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Zentraler Klimastreik in Berlin am 22. Oktober

Nachdem beim globalen Klimastreik, alleine in Deutschland, über 620.000 Menschen an 471 Orten an Demos teilgenommen und eine Reihe von Kirchengemeinden zum Gebet eingeladen haben, ruft die Fridays for Future Bewegung erneut zum Klimastreik am 22.10.2021 regional in Berlin auf. Die Wählerinnen und Wähler haben mit ihrer Stimme für die Bundestagswahl gesprochen und fordern jetzt eine Klima-Koalition, die zu einer sozial-ökologischen Transformation führt.

Machen Sie mit! Am Freitag, den 22. Oktober gehen Fridays for Future mit vielen Unterstützern in Berlin auf die Straßen!

Weitere Informationen und Materialien unter: https://www.klima-streik.org/   

Weitere Informationen zu Fridays for Future: https://fridaysforfuture.de/    

#AlleFürsKlima: EKBO engagiert sich beim globalen Klimastreik

Bischof Stäblein spricht in Potsdam bei Fridays for Future an der Nikolaikirche

Die Evangelische Kirche Berlin Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO) unterstützte die Forderungen von „Fridays for Future“ für Klimagerechtigkeit und rief zur Teilnahme bei „AlleFürsKlima“ am 24.09.2021 auf. Bischof Christian Stäblein eröffnete die Demonstration von „Fridays for Future“ in Potsdam um 12 Uhr auf den Stufen der Nikolaikirche am Alten Markt. Das Umweltbüro der EKBO stellte zusätzlich für Kirchengemeinden Material für den Klimastreik bereit.

„Die Klimakrise zeigt sich mit aller Wucht. Wir haben die Auswirkungen im Sommer zu spüren bekommen - mit der Flutkatastrophe im Westen Deutschlands und den Waldbränden weltweit. Nur wenn wir unverzüglich handeln, können wir das Schlimmste noch verhindern“, sagte Bischof Christian Stäblein. „Der Klimastreik zwei Tage vor der Bundestagswahl ist ein Zeichen an die Politik, die Dinge endlich wirklich anzugehen. Es geht darum, effektive Maßnahmen für den Klimaschutz zu ergreifen. Fridays for Future und die junge Generation setzen sich mit bewundernswerten Nachdruck dafür ein. Am Freitag werde ich in Potsdam beim Klimastreik dabei sein. Gehen Sie mit uns auf die Straße - für die Bewahrung der Schöpfung!“

Maßnahmen der EKBO für den Klimaschutz

Seit dem 1. Januar 2021 ist das neue Klimaschutzgesetz (KlSchG) der EKBO in Kraft. Verabschiedet wurde es im Herbst 2020 durch die Landessynode. Darin ist festgelegt, dass die Kirchenkreise bis 2050 klimaneutral sein sollen. Der Fokus liegt primär auf Immobilien, da diese rund 80% der Treibhausgasemissionen verursachen. Ab 2023 gibt es eine Klimaschutzabgabe (pro Tonne CO2 125 Euro), die den kirchlichen Klimaschutzfond bildet. Daraus können Kirchengemeinden einen Zuschuss für klimabedingte Mehrkosten beantragen. Weiterhin führt das Konsistorium der EKBO seit diesem Jahr ein durch die EMAS zertifiziertes Umweltmanagementsystem durch. Hauptansprechpartner im Umweltschutz ist das Umweltbüro der Landeskirche. Die fünf Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind in den Bereichen Immobilien, Mobilität und Materialbeschaffung tätig, unterstützen Gemeinden bei Fördermöglichkeiten und beraten sie bei der Umsetzung von Maßnahmen.

Weitere Informationen unter EKBO Klimaschutz, Christians4Future, Fridays for Future

Ansprache von Superintendent Matthias Puppe zur Fridays-for-Future-Demo am 24. September 2021 in Neuruppin (Kirchenkreis Wittstock-Ruppin)

Vielen Dank, dass ich für die Kirche heute hier auf einer Demo von Jugendlichen sprechen darf. Das ist nicht selbstverständlich! Wo doch der Altersdurchschnitt der meisten Kirchenleute ein paar Jahrzehnte über dem Euren liegt. 

„Ich bin Leben, das leben will, inmitten von Leben das leben will“ – auf diese Formel bringt der Theologe und Arzt Albert Schweitzer seinen Schöpfungsglauben.

Ich glaube nämlich, dass ich nicht über anderen Lebewesen stehe, sondern Mitgeschöpf bin.

Mit ihm glaube ich, dass ich mit derselben Achtung Lebewesen begegnen muss, die ich für mich von anderen erwarte.  

Ich glaube, dass ich diese Erde gestalten darf – allerdings ohne sie zu beherrschen und auszubeuten, ohne ihr und dem Leben Schaden zuzufügen.

Und vor allem glaube ich, dass diesem Glauben Taten folgen müssen.

In meiner Kirche gilt seit Beginn dieses Jahres ein Klimaschutzgesetz. Für ihre Emissionen müssen Kirchengemeinden in einen Klimaschutzfonds einzahlen und den Energieverbrauch auf erneuerbare umstellen. Meine Kirche will 2050 klimaneutral sein. Bitte jetzt nicht lachen ...

Ich kann alle verstehen, die das wenig ambitioniert finden. Die Bundesregierung will inzwischen 5 Jahre schneller da angekommen sein. Meiner eigenen Ungeduld ist diese Zahl 2050 ebenso ein Dorn im Auge.

Denn: Wir müssen etwas tun und zwar dringend. Leider ist das auch bei Vielen in der Kirche noch nicht angekommen.

Auch deshalb sind Demonstrationen wie heute so wichtig. Wir sind dabei und wollen zeigen: Eure Anliegen sind unsere: Wir müssen endlich ins Handeln kommen. 

Ich wohne in Heiligengrabe. Dort soll eine Ortsumfahrung gebaut werden. Dort soll die klösterliche Kulturlandschaft zerschnitten, sollen 24 Fußballfelder Wald und Wiese für den Straßenbau versiegelt, alte Eichen gefällt werden. Der Bürgermeister und manch andere, die den „Wachstumskern Autobahndreieck Wittstock“ beschwören, sind über den Eingriff in die Natur offenbar unbeeindruckt. Straßenbau sichert angeblich die Zukunft der Region und steigert die Lebensqualität.  Welche Art von Lebensqualität und wessen – frage ich mich! 

Lebensqualität,die auf Kosten anderer Lebewesen geht, kann unddarf es nicht mehr geben

Warum sollen Lebensräume weichen, dafür dass ich ein paar Minuten schneller von A nach B komme. Dafür, dass alte Verkehrskonzepte auf Biegen und Brechen umgesetzt werden, ohne zur Kenntnis zu nehmen, dass sich unser Klima rasant ändert. Brandenburg wird immer trockener.

Lebensqualität verliere ich, wenn ich nur auf meine eigenen Wünsche und Bedürfnisse schaue und die anderer ausblende. 

Eine neue Lebensqualität gewinnen; das will ich: durch Änderung meiner Gewohnheiten, meiner Lebensweise. Das muss überhaupt keinen Verzicht bedeuten.

Wieviel besser lebe ich, wenn ich frische Luft einatmen kann und nicht mehr und überall Abgasen ausgesetzt bin.

Wieviel besser werde ich leben, wenn der Lärm nachlässt.

Wieviel mehr Lebensqualität, wenn ich intakte Lebensräume besuchen und mich daran freuen kann.

Wieviel besser geht es mir, wenn ich achtsam lebe. Nicht auf Kosten anderer. Nicht auf Kosten anderer Menschen, nicht auf Kosten von anderen Lebenswesen. Wie gut täte das meiner Seele. Ich will leben, und andere sollen es auch können!

Lasst bitte nicht nach, dafür auf die Straße zu gehen.

Es ist notwendig und wird notwendig bleiben.

Danke Euch, Danke Ihnen für alle Beharrlichkeit!!

Globale Klimademo am 24.09.2021

Die Fridays for Future Bewegung hat wieder zum Klimastreik kurz vor der Bundestagswahl am 24.09.2021 aufgerufen. Denn: Wir müssen jetzt handeln, um die Klimakrise und das weltweite Artensterben einzudämmen und das 1,5-Grad-Limit des Pariser Klimaabkommens einhalten zu können. Bisher hat die Große Koalition auf den Protest von Millionen Menschen auf den Straßen nur halbherzig reagiert. Doch mit der Bundestagswahl kann sich etwas ändern! 

Machen Sie mit! Am Freitag, den 24. September gehen Fridays for Future mit vielen Unterstützern bundesweit auf die Straßen. Wenn das Infektionsgeschehen es erfordert, wird mit Mundschutz und Abstand protestiert. Menschen aus allen Teilen der Gesellschaft machen den Parteien mit buntem Protest klar: Wir wählen dieses Jahr eine Regierung, die beim Klimaschutz endlich Ernst macht.

Weitere Informationen und Materialien unter: https://www.klima-streik.org/ 

Weitere Informationen zu Fridays for Future: https://fridaysforfuture.de/   

 

Umkehr zum Leben - Bewahrung der Schöpfung!

Auch die Landeskirche setzt im Ev. Zentrum in Berlin-Friedrichshain ein Zeichen für mehr Umwelt- und Klimaschutz und unterstützt die Klimademonstration.

 

Christians for Future übergeben Forderungen an Bischof Stäblein

Am 16.09.2021 besuchte eine Gruppe von Klimaaktivist*innen das Konsistorium der Evangelischen Landeskirche in Berlin-Friedrichshain. Die Christians for Future (C4F) verstehen sich als Teil der globalen For-Future-Bewegung. 

Vonseiten der Evangelischen Landeskirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO) empfing sie Bischof Christian Stäblein im Garten des Konsistoriums. C4F überreichten dem Bischof zwölf Forderungen auf Papier. Unter anderem ermutigen sie darin die Kirchenleitung, sich mit ihren klimapolitischen Positionen mutiger und lauter in die gesellschaftliche Debatte einzubringen. Zudem fordern sie, dass Landeskirchen und Bistümer bis 2030 Klimaneutralität anstreben. Sie sollen ihr Kapitalvermögen nicht mehr in Unternehmen investieren, die mit der Energieerzeugung aus Kohle, Öl und Gas Umsatz machen. Neben der Umstellung des eigenen Handelns wird ein Bewusstseinswandel angemahnt: Die Themen Klimakrise und Klimagerechtigkeit sollten stärker in der pastoralen Arbeit, Bildungsarbeit und in der Liturgie verankert sein, so Christians for Future.

„Wir sind uns als Christinnen und Christen unserer Verantwortung für Gottes Schöpfung bewusst“, sagt Bischof Christian Stäblein. „Weltweite Klimagerechtigkeit bestimmt kirchliches Handeln seit Langem. Dafür machen wir uns gesellschaftlich stark, auch am 24. September beim Klimastreik von Fridays for Future. Zugleich unterstützt das Umweltbüro der EKBO Gemeinden und Kirchenkreise bei der Umsetzung konkreter Maßnahmen, um einen Ausstieg aus fossiler Energieerzeugung zu beschleunigen. Ich freue mich, dass Christians for Future für den weiteren inhaltlichen Austausch mit dem Umweltbüro in Kontakt stehen. Ihr Besuch ist Anstoß, uns noch eindringlicher für Klima und Umwelt einzusetzen.“

4. Globale Klimademo - Wir waren dabei!

Trotz des ungemütlichen Wetters versammelten sich am vergangenen Freitag ca. 600 Demonstrierende in Eberswalde, um im Rahmen der 4. Fridays for Future Demo für einen konsequenteren Umwelt- und Klimaschutz auf die Straße zu gehen. Auch das Umweltbüro der EKBO war mit einem selbstgebastelten Banner dabei.

Mitglieder der Landeskirche waren auch bei der Demonstration am Brandenburger Tor in Berlin vertreten, um für die Bewahrung der Schöpfung einzutreten.

Aktionen zum globalen Klimastreik am 20. September 2019

Liebe Christinnen und Christen,


dem Aufruf von Fridays for Future am 20. September 2019 auf die Straße zu gehen um für mehr Umwelt- und Klimaschutz zu demonstrieren, sind Hunderttausende gefolgt! Christinnen und Christen haben sich von Berlin bis Berlinchen an regionalen Protesten und Aktionen beteiligt, haben Klimaandachten abgehalten oder die Glocken geläutet und damit gezeigt, dass die Bewahrung der Schöpfung von zentraler Bedeutung für unseren Glauben ist.


Wir wollen uns über diesen Tag hinaus auch weiterhin konsequent für Klimagerechtigkeit und den Schutz der Umwelt einsetzen. Zu diesem Zweck hat sich rund um das Umweltbüro der EKBO die Arbeitsgemeinschaft „Church for Future“ formiert, die zum Ziel hat die Bemühungen der klimaschutzinteressierten Mitglieder unserer Landeskirche inhaltlich und organisatorisch zu unterstützen. Wir freuen uns über jede*n Unterstützer*in und laden Sie herzlich dazu ein an der nächsten Sitzung am 5. November 2019(14:00-16:30 Uhr) teilzunehmen. Melden Sie sich hierzu bitte per E-Mail (umwelt(at)ekbo.de) oder Telefon (030 / 243 44 411) im Umweltbüro der EKBO.


Außerdem schlagen wir vor jeden dritten Freitag im Monat, beginnend mit dem 18. Oktober 2019, dazu zu nutzen eine Klimaandacht abzuhalten und die Glocken zu läuten. Anregungen für eine entsprechende Andacht können finden Sie auf dieser Seite. Wenn Sie selbst einen Vorschlag für eine Klimaandacht haben, können Sie uns diesen gern via E-Mail zukommen lassen.
Ferner möchten wir auf den kommenden Klimaprotest am 29. November 2019 hinweisen, verbunden mit der Bitte zu überprüfen, ob Ihnen und Ihrer Gemeinde eine Teilnahme an dieser nächsten großangelegten und weltweit stattfindenden Aktion möglich ist.


Wir wünschen allen die Kraft und den Segen Gottes

 

Damit wir Christinnen und Christen auf den Veranstaltungen der weltweiten Klimademonstrationen möglichst sichtbar sind, möchten wir Sie ermuntern Plakate, Spruchbänder o. Ä. zu den Demonstrationen mitzubringen. Sollten Sie selbst etwas ideenlos sein oder wenig Zeit für die Vorbereitung haben, finden Sie hier drei Plakate mit Textvorschlägen, die Sie gern übernehmen und einfach auf ein (möglichst) großes Stück Pappe mit einem Filsstift oder einem Pinsel malen können.

Um den Wiedererkennungseffekt unserer Aktion zu erhöhen, möchten wir Sie außerdem dazu einladen, die violetten Logos des Umweltbüros der EKBO auf Ihr selbstgebasteltes Plakat zu kleben. Entweder drucken Sie dafür die PDF-Datei farbig aus, schneiden das Logo aus und kleben es auf oder Sie schreiben uns eine E-Mail (umwelt(at)ekbo.de) – wir lassen Ihnen dann gern kostenlos ein paar Aufkleber zukommen.  

Außerdem bieten wir drei große Banner zum Verleih (2m x 1m ) an. Bei Interesse bitte im Umweltbüro melden.

 

Letzte Änderung am: 14.10.2021