www.ekbo.de: Newsmeldungen https://www.ekbo.de/ Newsmeldungen de www.ekbo.de: Newsmeldungen https://www.ekbo.de/typo3conf/ext/tt_news/ext_icon.gif https://www.ekbo.de/ 18 16 Newsmeldungen http://blogs.law.harvard.edu/tech/rss Tue, 07 Apr 2020 23:12:15 +0200 Gericht bestätigt Gottesdienstverbot in Berlin https://www.ekbo.de//themen/detail/nachricht/gericht-bestaetigt-gottesdienstverbot-in-berlin.html Gottesdienste dürfen in Berlin wegen der Corona-Pandemie weiterhin nicht stattfinden. Das mit der Berliner Coronavirus-Eindämmungsverordnung ausgesprochene Verbot von Gottesdiensten sei rechtlich nicht zu beanstanden, entschied das Verwaltungsgericht Berlin am Dienstag und wies damit den Eilantrag einer katholischen Kirchengemeinde zurück. (VG 14 L 32/20) Der "Freundeskreis St. Philipp Neri" wollte erreichen, dass trotz Corona-Krise öffentliche Gottesdienste mit bis zu 50 Teilnehmern abgehalten werden dürfen, soweit zwischen den Teilnehmern Mindestabstände von 1,50 Metern eingehalten und Listen ihrer Kontaktdaten geführt werden.

Nach Auffassung der 14. Kammer des Verwaltungsgerichts wird der Kernbereich der Religionsfreiheit durch die Berliner Verordnung nicht berührt (VG 14 L 32/20). Kirchenbesuche zur individuellen stillen Einkehr blieben weiter erlaubt, ebenso private Andachten im Kreis der Haushaltsangehörigen. Ferner bestehe die Möglichkeit, Gottesdienste auf elektronischem Wege zu übertragen und als gläubiger Mensch entsprechende Angebote zu nutzen.

Die Bestimmung bedeute zwar einen Eingriff in die Religionsfreiheit. Dieser sei jedoch durch widerstreitende Grundrechte und Werte von Verfassungsrang gerechtfertigt, namentlich den Schutz von Leben und Gesundheit der Gottesdienstteilnehmer als auch der übrigen Bevölkerung, aber auch der Aufrechterhaltung eines funktionierenden öffentlichen Gesundheitssystems. Zum Schutz dieser Werte sei das zeitlich begrenzte Verbot verhältnismäßig. Gegen den Beschluss kann Beschwerde beim Oberverwaltungsgericht eingelegt werden.

(epd)

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Nachrichten des Evangelischen Pressedienstes Startseite Tue, 07 Apr 2020 23:12:15 +0200
Corona: Kirchen besorgt über Antisemitismus https://www.ekbo.de//themen/detail/nachricht/corona-kirchen-besorgt-ueber-antisemitismus.html
"Wir alle sind von Kontakteinschränkungen betroffen und davon, dass wir jeweils unsere großen Festtage nicht in gewohnter Weise in unseren Gemeinden und Familien feiern können", schreiben der evangelische Landesbischof Stäblein und der katholische Erzbischof Koch: "Wir bleiben dennoch und umso mehr verbunden in der Zusammenarbeit für unsere Gesellschaft, in unserem Engagement für den Zusammenhalt und das friedliche Miteinander."

Besorgt zeigten sich Stäblein und Koch, "dass sich mit der Pandemie auch antisemitische Hassbotschaften und Verschwörungstheorien in den sozialen Netzwerken verbreiten". Zugleich versicherten sie der jüdischen Gemeinschaft ihre Solidarität: "Wir werden dieser Hetze mit aller Entschiedenheit entgegentreten. Wir sind und bleiben an Ihrer Seite und werden das auch öffentlich immer wieder deutlich machen", heißt es in dem Schreiben.

(epd) ]]>
Nachrichten des Evangelischen Pressedienstes Startseite Tue, 07 Apr 2020 12:14:21 +0200
Berliner Gedächtniskirche öffnet trotz Corona https://www.ekbo.de//themen/detail/nachricht/berliner-gedaechtniskirche-oeffnet-trotz-corona.html
Pfarrerin und Pfarrer der Gedächtniskirche und Ehrenamtliche werden vor Ort darauf achten, dass die Schutzregeln eingehalten werden und stehen für kurze Gespräche zur Verfügung, hieß es weiter. Bei Bedarf könnten seelsorgerische Gespräche telefonisch fortgeführt werden. Eine Besichtigung der Kirche sei mit Rücksicht auf die allgemeinen Beschränkungen nicht möglich. Das gelte auch für gemeinsames Singen im Kirchenraum wegen der erhöhten Infektionsgefahr. Auch Veranstaltungen finden nicht statt. Ob die Kirche nach Ostern weiterhin zur Einkehr geöffnet bleibt, werde in den Ostertagen entschieden.

Am Karfreitag um 10 Uhr wird der RBB-Fernsehgottesdienst aus der Gedächtniskirche übertragen, am Ostersonntag um 11 Uhr ein Gottesdienst als Livestream auf www.ekbo.de/livestream. Täglich um 18 Uhr halten stellvertretend für die Gemeinde zwei Personen ein Fürbittengebet in der Kirche. Persönliche Gebetsanliegen können per Mail an fuerbitten@gedaechtniskirche-berlin.de übermittelt werden.

(epd)

Info
Weitere geöffnete evangelische Kirchen in Charlottenburg-Wilmersdorf finden Sie unter www.cw-evangelisch.de/offenekirchen
Persönliche Gebetsanliegen per Mail an fuerbitten@gedaechtniskirche-berlin.de ]]>
Nachrichten des Evangelischen Pressedienstes Startseite Tue, 07 Apr 2020 10:31:14 +0200
Gerichte befassen sich mit Klagen gegen Gottesdienst-Verbote https://www.ekbo.de//themen/detail/nachricht/gerichte-befassen-sich-mit-klagen-gegen-gottesdienst-verbote.html
Das Verwaltungsgericht Leipzig entschied, die Regelung zur Bekämpfung der weiteren Verbreitung des Coronavirus sei nicht zu beanstanden. Gegen den Beschluss kann demnach Beschwerde zum Sächsischen Oberverwaltungsgericht in Dresden eingelegt werden. (AZ: 3 L 182/20)

In einem Eilantrag hatte sich ein Antragsteller gegen die Allgemeinverfügung des sächsischen Gesundheitsministeriums von Ende März zur Bekämpfung der Pandemie gewendet. Der Antrag richtete sich demnach gegen Ziffer 7a der Verfügung, die Zusammenkünfte in Kirchen, Moscheen, Synagogen und Zusammenkünfte anderer Glaubensgemeinschaften untersagt.

Nach Auffassung des Gerichts ist die Regelung "notwendig, angemessen und verhältnismäßig". Insbesondere die Verhältnismäßigkeit gelte jedoch nur, solange die Behörden die ergriffenen Maßnahmen fortwährend überprüften und sie nur mit kurzer zeitlicher Befristung gälten.

Dem Bayerischen Verfassungsgerichtshof liegen Klagen gegen die mit der bayerischen Corona-Verordnung verbundenen Verbote von Gottesdiensten in der Karwoche und an den Ostertagen vor. Details zu den Klägern wollte das Gericht auf Anfrage nicht mitteilen.

Eine einstweilige Anordnung sei "in Bezug auf das Verbot bisher nicht ergangen". Ob es bis Ende dieser Woche noch dazu komme, ließ ein Gerichtssprecher offen. In der Hauptsache werde das Gericht vermutlich nicht vor dem aktuell geplanten Ende der Corona-Ausgangsbeschränkungen am 19. April entscheiden.

Klagen gegen die Gottesdienst-Verbote liegen derzeit für Hessen beim Verwaltungsgerichtshof in Kassel sowie in Berlin beim dortigen Verwaltungsgericht vor. Nach epd-Informationen hat in Bayern unter anderem ein 66 Jahre alter evangelischer Rentner aus München eine sogenannte Popularklage beim Verfassungsgerichtshof eingereicht. Er argumentiert, dass die Verordnung der Staatsregierung gegen Artikel 107 und damit den Schutz der Glaubens- und Gewissensfreiheit sowie Artikel 100 der Bayerischen Verfassung verstößt. Vor allem sieht er den Grundsatz der Verhältnismäßigkeit nicht gewahrt. "Mildere Formen" des Infektionsschutzes anstelle eines Verbotes wären "angezeigt gewesen". Man hätte für einen ausreichenden Abstand der Gottesdienstbesucher sorgen, jegliches Händeschütteln verhindern und Gebäckzangen und Einmal-Trinkbecher beim Abendmahl verwenden können.

Unabhängig davon sind vor dem Bayerischen Verwaltungsgerichtshof sogenannte Normenkontrollklagen gegen die Verordnungen der Staatsregierung anhängig. Dabei gehe es inhaltlich um die gleichen Anliegen wie bei den Popularklagen vor dem Verfassungsgerichtshof, es handle sich aber einfach "um eine andere Klageart", sagte eine Sprecherin dem epd.

(epd) ]]>
Nachrichten des Evangelischen Pressedienstes Startseite Mon, 06 Apr 2020 21:23:29 +0200
Kulturstiftung ruft zur Lese-Osternacht auf https://www.ekbo.de//themen/detail/nachricht/kulturstiftung-ruft-zur-lese-osternacht-auf.html
Die Lesenacht startet am Samstagabend um 20 Uhr und soll bis 1 Uhr morgens dauern. Interessenten wenden sich vorab bis Gründonnerstag 12 Uhr an die Stiftung unter info@stiftung-stmatthaeus.de. Die Lesungen sollen entsprechend den aktuellen Regularien und gesundheitlichen Bedingungen "nacheinander und ganz für sich" im dunklen Kirchenraum beim Schein der Osterkerze und einer Leselampe erfolgen.

(epd)

www.stiftung-stmatthaeus.de  ]]>
Nachrichten des Evangelischen Pressedienstes Startseite Mon, 06 Apr 2020 21:22:04 +0200
Bischof Stäblein erinnert an NS-Widerstandkämpfer Dietrich Bonhoeffer https://www.ekbo.de//themen/detail/nachricht/bischof-staeblein-erinnert-an-ns-widerstandkaempfer-dietrich-bonhoeffer.html
Stäblein erinnerte an Bonhoeffers Lied "Von guten Mächten wunderbar geborgen", das zu den bekanntesten Kirchenliedern zählt. "Ach wie sehr brauchen wir seine Gedanken heute, Gedanken von einem Christus in dieser Welt, wie sehr seine Friedensliebe und seine Ideen zu einer weltumspannenden gemeinsamen Kirche", betonte Stäblein. Bonhoeffer sei ein Vordenker im besten Sinne gewesen, "75 Jahre nach seinem gewaltsamen Tod ist er aktueller denn je", sagte der Bischof.

Stäblein kündigte an, das berühmte Kirchenlied am kommenden Donnerstag zur Erinnerung an Bonhoeffer zu singen: "Es stimmt uns auf Karfreitag und Ostern ein. Es lässt diesen Gott vor Augen treten, der mit durch den Tod geht, der in der tiefsten Verlorenheit bleibt."

(epd)

www.dietrich-bonhoeffer.net
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Kirche und Politik Nachrichten des Evangelischen Pressedienstes Startseite Sun, 05 Apr 2020 10:58:40 +0200
Kirchen planen in Corona-Krise alternative Gottesdienste https://www.ekbo.de//themen/detail/nachricht/kirchen-planen-in-corona-krise-alternative-gottesdienste.html
Auch das katholische Erzbistum Berlin setzt auf neue Formate. Verschiedene Pfarreien seien bereits dazu übergegangen, ihre Gottesdienste mehr oder weniger technisch perfekt zu streamen, sagte ein Sprecher des Erzbistums dem epd. Der "offizielle" Stream laufe unter anderem über den Youtube-Kanal des Erzbistums Berlin. "Ich nehme Social Media derzeit auch als Spiritual Media wahr", sagte der Sprecher: "Online versuchen wir den Überblick nicht zu verlieren."

Für Gläubige, die nicht über Möglichkeiten zur Nutzung von Online-Angeboten verfügen, würden weitere Angebote geplant. Vielen Gläubigen sei Nähe besonders wichtig, sagte der Sprecher des Erzbistums: "Sie wollen 'ihre Kirche', 'ihren Pfarrer' und vielleicht 'ihren Bischof' sehen." Das Erzbistum sei "überrascht, wie viele Aktivitäten sich gerade entwickeln, ob auf Instagram, Facebook oder Youtube." Auch der sogenannte "Engel des Herrn", das Läuten der Glocken am Morgen, Mittag und Abend, erlebe "eine gewisse 'Renaissance' in der Wahrnehmung".

"Kein Gottesdienst ist abgesagt", sagte die Sprecherin der evangelischen Landeskirche. Die Gemeinden seien jedoch gebeten worden, nicht in Kirchen oder Gemeindehäusern zu feiern, sondern "auch die Gottesdienste in der Karwoche und an Ostern alternativ abzuhalten und in anderer Form mit ihren Mitgliedern in Kontakt zu sein".

Manche Kirchengemeinden würden auch Kurzandachten in gedruckter Form zum Mitnehmen anbieten, sagte die Sprecherin. Jugendmitarbeiter planten zum Beispiel für Konfirmanden eine Osternacht über den Anbieter Zoom, eine Pfarrerin halte mit ihren Konfirmanden an Ostern über WhatsApp Kontakt.

"Wir haben Gottesdienste und Veranstaltungen, auch Erstkommunionen und Firmungen, auch über Ostern hinaus abgesagt", sagte hingegen der Sprecher des Erzbistums. Priester und Bischöfe seien jedoch gehalten, stellvertretend weiterhin die Eucharistie zu feiern. Weitere Informationen biete die Internetseite des Erzbistums.

Die Gläubigen könnten sich vor allem über die Homepage der Landeskirche, der Kirchenkreise und der Gemeinden über geplante Gottesdienste informieren, sagte die Sprecherin der evangelischen Landeskirche. Weitere Informationen gebe es über die Social-Media-Kanäle, die Kirchenzeitung "die Kirche", die Printmedien der Kirchenkreise und die Gemeindeblätter. Auch in den Schaukästen der Gemeinden fänden sich entsprechende Angebote. Manche Gemeinden schrieben Mails an ihre Mitglieder oder verschickten Newsletter.

(epd) ]]>
Landeskirchliche Nachrichten zum Corona-Virus Nachrichten des Evangelischen Pressedienstes Startseite Sat, 04 Apr 2020 11:08:35 +0200
Flüchtlinge: Organisationen planen Aktionstag am Sonntag https://www.ekbo.de//themen/detail/nachricht/fluechtlinge-organisationen-planen-aktionstag-am-sonntag.html
Markus Groda von der Initiative Seebrücke erklärte, "Solidarität und Schutz vor der Corona-Pandemie muss für alle Menschen gleichermaßen gelten". Geflüchtete Menschen in den griechischen Lagern drohe durch fehlende sanitäre Einrichtungen, mangelhafte medizinische Versorgung und die Enge der Unterbringung eine humanitäre und gesundheitliche Katastrophe. Zugleich beklagte er "Versuche der Behörden", etwa in Hamburg, Berlin und Lübeck "die verantwortlich geplanten Aktionen zu unterbinden".

Line Niedeggen von "Fridays for Future" betonte, die Corona-Krise sei genau wie die Klimakrise nicht national zu lösen, "sie macht an keinen Grenzen halt". Bereits vor vier Wochen hatten Tausende in mehreren Städten gegen die EU-Flüchtlingspolitik protestiert.

(epd)
Seebrücke auf Twitter: @_Seebruecke_ ]]>
Nachrichten des Evangelischen Pressedienstes Startseite Sat, 04 Apr 2020 11:06:15 +0200
Die Kirche muss in der Corona-Krise Entscheidungen aufschieben https://www.ekbo.de//themen/detail/nachricht/die-kirche-muss-in-der-corona-krise-entscheidungen-aufschieben.html
Das Bischofswort auf andere Weise an die Synodalen zu richten, komme nicht infrage, sagt Stäblein. Die Stellungnahme zu kirchlichen und gesellschaftspolitischen Themen gehöre in das Kirchenparlament. "Ein 'Wort des Bischofs' an die Synode auf der Synode kann es ohne Synode und die dazu gehörende Debatte nicht geben", betont der Theologe.

Die Themen hätten auf der Hand gelegen, sagt Stäblein: "Leben in Zeiten der Corona-Krise, seelsorgliche Herausforderungen, kirchliche und öffentliche Präsenz des Evangeliums, ethische Fragestellungen um die Konkurrenz bei den Behandlungsressourcen im medizinischen Notfall, um nur ein paar der drängendsten Themen zu nennen."

Dazu kämen weitere gesellschaftliche Aufgaben, "die wir auch in der Zeit der Krise nicht aus dem Blick verlieren sollen und dürfen", betont der Bischof: "Das Schicksal der Flüchtlinge auf den griechischen Inseln oder die Klima-Krise beziehungsweise Schöpfungsherausforderung, um nur zwei zu nennen." Auch die Frage nach der Sterbehilfe, die nun wieder in den Hintergrund getreten sei, bewege ihn nach wie vor sehr. "Insgesamt ist nach meinem Eindruck allerorten lebhafte Diskussion und Ringen um Orientierung gefragt", sagt der promovierte Theologe zu den Fragen, die er gern in den Vordergrund gestellt hätte.

Doch die Themen "bleiben ja alle", betont der Bischof. Die besondere Situation erfordere derzeit ohnehin fast täglich auch Worte von ihm "zu den verschiedenen Themen, die im Moment drängend sind", sagt Stäblein: "Das tue ich, insofern gibt es diverse Worte des Bischofs."

Auch andere Themen des Kirchenparlaments, das am Freitag und Samstag in Berlin zur ersten seiner beiden jährlichen Tagungen zusammenkommen wollte, fallen erst einmal ins Wasser. Entscheidungen, etwa über Kirchengesetze, könnten nun erst im Herbst getroffen werden, sagt die Vorsitzende der Synode, Präses Sigrun Neuwerth. Dazu gehört auch ein Gesetz der Landeskirche zum Schutz vor sexualisierter Gewalt, das am 1. Mai in Kraft treten sollte und unter anderem eine unabhängige Anlaufstelle für Betroffene im kirchlichen Bereich vorsieht.

Die Verbesserungen bei der staatlichen Mütterrente sollten im Kirchenrecht auch für Pfarrerinnen und Kirchenbeamtinnen umgesetzt werden. "Wo wir staatliches Recht in Kirchenrecht übertragen, sollen die Betroffenen gerade nicht schlechter gestellt werden", sagt Neuwerth: "Das lässt sich etwa durch rückwirkende Formulierungen erreichen, die hier sicher angewandt werden." Und das geplante Schwerpunktthema "Kirche im Land" über kirchliches Leben und Arbeiten in ländlichen Räumen könnte auf die Frühjahrstagung 2021 verschoben werden.

Auch die Vorbereitung der Wahlen für das nächste Kirchenparlament wird vertagt. Und ein Platz in der Kirchenleitung, der neu besetzt werden sollte, bleibt nun vakant. Kandidat war der Potsdamer Harald Geywitz, der sich nach dem Tod des früheren Synodenpräses Andreas Böer aus der Region Görlitz der Wahl in die Kirchenleitung stellen wollte. "Einen anderen Weg gibt es hier nicht", sagt Neuwerth: "Das gehört zu den schmerzlichen Verlusten des Tagungsausfalls. Für den Rest der Synodalperiode, also bis Januar 2021, hat die Kirchenleitung ein Mitglied weniger."

Einen Ersatztermin für die ausgefallene Tagung des Kirchenparlaments wird es nicht geben. "Das wird nicht möglich sein", sagt Neuwerth: "Synodentagungstermine zu finden, ist immer ein Kunststück zwischen Ferienzeiten, EKD-Synode, kirchlichen Festen und vielen anderen Faktoren." Außerdem sei weiterhin nicht klar, ab wann Versammlungen von mehr als 100 Menschen wieder zulässig sein werden, betont Neuwerth: "Hoffen wir, dass für die Herbsttagung Ende Oktober alles gutgeht."

(epd) ]]>
Landeskirchliche Nachrichten zum Corona-Virus Nachrichten des Evangelischen Pressedienstes Startseite Fri, 03 Apr 2020 11:11:56 +0200
Diakonie fordert Schutzausrüstung und Quarantänemöglichkeiten für Obdachloseneinrichtungen https://www.ekbo.de//themen/detail/nachricht/diakonie-fordert-schutzausruestung-und-quarantaenemoeglichkeiten-fuer-obdachloseneinrichtungen.html Diakoniedirektorin Barbara Eschen hat heute die Aktion „Nothilfeberlin“ der Berliner Stadtmission besucht und Brote geschmiert. In der „Packstation 1“ in der Lehrter Straße packen Mitarbeitende zusammen mit Ehrenamtlichen täglich mehr als 1000 Nothilfepäckchen mit Broten, Obst, Wasser und Müsliriegeln für die Menschen , die auf Berlins Straßen leben. Durch die Corona-Infektionsgefahr mussten viele Essensausgaben schließen, in der Bahnhofsmission am Zoo und an elf anderen Standorten erhalten Obdachlose und Bedürftige täglich die Nothilfepäckchen durchs Fenster gereicht. „Für die Menschen auf der Straße ist es dramatisch, dass so viele Essensausgaben schließen mussten. Nur unter erschwerten Bedingungen ist es aktuell möglich, die obdachlosen Menschen in Berlin zu versorgen. Mit der Nothilfeberlin hat die Stadtmission eine gute Lösung gefunden, obdachlose Menschen in unserer Stadt mit dem Notwendigsten auszustatten.“ würdigte Diakonie-Direktorin Barbara Eschen über den Einsatz.  

Die Nothilfepäckchen werden im derzeit geschlossenen Jugendgästehaus von acht Ehrenamtlichen und Mitarbeitenden der Hotels und Jugendgästehäusern der Berliner Stadtmission gepackt und mittags zur Verteilung ausgeliefert, beispielsweise in die Notübernachtung des Straßenfegers, die Kleiderkammer oder auch die Citystation.  

„Auf Berlins Straßen gibt es mehr als 2000 hungrige Menschen, die aktuell kaum noch schnorren oder sich Geld mit dem Sammeln von Pfandflaschen verdienen können. Für diese Menschen bitten wir dringend um Geldspenden. Mit 35 Euro können wir einen Menschen eine Woche lang mit Nothilfepäckchen versorgen“, bittet Martin Zwick, der kaufmännische Vorstand der Berliner Stadtmission.    

Diakoniedirektorin Barbara Eschen machte sich selbst ein Bild von den Herausforderungen der Wohnungslosenhilfe, auch um auf weitere Notstände aufmerksam zu machen: „Bei allen Versorgungsbemühungen von Menschen mit Schutzausrüstung in systemrelevanten Berufen so ist eine Versorgung mit Schutzkleidung auch in der Obdachlosenarbeit dringend nötig. Gerade hier arbeiten die Einrichtungen mit vulnerablen Personengruppen, die sich nicht schützen können. Ich appelliere hier an die Bundesregierung/Bundesgesundheitsminister Jens Spahn, die Einrichtungen der Wohnungslosenhilfe bei der Vergabe von Schutzkleidung mit zu bedenken.“  

Ebenfalls sorgenvoll betrachtet die Diakoniedirektorin die fehlenden Möglichkeiten einer Quarantäne für an COVID19 erkrankte Obdachlose und fordert Quarantänemöglichkeiten für Obdachlose. „Wenn Menschen ohne Wohnung in Quarantäne müssen, braucht man unbedingt eine Möglichkeit, die Erkrankten sicher unterzubringen und medizinisch zu versorgen. Wir brauchen eine Quarantänestation für wohnungslose Menschen, hier ist die Politik gefragt, Bereitschaft aus den Einrichtungen ist bereits vorhanden!“ fordert Direktorin Eschen.  

Das Diakonische Werk Berlin – Brandenburg – schlesische Oberlausitz (DWBO) ist ein Verband der Freien Wohlfahrtspflege, der die Sozialen, Bildungs- und Gesundheitsdienste der evangelischen Kirchen in Berlin und Brandenburg  vertritt , sich für Teilhabe und Vielfalt engagiert und sich im Sinne der Nächstenliebe für benachteiligte und ausgegrenzte Menschen einsetzt. Der Verband vertritt rund 400 selbstständige Träger der Diakonie mit über 1.600 Einrichtungen und 52.000 diakonischen Beschäftigen.

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Landeskirchliche Nachrichten zum Corona-Virus Nachrichten des Evangelischen Pressedienstes Startseite Thu, 02 Apr 2020 12:39:30 +0200