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Mit der Corona-App Unterstützung leisten

22.06.2020

Wer von diesen dreien, meinst du, ist der Nächste geworden dem, der unter die Räuber gefallen war? Er sprach: Der die Barmherzigkeit an ihm tat. Da sprach Jesus zu ihm: So geh hin und tu desgleichen! (Lk 10, 36-37)

Seit dieser Woche ist sie da: die Corona-Warn-App! Und tatsächlich haben sich die immer neuen Ansätze in der Entwicklung gelohnt: Die App ist dezentral organisiert, datenschutztechnisch unbedenklich, hilfreich und ressourcenschonend, zudem freiwillig einzusetzen und der Quellcode offen einzusehen. Letzteres haben bereits viele getan, darunter auch der Chaos Computer Club, der vormals noch in einem offenen Brief zum Einlenken gemahnt hatte, als die App noch mit einer zentralen Datenspeicherung daher kommen sollte, wie es in einigen anderen Ländern durchgesetzt worden ist. Das Ergebnis der Corona-App hier in Deutschland kann sich also sehen lassen.
Die App misst den Abstand zu anderen via Bluetooth, speichert verschlüsselte, zufällig generierte Codes, die mit anderen ausgetauscht werden und keinerlei Rückschlüsse auf die Personen selbst schließen lassen. Infiziert sich eine Person, bekommt sie vom Testlabor einen QR-Code, mit dem eine Selbstmeldung über die App verifiziert werden kann. Alle, mit denen die Person dann in kritischer Nähe Kontakt hatten, erhalten dann eine entsprechende Information, die mit den auf dem eigenen Endgerät gespeicherten Begegnungsdaten abgeglichen werden. Wird ein entsprechendes Ansteckungsrisiko angezeigt, können sie sich dann selbst überprüfen lassen. Antworten auf die meisten Fragen zur App finden sich auf der Seite der Bundesregierung.
Damit das alles funktioniert, kommt es nun darauf an, diese auch zu nutzen, um Infektionsketten noch schneller erkennen und der Ausbreitung entgegenwirken zu können. Bedenkt man, was wir bereits alles im Kampf gegen die Ausbreitung des Virus schon aktiv unternommen haben von Kontakteinschränkungen, Listen in Gottesdiensten, Singverboten, Mund-Nasen-Bedeckungen über ein (längst überfälliges) verstärktes Ausbauen digitaler Angebote bis hin zu den vielen Hilfen vor Ort und im Netz wie Seelsorge, Begleitung von Angehörigen, Lieferdiensten und vieles mehr, ist dies wohl der vergleichsweise geringste Aufwand, um Unterstützung zu leisten und seinen Nächsten zu helfen: eine App installieren.