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Reformationsjubiläumsjahr 2017 war ein großer Erfolg

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Viele Veranstaltungen haben auch kirchenferne Menschen erreicht

Die EKBO ist hoch zufrieden mit dem bisherigen Verlauf des Jubiläumsjahr 2017 zu 500 Jahren Reformation. In mehr als 150 überregionalen Veranstaltungen wurden in Gottesdiensten, Vorträgen, Festen, Ausstellungen, Vortragsreihen, Konzerten, Bildungsangeboten und Exkursionen an die Reformation und ihre Wirkung bis in die Gegenwart erinnert.

Auswertung als Download

Inzwischen liegt auch eine Auswertung einer Befragung zu den EKBO-Veranstaltungen vor. Gefragt haben wir ausschließlich nach den kirchengemeindlichen Veranstaltungen zum Reformationsjubiläum und zur Reformationsdekade. Herausgekommen ist ein wertvoller Fundus mit Ergebnissen, Erkenntnissen und Impulsen zu verschiedenen Themen, die sicherlich auch nach dem Reformationsjubiläum 2017 noch nützliche Antworten für das Gemeindeleben geben können. Die PDF steht hier zum Download bereit.

Reformationsjubiläum als kirchliches und gesellschaftliches Ereignis mit zahlreichen Veranstaltungen

Ziel war es, das Reformationsjubiläum nicht nur als kirchliches, sondern auch als gesellschaftliches Ereignis zu feiern: ökumenisch und international. Das breit gefächerte Angebot an Veranstaltungen hat Besucherinnen und Besuchern die Möglichkeit geboten, sich mit den religiösen, kulturellen und politischen Wirkungen der Reformation bis heute auseinanderzusetzen. So beispielsweise in modernen Kunstprojekten, wie in der Stiftung St. Matthäus die Ausstellung von Gilbert & George oder in Wittenberg „Luther und die Avantgarde“. Höhepunkt des Jubiläumsjahres war der Deutsche Evangelische Kirchentag in Berlin, Potsdam und Wittenberg, dessen gastgebende Landeskirche die EKBO war. Besonders das Regionale Kulturprogramm der Landeskirche mit zeitgenössischer Kunst in drei Berliner Kirchen und insgesamt rund 11.000 Besuchern sowie das Programmangebot in Museen, Theatern, Galerien und Wissenschaftseinrichtungen in Berlin und Potsdam war ein großer Erfolg.

Botschaft der Reformation: Freiheit und Verantwortung

Aus der Sicht der Landeskirche ist es im Rahmen des Jubiläumsjahres gelungen, die Botschaft der Reformation von Freiheit und Verantwortung in der Gesellschaft neu bewusst zu machen. Bischof Markus Dröge betont: „Freiheit im Sinne Martin Luthers meint, dass der Glaube vor Gott uns frei macht, und alle Menschen zugleich die Verantwortung dafür tragen, wie wir in unserer Gesellschaft zusammenleben.“

Hoher Anteil an regionalen Angeboten

Die Landessynode hatte 2011 für die Reformationsdekade und für das Reformationsjubiläum 500.000 Euro zur Verfügung gestellt, um vor allem Projekte und Veranstaltungen zu fördern, die „vor Ort“ entwickelt und umgesetzt werden sollten. Damit war die Erwartung verbunden, dass eine regional angebundene und verortete Beschäftigung mit der Reformation und ihren Folgen nachhaltig sein würde. Die hohe Anzahl von 110 geförderten Projekten zeigt, dass sich die Erwartung erfüllt hat. Viele Institutionen haben die Möglichkeit zur Auseinandersetzung mit „ihrer“ regionalen Geschichtegenutzt. Die dabei entstandenen Kooperationen werden über das 2017 hinaus wirken.

Vielversprechende Kooperationen

An vielen Orten fanden die Veranstaltungen in Kooperationen mit Museen, Galerien, kommunalen Bildungsträgern und Musikensembles statt, so bei den stark beachteten Ausstellungsprojekten in Frankfurt/Oder („Bürger, Pfarrer, Professoren“, rund 22.000 Besucher), in Brandenburg/Havel („Kirche und Stadt – Alles eins…“), in Jüterbog (u.a.„Tetzel, Ablass, Fegefeuer“), in Potsdam („Reformation und Freiheit“, Bad Wilsnack („Sünde, Tod und Fegefeuer – Bildmedien vor und nach der Reformation“) und in Berlin, der Stiftung Stadtmuseum und in drei Regionalmuseen (u.a. „Sankt Luther – Ein Reformator zwischen Inszenierung und Marketing“). Die Zahl der Teilnehmenden kann nur geschätzt werden, sie dürfte aber in den drei Bundesländern, in denen die EKBO präsent ist, bei 80.000 bis 100.000 Besucherinnen und Besuchern liegen.

Im Dialog mit den ökumenischen Partnern

Die gute Zusammenarbeit im Ökumenischen Rat Berlin Brandenburg und die ausgezeichneten bilateralen Kontakte der Landeskirche zum Erzbistum Berlin und zum Bistum Görlitz waren die Grundlage für die Durchführung der Vortragsreihe „500 Jahre Reformation – von der heilenden Wirkung der Erinnerung“ (Februar 2017), der Buß- und Versöhnungsgottesdienste (März 2017), einer gemeinsamen Lesung von Bischof Markus Dröge und Erzbischof Heiner Koch aus der Lutherbibel (Mai 2017) sowie der vom 22. – 31. Oktober 2017 geplanten Veranstaltungsreihe „In Christus verbunden – Ökumenische Woche zum Reformationsjubiläum 2017“. Im Dialog mit den ökumenischen Partnern wurden auch die Gründe für die Kirchenspaltung im 16./17. Jahrhundert thematisiert, eine Zwischenbilanz der ökumenischen Bemühungen der vergangenen Jahrzehnte gezogen und mögliche Perspektiven nach 2017 in den Blick genommen.

Das Reformationsjubiläumsjahr wurde mit einem Festgottesdienst in der St. Nikolaikirche in Berlin-Spandau am 31. Oktober 2017 beendet.

 

Letzte Änderung am: 19.06.2018