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Haltung zeigen

Kirche bezieht Stellung - und stellt sich der Diskussion

Als Teil der Gesellschaft übernimmt Kirche Verantwortung und bezieht Stellung auch zu gesellschaftlichen, politischen, kulturellen und wirtschaftlichen Fragen. Die Evangelische Landeskirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO) setzt sich dafür ein, dass Ökologie, Ökonomie und soziale Gerechtigkeit einander nicht länger widersprechen. Und die EKBO stellt sich klar gegen jede Form von Diskriminierung und Ausgrenzung, menschenverachtendes Handeln und die Infragestellung demokratischer Grundlagen.

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"Es geht um unsere Haltung als Christenmenschen in der Gesellschaft"

Präses Sigrun Neuwerth lädt ein zur Debatte

"Liebe Schwestern und Brüder in Gemeinden, Kirchenkreisen, Werken und Einrichtungen,

die Frühjahrssynode liegt nun ein paar Wochen hinter uns, aber eine Diskussion haben wir dort nicht abgeschlossen, sondern wollen sie weiterführen. Es geht um unsere Haltung als Christenmenschen in der Gesellschaft - um soziale Gerechtigkeit; unser Zusammenleben mit Menschen anderen Glaubens, unterschiedlicher Herkunft, anderer Kulturen; um unser Ringen um Wahrheit, wo Lügen und Tatsachenverdrehungen Raum greifen wollen. In der Diskussion auf der Synode wurde diesem Themenstrauß unser Einsatz für die Bewahrung der Schöpfung hinzugefügt. Weitere Themen mögen folgen, müssen es aber nicht.

Als gewählte oder berufene Synodale sind wir zu wenige, um ein landeskirchenweites Gespräch zu entfachen. Vor allem sehen wir nicht genau genug, welche Themen vor Ort die größte Herausforderung bedeuten. Das wurde mir besonders deutlich, als ich in diesen Tagen den Hinweis auf ein Wahlplakat bekam, das mit dem Schlachtruf der Kreuzzüge und unter Zitat aus dem Johannesevangelium Gott für eine bestimmte Partei vereinnahmt. Gewiss, Gott ist frei von Vereinnahmung, aber was bedeutet uns heute das zweite Gebot?

Es gibt Gesprächsbedarf, unabweisbar. Daher gebe ich Ihnen Anregungen dafür in dem angehängten Papier. Die Synode hat den Text bewusst im Werkstattcharakter belassen. Es wäre schön, wenn Sie ihn nutzen könnten und mir zur Herbstsynode, wegen Verarbeitungszeit bitte bis Anfang Oktober, Rückmeldungen geben könnten über Ihre Erfahrungen mit diesen Auseinandersetzungen. Am Ende soll nicht ein neues Papier entstehen, sondern lebendige, selbstbewusste Gesprächskultur, in der Christenmenschen mit Haltung erkennbar sind."

Mit freundlichen Grüßen Ihre

Sigrun Neuwerth

Letzte Änderung am: 26.06.2019