www.ekbo.de: Newsmeldungen https://www.ekbo.de/ Newsmeldungen de www.ekbo.de: Newsmeldungen https://www.ekbo.de/typo3conf/ext/tt_news/ext_icon.gif https://www.ekbo.de/ 18 16 Newsmeldungen http://blogs.law.harvard.edu/tech/rss Wed, 14 Nov 2018 10:06:11 +0100 Arbeitgeber und Kirche wollen Reformationstag als Feiertag https://www.ekbo.de//themen/detail/nachricht/arbeitgeber-und-kirche-wollen-reformationstag-als-feiertag.html
Eine Insellösung für die Hauptstadt durch einen anderen Feiertag würde für die Unternehmen und für die wachsende Zahl von Pendlern mehr Aufwand und Bürokratie bedeuten, sagte Amsinck. "Die Unternehmen in Berlin und Brandenburg brauchen möglichst einheitliche Rahmenbedingungen, schließlich sind viele von ihnen länderübergreifend in der Hauptstadtregion tätig." Allerdings würde ein zusätzlicher arbeitsfreier Tag in Berlin eine spürbar geringere Wirtschaftsleistung bedeuten.

Eine einheitliche Regelung in der Metropolregion käme sechs Millionen Menschen zugute und wäre für viele Arbeitnehmer und nicht nur für Familien ein Zugewinn an Lebensqualität und Verlässlichkeit, denn viele müssten ihr Berufs- und Arbeitsleben über Bundesländergrenzen hinweg gestalten, erklärte auch die Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO). Bischof Markus Dröge betonte, die Reformation habe nicht nur die Kirche erneuert, sondern auch die Gesellschaft verändert.

Die Grundbotschaft der Reformation sei die Verbindung von der Freiheit des Gewissens und der Verantwortung für den Nächsten und für das Gemeinwohl. "Auch diejenigen, die eine solche Ethik nicht in Gott festmachen, können diesem Wertfundament zustimmen", so Dröge. Das Reformationsjubiläumsjahr 2017 habe gezeigt, dass dieser Tag weit über die Kirchen hinaus mit großer Akzeptanz gefeiert wurde, fügte der Bischof hinzu.

Über einen zusätzlichen Feiertag in Berlin wird seit Monaten diskutiert. Im Gespräch sind unter anderem der 17. Juni als Jahrestag des Aufstandes in der DDR, der 8. Mai als Tag der Befreiung oder der 27. Januar als Holocaust-Gedenktag. Der Regierende Bürgermeister Michael Müller (SPD) hat zuletzt den 18. März vorgeschlagen, um die Ereignisse der Märzrevolution von 1848 in Berlin zu würdigen. Eine Festlegung des Senats gibt es aber bislang noch nicht, es soll aber ein Tag mit politischer Relevanz für die Berliner Geschichte sein. Die Hauptstadt gehört mit neun Feiertagen zu den Bundesländern mit den wenigsten arbeitsfreien Tagen.

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ekbo.de Nachrichten des Evangelischen Pressedienstes Startseite presse.ekbo.de Wed, 14 Nov 2018 10:06:11 +0100
30.000 Euro für Königin-Luise-Kirche in Berlin-Schöneberg https://www.ekbo.de//themen/detail/nachricht/30000-euro-fuer-koenigin-luise-kirche-in-berlin-schoeneberg.html
Die neubarocke Kirche ist nach Angaben der Stiftung ein bedeutendes Beispiel für den um 1910 wieder aufgegriffenen Altberliner Zentralbau des 18. Jahrhunderts. Sie wurde nach nur 15 Monaten Bauzeit zum 136. Geburtstag der Namensgeberin im Jahr 1912 eingeweiht. Der Kuppelbau mit achteckigem Grundriss bestimme das städtebauliche Ensemble der "Roten Insel" am Kreuzungspunkt des rombenförmig angelegten und von Wohnhausbauten der Jahrhundertwende umgebenen Gustav-Müller-Platzes.

1962 wurde der Innenraum laut Stiftung umgestaltet. Dabei verschwanden die Wandbilder unter einem ungegliederten Wandputz. Mit Einbau eines großen Orgelprospekts auf der Südempore wurden die Fenster auf dieser Seite bis auf das Sakristeifenster geschlossen, wodurch der zentral orientierte Grundriss durchbrochen wurde. Die übrigen großflächigen Fenster an den Emporen wurden in der heute erhaltenen schlichten Gestaltung erneuert, während die nahezu unversehrte Fassade die bauzeitliche Gestaltung widerspiegelt. Eine letzte Veränderung erfuhr der Innenraum den Angaben zufolge in den 80er Jahren durch die Neugestaltung des Altarraums durch den Kladower Künstler Volkmar Haase.  

Internet
www.klsg.de

Orte
Königin-Luise-kirche, Gustav-Müller-Platz, 10829 Berlin

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ekbo.de Nachrichten des Evangelischen Pressedienstes Startseite presse.ekbo.de Wed, 14 Nov 2018 10:04:34 +0100
Ökumenisches Verstorbenengedenken der Notfallseelsorger https://www.ekbo.de//themen/detail/nachricht/oekumenisches-verstorbenengedenken-der-notfallseelsorger.html Berlin (epd). Mit einem ökumenischen Gedenkgottesdienst der Notfallseelsorge und Krisenintervention Berlin wird am 20. November in der Marienkirche an Gestorbene erinnert. Eingeladen seien Angehörige, die in diesem Jahr Kontakt mit der Notfallseelsorge und Krisenintervention hatten oder einen Menschen verloren haben, sowie die Einsatzkräfte der Berliner Polizei, Feuerwehr und Hilfsorganisationen, teilten die evangelische Landeskirche und das Erzbistum Berlin am Montag mit.

"Vor dem Gottesdienst gibt es die Möglichkeit, Namen von Verstorbenen zu notieren", sagte Diakon Norbert Verse, Beauftragter für Notfallseelsorge im Erzbistum Berlin. Diese Namen würden dann in den Fürbitten noch einmal genannt: "Das ist immer ein besonderer Moment. Und ein Zeichen dafür, dass niemand vergessen wird vor Gott und bei den Menschen." Liturgisch gestaltet wird der Gottesdienst unter anderem vom evangelischen Notfallseelsorger Justus Münster und seinem katholischen Kollegen, Diakon Verse.

Info
Der Gottesdienst in der St. Marienkirche beginnt am Dienstag, 20. November, um 18.30 Uhr.

Internet
www.ekbo.de
www.notfallseelsorge-berlin.de

Orte
Karl-Liebknecht-Straße 8, 10178 Berlin

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ekbo.de Nachrichten des Evangelischen Pressedienstes Startseite presse.ekbo.de Tue, 13 Nov 2018 09:20:33 +0100
Asia Bibi: Bischof Dröge schreibt an pakistanischen Botschafter https://www.ekbo.de//themen/detail/nachricht/asia-bibi-bischof-droege-schreibt-an-pakistanischen-botschafter.html
In dem Schreiben äußerte Dröge "große Besorgnis" über das Schicksal der Christin. Schon länger treibe ihn um, dass die Blasphemiegesetze in Pakistan "sehr weit gefasst und vage formuliert" seien. Der Bischof schrieb wörtlich: "Beschuldigte haben es schwer, ihre Unschuld zu belegen, da für eine Verurteilung nach dem Blasphemiegesetz keine Beweise notwendig sind."

Am Wochenende hatte auch die Vorsitzende des Menschenrechtsausschusses im Bundestag, Gyde Jensen (FDP), die Bundesregierung aufgefordert, Asia Bibi nach Deutschland zu holen. Bibis Leben hänge "am seidenen Faden"; die Bundesregierung müsse alle diplomatischen Hebel in Bewegung setzen, ihr Leben zu schützen.

Bibi, die wegen angeblicher Gotteslästerung mehr als neun Jahre lang in Pakistan im Gefängnis saß und zum Tode verurteilt war, hatte selbst über ihren Anwalt erklärt, sie wolle mit ihrer Familie am liebsten nach Deutschland ausreisen. Nach ihrer Haftentlassung vor wenigen Tagen muss sie nun Mordversuche religiöser muslimischer Fanatiker fürchten. Sie wurde nach Angaben der Regierung an einem nicht genannten Ort "sicher" untergebracht, hieß es.

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ekbo.de Nachrichten des Evangelischen Pressedienstes Startseite presse.ekbo.de Tue, 13 Nov 2018 08:46:59 +0100
100 Jahre Ende des Ersten Weltkriegs: Europäische Kirchenvertreter feiern "Frieden in Europa" https://www.ekbo.de//themen/detail/nachricht/100-jahre-ende-des-ersten-weltkriegs-europaeische-kirchenvertreter-feiern-frieden-in-europa.html
An dem Gottesdienst nahmen neben dem KEK-Präsidenten und Präsidenten der Reformierten Kirche von Elsass und Lothringen, Christian Krieger, auch der katholische polnische Erzbischof Henryk Muszynski, Erzbischof Dietrich Brauer von der Evangelisch-Lutherischen Kirche Europäisches Russland, der anglikanische Bischof Jonathan Gibbs aus dem englischen Huddersfield und der Vorsitzende der Orthodoxen Bischofskonferenz, Metropolit Augoustinos von Deutschland, teil. Musikalisch gestaltet wurde der Gottesdienst unter dem Leitthema "Frieden in Europa" von Jugendchören aus Frankreich, Großbritannien und Russland. Der katholische Berliner Erzbischof Heiner Koch hielt ein Totengedenken. Nach dem Gottesdienst wollte der frühere Vizepräsident der Europäischen Kommission, Günter Verheugen (SPD), einen Vortrag zum Thema "Das ganze Europa soll es sein" halten.

"Heute ist das Europäische Projekt gefährdet", warnte KEK-Präsident Krieger in einem Grußwort zum Gottesdienst. "Obwohl wir in einer immer globaleren Welt leben, mit globalen Herausforderungen, suchen viele Lösungen in der Ausgrenzung oder Abschottung", betonte der französische Theologe. Ängste und Unmut würden unverantwortlich politisch ausgenutzt. Es sei Aufgabe der Kirchen und der Christen, "mit diesen Ängsten und diesem Unmut umzugehen, sie anzuhören, versuchen zu verstehen, aber auch ihre Grenzen aufzuweisen", betonte Krieger.

Auch der polnische Erzbischof Muszynski mahnte, dass heute "die wahren europäischen und christliche Grundwerte, von Kurzsichtigkeit, sozialen Egoismus und Mangel an Solidarität ernsthaft bedroht" seien. Er rief insbesondere Christen in Polen und Deutschland auf, gemeinsam neu in beiden Ländern "für Versöhnung, Frieden und Solidarität engagiert einzutreten".

Erzbischof Brauer aus Moskau betonte, "die Welt der wirtschaftlichen Sanktionen, der militärischen Blöcke, der Freiheitseinschränkungen und der Sicherheitsbedrohungen für die Menschen" habe dringend den Zusammenschluss der "Kinder Gottes im Gebet" nötig. Der britische Bischof Gibbs mahnte ebenfalls die gemeinsame Verantwortung für Europa an: "Welche politischen Entscheidungen auch immer über die Beziehungen zwischen dem Vereinigen Königreich und der Europäischen Union getroffen wurden und werden, wir als Christen werden weiterhin verpflichtet sein, eine vertrauensvolle Beziehung und ein gegenseitiges Engagement zwischen den Völkern jeder Nation, Kultur und Weltanschauung weiterauszubauen", sagte Gibbs.

Unter Historikern gilt der Erste Weltkrieg als erster globaler Krieg der Geschichte - und als erster totaler. Neun Millionen Soldaten und mehr als sechs Millionen Zivilisten wurden innerhalb von vier Jahren getötet. Am 11. November 1918 unterzeichneten Vertreter des Deutschen Reiches und der Alliierten ein Waffenstillstandsabkommen in einem Eisenbahnwaggon im Wald von Compiègne nordöstlich von Paris.

Internet
"Charta oecumenica": http://u.epd.de/13d4

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ekbo.de Nachrichten des Evangelischen Pressedienstes Startseite presse.ekbo.de Mon, 12 Nov 2018 15:06:35 +0100
Berliner Bischöfe rufen zu Engagement gegen Populismus auf https://www.ekbo.de//themen/detail/nachricht/berliner-bischoefe-rufen-zu-engagement-gegen-populismus-auf.html Berlin (epd). Zum 80. Jahrestag der antijüdischen NS-Pogrome vom 9. November 1938 haben die Berliner Bischöfe der Opfer gedacht und zum Engagement gegen Antisemitismus und Populismus aufgerufen. Antijüdische Ressentiments seien weiter lebendig und würden zum Teil "wieder neu lebendig", sagte der Bischof der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz, Markus Dröge, laut Manuskript beim Gedenkweg der Kirchen und des Ökumenischen Rates Berlin-Brandenburg am Donnerstag in Berlin: "Das ist eine Schande für unser Land, das ist nicht hinzunehmen."

"Mit Entsetzen, tiefer Betroffenheit und Trauer gedenken wir der Opfer", sagte der katholische Erzbischof Heiner Koch laut Manuskript. Es müsse gehandelt werden, damit die "brutalen und menschenverachtenden Gedanken und Taten" der Nazis in der Gesellschaft nicht wieder Raum gewinnen. Dem "Trend zum blinden Nachlaufen hinter Führern und Ideologien" müsse mit der Betonung der Menschenwürde und des Respekts vor jedem Menschen begegnet werden.

Die Pogromnacht vor 80 Jahren sei ein Test der Nazis gewesen, wie weit das Volk bei der Brutalität gegen Juden mitgehe, sagte Dröge. Heute seien es Rechtspopulisten und Rechtsextreme, die mit immer neuen Provokationen testen wollten, wie weit sie gehen können und wie viel Hass und Hetze gegen Juden, Flüchtlinge und Minderheiten die Bürger Deutschlands dulden.

Es dürfe nicht zugelassen werden, dass sich "dieses menschenverachtende Gift" im Land ausbreite. Antisemitismus müsse "laut und vernehmlich" widersprochen werden, betonte Dröge: "Dagegen müssen wir aufstehen."

Es sei beschämend, dass es in Deutschland wieder Agitatoren gebe, die das Denkmal für die ermordeten Juden Europas verhöhnen, sagte Dröge. Es sei eine Schande, dass jüdische Einrichtungen immer noch und wieder verstärkt von der Polizei geschützt werden müssten. Die Kirchen stünden jedoch an der Seite der Jüdinnen und Juden, die sich heute Sorgen um ihre Sicherheit machen.

Internet
www.ekbo.de
www.erzbistumberlin.de

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ekbo.de Nachrichten des Evangelischen Pressedienstes Startseite presse.ekbo.de Thu, 08 Nov 2018 16:31:52 +0100
Humboldt-Uni und Kirche erinnern an erste Theologie-Studentinnen https://www.ekbo.de//themen/detail/nachricht/humboldt-uni-und-kirche-erinnern-an-erste-theologie-studentinnen.html Berlin (epd). Mit einem Festakt an der Berliner Humboldt Universität (HU) ist am Mittwoch an die Zulassung von Frauen zum Studium vor 110 Jahren und an die erste Ordination von Frauen ins Pfarramt vor 75 Jahren erinnert worden. Dabei wurde die Theologin Aliyah El Mansy mit dem Hanna-Jursch-Preis der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) ausgezeichnet. Die Marburger Wissenschaftlerin erhielt den mit 5.000 Euro dotierten Preis für ihre Doktorarbeit zum Umgang christlicher Gemeinden mit gemischt-religiösen Ehen, wie die EKD mitteilte.

Die alle zwei Jahre vergebene Auszeichnung erinnert an die Jenaer Kirchenhistorikerin Hanna Jursch (1902-1972), die sich 1934 als erste Frau an einer deutschen Theologischen Fakultät habilitierte. Der Preis zeichnet herausragende wissenschaftlich-theologische Arbeiten aus Gender-Perspektive aus.

HU-Präsidentin Sabine Kunst erinnerte in ihrem Grußwort unter anderem an die erste Frau, die sich 1908 an der damaligen Friedrich-Wilhelms-Universität als Studentin einschrieb. Agnes Harnack studierte Germanistik, Philosophie und Anglistik und schloss 1912 mit einer Promotion ab. Im Gegensatz zu früher seien die Studentinnen inzwischen an der Hochschule in der Mehrzahl. Dies gelte allerdings noch nicht für die Frauenquote bei den Professuren.

Der Berliner evangelische Bischof Markus Dröge würdigte den Mut und die Beharrlichkeit der Theologinnen, die im vergangenen Jahrhundert Widerstände überwunden und sich auf den "langen Weg zur Zulassung von Frauen zum vollen Pfarramt" gemacht haben. "Unsere Kirche hat es sich zum Ziel gesetzt, Frauen auf allen Ebenen zu fördern, damit Männer und Frauen gleichberechtigt und gleichermaßen unsere Kirche repräsentieren und gestalten", sagte der Bischof der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz laut Redemanuskript.

Nach der Zulassung von Frauen zum Universitätsstudium in Preußen 1908 dauerte es laut Dröge weitere zwölf Jahre, bis Theologinnen einen regulären Studienabschluss machen durften. Bis 1919 war demnach nur die Promotion möglich. 1920 legte Ilse Kersten als erste Theologin ein Fakultätsexamen ab, betonte Dröge. Danach habe es - bis auf wenige Ausnahmen im Zweiten Weltkrieg - weitere Jahrzehnte gedauert, bis Frauen ins volle Pfarramt ordiniert wurden. "Die volle Gleichstellung von Männern und Frauen beschloss unsere Kirche erst 1974", sagte der Berliner Bischof weiter.

Der Dekan der Theologischen Fakultät an der HU, Christoph Markschies, bemängelte mit Blick auf die Gleichstellung von Frauen gegenüber Männern selbstkritisch, sein Fachbereich habe bei der "Aufarbeitung seiner Geschichte im schwierigen 20. Jahrhundert" Nachholbedarf. Zu den Frauen, die in Berlin studiert, das Examen abgelegt und promoviert haben, gebe es im Vergleich etwa zu den Hochschulen in Göttingen und Marburg "kaum eine Zeile aus der Feder von Mitgliedern dieser Fakultät". Stattdessen gebe es an der Berliner Fakultät "nur das klassische Gedächtnis der Männer, Heldengeschichten von Schleiermacher bis Bonhoeffer" und einige "Worte über dunkle Flecken vor und nach 1945. Die Geschichtsschreibung seiner Fakultät, so Markschies weiter, sei bislang dem klassischen Narrativ gefolgt, das der "nicht unumstrittene" Historiker Heinrich von Treitschke (1834-1896) mit den Worten "Männer machen Geschichte" umschrieben habe.

Neben El Mansys vergab die EKD zwei Hanna-Jursch-Nachwuchspreise an Friederike Luise Arnold und Dorothee Charlotte Heise für Seminararbeiten aus dem Bereich Bibelexegese aus der Sicht von Frauen.

Internet
www.ekd.de
www.hu-berlin.de

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ekbo.de Nachrichten des Evangelischen Pressedienstes Startseite presse.ekbo.de Wed, 07 Nov 2018 16:36:00 +0100
Ökumenischer Klima-Pilgerweg erreicht Dienstag Brandenburg https://www.ekbo.de//themen/detail/nachricht/oekumenischer-klima-pilgerweg-erreicht-dienstag-brandenburg.html Spremberg (epd). Der dritte deutsch-polnische ökumenische Pilgerweg für Klimagerechtigkeit durchquert derzeit die Lausitz und soll am Dienstag Brandenburg erreichen. Ziel der 59. Etappe, die nach dem Start im sächsischen Schleife unter anderem am Kraftwerk Schwarze Pumpe vorbeiführt, ist Spremberg in Südbrandenburg, teilte das Veranstalter-Bündnis mit. Die nächsten Tagesetappen führen nach Cottbus, Jänschwalde, Guben, Neuzelle und dann weiter unter anderem über Frankfurt an der Oder, Fürstenwalde und Potsdam nach Berlin. Am 23. November soll der Klimapilgerweg den Berliner Südwesten erreichen.

Die Pilger fordern unter anderem ein verbindliches Regelwerk zur Umsetzung des Pariser Welt-Klimaabkommens von 2015 zur Begrenzung der Erderwärmung, den Ausstieg aus der Kohleverstromung und mehr Gerechtigkeit beim Umgang mit den Auswirkungen der Klimaveränderungen. Der Pilgerweg für Klimagerechtigkeit ist am 9. September am Ort der 23. Welt-Klimakonferenz in Bonn (2017) gestartet und führt nach Angaben der Veranstalter über 78 Stationen und 1.700 gelaufene Kilometer zur 24. Welt-Klimakonferenz (COP 24) im polnischen Katowice. Dort endet der Pilgerweg am 9. Dezember.

Die Pilgerinnen und Pilger werden dann auch die drei großen deutschen Braunkohlegebiete durchquert haben. Auf dem rund drei Monate andauernden Weg sind täglich kleine und große Veranstaltungen, Andachten, Aktionstage und Demonstrationen geplant.

Höhepunkt der Aktion für mehr Engagement gegen den Klimawandel ist den Angaben zufolge die Übergabe der Forderungen an die Kohlekommission der Bundesregierung am 26. November in Berlin. Am Abend des 26. November ist ein deutsch-polnischer Gottesdienst unter dem Motto "Gegenwart erkennen und Zukunft gestalten" in der Versöhnungskapelle an der Bernauer Straße geplant. Daran wollen auch der Bischof der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz, Markus Dröge, und der katholische Erzbischof Ludwig Schick aus Bamberg sowie mehrere Bischöfe aus Polen teilnehmen.

Der ökumenische Pilgerweg für Klimagerechtigkeit wird nach Angaben seiner Koordinationsstelle von einem breiten ökumenischen Bündnis aus 40 Organisationen, Initiativen und Unternehmen unterstützt, darunter Brot für die Welt, Misereor, die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) und die katholische Deutsche Bischofskonferenz.

Internet
www.klimapilgern.de

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Nachrichten des Evangelischen Pressedienstes Startseite Mon, 05 Nov 2018 13:01:17 +0100
100 Jahre nach Erstem Weltkrieg feiern Kirchen "Frieden in Europa" https://www.ekbo.de//themen/detail/nachricht/100-jahre-nach-erstem-weltkrieg-feiern-kirchen-frieden-in-europa.html Berlin (epd). Europäische Spitzenrepräsentanten der Kirchen feiern zum 100. Jahrestag des Endes des Ersten Weltkrieges einen ökumenischen Gottesdienst im Berliner Dom. Die Predigt am 11. November hält der evangelische Berliner Bischof Markus Dröge, wie die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) und die katholische Deutsche Bischofskonferenz am Freitag mitteilten. Musikalisch gestaltet wird der Gottesdienst unter dem Leitthema "Frieden in Europa" von Jugendchören aus Frankreich, Großbritannien und Russland.

Der katholische Berliner Erzbischof Heiner Koch hält ein Totengedenken. An der Liturgie sind neben anderen der Vorsitzende der Orthodoxen Bischofskonferenz, Metropolit Augoustinos von Deutschland, der katholische polnische Erzbischof Henryk Muszynski, Erzbischof Dietrich Brauer von der Evangelisch-Lutherischen Kirche Europäisches Russland und der anglikanische Bischof Jonathan Gibbs aus dem englischen Huddersfield beteiligt. Nach dem Gottesdienst am 11. November hält Günter Verheugen, ehemaliger Vizepräsident der Europäischen Kommission, einen Vortrag zum Thema "Das ganze Europa soll es sein".

Im Mittelpunkt des Gottesdienstes steht die "Charta Oecumenica", die 2001 von der Konferenz Europäischer Kirchen in Europa gemeinsam mit dem Rat der Europäischen Bischofskonferenzen verabschiedet wurde. Darin hatten sich Protestanten, Katholiken und Orthodoxe zum Einsatz für ein geeintes Europa und mehr Einheit unter den Christen verpflichtet.

Unter Historikern gilt der Erste Weltkrieg als erster globaler Krieg der Geschichte - und als erster totaler. Neun Millionen Soldaten und mehr als sechs Millionen Zivilisten wurden innerhalb von vier Jahren getötet. Am 11. November 1918 unterzeichneten Vertreter des Deutschen Reiches und der Alliierten ein Waffenstillstandsabkommen in einem Eisenbahnwaggon im Wald von Compiègne nordöstlich von Paris.


Info
Der Gottesdienst beginnt am 11. November um 10 Uhr im Berliner Dom

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Nachrichten des Evangelischen Pressedienstes Startseite Fri, 02 Nov 2018 13:47:20 +0100
"Cottbuser Erklärung" für Respekt vor Werten des Zusammenlebens https://www.ekbo.de//themen/detail/nachricht/cottbuser-erklaerung-fuer-respekt-vor-werten-des-zusammenlebens.html Cottbus (epd). Mit einem interkulturellen Fußballspiel soll in Cottbus ein Zeichen für ein friedliches Miteinander und gegen Extremismus gesetzt werden. Bei dem Match einer Fanauswahl des Fußballclubs Energie Cottbus und einer internationalen Auswahl von Studierenden der Brandenburgischen Technischen Universität (BTU) soll am 10. November auch die neue "Cottbuser Erklärung" mit dem Titel "Cottbus ist bunt" vorgestellt werden, sagte die evangelische Superintendentin der Stadt, Ulrike Menzel, dem Evangelischen Pressedienst (epd) am Donnerstag.

An dem Fußballspiel beteiligen sich Studierende aus Nigeria, Syrien, Brasilien, Deutschland, Marokko und Tunesien, sagte Menzel. Im Anschluss findet das Ligaspiel des FC Energie Cottbus gegen die Sportfreunde Lotte aus Nordrhein-Westfalen statt. "Wir wollen, dass die Werte unserer Gesellschaft von allen Einwohnern respektiert und anerkannt werden", heißt es in der "Cottbuser Erklärung": "Unsere Stärke ist das gleichberechtigte Miteinander bei aller Verschiedenheit der Menschen."

"Eine respektvolle Streitkultur ist für uns ein Kernelement der Demokratie", heißt es weiter in der "Cottbuser Erklärung". Nicht selten sei jedoch zu erleben, dass "im alltäglichen Umgang eine gewisse Verrohung" voranschreite. Herabwürdigenden und menschenverachtenden Äußerungen folgten oftmals Gewalttaten. Ziel müsse deshalb auch eine Rückkehr zu einem "kulturvolleren Umgang" sein. Wer Recht und Ordnung verachte und gegen das friedliche Zusammenleben verstoße, müsse "ungeachtet der Nationalität oder Herkunft" Konsequenzen spüren.

Zu den sechs Autoren der Erklärung gehören unter anderem der evangelische Pfarrer Christoph Polster, der CDU-Landtagsabgeordnete Michael Schierack und Adeline Abimnwi Awemo vom Deutsch-Afrikanischen Verein. Unter den Erstunterzeichnern des inzwischen von mehr als 500 Menschen unterstützten Aufrufs sind auch BTU-Präsidentin Christiane Hipp, der Programmdirektor des Filmfestivals Cottbus, Bernd Buder, Brandenburgs Kulturministerin Martina Münch (SPD), der Trainer des FC Energie, Claus-Dieter Wollitz, der Intendant der Brandenburgischen Kulturstiftung, Serge Mund, und der Vorstandsvorsitzende des Energieunternehmens Leag, Helmar Rendez.


Info
Das 30-minütige Fußballspiel gegen Rassismus beginnt am Samstag, dem 10. November, um 11.30 Uhr im Cottbuser Stadion der Freundschaft.

Internet
www.evkirchenkreis-cottbus.de

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Nachrichten des Evangelischen Pressedienstes Startseite Thu, 01 Nov 2018 17:22:14 +0100