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Sächsische Beschäftigte leiden häufiger unter Rückenschmerzen

Dresden (epd). Sächsische Beschäftigte haben 2020 laut einer Analyse der DAK-Gesundheit vor allem wegen Rückenschmerzen oder anderen Problemen mit dem Muskel-Skelett-System im Job gefehlt. Mehr als jeder fünfte Fehltag sei auf diese Erkrankungen zurückzuführen, teilte die DAK-Gesundheit am Freitag in Dresden mit. Pro Beschäftigtem habe es etwa 3,8 Ausfalltage wegen Rückenbeschwerden gegeben. Das seien rund sechs Prozent mehr als im Vorjahr. Auch bei psychischen Erkrankungen gab es den Angaben zufolge einen neuen Höchststand.

 Durch die Corona-Pandemie habe sich auch die Arbeitswelt drastisch verändert, erklärte die Leiterin der DAK-Landesvertretung Sachsen, Christine Enenkel. Homeoffice werde zwar von vielen Beschäftigten als eine Entlastung empfunden. Auf Dauer zeigten sich aber auch negative gesundheitliche Folgen.

 Neben häufigeren Rückenschmerzen führe dies auch zu einer Zunahme von Fehltagen bei psychischen Erkrankungen, hieß es. Sie waren 2020 der zweitwichtigste Grund für eine Krankschreibung und nahmen im Vergleich zum Vorjahr um knapp zwölf Prozent zu. Jeder sechste Ausfalltag gehe auf seelische Leiden zurück.

 Insgesamt nahm die Zahl der Krankschreibungen der DAK-Versicherten um 11,6 Prozent ab, aber zugleich dauerte den Angaben zufolge ein durchschnittlicher Fall länger als im Vorjahr. Über alle Erkrankungen hinweg betrug die Fehlzeit durchschnittlich 14,1 Tage und damit 1,9 Tage mehr als 2019. Für die aktuelle Krankenstands-Analyse seien Daten von rund 54.000 erwerbstätig Versicherten der DAK-Gesundheit in Sachsen ausgewertet worden, hieß es.