung ist am 16. und 17. April geplant.

Hier geht's zum Livestream der Synode 

(epd/EKBO) 

Info
Von der Synode gewählte Mitglieder der neuen Kirchenleitung sind der Ingenieur Matthias Bärmann aus Guben, der Superintendent des Berliner Kirchenkreises Charlottenburg-Wilmersdorf, Pfarrer Carsten Bolz, Rüdiger Ernst, Vorsitzender Richter am Berliner Kammergericht, die Pfarrerinnen Anna Trapp aus Bad Wilsnack und Anja Siebert-Bright aus dem Kirchenkreis Neukölln, die Agraringenieurin und bisherige Synodenvorsitzende Sigrun Neuwerth, der Landwirt Albrecht von Alvensleben aus der Region Oderland-Spree, der Görlitzer Bauingenieur André Bordihn, die Lehrerin Ingrid Höfner-Leipner aus Cottbus, die IT-Expertin Felicitas Wilcke aus Saarmund sowie der Berliner Ingenieur Reinhard Locke und der Berliner Richter Martin Müller-Follert.