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Bundesländer setzen auf gute Zusammenarbeit mit neuem Bischof

06.04.2019

Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller und der brandenburgische Ministerpräsident Dietmar Woidke (beide SPD) haben nach der Wahl des Theologen Christian Stäblein zum künftigen Bischof der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz ihren Wunsch nach Fortsetzung einer konstruktiven Zusammenarbeit unterstrichen.

Berlin/Potsdam (epd). Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller und der brandenburgische Ministerpräsident Dietmar Woidke (beide SPD) haben nach der Wahl des Theologen Christian Stäblein zum künftigen Bischof der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz ihren Wunsch nach Fortsetzung einer konstruktiven Zusammenarbeit unterstrichen. Müller betonte am Freitag, die Berliner freuten sich darüber, dass mit der Wahl Stäbleins "einer unserer Mitbürger auf eine gesellschaftlich so wichtige Position gelangt ist". Berlin als "Stadt der Freiheit" brauche in ihrer religiösen und weltanschaulichen Vielfalt das Engagement eines derart geprägten Christen.

Brandenburgs Regierungschef Woidke betonte die mit dem Amt verbundene Verantwortung für fast eine Million evangelischer Christinnen und Christen in der Hauptstadtregion und der schlesischen Oberlausitz. Auf Anfrage des Evangelischen Pressedienstes (epd) fügte er hinzu, die evangelische Kirche befasse sich mit vielen Themen in der Gesellschaft, die alle angingen. Das Spektrum reiche von Armutsbekämpfung über Dorfentwicklung bis hin zur Integration von Geflüchteten. "Dies sind zumeist keine Christen, sondern anderen Glaubens", sagte Woidke und ergänzte: "Und gerade darin zeigt sich die Weltoffenheit und Toleranz unserer evangelischen Kirche." Die Landesregierung Brandenburgs werde mit Stäblein "eng und vertrauensvoll im Interesse der evangelischen Christinnen und Christen und aller Bürgerinnen und Bürger in Brandenburg  zusammenarbeiten".

Der katholische Berliner Erzbischof Heiner Koch wünschte Stäblein viel Erfolg für seine künftige Aufgabe. Er unterstrich in seinem Glückwunschschreiben: "Große Herausforderungen warten auf uns. Gemeinsam werden wir sie meistern." Stäblein habe sich als sensibel für die Belange von bedrängten Minderheiten erwiesen, insbesondere für die der Juden. "Und Sie sind ein Mann des Wortes", fügte Koch hinzu.

Das Kirchenparlament der Landeskirche hatte zuvor den 51-jährigen Propst und theologischen Leiter des Konsistoriums der Landeskirche im zweiten Wahlgang zum Nachfolger von Bischof Markus Dröge gewählt. Dessen zehnjährige Amtszeit endet im November. Stäblein soll am 16. November in das Bischofsamt eingeführt werden.

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