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30 Jahre Mauerfall: "Nacht der Lichter" und mehr

07.10.2019

Andachten, Gottesdienste, Lesungen, Begegnungen, Zeitzeugengespräche: Zahlreiche Veranstaltungen verdeutlichen die Rolle der Kirche bei der Friedlichen Revolution. Am 9. Oktober um 19 Uhr betet die Gottesdienstgemeinde in der „Nacht der Lichter“ in der Gethsemanekirche für Menschen, die aktuell inhaftiert sind.

In diesem Herbst liegt die Friedliche Revolution 30 Jahre zurück. Ihr Ergebnis war der Mauerfall und die Vereinigung von DDR und Bundesrepublik. Initiativen innerhalb der EKBO und viele Kirchengemeinden nehmen den Jahrestag zum Anlass, um die Geschehnisse wieder wach werden zu lassen und daraus Schlüsse für das Leben heute und in naher Zukunft zu ziehen. „Es waren Christinnen und Christen, die in dieser Umbruchszeit vor 30 Jahren immer wieder auf Gewaltfreiheit bestanden haben“, sagt Bischof Markus Dröge, „sie haben Gebete und Kerzen zu ihren Werkzeugen des Widerstandes gemacht. Ohne dieses beharrliche und mutige Eintreten für Frieden und Demokratie hätte die Geschichte womöglich einen anderen Lauf genommen.“

Am 9. Oktober 2019, um 19 Uhr betet die Gottesdienstgemeinde in der „Nacht der Lichter“ in der Gethsemanekirche (Stargarder Str. 77, 10437 Berlin) für Menschen, die aktuell inhaftiert sind, weil sie sich für die Einhaltung der Menschenrechte und demokratischer Prozesse eingesetzt haben. Die Predigt beim Gottesdienst hält Bischof Markus Dröge, die Schauspielerin Anna Maria Mühe wird Erinnerungstexte lesen. Den Einladungs- und Informationsflyer zur Veranstaltung können Sie hier downladen.

Ebenfalls in der Gethsemanekirche als einem der wichtigen Orte der Friedlichen Revolution findet am 31. Oktober 2019 um 10 Uhr ein ARD-Fernsehgottesdienst zum Reformationstag statt unter der Überschrift “Glaube, Liebe, Revolution“. Für die Musik sorgt der Liedermacher Stephan Krawczyk, mit beteiligt sind Schülerinnen und Schüler, die sich bei Fridays for Future engagieren. Auch der diesjährige Reformationstagsgottesdienst der EKBO in der Zionskirche (Zionskirchplatz, 10119 Berlin) steht ganz im Zeichen von "Glaube, Liebe, Revolution“. Beim Gottesdienst werden Schülerinnen und Schüler des John-Lennon-Gymnasiums mit ihren Beiträgen auf nötige gesellschaftliche Veränderungen damals und heute hinweisen.

Am Samstag, 9. November 2019, 14 Uhr feiert der Kirchenkreis Prignitz einen Gottesdienst auf der Elbfähre unter der Überschrift „Freiheit im Fluss“ mit Gästen aus dem Osten und Westen Deutschlands. Erwartet werden unter anderen der Bischof der Hannoverschen Landeskirche, Ralf Meister, Generalsuperintendentin Heilgard Asmus, Landrat Torsten Uhe, Vertreter der Kommune Lanz, Superintendentin Eva-Maria Menard und Propst Stephan Wichert-von Holten aus dem Wendland. Die Musik kommt von der Gruppe Patchwork, von Jagdhornbläsern und Posaunenchören aus dem Kirchenkreisen Prignitz und Lüchow-Dannenberg. Weitere Informationen gibt es hier.

Der Evangelische Kirchenkreis Tempelhof-Schöneberg und die Konrad-Adenauer-Stiftung e.V. zeigen in einem gemeinsamen Videoprojekt unter dem Titel „Glaube. Liebe. Revolution. 30 Jahre Friedliche Revolution“ in elf Videos persönliche Momente des Herbstes 1989, erzählt von Menschen aus Ost und West. Die Geschichten spiegeln im politischen Weltgeschehen den persönlichen Mut einzelner Menschen wider. In den nächsten Wochen werden die Videos immer donnerstags auf den Social-Media-Kanälen der Konrad-Adenauer-Stiftung, die das Projekt finanziell förderte, und den Kanälen von Pfarrerin Theresa Brückner (@theresaliebt) online gestellt.  

Einen Überblick über die Veranstaltungen sowie Berichte von Zeitzeugen und -zeuginnen finden Sie hier.