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Kirchen erinnern an Pogrome vor 80 Jahren

01.11.2018

Startpunkt des Gedenkweges ist die Topographie des Terrors. Er führt über den Potsdamer Platz und endet am Denkmal für die ermordeten Juden Europas.


Berlin (epd). Evangelische und katholische Kirchengemeinden in Berlin erinnern um den 9. November herum an den 80. Jahrestag der nationalsozialistischen Novemberpogrome von 1938. Die Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz, das Erzbistum Berlin und der Ökumenische Rat Berlin-Brandenburg (ÖRBB) laden am 8. November zu einem Gedenkweg ein. Dazu werden unter anderem Berlins Regierender Bürgermeister, Michael Müller (SPD), der Antisemitismusbeauftragte der Bundesregierung, Felix Klein, sowie Erzbischof Heiner Koch und Bischof Markus Dröge erwartet, wie die evangelische Landeskirche am Donnerstag in Berlin mitteilte.

Startpunkt des Gedenkweges ist die Topographie des Terrors (13 Uhr). Er führt über den Potsdamer Platz und endet am Denkmal für die ermordeten Juden Europas (gegen 14.15 Uhr). In der Sophienkirche ist am 9. November (19.30 Uhr) ein ökumenisches Pogromgedenken geplant.

Bei den Novemberpogromen vor 80 Jahren zünden SA- und SS-Trupps in ganz Deutschland rund 1.400 Synagogen an, verwüsten mehr als 7.500 Häuser und Geschäfte und ermorden jüdische Frauen und Männer. Am Ende gibt es mehr als 1.300 Tote. Die Nationalsozialisten nutzen das Attentat auf den deutschen Diplomaten Ernst vom Rath am 7. November 1938 in Paris durch den 17-jährigen Juden Herschel Grynszpan als Vorwand für ein bis dahin beispielloses Verbrechen an den Juden, die Reichspogromnacht, früher auch "Reichskristallnacht" genannt.


Info
Der Gedenkweg der Kirchen am 8. November beginnt um 13 Uhr an der Topographie des Terrors, führt über den Potsdamer Platz und endet gegen 14.15 Uhr am Denkmal für die ermordeten Juden Europas.

In der Sophienkirche, Große Hamburger Straße 31, 10115 Berlin, wird am Samstag, 9. November, 19.30 Uhr ein Ökumenisches Pogromgedenken mit einem Redebeitrag von Prof. Dr. Doron Kiesel, dem Wissenschaftlichen Direktor der Bildungsabteilung des Zentralrats der Juden in Deutschland, stattfinden.

Internet
www.gedenken.berlin