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Aktivist Krauthausen: Impfbereitschaft in vulnerablen Gruppen hoch

13.01.2021

Berlin (epd). Der bekannte Aktivist für Barrierefreiheit, Raul Krauthausen, hat die Politik aufgefordert, keine Bevölkerungsgruppe vom öffentlichen Gespräch auszuschließen. Barrierefreiheit, etwa durch Gebärdendolmetscher, sei besonders in der Corona-Pandemie von großer Bedeutung, sagte Krauthausen am Dienstag in einem Instagram-Chat mit Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier. Steinmeier erkundigte sich bei ihm nach der Situation von Menschen mit Behinderungen unter den Corona-Regeln.

Krauthausen sagte, die meisten lebten nicht in Einrichtungen, sondern zu Hause und organisierten ihr Leben mit Assistenzkräften, Familie, Freunden und anderer Hilfe. Diese größte Gruppe werde von der Politik immer wieder vergessen. Das sei auch in der Pandemie so, kritisierte Krauthausen. Es sei schwieriger an Tests zu kommen oder an Impftermine, wenn man nicht in einer Einrichtung lebe.

Krauthausen hat sich mit der von ihm gegründeten Initiative "Sozialheld*innen" der Initiative "#Risikogruppe" angeschlossen, in der Menschen mit Vorerkrankungen alle anderen aufrufen, sich an die Regeln zu halten, weil sie durch eine Corona-Infektion stark gefährdet sind. Krauthausen sagte, besser als von "Risikogruppen" spreche man heute von vulnerablen Gruppen. Viele, auch er selbst, seien besonders vorsichtig. Mit Muskelschwund etwa komme man bei einer Corona-Infektion schnell in die Situation, beatmet werden zu müssen.

Auf eine entsprechende Frage Steinmeiers sagte Krauthausen, unter Menschen mit Behinderungen oder Erkrankungen sei die Impfbereitschaft hoch - auch deshalb, weil eine Impfung wieder zu mehr Normalität führen könne.