www.ekbo.de: Newsmeldungen https://www.ekbo.de/ Newsmeldungen de www.ekbo.de: Newsmeldungen https://www.ekbo.de/typo3conf/ext/tt_news/ext_icon.gif https://www.ekbo.de/ 18 16 Newsmeldungen http://blogs.law.harvard.edu/tech/rss Fri, 10 Apr 2020 10:41:18 +0200 Christian Stäblein: Beschränkungen dürfen sich nicht verselbstständigen https://www.ekbo.de//themen/detail/nachricht/christian-staeblein-beschraenkungen-duerfen-sich-nicht-verselbststaendigen.html Im November 2019 wurde Christian Stäblein (52) als neuer Bischof der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz ins Amt eingeführt. Wenige Monate später steht er an der Spitze einer Landeskirche, in der keine Gottesdienste mit Gläubigen stattfinden und die in der Corona-Pandemie täglich vor neuen Herausforderungen steht. Mit dem Evangelischen Pressedienst (epd) sprach er über Krisenmanagement, gesellschaftlichen Zusammenhalt und Leistungen für Menschen in systemrelevanten Berufen.

 epd: Dass Sie in den ersten sechs Monaten Ihrer Amtszeit einen solchen Ausnahmezustand wie die Corona-Pandemie erleben würden, hätten Sie sich gewiss nicht träumen lassen?

 Stäblein: So ist es. Daran sieht man auch, was Jahresvorhaben mitunter wert sind. Kein Mensch hat sich bei unseren Planungen für dieses Jahr vorstellen können, in welcher Lage wir jetzt stecken.

 epd: Fühlen Sie sich als Krisenmanager?

 Stäblein: Wir haben ein großes Team in der Landeskirche, mit dem wir zusammen managen, was zu tun ist. Insofern bleibe ich lieber Bischof als Krisenmanager.

 epd: Dennoch - Sie kommen gerade aus der Sitzung des Krisenstabes. Was wird dort besprochen?

 Stäblein: Mit Beginn der Corona-Krise haben wir einen Kreis leitender Personen versammelt, der sich um die täglichen Sorgen und Erfordernisse in der Landeskirche kümmert. Wir besprechen uns täglich zu fester Uhrzeit. Die drei Generalsuperintendentinnen berichten aus ihrem Sprengel, die Präses der Landessynode ist immer mit dabei, ebenso, wenn möglich, die Diakonie-Direktorin. In den ersten Tagen der Krise haben sich fast täglich Veränderungen ergeben. Anfangs haben wir noch überlegt, ob Gottesdienste bis zu 50 Personen möglich sind. Wir hatten dann in schneller Folge neue Vorgaben der Länder Berlin, Brandenburg und Sachsen, die wir verantwortungsvoll umzusetzen hatten und bei denen wir uns fragen mussten, wie geht das vor Ort? Da sind für die Kirche elementare Fragen, etwa: Wie können Gemeindekirchenräte Entscheidungen treffen, wenn sie nicht zusammentreten können? Wir mussten sowohl für die juristischen als auch die ganz praktischen Aspekte angemessen und schnell Lösungen finden.

 epd: Wie lange hält unsere Gesellschaft einen Shutdown durch?

 Stäblein: Nach Ostern wird die Debatte weiter Fahrt aufnehmen, wie es zu Lockerungen kommen kann. Auch innerkirchlich wird darüber diskutiert werden, wie sich unsere gemeindlichen Angebote entfalten lassen. Vielleicht haben wir in den ersten Tagen, als es darum ging, in angemessener Weise zu reagieren, auch nicht deutlich genug unseren Schmerz darüber zum Ausdruck gebracht, dass wir momentan unsere Gottesdienste nicht in der gewohnten Gemeinschaft feiern können. Die jetzige Situation fällt uns allen nicht leicht. Aber wir üben Verzicht, weil wir unbedingt verantwortlich sind für die Schwächsten in unserer Gesellschaft, es geht darum, Menschen vor Ansteckung zu schützen. Das ist uns bewusst, diese Verantwortung haben wir. Und trotzdem bleiben Schmerz und Verzicht. Das muss jede Woche neu abgewogen und diskutiert werden. Wir müssen immer wieder schauen, ob es noch richtig ist, was wir gerade tun. Das kann sich ja nicht von selber verstetigen. Wir möchten, sobald es wieder möglich ist, Gottesdienste feiern, wenn vielleicht auch erst einmal nur in kleiner Gemeinschaft.

 epd: Droht in der jetzigen Krise ein Abbruch kirchlicher Angebote, trotz aller digitalen Angebote der Gemeinden?

 Stäblein: Von Abbruch würde ich wirklich nicht sprechen. Uns fehlen nach der kurzen Zeit noch die Erfahrungen, um alle Wirkungen abschätzen zu können. Ich sehe, dass wir eine verstärkte Nachfrage nach Seelsorge haben, etwa bei unserem Corona-Seelsorgetelefon. Und ich erlebe beispielsweise, dass Mitarbeitende in den Gemeinden über Telefon in engem Kontakt sind mit ihren Gemeindegliedern. Aus vielen Gemeinden höre ich, dass die neuen Angebote sehr gut angenommen werden. Die Verkündigung im digitalen Raum erlebt einen regelrechten Schub. Wir probieren gerade viele neue Formen aus und erreichen dadurch Menschen, die wir bisher nicht erreicht haben. Wir werden neue Erfahrungen und Fähigkeiten aus dieser Krise mitnehmen. Aber auch die Einschnitte derzeit sind offenkundig. Wer etwa im Chor singt, merkt jetzt, was es heißt auf diese Ursprache kirchlichen Miteinander verzichten zu müssen.

 epd: Welche wirtschaftlichen Folgen haben die Kirchen zu erwarten?

 Stäblein: Erste, und wirklich nur Schätzungen gehen von einem möglichen Rückgang der Kirchensteuer von 10 bis 15 Prozent aus. Das liegt bei einer abhängigen Steuer in der Natur der Sache bei einer Rezession. Auch bei den Kollekten ist ein Rückgang zu verzeichnen. Diese kommen ja oft diakonischen Zwecken zugute, daher ist der Einbruch sehr bitter. Ich denke, wir werden als Kirche in angemessener Weise damit umzugehen haben. Viele Effekte werden sich auch erst mit zeitlicher Verzögerung zeigen. Wir versuchen uns wie die Wirtschaft und die gesamte Gesellschaft auf Zeiträume einzustellen, die nicht nur dieses Jahr umfassen.

 epd: Wenn Geld auch bei der Kirche infolge der Corona-Krise knapper wird - wo könnte gespart werden?

 Stäblein: Wir sind durch die Projektionen der Freiburger Studie schon im vergangenen Jahr in Debatten eingetreten, die sich mit der Frage nach der Konzentration kirchlicher Arbeit beschäftigen. Diese Diskussion wird nach der Corona-Krise noch deutlich an Schwung gewinnen müssen. Wir müssen wahrscheinlich schneller als bisher gedacht zu Lösungen kommen. Das soll allerdings wie bisher im guten, synodalen evangelischen Miteinander und in Mitsprache der vielen geschehen und kein Verteilungskampf zwischen kirchlichen Aufgaben werden. Ich bin zuversichtlich, dass uns das weiterhin gelingt.

 epd: Gibt es Parallelen zwischen der gegenwärtigen Corona-Krise und der Botschaft des Osterfestes?

 Stäblein: Darauf würde ich so erst einmal nicht kommen. In der Corona-Krise geht es um Leben und Tod. Sowie beim Osterfest auch, aber dort geht es um die umgekehrte Reihenfolge, nämlich Sterben und Leben. Das ist Gottes Botschaft am Osterfest, dass er die Reihenfolge dieser Welt und den Kreislauf von Leben und Sterben durchbricht und einen neuen Anfang setzt. Dass in diesen Tagen in Erinnerung zu rufen, ist eine Herausforderung. Es kann ja jetzt nicht darum gehen, vollmundig über die Lebensrealität hinwegzureden. 'Ostern ist stärker', sagt sich leicht. Aber wir sind in unsere Realität gerufen - mit den Krankenbetten und dem Tod, den wirtschaftlichen Existenzängsten und allem, was zur aktuellen Krise gehört. Trotzdem dürfen wir an dieser Zusage Gottes festhalten, dass der Tod nicht das letzte Wort hat.

 epd: Wie werden Sie persönlich das Osterfest verbringen, angesichts der Einschränkungen im Gemeindeleben und im Privaten?

 Stäblein: Ich halte mich an die Regeln, an die sich alle im Moment halten sollen. Es ist auch ein bisschen unser aller Aufgabe, mit gutem Beispiel voranzugehen und damit auch die anderen zu stärken.

 epd: Nach dem Sterbehilfe-Urteil des Bundesverfassungsgerichts von Ende Februar sagten Sie, die Urteilsbegründung des Gerichts habe Sie verstört. Worin besteht diese "Verstörung"?

 Stäblein: Das Gericht hat sehr stark auf die Autonomie des Menschen abgehoben und erklärt, dass Sterben gehöre so wie das Leben jedem Einzelnen. Vor dieser Haltung habe ich Respekt und ich finde sie aus säkularer Perspektive nachvollziehbar. Als glaubender Mensch muss ich dann aber auch dagegenhalten dürfen, dass Leben und Sterben eben nicht mir allein gehört, sondern dass das Leben ein Geschenk Gottes ist, bis zum letzten Atemzug. Es stellt sich die Frage, ob der Mensch wirklich so autonom ist, wie er denkt. Meine 'Verstörung' rührt daher, dass alle Sorge dafür tragen müssen, dass weder privater, noch gesellschaftlicher oder ökonomischer Druck auf alte und kranke Menschen entstehen darf. So gilt es nach Wegen zu suchen, mit denen wir Recht und Anspruch einer säkularen Gesellschaft erfüllen können und gleichzeitig Menschen davor schützen, dass der Tod zum Handel wird.

 epd: Was muss Kirche an dieser Stelle für die Betroffenen tun?

 Stäblein: Wir müssen sterbende Menschen ausreichend begleiten und unterstützen. Sterbende werden nicht dadurch getröstet, dass man ihnen eine christliche Dogmatik am Sterbebett vor die Nase hält, sondern dass man sie in dem Prozess des Sterbens tatsächlich begleitet und offen für sie da ist.

 epd: Müssen Berufe, die Dienst am Anderen tun, besser honoriert werden?

 Stäblein: Ich hoffe sehr, dass dies nicht nur ein frommer Wunsch bleibt, der in der Krise geboren wird, weil das im Moment allen vor Augen steht, wie wichtig diese Berufe sind, und danach womöglich schnell wieder vergessen ist. Auch der Pflegenotstand ist ja schon seit Jahren bekannt.

 epd: Wird die jetzige Krise dazu beitragen, die Spaltung der Gesellschaft zu mildern?

 Stäblein: Sie zeigt zumindest, wie einig wir uns dann doch in bestimmten Grundfragen sind. Das Miteinander in dieser Krise beweist, dass die vielbeschworene Spaltung nicht so stark ist wie gedacht. Die Krise führt uns vor Augen, dass es offensichtlich doch gemeinsame Dinge gibt, die uns mehr tragen als es uns manchmal bewusst ist. Und das ist gut so.

Das Gespräch führte Jens Büttner

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Landeskirchliche Nachrichten zum Corona-Virus Nachrichten des Evangelischen Pressedienstes Startseite Fri, 10 Apr 2020 10:41:18 +0200
Das Berliner Missionswerk ruft zu Spenden für Talitha Kumi auf https://www.ekbo.de//themen/detail/nachricht/das-berliner-missionswerk-ruft-zu-spenden-fuer-talitha-kumi-auf.html Der Direktor des Berliner Missionswerks Christof Theilemann schreibt:

Die Menschen im Heiligen Land sind zurzeit noch mehr als sonst in ihrem Alltag eingeschränkt. Noch mehr als sonst macht sich Hoffnungslosigkeit breit. Ausgerechnet jetzt entfällt die Ostersonntagskollekte, die dem Schulzentrum Talitha Kumi zugute kommen und den Kindern und Familien neue Hoffnung schenken sollte.     Bitte spenden Sie trotzdem! Diesmal per Überweisung statt in den Klingelbeutel.  

Hier sehen Sie einen Hilfeaufruf aus Talitha Kumi:    

Hier können Sie sicher online spenden:  
   
Spendenkonto Berliner Missionswerk

Evangelische Bank
BIC GENODEF1EK1
IBAN DE86 5206 0410 0003 9000 88
Kennwort: Nothilfe Talitha Kumi    

Dass das österliche Licht am Ende dieser Woche hell erstrahlt und trotz allem Freude und Zuversicht weckt wünsche ich Ihnen und Ihren Gemeinden. 

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Nachrichten des Evangelischen Pressedienstes Startseite Thu, 09 Apr 2020 13:49:57 +0200
Nagelkreuzkapelle Karfreitag und Ostern mit Online-Gottesdiensten https://www.ekbo.de//themen/detail/nachricht/nagelkreuzkapelle-karfreitag-und-ostern-mit-online-gottesdiensten.html
Für die meisten sei es das erste Mal, dass es keine Möglichkeit zu einem gemeinsamen Ostergottesdienst gibt, betonte Huber: "Gerade weil diese Möglichkeit fehlt, ermessen wir, wie wichtig es ist, sich im Gottesdienstraum zu versammeln." Dem würden jedoch vielfältige andere Angebote gegenübergestellt, die Ausdruck der Vitalität der Kirche seien.

Die Arbeiten auf der Baustelle für den Turm der Garnisonkirche seien bisher nicht durch die Pandemie beeinträchtigt, hieß es weiter. Die Maurer seien konsequent in zwei Kolonnen geteilt, mit unterschiedlichen Aufenthalts- und Sanitärbereichen. Damit solle gewährleistet werden, dass selbst bei Quarantänezwang in einer Kolonne die zweite weiterarbeiten kann. Bisher sei keiner der Bauarbeiter erkrankt.

(epd)

Info
Die in der Nagelkreuzkapelle geplanten Gottesdienste sollen in Kurzform kurz vor dem jeweiligen Gottesdiensttermin online angeboten werden. Der Karfreitagsgottesdienst beginnt laut Veranstaltungskalender um 15 Uhr, der Ostergottesdienst am Ostersonntag um 18 Uhr. Die Videos ssollen auf der Webseite der Stiftung verlinkt werden.

www.garnisonkirche-potsdam.de  ]]>
Nachrichten des Evangelischen Pressedienstes Startseite Thu, 09 Apr 2020 13:03:43 +0200
Gericht bestätigt Gottesdienstverbot in Berlin https://www.ekbo.de//themen/detail/nachricht/gericht-bestaetigt-gottesdienstverbot-in-berlin.html Gottesdienste dürfen in Berlin wegen der Corona-Pandemie weiterhin nicht stattfinden. Das mit der Berliner Coronavirus-Eindämmungsverordnung ausgesprochene Verbot von Gottesdiensten sei rechtlich nicht zu beanstanden, entschied das Verwaltungsgericht Berlin am Dienstag und wies damit den Eilantrag einer katholischen Kirchengemeinde zurück. (VG 14 L 32/20) Der "Freundeskreis St. Philipp Neri" wollte erreichen, dass trotz Corona-Krise öffentliche Gottesdienste mit bis zu 50 Teilnehmern abgehalten werden dürfen, soweit zwischen den Teilnehmern Mindestabstände von 1,50 Metern eingehalten und Listen ihrer Kontaktdaten geführt werden.

Nach Auffassung der 14. Kammer des Verwaltungsgerichts wird der Kernbereich der Religionsfreiheit durch die Berliner Verordnung nicht berührt (VG 14 L 32/20). Kirchenbesuche zur individuellen stillen Einkehr blieben weiter erlaubt, ebenso private Andachten im Kreis der Haushaltsangehörigen. Ferner bestehe die Möglichkeit, Gottesdienste auf elektronischem Wege zu übertragen und als gläubiger Mensch entsprechende Angebote zu nutzen.

Die Bestimmung bedeute zwar einen Eingriff in die Religionsfreiheit. Dieser sei jedoch durch widerstreitende Grundrechte und Werte von Verfassungsrang gerechtfertigt, namentlich den Schutz von Leben und Gesundheit der Gottesdienstteilnehmer als auch der übrigen Bevölkerung, aber auch der Aufrechterhaltung eines funktionierenden öffentlichen Gesundheitssystems. Zum Schutz dieser Werte sei das zeitlich begrenzte Verbot verhältnismäßig. Gegen den Beschluss kann Beschwerde beim Oberverwaltungsgericht eingelegt werden.

(epd)

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Nachrichten des Evangelischen Pressedienstes Startseite Tue, 07 Apr 2020 23:12:15 +0200
Corona: Kirchen besorgt über Antisemitismus https://www.ekbo.de//themen/detail/nachricht/corona-kirchen-besorgt-ueber-antisemitismus.html
"Wir alle sind von Kontakteinschränkungen betroffen und davon, dass wir jeweils unsere großen Festtage nicht in gewohnter Weise in unseren Gemeinden und Familien feiern können", schreiben der evangelische Landesbischof Stäblein und der katholische Erzbischof Koch: "Wir bleiben dennoch und umso mehr verbunden in der Zusammenarbeit für unsere Gesellschaft, in unserem Engagement für den Zusammenhalt und das friedliche Miteinander."

Besorgt zeigten sich Stäblein und Koch, "dass sich mit der Pandemie auch antisemitische Hassbotschaften und Verschwörungstheorien in den sozialen Netzwerken verbreiten". Zugleich versicherten sie der jüdischen Gemeinschaft ihre Solidarität: "Wir werden dieser Hetze mit aller Entschiedenheit entgegentreten. Wir sind und bleiben an Ihrer Seite und werden das auch öffentlich immer wieder deutlich machen", heißt es in dem Schreiben.

(epd) ]]>
Nachrichten des Evangelischen Pressedienstes Startseite Tue, 07 Apr 2020 12:14:21 +0200
Berliner Gedächtniskirche öffnet trotz Corona https://www.ekbo.de//themen/detail/nachricht/berliner-gedaechtniskirche-oeffnet-trotz-corona.html
Pfarrerin und Pfarrer der Gedächtniskirche und Ehrenamtliche werden vor Ort darauf achten, dass die Schutzregeln eingehalten werden und stehen für kurze Gespräche zur Verfügung, hieß es weiter. Bei Bedarf könnten seelsorgerische Gespräche telefonisch fortgeführt werden. Eine Besichtigung der Kirche sei mit Rücksicht auf die allgemeinen Beschränkungen nicht möglich. Das gelte auch für gemeinsames Singen im Kirchenraum wegen der erhöhten Infektionsgefahr. Auch Veranstaltungen finden nicht statt. Ob die Kirche nach Ostern weiterhin zur Einkehr geöffnet bleibt, werde in den Ostertagen entschieden.

Am Karfreitag um 10 Uhr wird der RBB-Fernsehgottesdienst aus der Gedächtniskirche übertragen, am Ostersonntag um 11 Uhr ein Gottesdienst als Livestream auf www.ekbo.de/livestream. Täglich um 18 Uhr halten stellvertretend für die Gemeinde zwei Personen ein Fürbittengebet in der Kirche. Persönliche Gebetsanliegen können per Mail an fuerbitten@gedaechtniskirche-berlin.de übermittelt werden.

(epd)

Info
Weitere geöffnete evangelische Kirchen in Charlottenburg-Wilmersdorf finden Sie unter www.cw-evangelisch.de/offenekirchen
Persönliche Gebetsanliegen per Mail an fuerbitten@gedaechtniskirche-berlin.de ]]>
Nachrichten des Evangelischen Pressedienstes Startseite Tue, 07 Apr 2020 10:31:14 +0200
Gerichte befassen sich mit Klagen gegen Gottesdienst-Verbote https://www.ekbo.de//themen/detail/nachricht/gerichte-befassen-sich-mit-klagen-gegen-gottesdienst-verbote.html
Das Verwaltungsgericht Leipzig entschied, die Regelung zur Bekämpfung der weiteren Verbreitung des Coronavirus sei nicht zu beanstanden. Gegen den Beschluss kann demnach Beschwerde zum Sächsischen Oberverwaltungsgericht in Dresden eingelegt werden. (AZ: 3 L 182/20)

In einem Eilantrag hatte sich ein Antragsteller gegen die Allgemeinverfügung des sächsischen Gesundheitsministeriums von Ende März zur Bekämpfung der Pandemie gewendet. Der Antrag richtete sich demnach gegen Ziffer 7a der Verfügung, die Zusammenkünfte in Kirchen, Moscheen, Synagogen und Zusammenkünfte anderer Glaubensgemeinschaften untersagt.

Nach Auffassung des Gerichts ist die Regelung "notwendig, angemessen und verhältnismäßig". Insbesondere die Verhältnismäßigkeit gelte jedoch nur, solange die Behörden die ergriffenen Maßnahmen fortwährend überprüften und sie nur mit kurzer zeitlicher Befristung gälten.

Dem Bayerischen Verfassungsgerichtshof liegen Klagen gegen die mit der bayerischen Corona-Verordnung verbundenen Verbote von Gottesdiensten in der Karwoche und an den Ostertagen vor. Details zu den Klägern wollte das Gericht auf Anfrage nicht mitteilen.

Eine einstweilige Anordnung sei "in Bezug auf das Verbot bisher nicht ergangen". Ob es bis Ende dieser Woche noch dazu komme, ließ ein Gerichtssprecher offen. In der Hauptsache werde das Gericht vermutlich nicht vor dem aktuell geplanten Ende der Corona-Ausgangsbeschränkungen am 19. April entscheiden.

Klagen gegen die Gottesdienst-Verbote liegen derzeit für Hessen beim Verwaltungsgerichtshof in Kassel sowie in Berlin beim dortigen Verwaltungsgericht vor. Nach epd-Informationen hat in Bayern unter anderem ein 66 Jahre alter evangelischer Rentner aus München eine sogenannte Popularklage beim Verfassungsgerichtshof eingereicht. Er argumentiert, dass die Verordnung der Staatsregierung gegen Artikel 107 und damit den Schutz der Glaubens- und Gewissensfreiheit sowie Artikel 100 der Bayerischen Verfassung verstößt. Vor allem sieht er den Grundsatz der Verhältnismäßigkeit nicht gewahrt. "Mildere Formen" des Infektionsschutzes anstelle eines Verbotes wären "angezeigt gewesen". Man hätte für einen ausreichenden Abstand der Gottesdienstbesucher sorgen, jegliches Händeschütteln verhindern und Gebäckzangen und Einmal-Trinkbecher beim Abendmahl verwenden können.

Unabhängig davon sind vor dem Bayerischen Verwaltungsgerichtshof sogenannte Normenkontrollklagen gegen die Verordnungen der Staatsregierung anhängig. Dabei gehe es inhaltlich um die gleichen Anliegen wie bei den Popularklagen vor dem Verfassungsgerichtshof, es handle sich aber einfach "um eine andere Klageart", sagte eine Sprecherin dem epd.

(epd) ]]>
Nachrichten des Evangelischen Pressedienstes Startseite Mon, 06 Apr 2020 21:23:29 +0200
Kulturstiftung ruft zur Lese-Osternacht auf https://www.ekbo.de//themen/detail/nachricht/kulturstiftung-ruft-zur-lese-osternacht-auf.html
Die Lesenacht startet am Samstagabend um 20 Uhr und soll bis 1 Uhr morgens dauern. Interessenten wenden sich vorab bis Gründonnerstag 12 Uhr an die Stiftung unter info@stiftung-stmatthaeus.de. Die Lesungen sollen entsprechend den aktuellen Regularien und gesundheitlichen Bedingungen "nacheinander und ganz für sich" im dunklen Kirchenraum beim Schein der Osterkerze und einer Leselampe erfolgen.

(epd)

www.stiftung-stmatthaeus.de  ]]>
Nachrichten des Evangelischen Pressedienstes Startseite Mon, 06 Apr 2020 21:22:04 +0200
Bischof Stäblein erinnert an NS-Widerstandkämpfer Dietrich Bonhoeffer https://www.ekbo.de//themen/detail/nachricht/bischof-staeblein-erinnert-an-ns-widerstandkaempfer-dietrich-bonhoeffer.html
Stäblein erinnerte an Bonhoeffers Lied "Von guten Mächten wunderbar geborgen", das zu den bekanntesten Kirchenliedern zählt. "Ach wie sehr brauchen wir seine Gedanken heute, Gedanken von einem Christus in dieser Welt, wie sehr seine Friedensliebe und seine Ideen zu einer weltumspannenden gemeinsamen Kirche", betonte Stäblein. Bonhoeffer sei ein Vordenker im besten Sinne gewesen, "75 Jahre nach seinem gewaltsamen Tod ist er aktueller denn je", sagte der Bischof.

Stäblein kündigte an, das berühmte Kirchenlied am kommenden Donnerstag zur Erinnerung an Bonhoeffer zu singen: "Es stimmt uns auf Karfreitag und Ostern ein. Es lässt diesen Gott vor Augen treten, der mit durch den Tod geht, der in der tiefsten Verlorenheit bleibt."

(epd)

www.dietrich-bonhoeffer.net
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Kirche und Politik Nachrichten des Evangelischen Pressedienstes Startseite Sun, 05 Apr 2020 10:58:40 +0200
Kirchen planen in Corona-Krise alternative Gottesdienste https://www.ekbo.de//themen/detail/nachricht/kirchen-planen-in-corona-krise-alternative-gottesdienste.html
Auch das katholische Erzbistum Berlin setzt auf neue Formate. Verschiedene Pfarreien seien bereits dazu übergegangen, ihre Gottesdienste mehr oder weniger technisch perfekt zu streamen, sagte ein Sprecher des Erzbistums dem epd. Der "offizielle" Stream laufe unter anderem über den Youtube-Kanal des Erzbistums Berlin. "Ich nehme Social Media derzeit auch als Spiritual Media wahr", sagte der Sprecher: "Online versuchen wir den Überblick nicht zu verlieren."

Für Gläubige, die nicht über Möglichkeiten zur Nutzung von Online-Angeboten verfügen, würden weitere Angebote geplant. Vielen Gläubigen sei Nähe besonders wichtig, sagte der Sprecher des Erzbistums: "Sie wollen 'ihre Kirche', 'ihren Pfarrer' und vielleicht 'ihren Bischof' sehen." Das Erzbistum sei "überrascht, wie viele Aktivitäten sich gerade entwickeln, ob auf Instagram, Facebook oder Youtube." Auch der sogenannte "Engel des Herrn", das Läuten der Glocken am Morgen, Mittag und Abend, erlebe "eine gewisse 'Renaissance' in der Wahrnehmung".

"Kein Gottesdienst ist abgesagt", sagte die Sprecherin der evangelischen Landeskirche. Die Gemeinden seien jedoch gebeten worden, nicht in Kirchen oder Gemeindehäusern zu feiern, sondern "auch die Gottesdienste in der Karwoche und an Ostern alternativ abzuhalten und in anderer Form mit ihren Mitgliedern in Kontakt zu sein".

Manche Kirchengemeinden würden auch Kurzandachten in gedruckter Form zum Mitnehmen anbieten, sagte die Sprecherin. Jugendmitarbeiter planten zum Beispiel für Konfirmanden eine Osternacht über den Anbieter Zoom, eine Pfarrerin halte mit ihren Konfirmanden an Ostern über WhatsApp Kontakt.

"Wir haben Gottesdienste und Veranstaltungen, auch Erstkommunionen und Firmungen, auch über Ostern hinaus abgesagt", sagte hingegen der Sprecher des Erzbistums. Priester und Bischöfe seien jedoch gehalten, stellvertretend weiterhin die Eucharistie zu feiern. Weitere Informationen biete die Internetseite des Erzbistums.

Die Gläubigen könnten sich vor allem über die Homepage der Landeskirche, der Kirchenkreise und der Gemeinden über geplante Gottesdienste informieren, sagte die Sprecherin der evangelischen Landeskirche. Weitere Informationen gebe es über die Social-Media-Kanäle, die Kirchenzeitung "die Kirche", die Printmedien der Kirchenkreise und die Gemeindeblätter. Auch in den Schaukästen der Gemeinden fänden sich entsprechende Angebote. Manche Gemeinden schrieben Mails an ihre Mitglieder oder verschickten Newsletter.

(epd) ]]>
Landeskirchliche Nachrichten zum Corona-Virus Nachrichten des Evangelischen Pressedienstes Startseite Sat, 04 Apr 2020 11:08:35 +0200