www.ekbo.de: Newsmeldungen https://www.ekbo.de/ Newsmeldungen de www.ekbo.de: Newsmeldungen https://www.ekbo.de/typo3conf/ext/tt_news/ext_icon.gif https://www.ekbo.de/ 18 16 Newsmeldungen http://blogs.law.harvard.edu/tech/rss Mon, 18 Feb 2019 13:58:13 +0100 Bischof Dröge: Sozialen und genossenschaftlichen Wohnungsbau stärken https://www.ekbo.de//themen/detail/nachricht/bischof-droege-sozialen-und-genossenschaftlichen-wohnungsbau-staerken.html epd-Gespräch: Jens Büttner und Yvonne Jennerjahn

Berlin (epd). Der rasante Anstieg der Mieten in Berlin macht den Menschen in der Stadt zu schaffen. Zu den Aktionen dagegen gehört auch ein Volksbegehren zur Enteignung einer großen privaten Wohnungsgesellschaft, das derzeit vorbereitet wird. Das Volksbegehren sei nicht der richtige Weg, sagt der Bischof der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz, Markus Dröge, im Gespräch mit dem Evangelischen Pressedienst (epd). Der Senat müsse stattdessen den sozialen und genossenschaftlichen Wohnungsbau stärker fördern.

 epd: Berlin steht vor großen sozialen Herausforderungen, das Thema Mieten und sozialer Wohnungsbau beschäftigt die Stadt. Was erwarten Sie vom Senat?

 Markus Dröge: Wir betrachten mit Sorge, dass viele Berliner inzwischen Angst haben, sie könnten ihre Wohnung verlieren. Sie haben Angst davor, dass die eigene Wohnung, in der sie schon lange leben, verkauft wird oder teuer modernisiert wird und sie dann ausziehen müssen, weil sie sich die Miete nicht mehr leisten können. Und das ist keine gute Situation, wenn Menschen nicht mehr das Gefühl haben, dass sie dort, wo sie zuhause sind, auch einen gewissen Schutz auf Dauer haben. Deshalb erwarten wir, dass der soziale Wohnungsbau und der genossenschaftliche Wohnungsbau wieder stärker gefördert werden.

 epd: Was halten Sie von Vorschlägen, ehemals landeseigene Wohnungen zurückzukaufen, und dem Volksbegehren für Enteignungen?

 Dröge: In Berlin sind leider viele öffentliche Wohnungen verkauft worden. Die Geschichte kann man nicht zurückdrehen. Jetzt allein zu sagen, man kauft für sehr viel mehr Geld die Wohnungen wieder zurück, die man vor 15 Jahren verkauft hat, hilft aber nicht weiter. Dadurch entstehen keine neuen Wohnungen. Wir stehen einer Enteignung skeptisch bis kritisch gegenüber. Das Grundgesetz schützt das Eigentum, Juristen sagen, dass man gar nicht so schnell enteignen kann. Es ist zu befürchten, dass das jetzt wieder nur so eine Diskussionsblase wird. Es muss stattdessen darauf gedrängt werden, dass der soziale Wohnungsbau wieder mehr Gewicht bekommt. Wir selbst als Kirche wollen uns da natürlich auch besonders anstrengen, zum Beispiel mit unserer Hilfswerksiedlung.

 epd: Was haben Sie konkret im Blick?

 Dröge: Die reformatorische Botschaft ist die der Freiheit in Verantwortung. Wir haben einen freien Wohnungsmarkt, aber wir haben auch die Verantwortung, dass Eigentum verpflichtet. Wir wollen im Spätsommer drei thematische Veranstaltungen zum Thema in Berlin organisieren. Wir, das sind die Diakonie Deutschland, der Bevollmächtigte des Rates und wir als EKBO mit unserem Diakonischen Werk. Wir wollen bewusstmachen: Es kann nicht sein, dass Wohnraum immer mehr nur zum Spekulationsobjekt wird, zum reinen Geldanlageobjekt. Und dass zum Teil Wohnungen leer stehen, weil die Rendite auch ohne Vermietung schon ausreichend hoch ist. Es geht nicht, dass Investoren das als eine gute Geldanlage sehen, aber die Menschen, die dort leben, gar nicht mehr im Blick haben. Die Freiheit des Marktes und die Freiheit, Eigentum besitzen zu dürfen in unserem Land, ist das eine hohe zu schützende Gut. Aber die Verantwortung, mit dem Eigentum auch so umzugehen, dass es den Menschen dient, die müssen wir wieder neu ins Bewusstsein rücken.

 epd: Wie wollen Sie das machen?

 Dröge: Genossenschaftliche Wohnungsmodelle, sozialer Wohnungsbau, das ist ein traditionelles kirchliches Thema. Es hat immer wieder Wohnbauprojekte gegeben, wo Kirchen und Gemeinden sozialen Wohnungsbau geschaffen haben. Seit unserer Herbstsynode 2018 sind wir dabei, noch mal genauer zu schauen, wie wir mit unseren eigenen Möglichkeiten da noch stärker aktiv werden können.

 epd: Welche Rolle spielt die evangelische Hilfswerksiedlung dabei?

 Dröge: Die Hilfswerksiedlung macht schon eine Menge. Wir wollen das aber noch einmal bewusster machen. Und auch der evangelische Friedhofsverband hat ja schon vor einiger Zeit Angebote gemacht, die sogenannten nicht-pietätbehafteten Friedhofsflächen für sozialen Wohnungsbau zur Verfügung zu stellen. Da läuft ganz, ganz viel. Ich möchte das bewusster machen in der öffentlichen Diskussion, damit deutlich wird: Ja, es ist möglich, man kann etwas tun. Und damit das Bewusstsein dafür schärfen, dass es eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe ist, für jeden, der Eigentum besitzt, mit gutem Beispiel voranzugehen.

 epd: Gibt es schon konkrete Pläne zur Bebauung von Friedhofsflächen?

 Dröge: Unsere Experten haben schon 2015/16 gesagt, dass sie sich sehr gut vorstellen könnten, auf einigen ehemaligen Friedhofsflächen die Errichtung einer guten Mischung aus Flüchtlingswohnungen und Sozialwohnungen zu ermöglichen. Das ist sicherlich ein Thema, das wir uns in der nächsten Zeit noch einmal vornehmen werden.

 epd: Müssen auch kirchliche Träger, Kirchengemeinden, die Kirche allgemein darauf achten, Marktmieten zu verlangen?

 Dröge: Wir müssen uns fragen, ob wir nicht auch Ausnahmen von der Regel machen müssen, den Marktwert als Einnahme zu erzielen, um spezielle Projekte zu ermöglichen. Wir sind ja generell zwei Prinzipien verpflichtet. Das eine Prinzip ist, mit unserem Gut kaufmännisch und betriebswirtschaftlich gut umzugehen. Das andere Prinzip ist, dass wir das Eigentum nur haben, um den Menschen zu dienen. Genau da hat bei uns ein noch aufmerksameres Nachdenken eingesetzt. Wenn jetzt die Marktpreise dermaßen hochgehen, dann können wir es nicht mehr als das einzige Prinzip hochhalten, gute Preise zu erzielen. Dann greift die Verpflichtung, mit Eigentum sozial tätig zu werden. Wenn die Diakonie ein vernünftiges Projekt macht und die Gemeinde hat dafür ein Grundstück oder ein Haus, dann müssen beide sich zusammensetzen und prüfen, ob und wie das gut realisierbar ist. Und es darf dann nicht mehr nur das Prinzip gelten, dass wir marktkonforme Einnahmen erzielen müssen.

 epd: Gilt das auch für den Mietwohnungsmarkt?

 Dröge: Sicherlich! Bei jedem Bauprojekt muss darauf geachtet werden, dass wir nicht nur hochpreisigen Wohnraum schaffen, sondern dass wir auch oder vornehmlich sozial bezahlbaren Wohnraum schaffen. Darin ist die Hilfswerksiedlung auch wirklich gut.


Internet
www.ekbo.de

]]>
Nachrichten des Evangelischen Pressedienstes Startseite Mon, 18 Feb 2019 13:58:13 +0100
Berlinale: Ökumenische Jury ehrt Film über Frauenrechte https://www.ekbo.de//themen/detail/nachricht/berlinale-oekumenische-jury-ehrt-film-ueber-frauenrechte.html Berlin (epd). Der Film "God Exists, Her Name Is Petrunya" von Regisseurin Teona Strugar Mitevska ist auf der Berlinale mit dem Hauptpreis der Ökumenischen Jury geehrt worden. Gewürdigt werde damit die "wagemutige Schilderung der Verwandlung einer entmachteten jungen Frau in eine unverblümte Verteidigerin der Rechte der Frau", begründete die aus sechs Mitgliedern bestehende Jury am Samstag auf der Berlinale. Der Film ist einer der diesjährigen Wettbewerbsfilme der Internationalen Filmfestspiele. Seit 1992 sind die internationalen Filmorganisationen der evangelischen und der katholischen Kirchen - Interfilm und Signis - durch die unabhängige gemeinsame ökumenische Jury auf der Berlinale vertreten.

Der mit dem Hauptpreis geehrte Film erzählt die Geschichte der 31-jährigen arbeitslosen Historikerin Petrunya in Mazedonien. Als Petrunya spontan an einem Ritual der orthodoxen Kirche teilnimmt, im Rahmen dessen junge Männer einem Kreuz hinterher springen, das von einem Priester in einen Fluss geworfen wird, bricht sie mit sozialen und kirchlichen Traditionen. "Ihre anfängliche Weigerung, das Kreuz zurückzugeben, setzt ihre innere Kraft angesichts institutioneller Konventionen frei und offenbart, dass Gott in ihr selbst ist", hieß es.

Weiter vergab die Ökumenische Jury den mit 2.500 Euro dotierten Preis in der Sektion Panorama an "Buoyancy" von Rodd Rathjen. Der Film handele von moderner Sklaverei und erzähle auf einzigartig erschütternde Weise vom Erwachsenwerden. Eine lobende Erwähnung fand zudem "Midnight Traveler" von Hassan Fazili, in der es um eine Fluchtgeschichte aus Afghanistan geht. Verwendet worden sei dafür ausschließlich Filmmaterial, das mit Smartphones aufgezeichnet wurde. Fazili verleihe der weltweiten Migrationskrise eine besondere Dringlichkeit und Unmittelbarkeit, hieß es.

Der ebenfalls mit 2.500 Euro dotierte Preis für die Sektion Forum ging an "Erde" von Nikolaus Geyrhalter für die Beschreibung der Verwüstung unseres Planeten durch menschliches Eingreifen, wie die Jury begründete. Der Dokumentarfilm zeige "brennend scharfe Bilder von der Zerstörung der Topographie der Erde und ebenso offenherzige Gespräche mit Arbeitern, Ingenieuren und Wissenschaftlern".

Zum Start der Berlinale hatte die Ökumenische Jury zudem den langjährigen Berlinale-Direktor Dieter Kosslick (70) mit dem Ehrenpreis ausgezeichnet. Unter Kosslick habe sich das Filmfest zu einem politischen Festival entwickelt. "Man erkennt vielleicht erst heute, nach der Erschütterung zahlreicher politischer, moralischer und kulturell-kommunikativer Gewissheiten, den Wert und die Bedeutung dieser entschiedenen Positionierung", hatte die Präsidentin der Internationalen Kirchlichen Filmorganisation "Interfilm", Julia Helmke, betont.

Die diesjährige 69. Internationalen Filmfestspiele Berlin waren die letzten unter Kosslicks Leitung. Er scheidet nach 18 Jahren aus dem Amt. Künftig werden die Internationalen Filmfestspiele von einer Doppelspitze geführt. Das sind neben dem Italiener Carlo Chatrian als künstlerischer Leiter die gebürtige Niederländerin Mariette Rissenbeek als geschäftsführende Leiterin. Im kommenden Jahr findet die 70. Berlinale vom 20. Februar bis 1. März 2020 statt.


Internet
www.dbk.de
www.ekd.de
www.berlinale.de

]]>
Nachrichten des Evangelischen Pressedienstes Startseite Sat, 16 Feb 2019 15:32:00 +0100
Kritik am MDR-Film "Ewige Schulden" https://www.ekbo.de//themen/detail/nachricht/kritik-am-mdr-film-ewige-schulden.html Weimar (epd). Der MDR-Film "Ewige Schulden - Ostdeutschlands Kirchen und die Staatsleistungen" stößt nach einer Voraufführung im Erfurter Augustinerkloster in der vergangenen Woche auf einigen Widerspruch. So zeigte sich Thüringens frühere Ministerpräsidentin und Pfarrerin Christine Lieberknecht (CDU) irritiert über Inhalt und Ausrichtung des Films, berichtet die in Weimar erscheinende Kirchenzeitung "Glaube + Heimat" (Ausgabe vom 17. Februar). Der frühere Leiter des Katholischen Büros in Erfurt, Ordinariatsrat Winfried Weinrich, fühle sich gar getäuscht. Der Film soll am 18. Februar um 23.40 Uhr in der ARD ausgestrahlt werden.

Ursprünglich sei unter dem Arbeitstitel "Woran glaubt der Osten" eine Dokumentation geplant gewesen, in der aus der "gegenwärtigen Perspektive die Situation des Glaubens beziehungsweise des Fehlens des Glaubens in den neuen Bundesländern" erzählt werden sollte, sagte Lieberknecht. Als Vorstandsmitglied der Bundesstiftung Aufarbeitung, die die Reportage mit 15.000 Euro unterstützt habe, zeigte sie sich verwundert darüber, dass das eingereichte Exposé zum Förderantrag mit dem nun vorgelegten Beitrag nichts mehr zu tun habe.

"Es ist ein Film, der die Vereinfacher, die Populisten, die Institutionen- und Demokratieverächter jubeln lässt", ärgerte sich Lieberknecht. Der öffentlich-rechtliche Rundfunk bewege sich mit diesem Film auf einem sehr schmalen Grat. "Heute sind es die Kirchensteuern, morgen die GEZ-Gebühren", warnte die CDU-Politikerin in der Kirchenzeitung. Die Stiftung erwäge eine Prüfung der Förderung.

Die Stiftung Aufarbeitung habe sich bereits von dem Film distanziert und darum gebeten, die Nennung als Förderer aus dem Abspann zu nehmen. Begründet worden sei dies damit, dass der Film in dieser Form nicht gefördert worden wäre, da er nur eine Meinung wiedergebe und das Thema in der gewählten Form nur ansatzweise mit dem Stiftungsauftrag zu tun habe, berichtet "Glaube + Heimat". Die Änderungen, die die Redaktionen des MDR und des NDR vorgenommen hätten, seien so mit dem Fördermittelgeber nicht abgesprochen gewesen, hieß es.

Kritik regt sich auch in der mitteldeutschen Landeskirche. Die aktuelle Finanzsituation und der gesellschaftliche Beitrag der Kirchen würden im Film nicht vorkommen. Die Autoren hätten sich Positionen der Humanistischen Union zu eigen gemacht, laute der Vorwurf der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland (EKM). Dazu wurde eine einseitige Auswahl der Gesprächspartner bemängelt. Beispielsweise sei der Finanzdezernent der EKM, Oberkirchenrat Stefan Große, gar nicht zu Wort gekommen.

Internet
www.glaube-und-heimat.de

]]>
ekbo.de Nachrichten des Evangelischen Pressedienstes Startseite presse.ekbo.de Thu, 14 Feb 2019 13:26:59 +0100
Evangelisches Journalismus-Projekt für Geflüchtete wird fortgesetzt https://www.ekbo.de//themen/detail/nachricht/evangelisches-journalismus-projekt-fuer-gefluechtete-wird-fortgesetzt.html Berlin (epd). Die Finanzierung des Nachrichtenportals "Amal, Berlin!" mit Nachrichten für Geflüchtete ist bis Ende 2021 gesichert. Das unter anderem von der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) geförderte Projekt werde in einigen Wochen auch eine Redaktion in Hamburg eröffnen, teilte die Evangelische Journalistenschule (EJS) am Dienstag in Berlin mit. "Wir freuen uns über die neue Redaktion an der Elbe", sagte die Präses der EKD-Synode, Irmgard Schwaetzer. Die Journalistenschule betreibt die journalistische Nachrichtenplattform für Geflüchtete.

Für das Nachrichtenportal produzieren derzeit neun Journalisten aus Ägypten, Syrien, Afghanistan und dem Iran eine regionale und täglich aktuelle Online-Zeitung auf Arabisch und Farsi. Dadurch sollen Flüchtlinge mit Nachrichten, Reportagen und Videos aus der Hauptstadt und Deutschland versorgt werden, um ihnen so die Teilnahme am gesellschaftlichen Leben zu erleichtern. "Für die evangelische Kirche ist Amal ein Leuchtturmprojekt. Integration funktioniert nur durch Information und Teilhabe - und dafür braucht es Qualitätsmedien und professionelle Journalistinnen und Journalisten", sagte Schwaetzer. Ab Frühjahr 2019 sollen 13 Redakteurinnen und Redakteure für "Amal, Berlin!" arbeiten, heißt es in der Mitteilung der EJS.

Das Nachrichtenportal erreicht inzwischen über seine Website und Facebook täglich rund 35.000 geflüchtete Menschen. Professionelle deutsche Journalistinnen und Journalisten begleiten das Projekt. "Amal, Berlin!" arbeitet seit Juni 2017 und wurde seither schon mehrfach mit Preisen ausgezeichnet. Die Finanzierung wird nicht nur durch die EKD sichergestellt, auch mehrere Landeskirchen und Stiftungen beteiligen sich an dem Projekt.

Die EJS in Berlin bildet seit 1995 Journalistinnen und Journalisten aus. Sie gehört zum Gemeinschaftswerk der Evangelischen Publizistik (GEP) in Frankfurt am Main. Das GEP ist das zentrale Mediendienstleistungsunternehmen der EKD, ihrer Gliedkirchen, Werke und Einrichtungen. Es trägt unter anderem die Zentralredaktion des Evangelischen Pressedienstes (epd), das evangelische Magazin "chrismon" und das Internetportal "evangelisch.de".

Internet
Amal: http://u.epd.de/15sn
Pressemitteilung der EJS: http://u.epd.de/15so

]]>
Nachrichten des Evangelischen Pressedienstes Startseite Tue, 12 Feb 2019 16:46:24 +0100
Innenraum der Berliner Sophienkirche restauriert https://www.ekbo.de//themen/detail/nachricht/innenraum-der-berliner-sophienkirche-restauriert.html Berlin (epd). Die jahrelange Sanierung der Sophienkirche in der Großen Hamburger Straße in Berlin-Mitte ist mit einem weiteren Bauabschnitt vorläufig abgeschlossen worden. Seit Ende Januar erstrahle auch der Innenraum wieder in barockem Gold und Weiß, teilten die evangelische Kirchengemeinde und der Förderverein Sophienkirche am Dienstag in Berlin mit. Der Abschluss der Arbeiten wird am Freitag mit einem Festkonzert und am Sonntag mit einem Festgottesdienst mit anschließendem Empfang gefeiert.

Die Sophienkirche ist die einzige noch erhaltene Barockkirche in der Berliner Innenstadt und gehört zur Evangelischen Gemeinde am Weinberg. Die Sanierungsarbeiten wurden durch die Gemeinde, die Deutsche Stiftung Denkmalschutz, das Landesdenkmalamt, das kirchliche Bauamt und durch private Spenden ermöglicht. Die Gesamtkosten für den vor etwa drei Jahren begonnenen jüngsten Bauabschnitt betragen nach Angaben von Gemeindepfarrerin Christine Schlund etwa 1,5 Millionen Euro.

Der Turm der Sophienkirche ist den Angaben zufolge der einzig erhaltene aus einem Turmbauprogramm von König Friedrich Wilhelm I., der in den Berliner Vorstädten 1730 bis 1735 neun Türme errichten ließ. Die Kirche wurde 1891/92 grundlegend umgebaut. Die jetzige Sanierung des Innenraums bezog sich den Angaben zufolge auf den neobarocken Zustand der Kirche von 1892. Mit Ausnahme des Fußbodens sei der Innenraum nun komplett denkmalpflegerisch erneuert worden. Zuletzt war er zwischen 1960 bis 1962 renoviert worden, damals mit einer vereinfachenden Neuausmalung in Grün, Weiß und Grau. Am 13. September 1964 predigte US-Bürgerrechtler Martin Luther King bei einem Spontan-Besuch in Ost-Berlin in der Sophienkirche.

Info
Freitag, 15. Februar 2019, 19.30: Festkonzert mit Werken von Purcell, Huber und Bach, Eintritt frei, Spenden erbeten!


Sonntag, 17. Februar 2019, 10 Uhr: Festgottesdienst und Empfang

Internet
www.gemeinde-am-weinberg.de

Orte
Sophienkirche, Große Hamburger Straße 29, 10115 Berlin

]]>
ekbo.de Nachrichten des Evangelischen Pressedienstes Startseite presse.ekbo.de Tue, 12 Feb 2019 15:28:49 +0100
Vorschläge für "Strukturwandel von unten" in der Lausitz https://www.ekbo.de//themen/detail/nachricht/vorschlaege-fuer-strukturwandel-von-unten-in-der-lausitz.html
Beim notwendigen Strukturwandel in dem Braunkohlerevier könne die örtliche Zivilgesellschaft als Impulsgeber und Innovationstreiber wirken, hieß es weiter. Mit dem Fonds sollen Ideen und Projekte zur Neubelebung der 12.000 Quadratkilometer großen Lausitz mit ihren derzeit 1,2 Millionen Einwohnern als Kultur-, Bildungs- und Tourismusregion gefördert werden. So bleibe die Lausitz ein attraktiver Lebensraum.

Brandenburgs Wirtschaftsminister Jörg Steinbach (SPD) begrüßte die Initiative am Montag und betonte die Notwendigkeit zivilgesellschaftlichen Engagements in dem Umwandlungsprozess. Der Strukturwandel in der Lausitz könne nur mit den Menschen und nicht über die Köpfe der Menschen hinweg erfolgreich gestaltet werden, sagte Steinbach dem Evangelischen Pressedienst (epd).   

Vorgeschlagen werden beispielsweise die Wiederbelebung alter Handwerkstraditionen und der Aufbau einer widerstandsfähigen Landwirtschaft in den alten Kohlerevieren. Alternative Energieträger und digitale Netzwerke sollten in Bürgerhand ausgebaut und in lokaler Selbstverwaltung betrieben werden. Wichtig seien auch grenzüberschreitende Projekte mit Polen und Tschechien. Nach dem Ende der Kohleförderung 2038 sollte der Fonds noch mindestens 15 Jahre weiterlaufen.

Der 2016 gegründete gemeinnützige Verein Lausitzer Perspektiven versteht sich als unabhängige und überparteiliche Bürgerplattform, die den Übergang zu einer postfossilen Wirtschaft und Gesellschaft mitgestalten möchte. Das Zentrum für Dialog und Wandel mit Sitz in Cottbus wurde 2017 durch die Evangelische Landeskirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz gegründet. Seine Aufgabe ist es, den Strukturwandel in der Lausitz kirchlich zu begleiten.

Internet
www.lausitzer-perspektiven.de
www.zdw.ekbo.de

]]>
ekbo.de Nachrichten des Evangelischen Pressedienstes Startseite presse.ekbo.de Mon, 11 Feb 2019 13:24:36 +0100
AfD: Bischof Dröge nennt bloßes Protestwählen unverantwortlich https://www.ekbo.de//themen/detail/nachricht/afd-bischof-droege-nennt-blosses-protestwaehlen-unverantwortlich.html Berlin (epd). Auf dem Kirchentag 2017 in Berlin diskutierte Bischof Markus Dröge mit der damaligen Sprecherin der "Christen in der AfD". Als "verpasste Chance" sieht er die Entscheidung des Deutschen Evangelischen Kirchentages an, zwei Jahre später in Dortmund keine AfD-Mitglieder auf Podien einzuladen. Mit dem Evangelischen Pressedienst (epd) sprach der Bischof der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz über Rechtspopulismus, die bevorstehende Landtagswahl in Brandenburg und die Einstufung der AfD als "Prüffall" durch den Verfassungsschutz.

 epd: Sie haben sich klar gegen die AfD positioniert, aber zugleich einen Dialog mit AfD-Wählern befürwortet. Was ändert die Einstufung der AfD als "Prüffall" durch den Verfassungsschutz?

 Dröge: Ich finde es absolut richtig, dass der Verfassungsschutz endlich in dieser Weise tätig wird und die AfD kritisch in den Blick nimmt und nicht mehr nur diese zweifelhafte Beraterrolle wahrnimmt. Der kritische Blick auf verfassungsfeindliche Bestrebungen ist schließlich Auftrag des Verfassungsschutzes. Nach meiner Überzeugung ist schon lange offensichtlich, dass die AfD die Grenze zum Rechtsextremismus nicht klar zieht. Deswegen erwarte ich auch als Bürger, dass der Verfassungsschutz hier tätig wird.

 epd: Das heißt dann auch Ende jeglichen Dialogs?

 Dröge: Nicht zwangsläufig. Hier in Berlin gibt es dafür ein gutes Beispiel durch den ehemaligen SPD-Innensenator Ehrhart Körting und dessen Umgang mit religiösem Extremismus. Moscheen gegenüber, die keine klare Grenze gegenüber Extremisten aus dem religiösen Bereich gezogen haben, hatte er folgende Linie: Einerseits lasse ich sie durch den Verfassungsschutz beobachten, auf der anderen Seite verweigere ich nicht das Gespräch. Diese Linie empfiehlt sich auch für den Umgang mit der AfD.

 epd: ... also doch Gespräche?

 Dröge: Das Gespräch mit Mitgliedern der AfD und mit Rechtspopulisten insgesamt ist besonders schwierig, weil sie vielfach gar keine sachliche Auseinandersetzung wollen, sondern nur provozieren wollen. Deswegen muss man sehr differenziert an diese Frage herangehen. Ich sage: Persönliche Gespräche mit Einzelnen immer, aber es gibt keine offiziellen Gespräche der Kirchenleitung mit der AfD, solange sie nicht ihr Verhältnis zum Rechtsextremismus geklärt hat.

 epd: Der Kirchentag hat für Dortmund 2019 anders entschieden...

 Dröge: Ich finde es schade, dass der Kirchentag prinzipiell keine AfD-Mitglieder oder -Politiker auf Podien zulassen will. Das halte ich für sachlich problematisch. Ich muss immer den Einzelnen anschauen. Wenn ich jemanden finde, der eine wirtschaftspolitische Position der AfD vertritt, ohne sich menschenfeindlich zu äußern, dann kann ich ihm einen Wirtschaftswissenschaftler auf dem Podium gegenübersetzen und diskutieren lassen. Ein prinzipieller Ausschluss aber nützt nur der AfD, weil sie sich dann wieder als Opfer darstellen kann.

 epd: Lässt sich die Maxime, keine offiziellen Gespräche der Kirchenleitung mit AfD-Vertretern zu führen, mit Blick auf die Landtagswahl am 1. September in Brandenburg durchhalten?

 Dröge: Ich glaube schon, dass wir das durchhalten können. Die EKD hat bis vor ungefähr einem Jahr keine offiziellen Gespräche mit Vertretern der Linkspartei geführt, weil diese ihre Geschichte bezüglich des Umgangs mit Christen in der DDR noch nicht aufgearbeitet hatte. Das ist mehr als 25 Jahre so durchgehalten worden. Trotzdem wurde natürlich mit Regierungsvertretern der Linken gesprochen, aber eben nicht mit der Partei. Vor diesem Hintergrund fände ich es verwunderlich, wenn jetzt mit Leichtigkeit gefordert wird, man müsse mit der AfD ins Gespräch kommen, weil man prinzipiell mit allen Fraktionen reden müsse. Für mich ist klar, dass das mit der AfD nicht geht - jedenfalls solange die Abgrenzung gegenüber dem Rechtsextremismus nicht erfolgt ist.  

 epd: Was sagen Sie den Wählern, die diese Partei etwa bei der Europawahl, der Kommunalwahl im Mai oder der Landtagswahl in Brandenburg wählen wollen?

 Dröge: Denen sage ich, dass sie die AfD vermutlich vor allem deshalb wählen, weil sie ihren Protest und ihren Unwillen zum Ausdruck bringen wollen. Nach Wahlanalysen trauten bei der letzten Bundestagswahl in Ostdeutschland 60 Prozent ihrer Wähler der AfD keine Lösungskompetenz zu. Das ist erschreckend! Da kann ich nur sagen: Das ist ein unverantwortliches Wahlverhalten! Man kann nicht Kräften zu Stärke oder gar an die Macht verhelfen, von denen man selbst nicht glaubt, dass sie Probleme lösen!

 epd: Ist Rechtsextremismus auch Gotteslästerung, so wie Sie es beim Antisemitismus benannt haben?

 Dröge: In der Auseinandersetzung mit dem Rechtsextremismus würde ich nicht von Gotteslästerung sprechen, weil die Adressaten ja überhaupt nicht glaubwürdig theologisch denken. Wenn AfD, Rechtspopulisten und Rechtsextreme das Christentum verteidigen wollen, dann steht da kein christliches Menschenbild dahinter. Das ist eine reine Funktionalisierung von Religion. Ich würde es so formulieren: Es ist Gotteslästerung, das Christentum für völkische Ideologien in Anspruch zu nehmen. Das ist ein Missbrauch des Namens Gottes für eine völkische Ideologie. Beim Antisemitismus sind die Zusammenhänge komplexer, weil es ja auch um unsere gemeinsamen biblischen Wurzeln geht. Deshalb: Wer antisemitisch denkt, der greift auch unser christliches Gottesverständnis an.

 epd: Wie schätzen Sie die AfD in Brandenburg ein knappes dreiviertel Jahr vor der Landtagswahl ein?

 Dröge: Vor allem in Brandenburg hat sich die AfD in letzter Zeit radikalisiert. Viele gemäßigte Kräfte sind gar nicht auf die Wahllisten gekommen. Viele, die versucht haben in dem entsprechenden Kontext eine reale Politik zu machen, sind zur Seite gedrängt worden. Ich halte es nicht für ausgeschlossen, dass sich daraus auch innerhalb der AfD Konflikte ergeben, die die Partei schwächen könnten. Ob das aber Auswirkungen auf das Wahlergebnis für die AfD haben wird, bleibt abzuwarten. Wahrscheinlich ist zu befürchten, dass die AfD-Wähler sich da nicht genau informieren. Aber egal wie stark die AfD bei der Landtagswahl in Brandenburg wird, wir werden ganz klar unsere Linie halten. Und die heißt, keine offiziellen Gespräche mit dieser Partei, solange sie sich nicht klar vom Rechtsextremismus abgrenzt.

 epd: Wie geht die Kirche intern mit Rechtspopulismus um?

 Dröge: Wir als Kirchenleitung sind gerade dabei mit Blick auf die Gemeindekirchenratswahlen die Handreichung zu dem Thema noch einmal zu aktualisieren und neu aufzulegen. Und wir haben einen Beauftragten berufen, der Gemeinden in dieser Problematik beraten kann. Geplant ist außerdem, dass wir auf der Synode im April ein theologisches Papier unter dem Titel "Wozu wir stehen" verabschieden. Das Papier soll über den Sommer hinweg in den Gemeinden diskutiert werden. Wir wollen nicht sagen, wogegen wir sind, sondern wofür wir stehen. Das beinhaltet dann automatisch, welche Haltung wir in unseren Gemeinden nicht dulden können.

Internet
www.ekbo.de

]]>
ekbo.de Nachrichten des Evangelischen Pressedienstes Startseite presse.ekbo.de Mon, 11 Feb 2019 13:22:44 +0100
Kandidatin für Nachfolge von Bischof Dröge stellt sich vor https://www.ekbo.de//themen/detail/nachricht/kandidatin-fuer-nachfolge-von-bischof-droege-stellt-sich-vor.html Berlin (epd). Mit der hessischen Theologin und Senderbeauftragten Heidrun Dörken stellt sich am Sonntag die zweite von drei Kandidaten für die Nachfolge von Berlins evangelischem Bischof Markus Dröge vor. Die 56-Jährige wird zunächst am Nachmittag im Gottesdienst in der Berliner Marienkirche am Alexanderplatz predigen. Daran schließen sich Vortrag und Diskussion zum Thema "Erkennbar Kirche sein" an. Der Gottesdienst wird auch live im Internet übertragen, wie die Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz am Donnerstag in Berlin mitteilte.

Die zehnjährige Amtszeit von Bischof Markus Dröge endet im Herbst, die Amtsübergabe ist für den 16. November vorgesehen. Über seine Nachfolge entscheiden die 114 Mitglieder des Kirchenparlaments auf ihrer Frühjahrstagung am 5. und 6. April in Berlin.

Zwei Wochen vor Dörken hatte sich bereits der jetzige Stellvertreter von Bischof Dröge, Propst Christian Stäblein, als Kandidat vorgestellt. Am 24. Februar folgt dann als dritter und letzter Kandidat noch der Hildesheimer Theologe und Kirchenmusiker Jochen Arnold. Ausgewählt wurden die zwei kandidierenden Männer und Heidrun Dörken von einem eigens eingesetzten Bischofswahlkollegium.

Der Bischof oder die Bischöfin hat den Vorsitz der Kirchenleitung inne und vertritt die Landeskirche in der Öffentlichkeit und in der Ökumene mit anderen Kirchen. Zu den Aufgaben der leitenden Geistlichen zählt unter anderem, Theologinnen und Theologen für den Pfarrdienst zu ordinieren.

Heidrun Dörken wurde 1962 in Hamburg geboren. Sie studierte Evangelische Theologie in Frankfurt, Heidelberg und Marburg. Im Jahre 1992 trat sie ihre erste Stelle als Gemeindepfarrerin in Frankfurt a.M. an. Daneben machte sie eine Ausbildung zur Kommunikationswirtin für kirchliche Öffentlichkeitsarbeit und war auch Sprecherin bei der ARD-Sendung "Wort zum Sonntag". 1999 wurde Dörken Rundfunkbeauftragte der Evangelischen Kirchen in Hessen und Nassau (EKHN) für den Hessischen Rundfunk (hr), ab 2013 dann Senderbeauftragte aller Evangelischen Kirchen in Hessen beim hr. Die gebürtige Hamburgerin ist verheiratet. Zur Familie gehören zwei Kinder aus erster Ehe des Ehemanns sowie ein gemeinsames Kind.

Info
Der Gottesdienst beginnt um 15 Uhr in der Marienkirche am Alexanderplatz.

Internet
www.ekbo.de

Der Gottesdienst wird unter www.ekbo.de/livestream im Internet übertragen.

Orte
St. Marienkirche, Karl-Liebknecht-Straße 8, 10178 Berlin

]]>
ekbo.de Nachrichten des Evangelischen Pressedienstes Startseite presse.ekbo.de Thu, 07 Feb 2019 15:49:23 +0100
Abu Dhabi: Bischof fordert gemeinsames Vorgehen gegen Missbrauch von Religionen https://www.ekbo.de//themen/detail/nachricht/abu-dhabi-bischof-fordert-gemeinsames-vorgehen-gegen-missbrauch-von-religionen.html Berlin/Abu Dhabi (epd). Auf einem interreligiösen Treffen in Abu Dhabi in den Vereinigten Arabischen Emiraten hat der Berliner Bischof Markus Dröge dazu aufgerufen, gemeinsam gegen den Missbrauch von Religionen vorzugehen. Der Missbrauch des Namens Gottes für politische Zwecke, für die Legitimation von Macht und Gewalt, sei weltweit eine der großen Herausforderungen, sagte Dröge am Sonntag auf der zweitägigen Global Conference of Human Fraternity, an der auch Papst Franziskus teilnimmt.

Menschen machten ihre eigene Religion groß, um andere Menschen einzuschüchtern, zu verachten, als Ungläubige zu beschimpfen und dadurch Misstrauen und Hass zu säen. "Wir alle sollten uns klar und unmissverständlich gegen den Missbrauch Gottes wenden, in der eigenen und der fremden Religion", sagte der Bischof als Vertreter der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) mit 21,5 Millionen Protestanten.  

Als weitere Herausforderungen nannte Dröge die große Kluft zwischen Arm und Reich, die die Würde der Armen verletze und den Frieden weltweit gefährde und die Bedrohung der Umwelt, die die Grundlagen des Lebens gefährde und die Ungerechtigkeiten bei der Verteilung der Lebenschancen verstärke. Alle drei Herausforderungen würden verstärkt durch die Digitalisierung, die alle Prozesse beschleunige, "so schnell, dass unsere Ethik in vielen Bereichen hinter der Entwicklung herhinkt", so der Bischof.

In einer Zeit, in der die Wirtschaft, die Informationen, die Finanzströme grenzenlos globalisiert seien, brauche die Menschheit deshalb "eine Globalisierung der Barmherzigkeit", die aus unterschiedlichen religiösen und philosophischen Quellen gespeist werden könne, so Dröge. "Dass wir als Gläubige unterschiedlicher Religionen hier in Abu Dhabi versammelt sind, das ist eine große Chance", fügte er hinzu.

An der bis Montag laufenden Global Conference of Human Fraternity (Konferenz menschlicher Bruderschaft) nehmen nach Angaben der Veranstalter 700 Religionsvertreter unterschiedlicher Glaubensrichtungen aus der ganzen Welt teil. Dazu eingeladen hat der Muslim Council of Elders, der Islamische Rat der Ältesten. Die Gelehrtenvereinigung mit Sitz in den Emiraten setzt sich für einen toleranten Islam ein.  

Die Teilnahme von Papst Franziskus ist der erste Besuch eines Pontifex auf der arabischen Halbinsel. In einer Videobotschaft an die Bewohner der Vereinigten Arabischen Emirate würdigte der Papst die Golfmonarchien als "Modell der Koexistenz und der menschlichen Brüderlichkeit" und als Brücke zwischen Kulturen. In den Emiraten leben rund eine Million Katholiken. Die meisten sind Gastarbeiter unter anderem aus den Philippinen und Indien.

]]>
Nachrichten des Evangelischen Pressedienstes Startseite Tue, 05 Feb 2019 16:18:00 +0100
Gedenken an Maueropfer Chris Gueffroy https://www.ekbo.de//themen/detail/nachricht/gedenken-an-maueropfer-chris-gueffroy.html Berlin (epd). Mit einer Andacht in der Berliner Kapelle der Versöhnung ist am Dienstag an das Maueropfer Chris Gueffroy erinnert worden. Anlass war dessen 30. Todestag. Der 20-jährige Ost-Berliner wurde in der Nacht vom 5. auf den 6. Februar 1989 von DDR-Grenzsoldaten erschossen, als er versuchte über die Mauer nach West-Berlin zu fliehen. Die Kapelle der Versöhnung steht auf dem ehemaligen "Todesstreifen" an der Bernauer Straße, an der die innerstädtische Mauer verlief.

Zur Andacht hatten die Stiftung Berliner Mauer und die Evangelische Versöhnungsgemeinde eingeladen. Im Gedenken an die Todesopfer an der Berliner Mauer finden von März bis Dezember dienstags bis freitags regelmäßig Andachten in der Kapelle der Versöhnung statt. Chris Gueffroy war das letzte Opfer des Schießbefehls gegen DDR-Flüchtlinge, der erst im April 1989 durch den damaligen Staats- und SED-Parteichef Erich Honecker ausgesetzt wurde.

Der Direktor der Stiftung Berliner Mauer, Axel Klausmeier, erklärte anlässlich des Todestages, auch 30 Jahre nach dem Mauerfall würden die Opfer des SED-Grenzregimes nicht vergessen. Ihre Schicksale zeigten, wie groß der Leidensdruck und wie stark ihr Wunsch nach Freiheit gewesen sein müsse. Mauern könnten Menschen umbringen, sie aber nicht aufhalten. "Das sollten wir uns bewusst machen, wenn wir über militärische Grenzsicherungen diskutieren", so Klausmeier.

Nach Angaben der Stiftung wurden allein an der Berliner Mauer von 1961 bis 1989 mindestens 140 Menschen getötet oder kamen in Zusammenhang mit dem DDR-Grenzregime ums Leben. Nur wenige Monate vor dem Mauerfall im November 1989 starben neben Gueffroy weitere zwei junge Männer bei Fluchtversuchen nach West-Berlin: Ingolf Diederichs im Januar beim Sprung aus einer fahrenden S-Bahn und Winfried Freudenberg im März 1989, der mit einem Gasballon verunglückte.

Internet
www.stiftung-berliner-mauer.de

Orte
Siftung Berliner Mauer, Bernauer Straße 111, 13355 Berlin

]]>
Nachrichten des Evangelischen Pressedienstes Startseite Tue, 05 Feb 2019 12:28:17 +0100