www.ekbo.de: Newsmeldungen https://www.ekbo.de/ Newsmeldungen de www.ekbo.de: Newsmeldungen https://www.ekbo.de/typo3conf/ext/tt_news/ext_icon.gif https://www.ekbo.de/ 18 16 Newsmeldungen http://blogs.law.harvard.edu/tech/rss Sat, 16 Nov 2019 11:55:25 +0100 Markus Dröge blickt dankbar auf Bischofsamt zurück https://www.ekbo.de//themen/detail/nachricht/markus-droege-blickt-dankbar-auf-bischofsamt-zurueck.html Der Theologe Markus Dröge blickt mit Dankbarkeit auf seine zehnjährige Zeit als Bischof der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz zurück. "Ich habe gerne hier gelebt, in einer Stadt, die immer im Fluss ist", sagte Dröge am Tag seiner Verabschiedung als Bischof am Samstag im RBB-Rundfunk. Er sei froh, dass er in der Zeit auch bei vielen Veränderungsprozessen habe dabei sein können.

Verschiedene Ereignisse seien ihm dabei besonders in Erinnerung geblieben, sagte Dröge. Dazu gehöre, dass Flüchtlinge in Berlin von Helfern und Kirchenvertretern dazu bewegt werden konnten, einen Hungerstreik aufzugeben, und dann lange von Kirchengemeinden unterstützt wurden. Er selbst habe sich als Brückenbauer verstanden, der "da sein und zuhören" wollte.

Vom Ende seiner Amtszeit werde er auch das Bild der Bänder mitnehmen, die am vergangenen Mauerfall-Wochenende am Brandenburger Tor zu einem bunten Teppich verknüpft im Wind geweht hätten, sagte der Theologe: "Ein wunderbares Symbol." Dröge will auch im Ruhestand weiter in Berlin bleiben.

(epd)

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Nachrichten des Evangelischen Pressedienstes Startseite Sat, 16 Nov 2019 11:55:25 +0100
Spitzen der Bundesrepublik gedenken der Kriegsopfer am Volkstrauertag https://www.ekbo.de//themen/detail/nachricht/spitzen-der-bundesrepublik-gedenken-der-kriegsopfer-am-volkstrauertag.html Mit einer Kranzniederlegung in der Neuen Wache in Berlin wird am Sonntag, dem Volkstrauertag, der Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft gedacht. Repräsentanten der Verfassungsorgane der Bundesrepublik nehmen am Gedenken teil, darunter Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier. Die Bundeskanzlerin wird von Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) vertreten.

Auch Bundestagstags-Vizepräsident Wolfgang Kubicki (FDP) und der Präsident des Bundesrates, Dietmar Woidke (SPD), sowie der Präsident des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge (VDK), Wolfgang Schneiderhan, und der Generalinspekteur der Bundeswehr, Eberhard Zorn, werden an der Bronzeskulptur "Mutter mit totem Sohn" von Käthe Kollwitz Kränze niederlegen.

Die Neue Wache in Berlin ist seit 1993 die Zentrale Gedenkstätte für die Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft. Am Volkstrauertag gedenkt Deutschland dieser Toten. Der nationale Gedenktag für die Opfer der beiden Weltkriege und des Nationalsozialismus findet jeweils zwei Sonntage vor dem ersten Advent statt, in diesem Jahr am 17. November.

Am Mittag findet im Plenarsaal des Bundestages die zentrale Gedenkveranstaltung statt. Bundespräsident Steinmeier wird das Totengedenken sprechen.

(epd)

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Nachrichten des Evangelischen Pressedienstes Startseite Sat, 16 Nov 2019 00:31:09 +0100
Bund plant weitere Erhöhung der Förderung für Garnisonkirchturm https://www.ekbo.de//themen/detail/nachricht/bund-plant-weitere-erhoehung-der-foerderung-fuer-garnisonkirchturm.html Für den Wiederaufbau des Potsdamer Garnisonkirchturms sollen voraussichtlich mehr als 20 Millionen Euro Bundesmittel fließen. Dies geht aus einem Antrag der Bundestagsfraktionen von Union und SPD hervor, der dem Evangelischen Pressedienst (epd) vorliegt und der am Donnerstag auf der Tagesordnung des Haushaltsausschuss im Bundestag stand. In der sogenannten Bereinigungssitzung zum Bundeshaushalt 2020 sollten alle noch offenen Finanzfragen geklärt werden.

Bisher war bekannt, dass die bereits beschlossenen zwölf Millionen Euro Bundesmittel für den rund 40 Millionen Euro teuren Neubau des Kirchturms auf bis zu 18 Millionen Euro aufgestockt werden sollen. Zusätzlich heißt es in dem neuen Antrag vom 12. November, für die Garnisonkirche solle eine Verpflichtungsermächtigung von bis zu 2,25 Millionen Euro wegen Mehrbedarfs ausgebracht werden. Eine solche Verpflichtungsermächtigung gilt für die Folgejahre ab 2021. Die Förderung würde damit auf bis zu 20,25 Millionen Euro steigen.

Die Garnisonkirche wurde 1945 im Zweiten Weltkrieg weitgehend zerstört und 1968 in der DDR abgerissen. Der Wiederaufbau ist vor allem wegen der Geschichte der preußischen Militärkirche umstritten. Kritiker sehen das Bauwerk als Symbol des preußischen Militarismus und des NS-Regimes. Befürworter betonen vor allem die Bedeutung für das Stadtbild. Die evangelische Kirche will den neuen Garnisonkirchturm für Friedens- und Versöhnungsarbeit nutzen.

(epd)

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Nachrichten des Evangelischen Pressedienstes Startseite Thu, 14 Nov 2019 15:06:35 +0100
Was Sie nicht kaufen können: Kirchen auf der Hochzeitsmesse in Berlin https://www.ekbo.de//themen/detail/nachricht/was-sie-nicht-kaufen-koennen-kirchen-auf-der-hochzeitsmesse-in-berlin.html Auf der Hochzeitsmesse „HochzeitsWelt“ am Samstag und Sonntag, dem 16./17. November 2019, sind die Kirchen wieder an einem ökumenischen Stand vertreten. Vier Pfarrerinnen und Pfarrer informieren für die evangelische Kirche am Stand und sieben Seelsorgerinnen und Seelsorger sowie Mitarbeiterinnen aus dem neuen „Team Ehevorbereitung“ für die katholische. Es werden Fragen rund um die kirchliche Trauung beantwortet – von Seminarangeboten in der Ehevorbereitung und der Hochzeits-App über die Wahl eines Trauspruches bis hin zum Ablauf des Traugottesdienstes, z.B. auch mit integrierter Taufe.  

Termin: 16./17. November 2019, jeweils 10.00-18.00 Uhr Ort: Station-Berlin, Luckenwalder Str. 4–6, 10963 Berlin, Halle 1 https://www.hochzeitswelt-station.de/

Kontakt: Pfarrerin Michaela Fröhling Referentin für den missionarischen Dienst der EKBO im Berliner Missionswerk m.froehling@bmw.ekbo.de, (030) 243 44-162  

Bettina Schade Referat Ehe und Familie im erzbischöflichen Ordinariat Berlin Bettina.schade@erzbistumberlin.de, (030) 32684-532

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Nachrichten des Evangelischen Pressedienstes Startseite Thu, 14 Nov 2019 15:02:04 +0100
Bischof Dröge wünscht sich mehr Gespräche zwischen Ost und West https://www.ekbo.de//themen/detail/nachricht/bischof-droege-wuenscht-sich-mehr-gespraeche-zwischen-ost-und-west.html Der Berliner Bischof Markus Dröge wünscht sich mehr Gespräche zwischen Ost- und Westdeutschen über ihre Biografien. "Es gibt Faszinierendes in den Lebensgeschichten der Menschen, die zwei Gesellschaftssysteme in einem Leben erlebt haben", sagte Dröge am Mittwochabend in einem Gottesdienst in der Dresdener Frauenkirche zum Abschluss der Synodentagung der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD). Der 65-Jährige wird am Samstag als Bischof der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO) in den Ruhestand verabschiedet.

"Ich habe im Bischofsamt der EKBO, als Westler im Osten, in den vergangenen zehn Jahren viel gelernt", sagte Dröge laut Redemanuskript und fügte hinzu: "Ich habe vor allem auch gelernt, dass wir noch nicht ausreichend aufeinander gehört haben, wir, die im Westen, und wir, die im Osten unseres Landes." Im kommenden Jahr feiere Deutschland 30 Jahre Einheit. Das sei "ein guter Anlass, neue Gelegenheiten zum Gespräch zu schaffen", sagte er.

Die EKD-Synode hatte seit Sonntag in Dresden beraten. Wichtige Themen waren die christliche Friedensethik und die Aufarbeitung von Missbrauchsfällen in Einrichtungen der evangelischen Kirche und der Diakonie. Die nächste EKD-Synodentagung findet vom 8. bis 11. November 2020 in Berlin statt. Dann wollen die Delegierten über die evangelische Kirche im Umbruch beraten. Im Mittelpunkt steht die Frage, auf welche Aufgaben sich Kirche angesichts sinkender Mitgliederzahlen und Einnahmen in den nächsten Jahren konzentrieren soll.

(epd)

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Nachrichten des Evangelischen Pressedienstes Startseite Thu, 14 Nov 2019 10:45:46 +0100
EKD-Synode beschließt Quote für junge Menschen https://www.ekbo.de//themen/detail/nachricht/ekd-synode-beschliesst-quote-fuer-junge-menschen.html In der Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) werden in Zukunft mehr junge Menschen sitzen. Die Delegierten des Kirchenparlaments beschlossen am Mittwoch in Dresden mit der nötigen Zwei-Drittel-Mehrheit, dass mindestens 20 von 128 Synodalen zu Beginn ihrer Amtszeit zwischen 18 und 26 Jahren alt sein müssen. Das entspricht einer Quote von rund 16 Prozent. Zudem erhalten die Jungsynodalen das volle Antrags- und Stimmrecht und werden somit zu vollständigen Mitgliedern der Synode.

Bislang gab es Jugenddelegierte, die jedoch keine Anträge einbringen und nicht an Abstimmungen teilnehmen konnten. Sie hatten lediglich Rederecht. Zwölf der neuen Jungsynodalen sollen von Landeskirchen gewählt werden, die mehr als zwei Synodale in die EKD-Synode entsenden. Dadurch besteht auch die Möglichkeit, dass sogar noch mehr junge Menschen in die Synode gewählt werden können.

Acht Jungsynodale werden vom Rat der EKD berufen. Sie werden auf Vorschlag von Jugendverbänden und Studierendengemeinden nominiert. Die Regelung gilt bereits ab 2020 und somit für die nächste Amtsperiode der Synode, die 2021 beginnt und sechs Jahre dauert.

(epd)

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Nachrichten des Evangelischen Pressedienstes Startseite Wed, 13 Nov 2019 14:27:13 +0100
Evangelische Kirche befasst sich erneut mit dem Thema Missbrauch https://www.ekbo.de//themen/detail/nachricht/evangelische-kirche-befasst-sich-erneut-mit-dem-thema-missbrauch-1.html Bisher sind konkret 770 Fälle von Missbrauch in der EKD bekannt, etwa 60 Prozent davon in Einrichtungen der Diakonie. Für die Aufarbeitung plant die EKD 1,3 Millionen Euro im kommenden Haushalt ein.

Der Missbrauchsbeauftragte der Bundesregierung, Johannes-Wilhelm Röring, begrüßt die Einrichtung einer zentralen Anlaufstelle, sowie die Ausschreibung unabhängiger Studien zur Aufklärung des sexuellen Missbrauchs. In seiner Rede vor der EKD-Synode betonte er auch die Wichtigkeit eines Betroffenenbeirats, den die Evangelische Kirche im Frühjahr 2020 einrichten will: https://www.ekd.de/interessenbekundung-mitwirkung-im-betroffenenbeirat-der-ekd-51227.htm

Der Betroffenenbeirat soll aus 12 Mitgliedern bestehen und sich möglichst divers aus Betroffenen sexuellen Missbrauchs, Angehörigen und Betreuer*innen zusammensetzen. Er wird in dieser Zusammensetzung zunächst für vier Jahre bestehen. Mit der Ausfüllung eines Formulars zu Interessenbekundung kann man sich bis zum 24. Januar 2020 bewerben. Der Betroffenenbeirat soll sich bis zum Frühjahr nächsten Jahres konstituieren. Der Beirat soll als „kritisches Gegenüber zur EKD“ fungieren, sagte Bischöfin Kirsten Fehrs, Sprecherin des Beauftragtenrats der EKD.

Dem Weg der katholischen Kirche mit Entschädigungsmodellen möchte die EKD nicht folgen. Die katholischen Bischöfe hatten im September über zwei mögliche Modelle beraten: Eine pauschale Entschädigungsleistung oder ein Stufenmodell, das die Einzelfälle betrachtet. Nikolas Blum, Leiter des bayrischen Landeskirchenamts und Mitglied im Beauftragtenrat hält dies für verkürzt. Die Forderungen nach Zahlungen führten zur Frage nach Beweisbarkeit. Dieser Prozess könne Betroffene retraumatisieren. Statdessen solle die Kirche Forderungen individueller Aufarbeitung nachkommen.

Fälle von sexuellem Missbrauch in der EKD sollen unter stärkerer Einbeziehung Betroffener individuell aufgearbeitet werden. Die Kirche solle ihren besonderen Auftrag und ihre Schutzfunktion mehr wahrnehmen, und Opfern Anerkennung und Unterstützung zugestehen, anstatt pauschal zu entschädigen.

Johannes-Wilhelm Rörig bemerkte außerdem, die Kirche müsse bei Prävention und Intervention "das Maximum wollen und auch das Maximum tun".

An der Synode der EKD in Dresden nahmen auch Missbrauchsopfer teil. Stellvertretend für sie sprach Kerstin Claus, Mitglied des Betroffenenrats. Sie betonte, Betroffene müssten über alle Schritte der Aufarbeitung mitbestimmen. Claus war als Jugendliche selbst mehrfach von einem Pfarrer missbraucht worden und schilderte ihre Erfahrungen mit der Aufklärung von Missbrauch in der Kirche.

(Eva Braungart mit Hilfe von epd)

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Nachrichten des Evangelischen Pressedienstes Startseite Tue, 12 Nov 2019 14:48:19 +0100
EKD plant 1,3 Millionen Euro zur Missbrauchsaufklärung ein https://www.ekbo.de//themen/detail/nachricht/ekd-plant-13-millionen-euro-zur-missbrauchsaufklaerung-ein.html
Die Synode der EKD hatte im vergangenen Jahr Schritte zur Aufklärung und Prävention sexualisierter Gewalt in der evangelischen Kirche angestoßen. Die damals beschlossenen Studien wurden im September ausgeschrieben und sollen möglichst im Sommer 2020 starten.

Der von EKD-Ratsmitglied Andreas Barner vorgelegte Haushaltsentwurf für 2020 sieht Aufwendungen in Höhe von 222,1 Millionen Euro vor und damit 4,5 Millionen Euro mehr als 2019. Barner machte am Montag nochmals deutlich, dass sich die evangelische Kirche mittelfristig auf eine abnehmende Finanzkraft einstellt.

Eine von der EKD beauftragte Studie von Finanzwissenschaftlern der Universität in Freiburg prognostiziert, dass sich die Zahl der Kirchenmitglieder bis 2060 gegenüber dem heutigen Niveau halbiert und sich das in ähnlichem Umfang auch auf die Einnahmen auswirken wird. Die EKD berät bereits über Konsequenzen. Inhaltliche und finanzielle Veränderungen müssten dabei Hand in Hand gehen, sagte Barner.

Der EKD-Friedensbeauftragte Renke Brahms sagte, die Kirche halte angesichts einer wachsenden Zahl internationaler Konflikte am Weg der Gewaltfreiheit fest. Die EKD hatte sich 2007 in einer Denkschrift zum Thema positioniert. Betont wird darin der Vorrang ziviler Konfliktlösungen. Gewalt wird als äußerstes Mittel zur Vermeidung schlimmerer Verbrechen aber nicht komplett abgelehnt. Brahms sagte, diese Position gelte noch. Zwölf Jahre später müsse es aber eine Weiterentwicklung geben. Die Vizepräses der Synode, Elke König, sagte: "Sonst sind wir keine Kirche, wenn wir das Friedensthema nicht in den Mittelpunkt stellen."

Eine notwendige Weiterentwicklung der Friedensethik sieht Brahms nach eigenen Worten beim Thema Nachhaltigkeit. Bei der Synode wies die Klimaforscherin Kira Vinke auf das Konfliktpotenzial des Klimawandels hin. Immer mehr Menschen müssten ihre Heimat wegen der Veränderungen verlassen, vor allem aus armen Regionen, sagte die Wissenschaftlerin vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung. "Ohne Klimaschutz kein Frieden und ohne Klimaschutz keine Gerechtigkeit", sagte Vinke, die auch dem Beirat Zivile Krisenprävention und Friedensförderung der Bundesregierung angehört.

Ob durch die bei der Synode angestoßene Diskussion eine neue Denkschrift entstehe, sei dann zu klären, sagte Brahms. Zunächst gehe es darum, dass sich die Kirche mit aktuellen Fragestellungen beschäftige. Dazu zählt nach seinen Worten unter anderem die ethische Bewertung autonomer Waffensysteme.

Der badische Landesbischof Jochen Cornelius-Bundschuh forderte die EU zu mehr Engagement für gewaltfreie Konfliktlösungen auf. Das "Wettrennen um militärische Potenziale" in der EU sei kritisch zu hinterfragen. Wer sich nach außen für militärische Macht einsetze, müsse bedenken, dass das auch Wirkung nach innen habe, sagte er mit Blick auf Spannungen in der Gesellschaft.

Im Entwurf einer Kundgebung, die der Synode zur Beratung und Abstimmung vorgelegt wurde, wird die EU aufgefordert, Organisationen wie die Vereinten Nationen und die OSZE stärker bei zivilen Konfliktlösungsversuchen zu unterstützen. Zudem wird eine restriktivere Rüstungsexportkontrolle gefordert. Im Bereich Klimaschutz fordert das Papier unter anderem einen schnelleren Kohleausstieg. An die Kirchen selbst ist der Appell formuliert, eigenes Handeln stärker am Klimaschutz auszurichten.

Die am Sonntag eröffnete Synodentagung endet am Mittwoch. Das Schwerpunktthema lautet "Auf dem Weg zu einer Kirche der Gerechtigkeit und des Friedens". Über die Aufarbeitung der Fälle sexuellen Missbrauchs in der Kirche soll am Dienstag eingehend beraten werden. ]]>
Nachrichten des Evangelischen Pressedienstes Startseite Mon, 11 Nov 2019 17:45:45 +0100
Evangelische Kirche fordert von EU mehr Einsatz für Frieden https://www.ekbo.de//themen/detail/nachricht/evangelische-kirche-fordert-von-eu-mehr-einsatz-fuer-frieden.html
Cornelius-Bundschuh sagte, das "Wettrennen um militärische Potenziale" in der EU sei kritisch zu hinterfragen. Wer sich nach außen für militärische Macht einsetze, müsse bedenken, dass das auch Wirkung nach innen habe. "Wer Zivilität, Gewaltfreiheit im Inneren will, wird darüber noch einmal nachdenken müssen", sagte der Bischof. Er forderte unter anderem eine bessere Ausstattung von Friedensmissionen.

Im Entwurf einer Kundgebung, die der Synode zur Beratung und Abstimmung vorgelegt wurde, wird die EU aufgefordert, Organisationen wie die Vereinten Nationen und die OSZE stärker bei zivilen Konfliktlösungsversuchen zu unterstützen. Zudem wird eine restriktivere Rüstungsexportkontrolle gefordert.

Auch der Klimaschutz wird im Papier thematisiert. Gefordert wird unter anderem ein schnellerer Kohleausstieg. An die Kirchen selbst ist der Appell formuliert, eigenes Handeln stärker am Klimaschutz auszurichten.

Die Klimaforscherin Vinke wies auf das Konfliktpotenzial des Klimawandels hin. Immer mehr Menschen müssten ihre Heimat wegen der Veränderungen verlassen, vor allem aus armen Regionen, sagte die Wissenschaftlerin vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung. "Ohne Klimaschutz kein Frieden und ohne Klimaschutz keine Gerechtigkeit", sagte Vinke, die auch dem Beirat Zivile Krisenprävention und Friedensförderung der Bundesregierung angehört.

Das Thema Frieden ist der Schwerpunkt der EKD-Synode in diesem Jahr. Der Friedensbeauftragte der EKD, Renke Brahms, sagte am Montag zu Beginn der Beratungen, es gehe um eine Positionsbestimmung der Kirche. Im Entwurf der Kundgebung wird gefordert, zwei Prozent des Bruttoinlandsprodukts für zivile Konfliktlösung und Entwicklungszusammenarbeit aufzuwenden - und damit genauso viel wie im sogenannten Nato-Ziel für die militärische Ausstattung angestrebt wird. Gefordert wird darin auch eine völkerrechtliche Ächtung autonomer Waffen.

"Das Leitbild des Gerechten Friedens setzt vorrangig auf die Gewaltfreiheit als prima ratio", unterstreicht der Kundgebungsentwurf die friedensethische Haltung der evangelischen Kirche. Der Bundeswehr-Oberstleutnant Mathias Meierhuber sagte vor der Synode, dass manchmal aber auch Gewalt als ultima ratio dem Bösen "als Rad in die Speichen fallen" müsse. "Als Christ trete ich für eine Welt ohne Gewalt ein", sagte er vor der Synode und ergänzte: "Und doch bin ich mit einer unfriedlichen Wirklichkeit konfrontiert."

Die Synode berät noch bis Mittwoch in Dresden. Am Dienstag steht der Umgang der Kirche mit sexuellem Missbrauch auf der Tagesordnung. Am Montag sollte zudem noch über den Haushalt der EKD beraten werden.
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Nachrichten des Evangelischen Pressedienstes Startseite Mon, 11 Nov 2019 13:14:21 +0100
Bedford-Strohm: Regierung sollte Klimapaket nachbessern https://www.ekbo.de//themen/detail/nachricht/bedford-strohm-regierung-sollte-klimapaket-nachbessern.html Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Heinrich Bedford-Strohm, verlangt von der Bundesregierung mehr Konsequenz beim Klimaschutz. Die Pläne zur CO2-Bepreisung reichten nicht aus, sagte Bedford-Strohm am Sonntag bei der Tagung der EKD-Synode in Dresden. Es wäre aus seiner Sicht ein "Zeichen von Größe", wenn die Bundesregierung die gesellschaftliche Dynamik wahrnehmen und ihr Klimapaket deutlich nachbessern würde.

Der oberste Repräsentant der deutschen Protestanten würdigte das kirchliche Engagement zum Klimaschutz, das die Sicht insbesondere junger Menschen auf die Kirche verändern könne. "Junge Leute fordern Glaubwürdigkeit. Und offensichtlich sehen sie solche Glaubwürdigkeit der Kirche gerade auch da, wo sie sich einmischt", sagte der bayerische Landesbischof Bedford-Strohm. Vielleicht stecke darin mehr Potenzial für eine neue Relevanz der Kirche für junge Menschen als in allen Programmen, die zur Bindung der Jugend an die Kirche bisher entwickelt wurden.

Die EKD-Synodentagung war am Morgen mit einem Gottesdienst in der Kreuzkirche eröffnet worden. Das EKD-Kirchenparlament mit Delegierten aus allen 20 Landeskirchen berät bis Mittwoch in Dresden. Das Schwerpunktthema der Tagung lautet in diesem Jahr "Auf dem Weg zu einer Kirche der Gerechtigkeit und des Friedens". Zudem beraten die 120 Synodalen unter anderem über den Stand der Aufarbeitung der Fälle sexuellen Missbrauchs in der Kirche und Wege zu einer besseren Prävention.

(epd)

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Nachrichten des Evangelischen Pressedienstes Startseite Sun, 10 Nov 2019 17:41:49 +0100