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Ein Gespräch mit Pfarrerin Juliane Lorasch

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Juliane Lorasch hat in Berlin Theologie studiert und war Vikarin an der St. Marienkirche in Strausberg. Seit Anfang 2019 ist sie Pfarrerin im Entsendungsdienst im Pfarrsprengel Löwenberger Land und dort v. a. für die Gemeinden Buberow, Großmutz, Gutengermendorf, Falkenthal und Kraatz zuständig.

Bianca Krüger: Was sind deiner Meinung nach deine Kernaufgaben im Pfarrdienst?

Juliane Lorasch:  Einen großen Bereich meiner Arbeit bildet im Moment die Geschäftsführung der fünf Gemeinden, für die ich zuständig bin. Für Vieles davon bin ich ja eigentlich gar nicht ausgebildet und da verbringe ich dann viel Zeit mit Recherche in den Akten oder Telefonaten mit dem Verwaltungsamt und der Superintendentur oder Kolleg_innen. Mir ist aber wichtig, dass dabei das, wozu ich eigentlich ausgebildet worden bin und woran mein Herz hängt, nicht zweitrangig wird. Ich gestalte Gottesdienste und Kasualien. In den Sommermonaten werden das v.a. Trauungen sein, da zu meinem Bereich des Pfarrsprengels auch das Schloss und Gut Liebenberg gehört, das sehr beliebt für Hochzeiten ist.  Auch die Arbeit mit Konfirmandinnen und Konfirmanden ist für mich ein wichtiger Teil meiner Arbeit.
Außerdem repräsentiere ich auch die Anliegen der Gemeinden in der Öffentlichkeit z.B. bei den Ortsvereinen und Fördervereinen oder gegenüber den verschiedenen Vertretern der Kommunen und bin Ansprechpartnerin, wenn gemeinsame Projekte und Veranstaltungen erdacht und durchgeführt werden sollen.

Bianca Krüger: In welchen Bereichen wirst du in deiner ersten Pfarrstelle Schwerpunkte setzen?

Juliane Lorasch: Im Moment versuche ich mir v.a. noch einen Überblick über die Gegebenheiten vor Ort zu verschaffen, welche Geschichten und Ereignisse die Menschen in und um die Gemeinden geprägt haben, kurzum die Menschen kennenzulernen und Kontakte zu knüpfen.
Ein weiterer Schwerpunkt ist im Moment die Gottesdienstarbeit. Ich möchte mehr Ehrenamtliche gewinnen, die sich an der Gestaltung von Gottesdiensten beteiligen und zusammen mit meiner Kollegin im Pfarrsprengel neue gemeinsame Gottesdienste zu besonderen Gelegenheiten entwickeln und etablieren. Außerdem hängt mein Herz wie gesagt an der Konfirmanden- und Jugendarbeit. Beides ist in meinem Pfarrsprengel vorhanden, aber da gibt es noch viel Potential für neue Ideen und Projekte.

Bianca Krüger: Was ist deine Vision von Kirche und Gemeinde?

Juliane Lorasch:  Kirche und Gemeinde in der Zukunft ist für mich ganz selbstverständlich Teil des Dorfes bzw. der Stadt und gestaltet das Leben vor Ort mit. Die einzelnen Gemeinden denken aber auch über die eigenen Ortsgrenzen hinaus und entwickeln zusammen Projekte, die das Gemeindeleben bereichern und sich nicht nur auf die Erhaltung der Gebäude, sondern v.a. auf die Menschen konzentrieren.

Bianca Krüger: Vor welchen Herausforderungen stehst du an deiner ersten Pfarrstelle?

Juliane Lorasch:  Die größte Herausforderung ist für mich erst mal, alle fünf Gemeinden unter einen Hut zu bringen. Zum einen ist das für mich eine organisatorische Herausforderung, wie ich nicht im Sumpf der Büroarbeit am Computer versinke, sondern den Blick für die Menschen und die berechtigten Wünsche der einzelnen Gemeinden behalte und mir noch genug Zeit für Erholung und Privatleben bleibt. Zum anderen ist der Pfarrsprengel in dieser Zusammensetzung auch ein relativ junges Gebilde, so dass die Gemeinden auch noch lernen müssen, dass sie zusammengehören und was sich daraus für Möglichkeiten in der Zusammenarbeit ergeben.

Letzte Änderung am: 29.03.2019