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Potsdamer Friedensdiskurs 2018

Friedensmacht Europa?

Die „Europäische Integration“ war und ist von ihrer Geschichte und Zielsetzung her ein Friedensprojekt. Doch wie wird Frieden Wirklichkeit – und welche Instrumente braucht eine „Friedensmacht“, um glaubwürdig, entschieden und wirksam Frieden sichern, fördern und gegebenenfalls auch wiederherstellen zu können? 

Aus kirchlicher Sicht können und dürfen militärische Mittel nicht das bevorzugte Instrument zur Schaffung und Erhaltung von Frieden sein. Europas Glaubwürdigkeit als „Friedensmacht“ hängt daher entscheidend davon ab, ob es sich als diplomatische „Soft Power“ im multilateralen System etabliert und auch über seine Entwicklungspolitik zivile Konfliktprävention und -bearbeitung auf globaler Ebene stärkt. Das beginnt bereits mit der Plausibilisierung eines zivilen Ansatzes im politischen Diskurs, der schnell vom Ruf nach „realistischen“ und „robusten“ Lösungen dominiert wird, und muss sich auch in der Förderung zivilgesellschaftlicher Friedensprojekte realisieren.

Gleichzeitig kommt einer europäischen Abstimmung in Verteidigungsfragen auch ein eigenes friedensethisches Gewicht zu. Durch die transatlantischen Spannungen ist Europa hier zur Zeit besonders herausgefordert und kann die heikle Frage gemeinsamer Verteidigung als Teil gemeinsamer Außen- und Sicherheitspolitik nicht länger hinausschieben. 

Insofern stehen spannungsvolle und eben deshalb auch spannende Fragen auf der Tagesordnung, die den Kern des europäischen Projekts berühren. Der diesjährige Potsdamer Friedensdiskurs greift diese Fragen auf und lädt im Anschluß an ein (nichtöffentliches) Fachgespräch am 5. September 2018 um 18:30 Uhr zu einer öffentlichen Podiumsdiskussion „Europa und die nukleare Frage“ mit Xanthe Hall (Geschäftsführerin ICAN, Friedensnobelpreis 2017), Oliver Meier (SWP) und Giorgio Franceschini (Heinrich-Böll-Stiftung) teilnehmen.

Die Veranstaltung steht unter der Schirmherrschaft der Präses der Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland, Dr. Irmgard Schwätzer, und des Bischofs der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz, Dr. Markus Dröge.

Letzte Änderung am: 03.08.2018