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Bündnis für Weltoffenheit und Toleranz

RSSPrint
Gegendemo für ein weltoffenes und tolerantes Berlin

Protest gegen die Kundgebung „Merkel muss weg“ am 9. September 2017 in Berlin-Mitte

Das Bündnis für ein weltoffenes und tolerantes Berlin ruft alle Berlinerinnen und Berliner auf, sich für ein weltoffenes und tolerantes Miteinander einzusetzen.

Am Samstag, dem 9. September, findet die 7. von der Initiative "Wir für Berlin – Wir für Deutschland" angemeldete Demonstration unter dem Motto „Merkel muss weg“ statt. Wie zuletzt am 1. Juli werden auch dieses Mal wieder Personen aus dem rechten Hooligan-Milieu, aus rechtsextremen Gruppen wie Kameradschaften, NPD oder Pro Deutschland oder aus rechtspopulistischen Zusammenhängen wie der Patriotischen Plattform der AfD ihren Aufmarsch am Hauptbahnhof starten. Etwa 500 Personen liefen im Juli nahezu ungestört durch das touristische Zentrum von Berlin. Die Redebeiträge zeigten rechte Ideologiefragmente wie Rassismus, Anti-Establishment-Rhetorik, Antisemitismus und Hass auf Homosexuelle.

Das Berliner Bündnis möchte das nicht hinnehmen und ruft dazu auf, gemeinsam ein Zeichen gegen Intoleranz und für Weltoffenheit zu setzen. Die Ziele des Bündnisses sind Solidarität und Zusammenhalt auf Straßen und Plätzen, in Klassenräumen, Betrieben und Gotteshäusern, Sportanlagen und Geschäften.

Die Protestkundgebung findet statt am 9. September 2017, 14.00 Uhr, am Hauptbahnhof Berlin
(Washingtonplatz, zwischen Hugo-Preuß-Brücke und Friedrich-List-Ufer) mit Redebeiträgen von Ayşe Demir (Türkischer Bund in Berlin-Brandenburg), Christian Hoßbach (DGB Berlin-Brandenburg) und weiteren Vertreterinnen und Vertretern der Berliner Zivilgesellschaft

Infos zur Veranstaltung: www.berlin-gegen-nazis.de oder www.facebook.com/BuendnisBerlin

Mehr Infos zum Bündnis für Weltoffenheit und Toleranz finden Sie hier.

1. Juli 2017 – Gegendemo für ein weltoffenes und tolerantes Berlin

Am Samstag, den 1. Juli, fand in Berlin-Mitte die sechste von der rechten Initiative "Wir für Berlin – Wir für Deutschland" angemeldete Demonstration unter dem Motto "Merkel und Schulz müssen weg" statt. Die Demonstranten waren Rechtspopulisten und Rechtsextreme unter anderem Neonazis, Aktive aus NPD, Pro Deutschland und AfD, sowie rechte Hooligans sowie Personen aus diesem Spektrum als Rednerinnen und Redner. Für die rechte Demonstration versammelten sich nach Angaben eines Einsatzleiters rund 250 Menschen. – Quelle: www.berliner-zeitung.de/27896354 ©2017  

Das "Bündnis für Weltoffenheit und Toleranz" der EKBO hat dies nicht hingenommen und lud zur Gegendemo ein: "Im Berliner Bündnis verbindet uns ein klares Bekenntnis gegen fremdenfeindliche, rassistische, antisemitische, nationalistische und menschenverachtende Ansichten in unserer Stadt. Wir laden alle Menschen ein, gemeinsam ein Zeichen zu setzen gegen Intoleranz und für Weltoffenheit. Wir wollen solidarisch miteinander leben.  

Berlin ist eine weltoffene und tolerante Stadt. Menschen unterschiedlicher Herkunft, Kultur und Religion leben hier zusammen. Im Berliner Bündnis sind wir stolz darauf, dass sich Aufgeschlossenheit, Begegnungen auf Augenhöhe, Solidarität und Zusammenhalt auf den Straßen und Plätzen, in den Klassenräumen und Betrieben, in Gotteshäusern, auf den Sportplätzen und in den Geschäften unserer Stadt zeigen.  

Wir fordern alle Berlinerinnen und Berliner auf, sich für ein weltoffenes und tolerantes Miteinander einzusetzen und sich dem Aufmarsch konsequent entgegenzustellen."

1. Juli 2017, 15.30 Uhr Kundgebung: Monbijouplatz (S-Bahn Hackescher Markt) mit Redebeiträgen, Musik und einer "Chorprobe gegen Rechts"  

Gemeinsam mit der "Anwohnerinitiative für Zivilcourage - Gegen Rechts", "Berlin gegen Nazis" und dem "Berliner Bündnis gegen Rechts"  

Mehr Infos zum Bündnis für Weltoffenheit und Toleranz finden Sie hier.

15. September 2016 – „Bündnis für ein weltoffenes und tolerantes Berlin“ gegründet

 

In Berlin hat sich ein neues Bündnis gegründet. Die evangelische und die katholische Kirche, der DGB Berlin-Brandenburg und die Diakonie Berlin-Brandenburg erklärten am Donnerstag, dem 15. September 2016 als Initiatoren des Bündnisses, dass sie die Berliner Zivilgesellschaft gegen fremdenfeindlichen Hass und Gewalt und für Toleranz und Demokratie mobilisieren möchten. Mit Sorge erfülle die Bündnispartner die Tatsache, dass rechtspopulistische und rechtsextreme Gruppierungen das Thema Flucht und Migration derzeit nutzen, um Feindseligkeit zu schüren und die freiheitlich-demokratische Ordnung in Frage zu stellen. Weitere zivilgesellschaftliche Organisationen aus Berlin sind zur Mitarbeit eingeladen.

Doro Zinke, Vorsitzende des DGB Bezirk Berlin-Brandenburg:

„Bei allen Differenzen in der Gesellschaft sind wir uns einig, dass Berlin eine weltoffene und tolerante Stadt bleibt. Wir müssen in Berlin Tendenzen entgegentreten, die das ändern wollen, dafür werden wir in diesem Bündnis gemeinsam mit weiteren Organisationen zusammenarbeiten. Damit wollen wir auch im Zusammenhang mit den Berliner Wahlen in drei Tagen ein Zeichen setzen. Für die Gewerkschaften ist es eine dauerhafte Aufgabe, für Menschenrechte, Freiheit, Gerechtigkeit und Demokratie als Grundlage unserer Gesellschaft einzutreten.“

Bischof Dr. Markus Dröge:

„Mit diesem Bündnis für ein weltoffenes und tolerantes Berlin wollen wir ein deutlich sichtbares Zeichen setzen für den Zusammenhalt unserer Gesellschaft. Wir wollen die Zivilgesellschaft mobilisieren, für die Werte unserer Gesellschaft einzustehen und für die unantastbare und unteilbare Würde des Menschen. Damit verbietet sich jede Herabwürdigung von Menschen aufgrund ihrer Herkunft, Religion, Kultur oder Hautfarbe. Wir stehen ein für die Religionsfreiheit unseres Grundgesetzes, die es jedem Menschen erlaubt, seine Religion in unserem Land zu leben und öffentlich zu zeigen.“

Erzbischof Dr. Heiner Koch, Erzbistum Berlin:

„Die Gefährdung unserer freiheitlich-demokratischen Ordnung fängt da an, wo Menschen die Gesellschaft nicht mehr mit gestalten wollen. Als Christen treten wir dem entgegen, wollen wir die Gesellschaft mit gestalten. Mit dem Bündnis setzen wir auch ein Signal des Willkommen gegen Feindseligkeit. Ich lade alle Katholiken ein, sich diesem Geist anzuschließen.“

Barbara Eschen, Direktorin des Diakonischen Werkes Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz:

„Diakonie ist die soziale Arbeit der evangelischen Kirche. Wir haben schon immer das Leitbild gelebt, dass wir Menschen helfen, unabhängig von ihrer Herkunft, Religion, sexuellen Orientierung. Das wird angezweifelt und durch Rechtspopulisten angegriffen. Es ist gefährlich, wenn populistische Parolen Argumente ablösen. Wir kennen das praktisch, wenn Gruppen, die Hilfe benötigen, gegen einander ausgespielt werden, beispielsweise Obdachlose und Flüchtlinge. Für uns gilt: Mensch ist Mensch, Not ist Not. Wer Hilfe braucht, muss sie bekommen. Und deshalb haben wir dieses Bündnis mitbegründet.“ 

Letzte Änderung am: 05.09.2017