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Evangelische Gemeinden beteiligen sich an Gedenken an Corona-Opfer

Berlin (epd). Am Gedenken an die Todesopfer der Coronavirus-Pandemie wollen sich am Sonntag auch viele evangelische Kirchengemeinden beteiligen. Eingeladen werde unter anderem zu besonderen Gottesdiensten und Andachten, teilte die Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz am Freitag in Berlin mit. Ein stilles Gedenken sei zudem in "Offenen Kirchen" möglich. Auch mit Gottesdiensten im Livestream oder am Telefon werde an die Gestorbenen und ihre Hinterbliebenen erinnert. Viele seelsorgerische Angebote bestünden bereits seit Monaten.

Bischof Christian Stäblein betonte, der Glaube könne auch angesichts der Pandemie Trost spenden. Dies sei "weder Angstnegierung noch Todesverleugnung" oder das "Leid einfach mal weglächeln", sagte Stäblein am Freitag vor der Synode der Landeskirche: "Ich möchte mir eine Welt ohne diesen Trost nicht vorstellen müssen."

Die Kirche stehe den Menschen auch in der Pandemie zur Seite, sagte Stäblein in seinem Bischofswort: "Von Seelsorge im Alltag über Eintreten für Benachteiligte und schnell Übersehene, von Gottesdiensten als geistlichem Lebensmittel, analog und digital, bis hin zum Dasein für Kinder und Jugendliche in Schulen und Gemeinden".

"Ich danke allen Kirchengemeinden und Kirchenkreisen, die seit Monaten das Gedenken wachhalten und Trost weitergeben", sagte Stäblein: "Ich denke an das Herz aus Kerzen auf dem Tempelhofer Feld vor einigen Tagen, ich denke an die digitale Klagemauer des Kirchenkreises Niederlausitz zu diesem 18. April, ich denke an das Gedenkbuch in der Sakristei hinter dem Altarraum in der Stadtkirche zu Perleberg."