www.ekbo.de: Newsmeldungen https://www.ekbo.de/ Newsmeldungen de www.ekbo.de: Newsmeldungen https://www.ekbo.de/typo3conf/ext/tt_news/ext_icon.gif https://www.ekbo.de/ 18 16 Newsmeldungen http://blogs.law.harvard.edu/tech/rss Thu, 20 Sep 2018 15:09:54 +0200 Ordinationsgottesdienst am Sonntag in Zossen https://www.ekbo.de//themen/detail/nachricht/ordinationsgottesdienst-am-sonntag-in-zossen.html Berlin/Zossen (epd). Eine evangelische Pfarrerin und vier Pfarrer werden am Sonntag von Bischof Markus Dröge in der Zossener Dreifaltigkeitskirche in ihren Dienst eingeführt. Zwei der Theologen würden ins Ehrenamt ordiniert, die anderen drei haben ihr Vikariat beendet und Mitte des Jahres ihren Dienst in verschiedenen Gemeinden der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz begonnen, wie die Landeskirche am Mittwoch in Berlin mitteilte.

Im Ordinationsgottesdienst bekommen die Pfarrerinnen und Pfarrer die kirchliche Beauftragung unter anderem zur öffentlichen Wortverkündigung, zur Seelsorge und zur Verwaltung der Sakramente übertragen. Somit dürfen die Pfarrer künftig eigenständig Gottesdienste leiten, Abendmahl feiern und Menschen taufen. Die beiden Theologen, die in das Ehrenamt ordiniert werden, üben auch weiterhin ihre Berufe aus, hieß es. Die hauptamtlichen Pfarrer sind in Gemeinden in Potsdam, Görlitz und Berlin-Spandau im Einsatz.


Info
Der Gottesdienst beginnt am 23. September um 14 Uhr.

Internet
Informationen zur theologischen Ausbildung: www.deine-ekbo.de

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ekbo.de Nachrichten des Evangelischen Pressedienstes Startseite presse.ekbo.de Thu, 20 Sep 2018 15:09:54 +0200
Diakonie: Obdachlose benötigen im Winter Alternativen zu U-Bahnhöfen https://www.ekbo.de//themen/detail/nachricht/diakonie-obdachlose-benoetigen-im-winter-alternativen-zu-u-bahnhoefen.html
Zugleich zeigte die Direktorin des Diakonischen Werkes Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz Verständnis für die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG). Die BVG hatte angekündigt, in der kalten Jahreszeit keine U-Bahnhöfe mehr für Obdachlose zu öffnen. "Wetterschutz für Obdachlose, wie in den U-Bahnhöfen, ist als reiner Erfrierungsschutz in einigen Fällen leider nötig, weil einige der Betroffenen es in keiner Notübernachtung aushalten", sagte Eschen. Allerdings sei die von der BVG angeführte Gefährdung durch die stromführenden Gleise ernstzunehmen.

Eschen unterstrich, "die Menschen, die bereit sind, in eine Notunterkunft zu gehen, sollten in geeignete Unterkünfte vermittelt werden". Diejenigen Menschen, "die durch das Leben auf der Straße, durch das Fehlen bedarfsgerechter Versorgung psychisch und körperlich gebrochen sind", bräuchten aber besonderen Schutz: "Sie brauchen intensive und langfristige Unterstützung, so dass sie Hilfs- und Übernachtungsangebote annehmen." Deren Lage zeige, wie wichtig die Anstrengungen seien, "solche Verelendung zu verhindern", sagte Eschen. Die Berliner Sozialverwaltung hatte angekündigt, in den kommenden Wochen weiter mit der BVG die Frage, ob und wie Bahnhöfe in den Wintermonaten als Aufenthaltsort von Obdachlosen genutzt werden können, zu erörtern.

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ekbo.de Nachrichten des Evangelischen Pressedienstes Startseite presse.ekbo.de Wed, 19 Sep 2018 13:27:59 +0200
Pfarrer und Imame kicken gegeneinander https://www.ekbo.de//themen/detail/nachricht/pfarrer-und-imame-kicken-gegeneinander.html


Berlin (epd). Pfarrer und Imame treffen sich am 29. September in Berlin zu ihrem 13. interreligiösen Fußballspiel. Das mittlerweile traditionelle Match findet in diesem Jahr im Rahmen der Interkulturellen Woche in der Julius-Hirsch-Sportanlage in Berlin-Westend statt, wie die evangelische Landeskirche am Dienstag ankündigte. Der Schiedsrichter kommt vom jüdischen Sportverein TuS Makkabi.

Veranstalter sind der Ökumenische Rat Berlin-Brandenburg, das Berliner Missionswerk, die Initiative Berliner Muslime, die Islamische Föderation in Berlin, die Anglikanische Kirche St. Georges zu Berlin sowie der Berliner Fußball-Verband. Die Schirmherrschaft haben der evangelische Bischof Markus Dröge, der Vorsitzende des Islamrates für die Bundesrepublik Deutschland, Burhan Kesici, und Bernd Schultz, Präsident des Berliner Fußball-Verbandes, übernommen.

Nach dem Spiel seien alle Spieler und Zuschauer zu einer "Dritten Halbzeit" mit Begegnungen und gemeinsamen Essen eingeladen, hieß es. In diesem Rahmen finde auch ein Podiumsgespräch zum Thema "Fußball, Glaube und Rassismus" statt. Im vergangenen hatten die Pfarrer mit 3:2 gewonnen.

Info
Das Spiel Pfarrer gegen Imame startet am Samstag, 29. September, um 16 Uhr in der Julius-Hirsch-Sportanlage, Harbigstraße 40,14055 Berlin. Bereits um 13 Uhr beginnt das Jugendfußballturnier. Der Eintritt ist frei.

Orte
Julius-Hirsch-Sportanlage, Harbigstraße 40,14055 Berlin

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ekbo.de Nachrichten des Evangelischen Pressedienstes Startseite presse.ekbo.de Tue, 18 Sep 2018 12:19:44 +0200
Kirchen laden zu 37. Sportschiffer-Gottesdienst nach Sacrow ein https://www.ekbo.de//themen/detail/nachricht/kirchen-laden-zu-37-sportschiffer-gottesdienst-nach-sacrow-ein.html
Besucher können den Angaben zufolge von Berlin-Spandau aus mit dem Fahrgastschiff "Berolina" der Reederei Hartmut Triebler nach Sacrow fahren. Die evangelische Sportarbeit biete zudem eine rund acht Kilometer lange Wanderung vom Fähranleger der Wannseefähre in Berlin-Kladow an.

Info
Der Gottesdienst beginnt am Samstag, dem 22. September, um 14.30 Uhr. Das Fahrgastschiff "Berolina" startet um 12 Uhr am Spandauer Lindenufer. Die Wanderung vom Fähranleger Kladow beginnt um10.30 Uhr.

Internet
www.ekbo.de

Orte
Heilandskirche am Port zu Potsdam-Sacrow, Fährstr. 1, 14469 Potsdam

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ekbo.de Nachrichten des Evangelischen Pressedienstes Startseite presse.ekbo.de Fri, 14 Sep 2018 11:04:04 +0200
Interkulturelle Woche in Berlin mit Friedensweg gestartet https://www.ekbo.de//themen/detail/nachricht/interkulturelle-woche-in-berlin-mit-friedensweg-gestartet.html Berlin (epd). Mit einem interreligiösen Friedensweg ist am Donnerstagabend die Interkulturelle Woche in Berlin eröffnet worden. "Nichts braucht es in diesen Tagen dringender als vielfache Zeichen eines guten Miteinanders unterschiedlicher Kulturen in unserem Land", betonte der Bischof der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz, Markus Dröge, in einem Grußwort anlässlich des Starts der 44. Interkulturellen Woche. Mit Blick auf die jüngsten fremdenfeindlichen Ausschreitungen unter anderem in Chemnitz sagte der Bischof weiter: "Ablehnung von Fremden, von Angehörigen jüdischer und islamischer Gemeinden oder von bestimmten Lebensentwürfen, die anders sind als die eigenen, äußert sich viel zu oft in gewalttätigen, menschenfeindlichen Übergriffen."

Die Interkulturelle Woche öffne dagegen den Blick für Vielfalt und ermögliche, "in der Interaktion auch neue Seiten an uns selbst zu entdecken", so Dröge. Sie stärke zudem den Zusammenhalt der Konfessionen und Religionen. "Sie stärkt durch die Zusammenarbeit zwischen Kirchen, Gewerkschaften und Verbänden aber auch den gesellschaftlichen Zusammenhalt an sich", sagte der Bischof.

Der Friedensweg führte den Angaben zufolge über die Sophienkirche, das St. Hedwigs-Krankenhaus und den Koppenplatz mit dem Denkmal "Der verlassene Raum" zur St. Georgis-Kirche. Für 19 Uhr war ein Friedensgebet mit interkultureller Musik, interreligiösem Gebet und dem Knüpfen eines Friedensnetzes geplant. Als Mitwirkende wurden neben dem evangelischen Landesbischof auch der Bischof der Antiochenisch-Orthodoxen Metropolie von Deutschland und Mitteleuropa, Hanna Haikal, vom St. Hedwigs-Krankenhaus Schwester Oberin Waltraud Schnittke, von der Jüdischen Gemeinde zu Berlin Rabbinerin Gesa Ederberg sowie Imam Osman Örs und Pfarrerin Christine Schlund erwartet.

Die Interkulturelle Woche ist eine Initiative der christlichen Kirchen. Sie wird von Gewerkschaften, Wohlfahrtsverbänden, Migranten-Organisationen und Integrationsbeauftragten unterstützt. Mit Festen, Podiumsdiskussionen, Gottesdiensten, kulturellen Ereignissen und Events setzen sich die Veranstalter ein für ein friedliches und gerechtes Miteinander von Menschen unterschiedlicher Kulturen und Religionen in der Gesellschaft sowie für einen Dialog untereinander. Zudem wollen sie damit auf die Situation von Migranten und Flüchtlingen aufmerksam machen.

Internet
Das komplette Programm ist abrufbar unter: www.interkulturelle-woche-berlin.de

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Nachrichten des Evangelischen Pressedienstes Startseite Thu, 13 Sep 2018 11:37:00 +0200
Kirchliche Kunstauktion mit Werken von Corinth und Mühlenhaupt https://www.ekbo.de//themen/detail/nachricht/kirchliche-kunstauktion-mit-werken-von-corinth-und-muehlenhaupt.html


Berlin (epd). Der Berliner Bischof Markus Dröge und die französische Kunstprofessorin Bénédicte Savoy eröffnen am Dienstag in Berlin die Ausstellung zur diesjährigen Kunstauktion zugunsten von Migranten- und Flüchtlingsprojekten. Zu sehen sind bis 9. Oktober im Evangelischen Zentrum unter anderem Arbeiten von Lovis Corinth, Horst Janssen, Otto Eglau, Bruno Bruni, Marwan, Klaus Fußmann, Kani Alavi, Elvira Bach und Kurt Mühlenhaupt, wie die Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO) am Montag in der Bundeshauptstadt ankündigte.

Insgesamt handele es sich um 630 Werke, von denen 100 am 14. Oktober in der Berliner Heilig-Kreuz-Kirche versteigert werden. Die anderen Bilder können bereits von Dienstag an im Galerieverkauf erworben werden. Der Gesamterlös kommt traditionell kirchlichen Projekten für Flüchtlinge und Migranten zugute.

Die Kunstwerke sind Spenden zahlreicher Künstlerinnen und Künstler. Ein großes Spendenkonvolut habe die Landeskirche von der Bonner Galerie Pudelko und der Schufa erhalten, hieß es.

Die 23. Kunstauktion zugunsten von Migranten- und Flüchtlingsprojekten steht unter der Schirmherrschaft von Bischof Dröge und Bénédicte Savoy. Die Kunstwissenschaftlerin lehrt am Fachbereich Kunstgeschichte der Moderne der Technischen Universität Berlin und am Pariser Collège de France. Zudem ist sie Beauftragte des französischen Staatspräsidenten zur Vorbereitung der Rückgabe afrikanischer Kunstschätze an die Herkunftsländer.

Die letzte kirchliche Kunstauktion im Oktober 2017 erbrachte rund 43.000 Euro. Zugunsten von Projekten für Flüchtlinge lädt die evangelische Kirche in Berlin seit 1996 jährlich zu Kunstversteigerungen ein. In den bisher 22 Auktionen kamen über 700.000 Euro zusammen.

Info
Die Ausstellung im Evangelischen Zentrum, Georgenkirchstr. 69 in 10249 Berlin-Friedrichshain, ist von Mittwoch, 12. September,  bis zum 9. Oktober 2018, Montag bis Donnerstag von 9 bis 17 Uhr und Freitag von 9 bis 14 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei.

Internet
www.kunstauktion.ekbo.de
www.ekbo.de

Orte
Evangelisches Zentrum, Georgenkirchstraße 69, 10249 Berlin-Friedrichshain

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ekbo.de Nachrichten des Evangelischen Pressedienstes Startseite presse.ekbo.de Mon, 10 Sep 2018 15:37:00 +0200
Bischof Dröge: Kirche sucht Gespräch zu allen religiösen Strömungen https://www.ekbo.de//themen/detail/nachricht/bischof-droege-kirche-sucht-gespraech-zu-allen-religioesen-stroemungen.html Frankfurt a.M./Berlin (epd). Berlins evangelischer Bischof Markus Dröge hat Vorwürfe zurückgewiesen, ausschließlich in konservativen Islamverbänden Dialogpartner zu sehen. "Es stimmt nicht, dass wir in unseren Dialogen nur die konservativen Verbände und Moscheegemeinden als Partner sehen", sagte Dröge am Donnerstag dem Evangelischen Pressedienst (epd) in Berlin. Man suche bewusst das Gespräch zu einer Vielzahl von gesellschaftlichen und religiösen Gruppen und Strömungen. "In diesen Gesprächen bringen wir selbstverständlich unsere klaren Positionen zu Demokratie und Menschenrechten und unsere klare Ablehnung jeglicher Form von Antisemitismus ein", betonte Dröge.

Der Berliner Islamismus-Experte Ahmad Mansour kritisiert in seinem neuen Buch eine zu große Nähe zwischen Kirche und konservativen Islamverbänden. "Ich beobachte, dass manche Kirchenvertreter immer wieder eine Politik fahren, bei der Vertreter der konservativen Islamverbände zu Partnern gemacht werden", sagte Mansour dem Evangelischen Pressedienst (epd) am Mittwoch in Berlin. Zu oft suche man das Gespräch mit Moscheegemeinden, die diese Legitimation nicht verdienen. Dadurch würden liberale Kräfte ausgegrenzt. Als Beispiel nannte Mansour den Gottesdienst nach dem Terroranschlag auf dem Breitscheidplatz im Dezember 2016, zu dem kein einziger liberaler Muslim eingeladen worden sei.

Dankenswerterweise habe Mansour darauf hingewiesen, dass die evangelische Kirche nicht nur mit konservativen Islamverbänden im Gespräch sei, sagte Dröge. Als Beispiel nannte der Bischof die liberale Ibn-Rushd-Goethe-Moschee, der die evangelische Kirchengemeinde im Berliner Stadtteil Moabit einen Raum zur Verfügung gestellt hat. "Wir begrüßen die innermuslimische Debatte über die zukünftige Gestaltung muslimischen Lebens in Deutschland", unterstrich Dröge: "Sie ist dringend nötig und macht sichtbar, wie unterschiedlich unsere Mitbürger und Mitbürgerinnen muslimischen Glaubens denken."

Info
Buch von Ahmad Mansour: Klartext zur Integration: gegen falsche Toleranz und Panikmache", S. Fischerverlag, Frankfurt am Main 2018

Internet
www.ekbo.de
www.ahmad-mansour.com

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ekbo.de Nachrichten des Evangelischen Pressedienstes Startseite presse.ekbo.de Thu, 06 Sep 2018 16:53:04 +0200
Kirchen feiern gemeinsames Fest in Berlin https://www.ekbo.de//themen/detail/nachricht/kirchen-feiern-gemeinsames-fest-in-berlin.html Berlin (epd). Der Ökumenische Rat Berlin-Brandenburg feiert am Samstag mit 32 Mitgliedskirchen auf dem Alexanderplatz das "Berliner Fest der Kirchen". Dabei werden ab Mittag auf einem "Markt der Möglichkeiten" unter anderem an mehr als 100 Ständen Gemeinden, Organisationen und Initiativen das spirituelle, kulturelle und soziale Engagement der Kirchen präsentieren, wie der Veranstalter mitteilte.

Am Abend (18 Uhr) ist ein ökumenischer Gottesdienst mit dem Bischof der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz, Markus Dröge, dem Berliner Erzbischof, Heiner Koch, dem Metropolit Augoustinos der Griechisch-Orthodoxen Kirche sowie Pastor Christoph Stiba, dem Generalsekretär der Baptisten in Deutschland, geplant. Das Fest der Kirchen endet mit einem Open-Air-Konzert der Hillsong Church Berlin (20 Uhr).

Das gesamte Bühnenprogramm einschließlich Gottesdienst und Abschlusskonzert wird von Gebärdendolmetscherinnen übersetzt, hieß es weiter. Das Gottesdienstheft werde in Braille-Schrift und in Großdruck angeboten. Es soll zudem einen Begleitservice für blinde und sehbehinderte Menschen und für gehörlose Menschen geben.

Der Ökumenische Rat Berlin-Brandenburg vertritt nach eigenen Angaben rund 1,8 Millionen evangelische, katholische, orthodoxe, anglikanische, evangelisch-freikirchliche und pfingstlich-charismatische Christen in Berlin, Brandenburg und Vorpommern.


Internet
www.fest-der-kirchen.de

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ekbo.de Nachrichten des Evangelischen Pressedienstes Startseite presse.ekbo.de Thu, 06 Sep 2018 12:25:52 +0200
Bischof Dröge: Kirche muss sich digitalen Herausforderungen stellen - Medienvertreter plädieren für mehr Glaubwürdigkeit durch Transparenz https://www.ekbo.de//themen/detail/nachricht/bischof-droege-kirche-muss-sich-digitalen-herausforderungen-stellen-medienvertreter-plaedieren-fuer.html Berlin (epd). Berlins evangelischer Bischof Markus Dröge sieht in den Algorithmen und der Marktmacht großer Internetkonzerne Chancen und Risiken zugleich. "Die Verbindung riesiger Datenschätze, überragenden technologischen Wissens und großer wirtschaftlicher Kraft ermöglicht es einigen wenigen Konzernen, Modelle für menschliche Verhaltensmuster auf einer bisher nicht vorstellbaren empirischen Grundlage zu entwickeln", sagte Dröge am Dienstagabend bei einem Medienempfang der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz in der Hauptstadt. Diese Möglichkeiten in den Händen weniger Personen seien geeignet, die Koordinaten der demokratischen Verfasstheit der Gesellschaft und der Selbstbestimmungsrechte des Einzelnen zu verschieben.

Der Empfang stand unter dem Titel "Qualitätsjournalismus in sich wandelnden Zeiten". Vertreter des öffentlich-rechtlichen Fernsehens verwiesen dabei auf die Bedeutung von qualitativ hochwertigem und handwerklich gutem Journalismus gerade angesichts der rasanten Digitalisierung im Medienbereich. Wichtigste Voraussetzung für Glaubwürdigkeit sei Transparenz, betonten die Leiterin der Berliner Abendschau im RBB, Gabriele von Moltke, und der Leiter der ZDF-Hauptredaktion Neue Medien, Eckart Gaddum.

Weiter erklärte Gaddum, dass gerade angesichts einer zunehmend fragmentierten Gesellschaft die vielfältigen Digitalkanäle auch von den klassischen Medien genutzt werden müssten: "Wir müssen auf Facebook sein, auf Google, auf Youtube, auf Fire TV und Apple TV." Zugleich betonte er, dass Transparenz wichtig für die Glaubwürdigkeit der Medien sei. Erklärt werden müsse etwa, "warum machen wir das heute so, wie wir es machen". Auch angesichts einer sich zuspitzenden Polarisierung der Gesellschaft - wie es sich zuletzt etwa in Chemnitz gezeigt hatte - sei Qualitätsjournalismus gefragt: "Wir müssen versuchen, durch gutes Handwerk, die Leute an den Polen zu begleiten", so der Leiter der ZDF-Hauptredaktion Neue Medien.

"Populisten bedienten undifferenzierte Sichtweisen", die demokratiegefährdend seien, sagte die Leiterin der Berliner Abendschau im RBB. "Sich dem energisch entgegenzustellen ist auch Auftrag des Journalismus", fügte sie hinzu. Zugleich betonte Moltke, dass Medien gerade mit denjenigen reden müssten, "die sonst nicht miteinander reden". Ein Weg dafür sei eine stärkere Kommunikation mit den Zuschauern und Nutzern etwa über soziale Netzwerke.

"Unsere Datenschutzgesetze sind geradezu steinzeitähnlich angesichts dessen, was Google und Facebook über uns wissen", mahnte der Bischof. Zugleich sprach er über die Chancen für die Kirche, die mit den neuen Technologien verbunden sind. So hätten beispielsweise das WLAN-Angebot "godspot" und der Prototyp eines digitalen Klingelbeutels der Landeskirche teilweise enorme internationale Aufmerksamkeit eingetragen.

Kommunikation werde eine Schlüsselfrage für die Zukunft der evangelischen Kirche sein, zeigte sich der Bischof überzeugt. Dies gelte sowohl für Kirchenmitglieder, als auch für Menschen, die mit der evangelischen Kirche kommunizieren wollen. Gottesdienste und mediale Kommunikation reichten allein nicht mehr aus, betonte er unter Hinweis auf das sprachgesteuerte Internet mit Geräten wie "Alexa", "Google Home" oder "Siri": "Wenn wir als evangelische Kirche in diesem neuen Medium vorkommen wollen, werden wir unsere Inhalte, Andachten, Features oder Portraits mit Metadaten künftig anders verschlagworten müssen."

Internet
www.ekbo.de


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Nachrichten des Evangelischen Pressedienstes Startseite Wed, 05 Sep 2018 19:00:00 +0200
Pferde-Friedenstour aus Brandenburg hat Lettland erreicht https://www.ekbo.de//themen/detail/nachricht/pferde-friedenstour-aus-brandenburg-hat-lettland-erreicht.html Riga/Brück (epd). Die Pferde-Friedenstour aus Brandenburg nach Russland hat bereits mehr als die Hälfte der rund 2.300 Kilometer langen Strecke bewältigt. Seit dem Start in Brück bei Potsdam Mitte Juli hätten die Planwagen bereits vier Länder mit drei verschiedenen Währungen, Euro, Rubel und Zloty, durchquert, teilte Pfarrer Helmut Kautz am Dienstag mit. Ziel der Etappe vom Dienstag war die lettische Hauptstadt Riga. Der Pferdetreck entlang einer historischen Handelsroute will für Völkerverständigung und ein vereintes Europa werben und eine Friedensglocke nach Weliki Nowgorod bei St. Petersburg bringen. Die Pferdewagen legen täglich rund 35 Kilometer zurück und sollen das Ziel in Russland Anfang Oktober erreichen.

Auf der bisherigen mehr als 1.300 Kilometer langen Strecke hätten unter anderem zwei Wagenräder am Glockenwagen gewechselt werden müssen, hieß es. Bei der Tour mit mehreren Planwagen, die von jeweils zwei Kaltblutpferden gezogen werden, werden an den Tageszielen auch Friedensbrote gebacken und verteilt.

Bei der vom Kaltblut Zucht- und Sportverein Brück und der evangelischen Kirchengemeinde organisierten Friedenstour sei es bereits zu verschiedenen versöhnenden Begegnungen der Friedensfahrer mit Anwohnern aus den einst im Zweiten Weltkrieg von Deutschland angegriffenen und zerstörten Ländern gekommen. Die Tour habe sich so auch zu einem "Treck der Emotionen" entwickelt. Der Anblick des Trecks begeistere immer wieder die Menschen am Weg, wenn die Wagen vorbeirollen.

Internet
www.titanen-on-tour.eu
www.kirche-brueck.de

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Nachrichten des Evangelischen Pressedienstes Startseite Tue, 04 Sep 2018 12:10:04 +0200