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Bethel weiht "Erinnerungsort" für Corona-Opfer ein

In den v. Bodelschwinghschen Stiftungen Bethels starben 170 Menschen im Zusammenhang mit der Coronavirus-Pandemie. An sie und die Corona-Opfer weltweit erinnert jetzt ein Gedenkort in Berlin.

Berlin, Bielefeld (epd). Die v. Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel haben am Samstag in Berlin einen Erinnerungsort für Corona-Opfer eingeweiht. Mit dem Gedenkort soll an die Corona-Opfer in der Welt, in Deutschland und in den Einrichtungen Bethels erinnert werden, wie der Vorstandsvorsitzende der v. Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel, Ulrich Pohl, erklärte. Auf dem Gelände der Stiftung wurde eine Skulptur mit dem Titel „Herz der Hoffnung“ der Künstlerin Gabriele von Lutzau enthüllt.

Das Herz-Kunstwerk soll ein Zeichen des Mitgefühls und des Trostes sein, sagte der Bethel-Vorstandsvorsitzende Ulrich Pohl laut Redetext. Zugleich sei es auch ein Zeichen des Dankes an die vielen Menschen, die sich um andere Menschen gekümmert hätten. „Es gab nicht nur Corona-Wellen, sondern auch Wellen von Mitmenschlichkeit und Nächstenliebe“, würdigte Pohl. In den v. Bodelschwinghschen Stiftungen Bethels starben laut Pohl 170 Menschen im Zusammenhang mit Corona.

Die westfälische Präses Annette Kurschus rief zu einer größeren Wertschätzung der Menschen auf, die sich in der Corona-Pandemie für andere eingesetzt haben. In der Öffentlichkeit werde überwiegend nach Verantwortlichen und nach Versäumnissen im Zusammenhang mit Corona geschaut, sagte Kurschus, die auch stellvertretende Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) ist, in ihrer Predigt.

Viel wichtiger sei es jedoch, „denen zu danken und diejenigen zu würdigen, die an je ihrem Platz mit all ihrer Kraft und oft weit darüber hinaus in die Bresche getreten sind für andere“. Wichtig sei es, danach zu fragen, „wie diese Menschen künftig den Respekt und das Auskommen haben können, die sie verdienen“, sagte Kurschus laut Redetext.

Die Künstlerin Gabriele von Lutzau war im Jahr 1977 als Flugbegleiterin eine der Geiseln an Bord der durch ein palästinensisches Terrorkommando entführten Lufthansa-Maschine „Landshut“. Trotz Todesangst und Erschöpfung habe die damals 23-jährige Frau Mut und Menschlichkeit bewiesen, erklärte Bethel. Die als „Engel von Mogadischu“ bekannt gewordene Flugbegleiterin sei für die Passagiere eine wichtige Stütze gewesen. Sie erhielt dafür den Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland. Beim Festakt wirkten auch Mitarbeitende Bethels sowie Angehörige mit. Weitere Skulpturen will Bethel unter anderem in Bielefeld und im Ruhrgebiet aufstellen.