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Osterreiter steigen auch 2022 wieder in den Sattel

Bautzen (epd). Die Sorben in der Oberlausitz bereiten sich nach den in den vergangenen Jahren einschränkenden Corona-Maßnahmen wieder intensiver auf ihre Osterbräuche vor. Besonders an den Osterfeiertagen seien vor Ort typisch regionale Traditionen erlebbar, teilte die Marketing-Gesellschaft Oberlausitz-Niederschlesien am Freitag in Bautzen mit. Höhepunkt des Festes sei das Osterreiten am Ostersonntag (17. April).

Allein von Bautzen aus begeben sich rund 50 festlich gekleidete Reiter mit ihren geschmückten Pferden über die umliegenden Dörfer nach Radibor, um die Osterbotschaft hinauszutragen. Vor der Corona-Pandemie nahmen bis zu 1.500 Reiter an den insgesamt neun Prozessionen in der Region um Bautzen teil. 2020 war der Jahrhunderte alte Brauch der katholischen Sorben abgesagt worden. 2021 waren trotz Corona rund 1.000 Osterreiter unterwegs.

Ebenfalls am Ostersonntag findet das traditionelle Eierschieben auf dem Bautzener Protschenberg oberhalb der Spree statt. Im Gegensatz zu früher werden heute allerdings statt Eiern bunte Plastikbälle den Hang hinuntergerollt. Kinder sammeln diese auf und tauschen anschließend die Attrappen gegen Geschenke ein. Der Brauch stammt aus dem Dreißigjährigen Krieg: Wohlhabende Bürger rollten damals für armen Kinder Eier, Nüsse und Äpfel den Berg hinunter.

Von Generation zu Generation weitergetragen werde zudem die kunstvolle Gestaltung von Ostereiern. In der Region verbreitet ist vor allem eine spezielle Wachsmaltechnik.