www.ekbo.de: Newsmeldungen https://www.ekbo.de/ Newsmeldungen de www.ekbo.de: Newsmeldungen https://www.ekbo.de/typo3conf/ext/tt_news/ext_icon.gif https://www.ekbo.de/ 18 16 Newsmeldungen http://blogs.law.harvard.edu/tech/rss Tue, 18 Feb 2020 10:58:24 +0100 Evangelische Journalistenschule steht vor dem Aus https://www.ekbo.de//themen/detail/nachricht/evangelische-journalistenschule-steht-vor-dem-aus.html die EJS (Evangelische Journalistenschule) in Berlin steht vor dem Aus – in den kommenden Jahren sollen 1,9 Millionen Euro gespart werden. Schon ab sofort sollen keine weiteren Schüler für den kommenden Jahrgang aufgenommen werden. Hintergrund sind vor allem Sparmaßnahmen bei der EKD und dem GEP, zu dem die Journalistenschule, epd und "Chrismon" gehören.

Das christliche Medienmagazin "pro" schreibt:

"Die Ankündigung des GEP ist bei Medienschaffenden auf Unverständnis gestoßen. Nach Ansicht von Andreas Fauth, Chefredakteur der Medienhaus GmbH der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN), leiste die EJS mit einem relativ niedrigen Budget „eine wertvolle Arbeit für den Qualitätsjournalismus“ und sichere so der Evangelischen Kirche ihre publizistische Relevanz für die Zukunft.

„Wir sehen mit Sorge, dass eine qualifizierte Vorbereitung auf den Journalistenberuf zur Disposition steht, die höchste Ansprüche an die Professionalität mit einer Fundierung auf dem christlichen Menschenbild und der evangelischen Sozialethik verbindet“, erklärte der Vorsitzende der Gesellschaft Katholischer Publizisten (GKP), Joachim Frank, in einer Pressemitteilung vom Freitag. Frank regte an, zu prüfen, ob sich über ökumenische Kooperationen zwischen der EJS und dem katholischen Institut zur Förderung publizistischen Nachwuchses (ifp) Synergien nutzen und zukunftsträchtige Formen der Journalistenausbildung im Raum der Kirchen entwickeln ließen.

Auf Anfrage teilte Frank am Montag mit, dass das GEP „buchstäblich postwendend" auf das Angebot reagiert habe. Bollmann bestätigte das am Montag und teilte mit, dass noch in dieser Woche erste Gespräche geführt würden. Der GKP hält „eine qualifizierte Ausbildung des Nachwuchses" für essenziell. „Die Kirchen mit ihrer – berechtigten – Sorge um ein hohes Niveau der gesellschaftlichen Kommunikation sollten ebenfalls ein ureigenes Interesse an exzellent ausgebildeten Kommunikatoren – also Journalistinnen und Journalisten – haben“, erklärte Frank auf Anfrage. Eine von den Kirchen getragene Ausbildung sichere die Vermittlung von Wertvorstellungen, Grundhaltungen und den Kenntnissen dessen, was den Kirchen wichtig und für den Zusammenhalt der Gesellschaft von Bedeutung sei."

Gegen die drohende Schließung der EJS hat sich eine Initiative unter dem Namen „EJS retten!“ im Internet formiert – der offene Brief an die EKD kann hier unterzeichnet werden. Die Initiatoren sehen „in Zeiten von Fake News, wiedererstarkten Rechten und der sich wandelnden Medienlandschaft eine starke Orientierung an Werten“ für als dringend geboten an. Dafür stehe die EJS in besonderem Maße.

Mehr Informationen finden Sie hier und hier.

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Nachrichten des Evangelischen Pressedienstes Startseite Tue, 18 Feb 2020 10:58:24 +0100
Früherer Propst Karl-Heinrich Lütcke wird 80 Jahre alt https://www.ekbo.de//themen/detail/nachricht/frueherer-propst-karl-heinrich-luetcke-wird-80-jahre-alt.html
Karl-Heinrich Lütcke wurde am 20. Februar 1940 in Schleswig geboren. Nach dem Studium der klassischen Philologie und der evangelischen Theologie in Tübingen, Zürich und München und einer Promotion über den Kirchenvater Augustinus wurde er 1970 in Württemberg zum Pfarrer ordiniert. Anschließend war er am Predigerseminar in Stuttgart als Studienleiter tätig.

1977 berief ihn die Evangelische Kirche in Berlin-Brandenburg zum Leiter der Bildungsabteilung ins West-Berliner Konsistorium. 1990 und 1991 übernahm er die Vakanzverwaltung des Propstamtes in der West-Berliner Kirche. 1995 wählte ihn die Synode zum Propst, das Amt hatte er von 1996 bis zum Ruhestand 2005 inne. Als Propst war Lütcke zugleich theologischer Leiter des Konsistoriums in Berlin und Stellvertreter des Bischofs.

(epd)  ]]>
Nachrichten des Evangelischen Pressedienstes Startseite Tue, 18 Feb 2020 09:27:09 +0100
Schulstiftung kürt Gewinner von Instagram-Wettbewerb https://www.ekbo.de//themen/detail/nachricht/schulstiftung-kuert-gewinner-von-instagram-wettbewerb.html Die Evangelische Schulstiftung der Landeskirche hat die Gewinner ihres ersten Instagram-Fotowettbewerbs unter dem Titel "Gott-ist-überall" gekürt. Der mit 1.000 Euro dotierte erste Platz ging an den Thüringer Fotografen Perry Wunderlich aus Saalfeld, wie die Stiftung am Montag in Berlin mitteilte. Sein Foto zeige aus einer überraschenden Perspektive eine Straßenkreuzung in Nizza aus der Fußgängersicht nach oben.

Der Blick in den sommerlichen Himmel und die heiteren Farben der umstehenden Häuserfassaden, die ein klar erkennbares Kreuz zeigen, "ermutigen uns im Alltag die gewohnten Perspektiven zu verlassen und Neues zu wagen", begründete die Jury ihre Entscheidung. Damit unterstreiche das Foto die Grundaussage in doppelter Bedeutung. "Gott ist eben überall - im Himmel und auf der Erde", hieß es weiter.

Die Fotografin Anna Bestia landete mit ihrem Beitrag auf den zweiten und die Einreichung von Antje Rosenthal auf den dritten Platz. Das zweitplatzierte mit 750 Euro dotierte Bild zeigt einen gedeckten Tisch, deren Tischläufer ein Kreuz bilden. Das dritte Foto zeigt eine Straßenflucht mit einem Baukran, der ein Kreuz bildet. Es ist mit 500 Euro dotiert.

Der Fotowettbewerb fand im Rahmen der aktuellen Kampagne "Gott-ist-Überall" statt. Ziel ist es den Angaben zufolge, die Evangelische Schulstiftung in der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz als größten freien Träger öffentlicher Schulen in der Region bekannter zu machen. Zudem sollen neue pädagogische Mitarbeiter für die 32 Schulen der Schulstiftung in Berlin und Brandenburg gewonnen werden.

(epd)

www.gottistueberall.de

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Nachrichten des Evangelischen Pressedienstes Startseite Tue, 18 Feb 2020 09:20:20 +0100
Tausende Menschen bei Protesten gegen Rechts in Erfurt und Dresden https://www.ekbo.de//themen/detail/nachricht/tausende-menschen-bei-protesten-gegen-rechts-in-erfurt-und-dresden.html
Unter dem Motto "#Nichtmituns: Kein Pakt mit Faschist*innen - niemals und nirgendwo!" hatten der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) und das zivilgesellschaftliche Bündnis "#unteilbar" zu der Demonstration in der Thüringer Landeshauptstadt aufgerufen. Redner kritisierten das Verhalten von CDU und FDP bei der Wahl und sprachen von einem Tabubruch am 5. Februar. Sie appellierten an die demokratischen Parteien in Thüringen, geschlossen die AfD zu bekämpfen. Die Wahl Kemmerichs zeuge 75 Jahre nach der Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz von unglaublicher Ignoranz und Machtversessenheit, sagte Stefan Körzel vom DGB-Bundesvorstand.

Der Vorsitzende der Jüdischen Landesgemeinde, Reinhard Schramm, sagte, politische Konkurrenz unter Demokraten sei notwendig. Aber der gemeinsame Kampf gegen die extrem rechte AfD dürfe dieser Konkurrenz nicht geopfert werden. Der Regionalbischof der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland (EKM), Propst Christian Stawenow, warnte vor einer weiteren Polarisierung der Gesellschaft durch die aktuellen Entwicklungen. Die Holocaust-Überlebende Esther Bejarano nannte in einer Grußbotschaft die Gleichsetzung von Linken und extremer Rechten "unverfroren". "Das muss aufhören", erklärte die 95-Jährige: "Das kenne ich noch aus den 1930er Jahren, das hat mich und viele andere ins KZ Auschwitz gebracht."

In Dresden konnte wegen des massiven Protests von Gegendemonstranten der rechte Aufzug zur Erinnerung an die Zerstörung der Elbestadt durch alliierte Bomber vor 75 Jahren nicht wie geplant durch die Altstadt ziehen. Nach einer größeren Blockade von linken Demonstranten veränderte die Polizei laut einem Polizeisprecher kurzfristig die Demonstrationsstrecke. An dem "Trauermarsch", zu dem unter anderem die NPD aufgerufen hatte, beteiligten sich Beobachtern zufolge mindestens 1.000 Rechtsextreme aus ganz Europa.

Zu den Gegendemonstrationen hatte das linke Bündnis "Dresden Nazifrei" aufgerufen. Eine Sprecherin des Bündnisses sprach von mehreren Tausend Gegendemonstranten. Offizielle Zahlen der Ordnungsbehörden gab es nicht.

Die Polizei war nach eigenen Angaben mit 1.500 Beamten im Einsatz. 25 Ermittlungsverfahren seien eingeleitet, sieben Personen in Gewahrsam genommen worden.

In den sozialen Netzwerken beklagten Demonstranten ein teilweise rabiates Vorgehen von Polizeibeamten. So sind auf Twitter mehrere Polizeireiter zu sehen, die ihre Pferde in eine Menschengruppe hineinlenken. Kritik gab es auch an Einkesselungen von Demonstranten und Filmaufnahmen der Polizei.

Seit Jahren missbrauchen Rechtsextreme den Dresdner Kriegsgedenktag und das Datum 13. Februar für ihre Zwecke. Bei den Bombenangriffen der Alliierten auf Dresden starben zwischen 13. und 15. Februar 1945 etwa 25.000 Menschen.

(epd)

Internet
www.unteilbar.org/nichtmituns/
www.hessen-thueringen.dgb.de
www.dresden-nazifrei.com

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Nachrichten des Evangelischen Pressedienstes Startseite Sun, 16 Feb 2020 13:08:43 +0100
Ökumenischer Frauengottesdienst zum Frauentag https://www.ekbo.de//themen/detail/nachricht/oekumenischer-frauengottesdienst-zum-frauentag.html
Am internationalen Frauentag zeigten Frauen, dass sie sich ihrer gesellschaftlichen Verantwortung bewusst sind.  Die ökologische Frage gehöre dabei zu den drängendsten Problemen der Menschheit und soll im Mittelpunkt des Frauengottesdienstes stehen. Im Anschluss an den Gottesdienst könne bei Musik weiter gefeiert werden.

Vorbereitet wird der Gottesdienst von Christinnen aus der Frauenarbeit in der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz, des Erzbistums Berlin, des Ökumenischen Frauenzentrums Evas Arche und aus weiteren christlichen Frauenverbänden.

(epd)

Info
Ökumenischer Frauengottesdienst, Sonntag, 8. März 2020, 10 Uhr, anschließend Imbiss und Live-Musik mit Felicitas Eickelberg (Klavier und Gesang).

Orte
Evangelische Sophienkirche, Große Hamburger Str. 30, 10115 Berlin-Mitte ]]>
Nachrichten des Evangelischen Pressedienstes Ökumene Startseite Thu, 13 Feb 2020 14:32:37 +0100
Aufruf zum "Klimafasten" zur Fastenzeit https://www.ekbo.de//themen/detail/nachricht/aufruf-zum-klimafasten-zur-fastenzeit.html
Impulse und Praxistipps zum "Klimafasten" gibt es auf der gleichnamigen Internetseite. In den Materialien werden für jede Fastenwoche unter verschiedenen Themenstellungen konkrete Anregungen gegeben. Die Vorschläge reichen unter anderem von einem Absenken der Zimmertemperatur um ein Grad über ein freiwilliges Einhalten des Tempolimits 130 km/h auf Autobahnen bis hin zum Versuch, möglichst plastikfrei einzukaufen.

Der Klimawandel verursache Leiden, denn er gefährdet das Leben von Menschen, Tieren und Pflanzen, heißt es auf der Aktionswebsite weiter. "Klimaschutz macht Verzicht erforderlich." Er sei aber auch ein Gewinn, wenn es gelinge, das Leben klimafreundlicher zu gestalten. Die diesjährige Fastenaktion stehe in der christlichen Tradition, "die in der Zeit vor Ostern des Leidens gedenkt und bewusst Verzicht übt, um frei zu werden für neue Gedanken und andere Verhaltensweisen".

Über die Internetseite "klimafasten.de" können sich zudem verschiedene Aktionsgruppen miteinander vernetzen.

(epd)

Weitere Informationen und Materialien unter www.klimafasten.de  ]]>
Nachrichten des Evangelischen Pressedienstes Startseite Wed, 12 Feb 2020 12:45:31 +0100
Ausstellung im Evangelischen Zentrum zeigt Werke aus der Sammlung St. Matthäus https://www.ekbo.de//themen/detail/nachricht/ausstellung-im-evangelischen-zentrum-zeigt-werke-aus-der-sammlung-st-matthaeus.html Zum 20-jährigen Bestehen der landeskirchlichen Kunststiftung St. Matthäus sind ab Mittwoch im Evangelischen Zentrum Berlin ausgewählte Werke aus dem Bestand der Stiftung zu sehen. Präsentiert werden bis zum 8. Mai Exponate unter anderem von Jorinde Voigt, Lutz Friedel, Sue Hayward, Winfried Muthesius, Lucia Falconi und Robert Weber, wie die Stiftung zur Eröffnung am Dienstag in Berlin mitteilte.

Die Kabinettsausstellung steht unter dem Motto "Was bleibt? 20 Jahre Sammlung St. Matthäus". Diese ist nach eigenen Angaben in den vergangenen zwei Jahrzehnten auf mehr als 150 Kunstwerke angewachsen. Die meisten seien der Stiftung als Dank überlassen worden, einige konnten durch Drittmittel erworben werden.

Die Stiftung wurde den Angaben zufolge von der evangelischen Landeskirche am 29. März 2000 mit Sitz am Dom zu Brandenburg gegründet. Ihre Geschäftsstelle in Berlin ist nahe der St. Matthäus-Kirche im Berliner Kulturforum. Seitdem habe die Stiftung mit mehr als 200 Ausstellungen, zahlreichen Gottesdiensten, Andachten, Konzerten, Lesungen und Diskussionen den Dialog zwischen Kunst und Kirche gefördert.

Die Stiftung feiert ihren Geburtstag unter anderem mit einem Jubiläumsgottesdienst am 29. März in der St. Matthäus-Kirche sowie mit einem Symposium und Künstlerfest am 24./25. Juni in der St. Matthäus-Kirche und auf Schwanenwerder. Am 28. November ist eine Benefiz-Kunstauktion geplant.

(epd)

Info
Die 50. Kabinettausstellung ist vom 12. Februar bis 8. Mai 2020 im Evangelisches Zentrum Berlin (Georgenkirchstraße 69-70) zu sehen. Der Eintritt ist frei. Öffnungszeiten sind montags bis freitags von 9 bis 17 Uhr.

www.stiftung-stmatthaeus.de 

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Nachrichten des Evangelischen Pressedienstes Startseite Wed, 12 Feb 2020 08:54:12 +0100
Einbruch in Berliner Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche https://www.ekbo.de//themen/detail/nachricht/einbruch-in-berliner-kaiser-wilhelm-gedaechtniskirche.html In die Berliner Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche ist eingebrochen worden. Die Tat ereignete sich in der Nacht von Sonntag auf Montag, teilte die Polizei am Dienstag mit. Der Einbruch bisher unbekannter Täter sei am Montagmorgen vom Küster festgestellt worden.

Nach Angaben der Polizei verschafften sich der oder die Täter gewaltsam Zugang zur Gedenkhalle der Kirche. Dort wurden aus mehreren Opferstöcken und einer Kasse Geld entwendet. Außerdem verschwanden aus einer ebenfalls aufgebrochenen Vitrine zwei Orden, ein Jubiläumsabzeichen, eine Medaille und ein paar Silbermünzen.

Ein Fachkommissariat beim Landeskriminalamt Berlin habe die weiteren Ermittlungen übernommen, hieß es. Hinweise auf ein organisiertes Verbrechen hätten sich bisher nicht ergeben.

Die Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche gehört zu den bekanntesten Wahrzeichen West-Berlins. Sie steht im Stadtteil Charlottenburg auf dem Breitscheidplatz. Die 1895 eingeweihte Kirche wurde im Zweiten Weltkrieg bei einem Bombenangriff stark beschädigt. Nur die Turmruine blieb danach als Mahnmal gegen den Krieg erhalten. Zwischen 1959 und 1963 wurde der Alte Turm durch ein vierteiliges Bauensemble des Architekten Egon Eiermann ergänzt. Dazu zählen das achteckige Kirchenschiff, der sechseckige Glockenturm, die viereckige Kapelle und das Foyer.

Traurige Bekanntheit erlangte die Kirche durch den Terroranschlag am 19. Dezember 2016 auf den Weihnachtsmarkt am Breitscheidplatz. Dabei wurden zwölf Menschen getötet und rund 50 teils schwer verletzt. Als Drahtzieher des Anschlags gilt die Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS).

(epd)

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Nachrichten des Evangelischen Pressedienstes Startseite Tue, 11 Feb 2020 14:39:15 +0100
Berliner Senat steht hinter Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche https://www.ekbo.de//themen/detail/nachricht/berliner-senat-steht-hinter-kaiser-wilhelm-gedaechtniskirche.html Für den Berliner Senat ist die Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche ein "wichtiges Friedenssymbol und kulturbedeutendes Denkmal der Stadt". Die evangelische Kirchengemeinde könne sich deshalb "darauf verlassen, dass der Senat notwendige Maßnahmen zum Erhalt des Gebäudes unterstützt", erklärte Kulturstaatssekretär Gerry Woop (Linke) am Montag in einer Antwort auf eine parlamentarische Anfrage der FDP-Fraktion im Abgeordnetenhaus.

In welcher Höhe der Senat die anstehende Sanierung des Kirchengebäudes von insgesamt 35,6 Millionen Euro mitfinanziere, ließ Woop allerdings offen. Der Senat stehe dazu im Austausch mit den Vertretern der Gemeinde und des Bundestages. Zudem suche der Senat nach neuen Finanzierungsmöglichkeiten, hieß es.

Die Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche gehört zu den bekanntesten Wahrzeichen West-Berlins. Sie steht im Stadtteil Charlottenburg auf dem Breitscheidplatz. Die 1895 eingeweihte Kirche wurde im Zweiten Weltkrieg bei einem Bombenangriff stark beschädigt. Nur die Turmruine blieb danach als Mahnmal gegen den Krieg erhalten. Zwischen 1959 und 1963 wurde der Alte Turm durch ein vierteiliges Bauensemble des Architekten Egon Eiermann ergänzt. Dazu zählen das achteckige Kirchenschiff, der sechseckige Glockenturm, die viereckige Kapelle und das Foyer.

Traurige Bekanntheit erlangte die Kirche durch den Terroranschlag am 19. Dezember 2016 auf den Weihnachtsmarkt am Breitscheidplatz. Dabei wurden zwölf Menschen getötet und rund 50 teils schwer verletzt. Als Drahtzieher des Anschlags gilt die Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS).

(epd)

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Nachrichten des Evangelischen Pressedienstes Startseite Mon, 10 Feb 2020 13:09:15 +0100
Gottesdienst zum Auftakt des Ökumenischen Kirchentags 2021 https://www.ekbo.de//themen/detail/nachricht/gottesdienst-zum-auftakt-des-oekumenischen-kirchentags-2021.html In der katholischen Berliner Kirche Herz Jesu ist am Sonntag ein Gottesdienst zum Auftakt des Ökumenischen Kirchentags 2021 in Frankfurt am Main gefeiert worden. Er stand unter dem Leitwort des Kirchentages "schaut hin". Der Ökumenische Kirchentag findet vom 12. bis 16. Mai 2021 in Frankfurt statt. Es ist nach 2003 in Berlin und 2010 in München der dritte Kirchentag, den das Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) und der Deutsche Evangelische Kirchentag gemeinsam veranstalten.

An der Liturgie in der Berliner Kirche Herz Jesu beteiligt waren neben anderen der Bischof der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz, Christian Stäblein, Berlins katholischer Erzbischof Heiner Koch und der Bischof der Evangelisch-Augsburgischen Kirche in Polen, Jerzy Samiec.

Samiec erinnerte in seiner Predigt an aktuelle Bedrohungen der Menschheit und ungestillte Bedürfnisse. Diese reichten von Klimaerwärmung über Migration bis zum Hunger in vielen Ländern. So könnten "zum Preis einer Rakete einer ganzen Schule voller hungriger Kinder fünf Jahre lang kostenlose Mahlzeiten" ausgehändigt werden, kritisierte der Bischof. Vieles berühre jedoch die meisten Menschen nicht, "weil dies häufig weit von uns weg ist und weil wir noch häufiger denken, dass es uns nichts anginge", sagte er. Samiec mahnte: "Gelegentlich mag uns scheinen, dass die Lösungen außerhalb des uns Möglichen liegen, dass wir es nicht schaffen, dass die Aufgabe zu groß ist." Nötig seien jedoch Mut und ein offenes Herz für die Bedürfnisse anderer.

(epd)

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Nachrichten des Evangelischen Pressedienstes Ökumene Startseite Sun, 09 Feb 2020 19:15:33 +0100