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Fördermittel


Klimaschutzfonds II der EKBO

Zum 31.12.2020 ist die Förderrichtlinie zum "Klimaschutzfonds II" unserer Landeskirche ausgelaufen. Anträge werden nicht mehr angenommen.

Die Förderrichtlinie zum Herunterladen finden Sie hier. Eine Checkliste mit den notwendigen einzureichenden Unterlagen finden Sie hier.

Der Fonds enthält insgesamt 1,2 Mio. Euro zur Förderung von Maßnahmen zur CO2-Reduzierung. Die Förderhöhe fällt je nach Vorhaben unterschiedlich hoch aus. So können beispielsweise bei Modellprojekten, in denen innovative Technologien eingesetzt werden, bestimmte Kosten mit bis zu 50% (max. 50.000 Euro) gefördert werden. Bei der Modernisierung von bestehenden Heizungsanlagen z.B. durch die Nutzung nichtfossiler Energieträger, kann ebenfalls ein Zuschuss von bis zu 50% (max. 20.000 Euro) der klimabedingten Mehrausgaben gewährt werden.

Umweltfonds der EKBO

Die EKBO verfügt über einen Umweltfonds, aus dem kleinere kirchliche Projekte im Umwelt- und Klimaschutzbereich gefördert werden können.  Ein Antrag ist jederzeit möglich und ist formlos an das Umweltbüro zu stellen. Der Antrag muss vor Beginn des Projektes gestellt werden. Nach Eingang des Antrags wird das Projekt auf Förderfähigkeit geprüft. Ein Zuschuss kann in der Regel nur max. 50% der Gesamtkosten betragen. Die bisher geförderten Projekte sind sehr vielfältig und reichen von Zuschüssen zur Gestaltung von Kleinbiotopen, für Nisthilfen oder Umweltprojekttage bis hin zur Unterstützung von Veranstaltungen im Bereich der Umweltbildung. Wir möchten Sie also ermutigen, uns Ihr Umweltprojekt vorzustellen, falls Sie finanzielle Unterstützung benötigen.

Beachten Sie bitte, dass Baumaßnahmen an kirchlichen Immobilien nicht über den Umweltfonds gefördert werden können. 

Förderprogramm "Klimaanpassung in sozialen Einrichtungen"

Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) hat ein neues Förderprogramm ins Leben gerufen, um Soziale Einrichtungen gegen die Folgen des Klimawandels zu unterstützen. Insgesamt werden 150 Millionen Euro an Fördermitteln zur Verfügung gestellt. 

Von diesem Förderprogramm können ab sofort soziale Einrichtungen in kommunaler, kirchlicher oder freier Trägerschaft, deren Träger und deren Spitzenverbände profitieren. Auch die sozialen Einrichtungen in der EKBO sind antragsberichtigt.

Förderungen gibt es für drei Schwerpunkte:

  • Förderschwerpunkt 1: Beratung und Konzepte
  • Förderschwerpunkt 2: Investive Maßnahmen
  • Förderschwerpunkt 3: Kampagnen und Weiterbildung

 

Gefördert können unter anderem die Beratung durch externe Dienstleisterinnen und Dienstleister, die Erstellung von Anpassungskonzepten, verschiedene Maßnahmen an Gebäuden (z.B. Einbau von Fenstern mit Sonnen- und Wärmeschutzverglasung, Maßnahmen zur Verschattung am Gebäude, Maßnahmen zur Dach- und Fassadenbegrünung usw.) sowie Fortbildungs- und Beratungsangebote für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie Ehrenamtliche in sozialen Einrichtungen als auch Informationskampagnen. 

Maßnahmen werden mit bis zu 80 Prozent und für den Förderschwerpunkt 1 mit bis zu 90 Prozent gefördert. 

Finanzschwache Kommunen sowie juristische Personen des privaten Rechts und deren Zusammenschlüsse, wie insbesondere Wohlfahrtsverbände erhalten eine Förderung bis zu 90 Prozent. Bei Anträgen, die bis zum 30. Juni 2021 gestellt werden, gibt es eine Förderung bis zu 100 Prozent für den Förderschwerpunkt 1 sowie für schnell umsetzbare Maßnahmen unter Förderschwerpunkt 2.

Die Förderrichtlinie gilt bis zum 31. Dezember 2023. Ein erstes Antragsfenster war bis zum 15. Dezember 2020 geöffnet. Weitere Antragsfenster sind sowohl für das 1. Quartal 2021 als auch in den Folgejahren vorgesehen.

Weitergehende Informationen finden Sie unter: https://www.z-u-g.org/aufgaben/klimaanpassung-in-sozialen-einrichtungen/ 

Die FAQ zum Förderprogram zum Nachlesen unter: https://www.z-u-g.org/aufgaben/klimaanpassung-in-sozialen-einrichtungen/haeufig-gestellte-fragen-zu-anpaso/ 

Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG)

Ab dem 2. Januar 2021 ist die BEG in Kraft getreten und ersetzt somit die bestehenden Programme zur Förderung von Energieeffizienz und Erneuerbaren Energien im Gebäudebereich – darunter das Programm „Heizen mit Erneuerbaren Energien“ oder die Tilgungszuschüsse von der KFW. Kirchengemeinden können ab sofort davon profitieren.

Die BEG ist in eine Grundstruktur mit drei Teilprogrammen aufgeteilt:

  1. Bundesförderung für effiziente Gebäude – Wohngebäude (BEG WG)
  2. Bundesförderung für effiziente Gebäude – Nichtwohngebäude (BEG NWG)
  3. Bundesförderung für effiziente Gebäude – Einzelmaßnahmen (BEG EM)

Die BEG EM ist im Januar 2021 in der Zuschussvariante beim BAFA gestartet.

Die BEG NWG und BEG WG (Zuschuss- und Kreditvariante) sowie die BEG EM in der Kreditvariante sind zur Durchführung durch die KfW ab 1. Juli 2021 geplant. Ab 2023 erfolgt die Förderung in jedem Fördertatbestand wahlweise als direkter Investitionszuschuss des BAFA oder als zinsverbilligter Förderkredit mit Tilgungszuschuss der KfW.

Im Rahmen des Programms sind folgende Einzelmaßnahmen in Bestandsgebäuden für Wohngebäude und Nichtwohngebäude förderfähig:

  • Einzelmaßnahmen an der Gebäudehülle
  • Anlagentechnik (außer Heizung)
  • Anlagen zur Wärmeerzeugung (Heizungstechnik), z.B. Solarkollektoranlagen, Biomasseheizungen, Wärmepumpe etc.
  • Heizungsoptimierung
  • Fachplanung und Baubegleitung

 

Je nach Maßnahme können bis zu 45 Prozent der Kosten gefördert werden.

Förderfähige Kosten für energetische Sanierungsmaßnahmen sind auf 60.000 Euro pro Wohneinheit, für die Baubegleitung auf 5.000 Euro bei Ein- und Zweifamilienhäusern, und bei Mehrfamilienhäusern mit drei oder mehr Wohneinheiten auf 2.000 Euro pro Wohneinheit, insgesamt auf maximal 20.000 Euro pro Zuwendungsbescheid, gedeckelt.  

Bei Nichtwohngebäuden (NWG) betragen die förderfähigen Kosten für energetische Sanierungsmaßnahmen 1.000 Euro pro Quadratmeter Nettogrundfläche, insgesamt maximal 15 Mio. Euro; für die Baubegleitung 5 Euro pro Quadratmeter Nettogrundfläche, insgesamt maximal 20.000 Euro pro Bewilligung.

Eine Kumulierung einer Förderung für dieselbe Maßnahme mit anderen Fördermitteln (Kredite oder Zulagen/Zuschüsse) ist grundsätzlich möglich.

Für dieselbe Maßnahme darf jeweils nur ein Antrag entweder bei der KfW oder dem BAFA gestellt werden; eine doppelte Antragstellung ist ausgeschlossen.

Weitere Informationen erhalten Sie hier.

KFW- Förderkredite

Kirchengemeinden können von den KFW - Förderkrediten für komplette Sanierungen oder für einzelne energetische Maßnahmen profitieren.

Das Förderprodukt dient der Förderung von Maßnahmen zur Energieeinsparung und zur Minderung des Kohlenstoffdioxid-Ausstoßes bei bestehenden Wohngebäuden in Deutschland. Es trägt dazu bei, die energiepolitischen Ziele der Bundesregierung, insbesondere einen nahezu klimaneutralen Gebäudebestand bis zum Jahr 2050 zu erreichen.

Gefördert wird die energetische Sanierung von bestehenden Wohngebäuden, deren Bauantrag beziehungsweise Bauanzeige vor dem 01.02.2002 gestellt wurde, als:

·         Einzelmaßnahme

·         KfW-Effizienzhaus

Ein Tilgungszuschuss von bis zu 40 % der förderfähigen Kosten bzw. max. 48.000 Euro für die Sanierung zum KfW-Effizienzhaus oder 20 % bzw. max. 10.000 Euro für Einzelmaßnahmen ist möglich. Für Nichtwohngebäude kann ein Tilgungszuschuss von bis zu 27,5 % bzw. 275 Euro pro m² im Rahmen einer kreditbasierten Förderung erlangt werden.

Die Kreditbeträge bei Wohngebäuden liegen bei maximal 120.000 € und bei Einzelmaßnahmen bei maximal 50.000 €.

Bei Nichtwohngebäuden liegt der maximale Kreditbetrag bei 25 Millionen € pro Vorhaben.

Nähere Informationen zum Kreditprogramm 151/152 (Wohngebäude) hier und zum Kreditprogramm 219/220 für Nichtwohngebäude finden Sie in diesem Merkblatt.

Die Förderkredite können Sie noch bis zum 30.06.2021 bei der KfW bean­tragen. Ab dem 01.07.2021 können Sie bei der KfW einen Antrag auf die neuen Förder­kredite und Zuschüsse der Bundes­förderung für effiziente Gebäude stellen.

Flottenaustauschprogramm Sozial & Mobil

Das Flottenaustauschprogramm „Sozial & Mobil“ der Bundesregierung unterstützt die Umstellung der im Gesundheits- und Sozialwesen eingesetzten Fahrzeugflotten auf Elektrofahrzeuge. Dafür werden vom Bundesministerium für Umwelt, Natur und nukleare Sicherheit (BMU) für die Jahre 2020 bis 2022 Zuwendungsmittel in Höhe von 200 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Antragsberechtigt  sind  im  Gesundheits-  und  Sozialwesen  tätige  Organisationen  und  Unternehmen (gemäß Wirtschaftszweigklassifikation Q). Eine Antragstellung durch im Sozialwesen tätige kirchliche Einrichtungen sollte im Einzelfall abgefragt und geklärt werden.  

Zuwendungsfähig sind dabei folgende Ausgaben:

· Die gegenüber vergleichbaren Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor durch den Elektroantrieb entstehenden Investitionsmehrausgaben.

· Ausgaben für die Beschaffung der für den Betrieb der Fahrzeuge notwendigen Ladeinfrastruktur (LIS) – nur bei Förderung gemäß De-minimis-Verordnung.

Die förderfähigen Ausgaben der Beschaffung eines rein batterieelektrischen Fahrzeuges (BEV) sowie die Fördersumme betragen pauschal 10.000,00 €.

Die förderfähigen Ausgaben einer Wallbox (AC) bis 22 kW betragen pauschal 1.500,00 €,  für eine Ladesäule (AC) bis 22 kW pauschal 2.500,00 €

Eine erste Förderrunde war bis zum 31. Dezember 2020 vorgesehen. Weitere  Förderrunden  sind jeweils  zum  1.  März  des  Jahres  (letztmaliger  Stichtag:  1.  März  2022) geplant. 

Weitere Information zum Förderprogramm erhalten Sie hier.

Brandenburger Förderprogramm für Lastenräder

Das Land Brandenburg fördert mit einer "Lastenradprämie" die Anschaffung fabrikneuer Lastenfahrräder mit und ohne E-Motor. Die Förderung richtet sich an Gemeinde, Verbände, Vereine sowie Gewerbetreibenden in Brandenburg. Der Förderbeitrag wird anhand der zuwendungsfähigen Investitionskosten ermittelt. Er beträgt grundsätzlich 50 % der zuwendungsfähigen Ausgaben jedoch maximal 2.500 € pro Lastenfahrrad und maximal 4.000 € bei E-Lastenfahrrädern. Wird das Fahrrad für die Allgemeinheit kostenfrei zur Verfügung gestellt, erhöht sich der Fördersatz sogar auf 80 %.

Weitere Informationen finden Sie hier.

EU-Fördermittel

Gemeinden, Einrichtungen und Werke der EKBO können auch durch EU-Fördermittel unterstützt werden. Dazu gehören die Europäischen Struktur- und Investitionsfonds, die in Berlin vom Senat und in Brandenburg von der Landesregierung verwaltet werden, z.B. der Europäische Sozialfonds (ESF) oder der Europäische Fonds für regionale Entwicklung (EFRE). Weitere Informationen finden Sie auf der Website der Beratungsstelle der EKBO zu EU-Förderrichtlinien.

Da die EU-Förderinstrumente im Allgemeinen einen sehr langen Vorlauf haben und die Antragstellung komplex ist, können Sie von der Beratungsstelle in Ihrem Antrag unterstützt werden. Ansprechpartner ist der Referent für Fördermittelrecht, Dr. Johan Wagner.

Letzte Änderung am: 08.02.2021