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Ökumenischer Klima-Pilgerweg erreicht Dienstag Brandenburg

05.11.2018

Höhepunkt der Aktion für mehr Engagement gegen den Klimawandel ist den Angaben zufolge die Übergabe der Forderungen an die Kohlekommission der Bundesregierung am 26. November in Berlin

Spremberg (epd). Der dritte deutsch-polnische ökumenische Pilgerweg für Klimagerechtigkeit durchquert derzeit die Lausitz und soll am Dienstag Brandenburg erreichen. Ziel der 59. Etappe, die nach dem Start im sächsischen Schleife unter anderem am Kraftwerk Schwarze Pumpe vorbeiführt, ist Spremberg in Südbrandenburg, teilte das Veranstalter-Bündnis mit. Die nächsten Tagesetappen führen nach Cottbus, Jänschwalde, Guben, Neuzelle und dann weiter unter anderem über Frankfurt an der Oder, Fürstenwalde und Potsdam nach Berlin. Am 23. November soll der Klimapilgerweg den Berliner Südwesten erreichen.

Die Pilger fordern unter anderem ein verbindliches Regelwerk zur Umsetzung des Pariser Welt-Klimaabkommens von 2015 zur Begrenzung der Erderwärmung, den Ausstieg aus der Kohleverstromung und mehr Gerechtigkeit beim Umgang mit den Auswirkungen der Klimaveränderungen. Der Pilgerweg für Klimagerechtigkeit ist am 9. September am Ort der 23. Welt-Klimakonferenz in Bonn (2017) gestartet und führt nach Angaben der Veranstalter über 78 Stationen und 1.700 gelaufene Kilometer zur 24. Welt-Klimakonferenz (COP 24) im polnischen Katowice. Dort endet der Pilgerweg am 9. Dezember.

Die Pilgerinnen und Pilger werden dann auch die drei großen deutschen Braunkohlegebiete durchquert haben. Auf dem rund drei Monate andauernden Weg sind täglich kleine und große Veranstaltungen, Andachten, Aktionstage und Demonstrationen geplant.

Höhepunkt der Aktion für mehr Engagement gegen den Klimawandel ist den Angaben zufolge die Übergabe der Forderungen an die Kohlekommission der Bundesregierung am 26. November in Berlin. Am Abend des 26. November ist ein deutsch-polnischer Gottesdienst unter dem Motto "Gegenwart erkennen und Zukunft gestalten" in der Versöhnungskapelle an der Bernauer Straße geplant. Daran wollen auch der Bischof der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz, Markus Dröge, und der katholische Erzbischof Ludwig Schick aus Bamberg sowie mehrere Bischöfe aus Polen teilnehmen.

Der ökumenische Pilgerweg für Klimagerechtigkeit wird nach Angaben seiner Koordinationsstelle von einem breiten ökumenischen Bündnis aus 40 Organisationen, Initiativen und Unternehmen unterstützt, darunter Brot für die Welt, Misereor, die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) und die katholische Deutsche Bischofskonferenz.

Internet
www.klimapilgern.de