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Klimaschutzgesetz der EKBO

Anforderungsprofil für die Ansprechpartner*in für Fragen des Klimaschutzes in den Kirchenkreisen

Das Umweltbüro wurde von einigen Kirchenkreisen gebeten zu konkretisieren, was Aufgaben und Anforderungsprofil eines Ansprechpartners bzw. einer Ansprechpartner*in für Fragen des Klimaschutzes sein sollen.
Aus dem Klimaschutzgesetz (KlSchG) ergibt sich für die KK die Notwendigkeit, eine*n Ansprechpartner*in für Fragen des Klimaschutzes einzusetzen, einen Klimaschutzfonds zu bilden und auszureichen, ein Klimaschutzkonzept (mit einer Gebäudesanierungsplanung) zu entwickeln und die baulichen Vorgaben nach §4 und §7 des KlSchG umzusetzen. Einige organisatorische und administrative Aufgaben zur Umsetzung des KlSchG werden durch den Kreiskirchenrat, die Kreissynode oder das Kirchliche Verwaltungsamt (KVA) wahrgenommen. Für andere Aufgabenfelder fehlt bisher aber die fachliche Expertise. Diese Lücke soll durch den oder die Ansprechpartner*in für Fragen des Klimaschutzes geschlossen werden. In unserem Entwurf sollen mögliche Arbeitsfelder dieser Ansprechpartner*innen aufgezeigt werden, die konkreten Anforderungsprofile können aber entsprechend der unterschiedlichen Ausgangsbedingungen in den einzelnen Kirchenkreisen stark variieren. Hier soll explizit keine Aussage zum konkreten Umfang der Besetzung gemacht werden und auch nicht, ob die Besetzung ehrenamtlich oder mit Stellenanteilen erfolgt. Wie das Klimaschutzgesetz (KlSchG) vor Ort umgesetzt werden kann, liegt in der Verantwortung der Kirchenkreise. Denkbar ist zum Beispiel, analog zu den Baubetreuer*innen, ein gemeinsamer bzw. eine gemeinsame Ansprechpartner*in für Fragen des Klimaschutzes auf Ebene des Kirchenkreisverbands.
Entsprechend dem seit 1. Januar 2021 geltenden KlSchG der EKBO ist ein Hauptziel der Tätigkeit des Ansprechpartners bzw. der Ansprechpartnerin für Fragen des Klimaschutzes, den Kirchenkreis dabei zu begleiten, bis spätestens 2050 klimaneutral zu werden. Klima- und Umweltschutz sollen in das allgemeine kirchliche Handeln integriert werden. Die Ansprechpartner*innen für Fragen des Klimaschutzes sollen die Kirchengemeinden dabei unterstützen, Maßnahmen umzusetzen und entsprechende Expertise dazu anbieten. Sie sollten gleichzeitig Ansprechpartner*in (Servicestelle), Vermittlungs- und Koordinierungsstelle und Unterstützungsstelle sein.

Das Anforderungsprofil für die Ansprechpartner*in für Fragen des Klimaschutzes in den Kirchenkreisen finden Sie zum Download hier.

Kirche macht Schluss!

Kirche macht Schluss und geht neue Wege: Seit 1. Januar 2021 ist das neue Klimaschutzgesetz der EKBO in Kraft. Christiane Averbeck, Geschäftsführerin der Klima-Allianz Deutschland, im Gespräch mit Hans-Georg Baaske, Leiter des Umweltbüros der EKBO.

Klimaschutzgesetz der EKBO - beschlossen!

Die Landeskirche hat beschlossen, ihre Emission bis 2050 auf Null zu senken. Die Landessynode hat in ihrer Herbsttagung 2020 ein konkretes Klimaschutzgesetz verabschiedet. Nach ausführlicher Diskussion stimmten eine überragende Mehrheit von 75 der 95 Landessynodale für das Klimaschutzgesetz. Darin festgeschrieben sind zahlreiche Maßnahmen zum Klimaschutz, die für alle Gemeinden in der EKBO ab 1.1.2021 verbindlich gelten.

Rund 80 Prozent der Treibhausgasemissionen der EKBO entstehen durch die zahlreichen Gebäude der Landeskirche. Um die Emission bis 2050 auf Null zu senken, setzt das neue Klimaschutzgesetz vor allem hier an. Die Landeskirche rechnet dabei mit klimabedingten Mehrkosten von ca. 150 Millionen Euro bis 2050. Um diese Summe zu finanzieren, führt die EKBO eine eigene Klimaschutzabgabe ein. Jede Gemeinde zahlt für Gebäude in ihrer Zuständigkeit ab dem Jahr 2023 pro Tonne CO2e 125 Euro in einen kirchlichen Klimaschutzfonds. Aus diesem Fonds können dann die Kirchengemeinden bis zu 100 Prozent der klimabedingten Mehrkosten als Zuschuss beantragen.

Das verabschiedete Gesetz baut auf dem Klimaschutzkonzept aus dem Jahr 2017 auf. Damit konnten bereits ca. 13.000 Tonnen CO2e pro Jahr eingespart werden . Die Emissionen der EKBO liegen heute insgesamt 15 Prozent unter dem Wert von 2015.

Das beschlossene Gesetz zum Nachlesen finden Sie hier.

Informationen zum Klimaschutzkonzept von 2017 finden Sie hier.

Letzte Änderung am: 22.06.2021