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Aktionsbündnis: Nach AfD-Wahlerfolg gegen Rechtsextreme aufstehen

02.09.2019

Nach den erneuten Wahlerfolgen der AfD in Brandenburg hat das Aktionsbündnis gegen Gewalt, Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit zu einer Stärkung der Zivilgesellschaft aufgerufen.

Potsdam (epd). Nach den erneuten Wahlerfolgen der AfD in Brandenburg hat das Aktionsbündnis gegen Gewalt, Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit zu einer Stärkung der Zivilgesellschaft aufgerufen. "All jene, die sich tagtäglich für eine offene und vielfältige Gesellschaft einsetzen, müssen jetzt zusammenstehen", erklärte der Vorsitzende des Bündnisses, der evangelische Theologe und Superintendent Thomas Wisch, am Montag in Potsdam. Es sei schockierend, dass 23,5 Prozent der Wählerinnen und Wähler "für die in weiten Teilen rechtsextreme Brandenburger AfD gestimmt haben".

Dies zeige, dass das Engagement gegen Rassismus und antidemokratische Einstellungen wichtig bleibe, betonte Wisch: "Die demokratischen Kräfte in Politik, Kultur und Zivilgesellschaft müssen sich jetzt noch stärker vernetzen und gegenseitig unterstützen." Dafür stehe auch die Aktionsbündnis-Kampagne "Wir lassen uns nicht hetzen". Das Aktionsbündnis werde "weiterhin rassistische Hetzerinnen und Hetzer beim Namen nennen".

Es sei wichtig, einer Normalisierung rechter, rassistischer und antisemitischer Positionen entschlossen entgegenzuwirken und über antidemokratische Inhalte konsequent aufzuklären, betonte Wisch, der der Leitung des Kirchenkreises Mittelmark-Brandenburg der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz angehört. Ziel der Politik müsse sein, "weiter an einem lebens- und liebenswerten, offenen Brandenburg für alle zu bauen". Auf diesem Weg müsse die Bevölkerung jedoch von der Politik mitgenommen werden.

Das Aktionsbündnis Brandenburg mit seinen Mitgliedern im ganzen Land beobachte mit Sorge, wie Vertreterinnen und Vertreter der AfD beständig versuchten, demokratisches Engagement zu diskreditieren und zu diffamieren, erklärte Wisch weiter: "Wir müssen uns darauf einstellen, dass der Wind in der nächsten Zeit noch rauer wehen wird."

www.aktionsbuendnis-brandenburg.de

Letzte Änderung am: 08.01.2019