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Film: „Splitter im Kopf“ in Cottbus

03.02.2019

Am Donnerstag, den 7. Februar 2019, um 18 Uhr zeigt das Menschenrechtszentrum Cottbus die Dokumentation „Splitter im Kopf“ von Jürgen Haase über politische Häftlinge in der DDR in den Räumen der Gedenkstätte Zuchthaus Cottbus.

Die Dokumentation des Regisseurs Jürgen Haase, die teilweise in der Gedenkstätte Zuchthaus Cottbus gedreht wurde, lässt vier Menschen zu Wort kommen, die aus politischen Gründen – wegen "staatsfeindlicher Hetze", "Republikflucht" oder wegen "schwerer Erziehbarkeit" – Wochen und Jahre inhaftiert und interniert wurden. Von heute auf morgen wurde ihr Leben auf den Kopf gestellt, sie verloren ihre Familien, ihre wirtschaftliche und soziale Existenz.

In der DDR gab es 17 Stasi-Untersuchungsgefängnisse und über 70 Jugendwerkhöfe. Die Fotografin Katrin Büchel, der Arzt und Liedermacher Karl-Heinz Bomberg, der Schriftsteller Siegmar Faust und der KfZ-Mechaniker Thomas Hannemann schildern ihre Einweisung und ihre Erfahrungen in der Haft. Sie berichten über die Methoden der physischen und psychischen Repression und deren Folgen: Depressionen, Klaustrophobien, Misstrauen und psychosomatische Störungen.

Bis heute, 30 Jahre nach dem Mauerfall, haben sie an den Spätfolgen ihrer Traumatisierung zu leiden. Ob diese Wunden jemals geheilt werden können, ist fraglich. Trotzdem versucht ein jeder von ihnen, in ein "normales" Leben zurückzufinden.  

Im Anschluss an den Film haben die Besucher die Möglichkeit, mit dem Regisseur Jürgen Haase und zwei der Akteure, Dr. Karl-Heinz Bomberg und Siegmar Faust, ins Gespräch zu kommen. Der Eintritt ist frei.

Ort:
Gedenkstätte Zuchthaus Cottbus, Bautzener Straße 140, 03050 Cottbus
http://www.menschenrechtszentrum-cottbus.de/