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Brandenburg muss 60.000 Corona-Impftermine neu planen

Potsdam (epd). Brandenburg muss für rund 60.000 Menschen, die eine Astrazeneca-Erstimpfung bekommen haben, neue Zweitimpfungstermine planen. Grund sei der Beschluss der Gesundheitsministerkonferenz vom Dienstagabend, unter 60-Jährigen bei der Zweitimpfung nun statt Astrazeneca die Vakzine von Biontech oder Moderna zu verabreichen, teilte das Innenministerium am Mittwoch in Potsdam mit.

Da kein zusätzlicher Biontech- oder Moderna-Impfstoff zur Verfügung gestellt werden könne, müssten die Impfstoffe nun in anderen Bereichen eingespart werden, betonte Innenminister Michael Stübgen (CDU). Deshalb könnten in den Impfzentren weniger zusätzliche Erstimpftermine angeboten werden. Termine, die bereits vereinbart seien, würden jedoch nicht abgesagt. Jeder zugesagte Erstimpftermin bleibe bestehen.

Die Absicherung von Zweitimpfungen habe absolute Priorität, da die Geimpften sonst ihre Immunisierung verlören und wieder von vorne anfangen müssten, betonte Stübgen. Betroffen seien hauptsächlich Ärzte, Pflegepersonal, Polizisten und Mitarbeiter in gefährdeten Berufsgruppen. Deren Zweitimpfungen stünden ab nächster Woche an.

In Brandenburg haben nach Angaben des Innenministeriums seit Beginn der Impfkampagne Ende Dezember 429.294 Menschen mindestens eine Erstimpfung erhalten, 144.624 sind vollständig geimpft. Dies bedeutet laut Robert-Koch-Institut, dass in Brandenburg bis Mittwochfrüh 17 Prozent der Einwohnerinnen und Einwohner eine Erstimpfung und 5,7 Prozent eine Zweitimpfung erhalten haben. Im Bundesland leben rund 2,5 Millionen Menschen.