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Sichere Videokonferenzalternativen

10.07.2020

Datenschutz und Datensicherheit sind wichtige Punkte im Austausch miteinander, sei es bei vertraulichen Mitarbeitendenrunden, in der Arbeit mit Kinder- und Jugendlichen oder der Gremienarbeit.

Videokonferenzen sind beim Thema Datenschutz und Datensicherheit so ein Thema für sich: Zoom macht durch datenschutzrechtlich bedenkliche Vorgänge und technische Sicherheitsmängel Schlagzeilen, VNCtalk des LKI läuft nicht stabil und viele Gemeinden fragen sich, was sie stattdessen nutzen könnten. Nun hat der Berliner Beauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit eine umfangreiche Untersuchung durchgeführt.

Auf rot steht die Ampel hier für Anbieter wie Microsoft Teams, Blizz, Cisco WebEx, Google Meet, GotoMeeting, Skype und Skype for Business sowie Zoom*. Alle diese Videokonferenzanbieter seien entweder rechtlich und/ oder durch technische Mängel nicht für einen datenschutzkonformenen Austausch geeignet. (*Das Angebot des Zoom-Hostings von Connect4Video war kein Bestandteil dieser rechtlichen Untersuchung. Die technischen Sicherheitsmängel würden jedoch dennoch bestehen, weil derselbe Client genutzt wird.)

Empfehlenswerte Alternativen sind folgende:

  • Jitsi Meet (Open Source)
    • Eigene Implementationen von Jitsi Meet. Die Serversoftware kann hier heruntergeladen und entsprechend datenschutzkonform auf z.B. Servern der Kirchenkreise den Gemeinden bereitgestellt werden.
    • Jitsi-Server, gehosted von Netways. Die Instanz kann 30 Tage kostenfrei getestet werden.
    • Jitsi Meet-Videokonferenzen über den Anbieter "Sichere Videokonferenz". Die Jitsi-Server werden kostenfrei in Deutschland gehosted.
  • BigBlueButton (Open Source)
    • Eigene Implementationen von BigBlueButton. Eine Anleitung zum Aufsetzen des Servers befindet sich hier.
    • BigBlueButton, gehostet von Werk21.


Damit gibt die Untersuchung insgesamt nicht viel neues bekannt, untermauert aber bestehende Annahmen und stärkt noch einmal die Open-Source-Szene. Bei der Nutzung gehosteter Verbindungen ist ggf. eine DSG-EKD-konforme Auftragsverarbeitungsvereinbarung (AVV) mit den Anbietenden erforderlich, weil diese in der Regel standardmäßig DSGVO-konforme Verträge anbieten.

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Letzte Änderung am: 04.08.2020