www.ekbo.de: Newsmeldungen https://www.ekbo.de/ Newsmeldungen de www.ekbo.de: Newsmeldungen https://www.ekbo.de/typo3conf/ext/tt_news/ext_icon.gif https://www.ekbo.de/ 18 16 Newsmeldungen http://blogs.law.harvard.edu/tech/rss Sun, 19 Aug 2018 10:09:00 +0200 Kirchenkreis Zossen-Fläming verabschiedet Superintendentin https://www.ekbo.de//themen/detail/nachricht/kirchenkreis-zossen-flaeming-verabschiedet-superintendentin.html Zossen (epd). Die langjährige Superintendentin des evangelischen Kirchenkreises Zossen-Fläming, Katharina Furian, wechselt in die Verwaltung der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO). Die 56-jährige Theologin übernimmt zum 1. September im Berliner Konsistorium die Leitung der Abteilung für Personalangelegenheiten der Ordinierten und Pfarrer sowie für die Spezialseelsorge. Nach 18 Jahren als Superintendentin wurde Katharina Furian am Sonntag in Zossen in einem Gottesdienst aus dem Amt verabschiedet.

Katharina Furian wuchs kirchlichen Angaben zufolge in der DDR in einem evangelischen Pfarrhaus im Oderbruch auf, absolvierte zunächst eine Ausbildung als Krankenschwester und wurde nach dem Theologiestudium an der Berliner Humboldt-Universität 1991 durch Bischof Gottfried Forck zur Pfarrerin ordiniert. Zunächst übernahm sie ein Pfarramt in Golzow im Oderbruch, vor 18 Jahren wurde sie in Zossen zur Superintendentin gewählt. Im Berliner Konsistorium übernimmt sie das Amt von Harald Sommer, der am 27. August in den Ruhestand verabschiedet wird.

Ihre Nachfolgerin im Superintendentenamt im Kirchenkreis Zossen-Fläming, die Berliner Pfarrerin Katrin Rudolph, soll am 2. September um 14 Uhr in der Jakobi-Kirche in Luckenwalde in ihr neues Amt eingeführt werden.

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Nachrichten des Evangelischen Pressedienstes Startseite Sun, 19 Aug 2018 10:09:00 +0200
Breiter Protest gegen Rechtsextremismus in Berlin https://www.ekbo.de//themen/detail/nachricht/breiter-protest-gegen-rechtsextremismus-in-berlin.html Berlin (epd). Über Tausend Menschen haben am Samstag in Berlin gegen Rechtsextremismus demonstriert. Politiker, Kirchen, Initiativen und Gewerkschaften hatten unter anderem zu Demonstrationen, Friedensgebeten, Mahnwachen und Glockenläuten in verschiedenen Stadtteilen aufgerufen. Damit sollte ein Zeichen gegen ursprünglich zwei geplante Neonazi-Aufmärsche anlässlich des 31. Todestages des NS-Kriegsverbrechers Rudolf Heß gesetzt werden.

Allein in Berlin-Spandau wurden laut Polizei insgesamt mehr als 1.000 Gegendemonstranten gezählt, Beobachter sprachen von etwa 1.500 Teilnehmern. Nachdem bei dem ursprünglich in Spandau geplanten rechten Aufzug zunächst nur rund 50 Teilnehmer erschienen waren, wurde die Kundgebung von den Organisatoren abgesagt, wie ein Polizeisprecher auf epd-Anfrage sagte. Zudem versammelten sich in Berlin-Lichtenberg Gegendemonstranten und Neonazis - jeweils "im mittleren dreistelligen Bereich", betonte der Polizeisprecher weiter.

Die Polizei war mit rund 2.300 Kräften im gesamten Stadtgebiet im Einsatz. Im Zusammenhang mit den Gegendemonstrationen und dem Aufmarsch der Neonazis seien 41 Ermittlungsverfahren eingeleitet worden unter anderem wegen Körperverletzung, Landfriedensbruch, Sachbeschädigung, Verstöße gegen das Versammlungsgesetz und Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte, sagte eine Polizeisprecherin am Sonntag. Zudem habe es 25 vorübergehende Festnahmen gegeben.

Der Bischof der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz, Markus Dröge, betonte in einem Grußwort laut Redemanuskript, dass in einem freien und demokratischen Land jeder seine Ängste äußern und Kritik üben könne, "wenn er sich fremd fühlt in der eigenen Heimat". Wenn Ängste, Sorgen und Kritik aber umschlagen "in hasserfüllte Rede, Verleugnung der Geschichte, Verunglimpfung von Menschen und wenn völkische Ideologien neu erwachen, dann muss jeder verantwortliche Mensch laut und deutlich bekennen: So nicht! Bei uns nicht! Nie wieder!", sagte Dröge.

Die Vorsitzende des Jüdischen Forums für Demokratie und gegen Antisemitismus, Lala Süsskind, sagte: "Mir reicht es, dass braunes Gedankengut und purer Hass nicht nur von den rechtsextremen und verfassungsfeindliche Gruppierungen offen geäußert wird". Ähnliche Kommentare oder Sprüche würden immer stärker die Gesellschaft erfassen und "viel zu oft unwidersprochen bleiben". Süsskind kritisierte zudem, dass in Berlin überhaupt Rechtsextreme mit einem "Heß-Gedenkmarsch" durch die Stadt ziehen dürften. Da ein Verbot des rechten Aufmarsches nicht möglich sei, forderte sie dazu auf, "ein klares Zeichen gegen rechts" zu setzen.

"In einer Zeit, in der rassistische Gewalt Hochkonjunktur hat und immer mehr Rechte ihre Gesinnung ungehemmt zur Schau stellen, ist es mehr als notwendig, dass wir gemeinsam ein Zeichen gegen Rassismus und für eine vielfältige und weltoffene Gesellschaft setzen", sagte auch die Vorstandssprecherin des Türkischen Bundes Berlin-Brandenburg (TBB), Ayse Demir: "Wir können nicht tatenlos zusehen, dass die Verharmlosung von rechtspopulistischen sowie rassistischen Aussagen ohne jegliche Konsequenzen bleiben. 73 Jahre nach der Zeit des Nationalsozialismus ist Rassismus wieder parlamentsfähig geworden!", warnte die TBB-Sprecherin.

"Die Würde des Menschen ist unantastbar", sie werde aber "von Neofaschisten in Frage gestellt", die einen Kriegsverbrecher als Helden verehren, der an der Verfolgung und Ermordung von Millionen Menschen mitgewirkt hat, betonte der Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) Berlin-Brandenburg, Christian Hoßbach. Er fügte hinzu: "Die Geschichte von Nationalsozialismus und Krieg mahnt uns, gegen Gewalt und Menschenfeindlichkeit und für eine gerechte Gesellschaft zu kämpfen."

Nach Polizeiangaben waren insgesamt zwölf Veranstaltungen gegen Rechtsextremismus angemeldet, allein acht davon im Bezirk Berlin-Spandau. Dort nahm sich Rudolf Heß am 17. August 1987 im alliierten Kriegsverbrechergefängnis mit 93 Jahren das Leben. Das im damaligen britischen Sektor West-Berlins gelegene Gefängnis wurde danach abgerissen. Damit sollte verhindert werden, dass die Haftanstalt zu einem Anziehungsort für Neonazis wird.

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Nachrichten des Evangelischen Pressedienstes Startseite Sun, 19 Aug 2018 08:56:00 +0200
Pferde-Friedenstreck erreicht russisches Gebiet https://www.ekbo.de//themen/detail/nachricht/pferde-friedenstreck-erreicht-russisches-gebiet.html

Foto ©Manuela Schneider

Kaliningrad (epd). Die Pferde-Friedenstour aus Brandenburg nach Russland hat die russische Grenze überquert. Die Einreise sei reibungslos verlaufen, teilte Pfarrer Helmut Kautz aus Brück am Freitag mit. "Pferde und Grenzer waren entspannt", erklärte der Vorsitzende des Kaltblut Zucht- und Sportvereins des märkischen Ortes, Thomas Haseloff: "Nach einer Unmenge von Stempeln konnten wir in Frieden ins Kaliningrader Gebiet einfahren, dort wurden wir herzlich empfangen." Der Treck mit acht Planwagen ist Mitte Juli in Brück bei Potsdam gestartet und soll Anfang Oktober nach einer rund 2.300 Kilometer langen Reise Weliki Nowgorod bei St. Petersburg erreichen.

Mit der Tour unter Beteiligung der evangelischen Kirche soll für Völkerverständigung und ein geeintes Europa geworben werden. Der Treck reist entlang einer historischen Handelsroute und bringt eine Friedensglocke nach Russland.

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Nachrichten des Evangelischen Pressedienstes Startseite Fri, 17 Aug 2018 10:49:13 +0200
Berlins Regierungschef ruft zu Protesten gegen Neonazis auf https://www.ekbo.de//themen/detail/nachricht/berlins-regierungschef-ruft-zu-protesten-gegen-neonazis-auf.html Berlin (epd). Gegen zwei Neonazi-Aufmärsche zum 31. Todestag des NS-Kriegsverbrechers Rudolf Heß sind am Samstag in Berlin umfangreiche Proteste geplant. Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller und Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (beide SPD) riefen am Donnerstag zur Teilnahme auf. Es sei wichtig, für eine "Gesellschaft ohne Hass und Hetze Gesicht" zu zeigen, betonte Giffey, die früher Bürgermeisterin von Berlin-Neukölln war. "Berlin ist eine freie, tolerante und weltoffene Metropole", erklärte Müller: "Wir werden keinen Angriff gegenüber Andersdenkenden, Andersgläubigen und Anderslebenden dulden."

Zu den mehr als zehn Demonstrationen gegen Rechtsextremismus in verschiedenen Stadtteilen seien insgesamt mehr als 5.000 Teilnehmer angemeldet, sagte eine Polizeisprecherin dem Evangelischen Pressedienst (epd) am Donnerstag. Zu den Neonazi-Aufmärschen in Spandau und zum Bahnhof Lichtenberg werden demnach jeweils 500 Anhänger der rechten Szene erwartet.

Zu den Protesten gegen rechts rufen auch die Kirchen auf. "Wir wollen die rassistische Stimmungsmache nicht hinnehmen", heißt es dazu in einem ökumenischen Aufruf von evangelischer und katholischer Kirche. An einer Kundgebung des Bündnisses für ein weltoffenes und tolerantes Berlin in Spandau wollen auch der Bischof der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz, Markus Dröge, und Lala Süsskind vom Jüdischen Forum für Demokratie und gegen Antisemitismus teilnehmen.

Nach Polizeiangaben sind allein im Bezirk Spandau sieben Veranstaltungen gegen Rechtsextremismus angemeldet. Dort nahm sich Rudolf Heß am 17. August 1987 im alliierten Kriegsverbrechergefängnis mit 93 Jahren das Leben. Das im damaligen britischen Sektor West-Berlins gelegene Gefängnis wurde danach abgerissen. Damit sollte verhindert werden, dass die Haftanstalt zu einem Anziehungsort für Neonazis wird.

An einem Demokratiefest in Spandau will am Samstag auch Bundesministerin Giffey teilnehmen. Im Bezirk sind zudem Mahnwachen, Friedensgebete und Glockengeläut gegen rechts geplant. Ein Verbot des Neonazi-Aufmarsches in Spandau sei nicht möglich gewesen, erklärte Berlins Innensenator Andreas Geisel (SPD). Er habe sich bereits im vergangenen Jahr "deutlich gegen den Inhalt dieser Demonstration gestellt" und tue dies auch in diesem Jahr, betonte der Innensenator: "Jede Verherrlichung von Rechtsextremismus ist widerwärtig und wird von mir auf das Schärfste verurteilt."

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Nachrichten des Evangelischen Pressedienstes Startseite Thu, 16 Aug 2018 17:22:30 +0200
Berlin bekommt 23 neue Ehrengräber https://www.ekbo.de//themen/detail/nachricht/berlin-bekommt-23-neue-ehrengraeber.html Berlin (epd). 23 namhafte Berliner Persönlichkeiten, die auf den Friedhöfen der Hauptstadt begraben sind, bekommen eine Berliner Ehrengrabsstätte. Das hat der Berliner Senat am Dienstag beschlossen. Zu den Geehrten gehören der frühere Regierende Bürgermeister Klaus Schütz (1926-2012), der evangelische Theologe Helmut Gollwitzer (1908-1993), die Schriftstellerin Christa Wolf (1929-2011), der Maler Kurt Mühlenhaupt (1921-2006) und die Schauspielerin und Sängerin Evelyn Künneke (1921-2001), wie die Senatskanzlei am Dienstag mitteilte.

Weitere Ehrengräber erhalten unter anderem der Schauspieler und antifaschistische Widerstandskämpfer Hans Otto (1900-1933), der Rechtsmediziner Otto Prokop (1921-2009), der Bühnen- und Drehbuchautor Curth Flatow (1920-2011), der Kunsthistoriker und Museumsdirektor Wilhelm von Bode (1845-1929) und der Nobelpreisträger für Physik Ernst Ruska (1906-1988). Zudem werden 84 bestehende Ehrengrabstätten für weitere 20 Jahre verlängert darunter das Grab des Inhabers der Blindenwerkstatt Otto Weidt (1883-1947), von Verleger Rudolf Mosse (1843-1920) und dem Maler Lovis Corinth (1858-1925).

Mit den neuen Ehrengrabstätten gibt es in Berlin nach Angaben des Senats ingesamt 666 Ehrengräber. Davon sind 73 Grabstätten von Frauen. Dem Beschluss muss noch der Rat der Bürgermeister zustimmen.

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Nachrichten des Evangelischen Pressedienstes Startseite Tue, 14 Aug 2018 13:37:00 +0200
Pferde-Friedenstreck aus Brandenburg nähert sich Kaliningrad https://www.ekbo.de//themen/detail/nachricht/pferde-friedenstreck-aus-brandenburg-naehert-sich-kaliningrad.html Foto ©Manuela Schneider

Kaliningrad (epd). Die Pferde-Friedenstour aus Brandenburg nach Russland hat inzwischen gut ein Drittel der rund 2.300 Kilometer langen Strecke nach Weliki Nowgorod bewältigt. Seit dem Start in Brück bei Potsdam Mitte Juli seien auf dem Treck rund 10.000 Euro vor Ort ausgegeben, 24 kleine Glocken in den Orten an der Strecke verteilt und rund 1.500 Liter Bier von der Mannschaft getrunken worden, teilte der evangelische Pfarrer Helmut Kautz am Dienstag mit: "Jetzt liegt die aufregende Etappe durch das Kaliningrader Gebiet vor uns."

Die Kosten für den Treck beliefen sich bisher auf mehr als 60.000 Euro, hieß es. In den zurückliegenden 30 Tagen hätten sich mehr als 50 Mitfahrer beteiligt, bisher seien 30 Pferde zum Einsatz gekommen.

Der Treck wird in den ersten rund 50 Tagen bis Riga auch von der Rathenower Ärztin Viola Köhler begleitet. Die Reaktion der Menschen entlang der Strecke sei beeindruckend, betonte Köhler: "Überall auf unseren Wegen stehen begeistert winkende freundliche Menschen." An den Ankunftsorten rücke häufig auch die örtliche Feuerwehr an, um die staubigen Pferde abzuspritzen. Abends gebe es oft spontane Einladungen zum Essen und zum Übernachten, so die Ärztin: "Die polnische Gastfreundschaft ist schier grenzenlos."

Die Mission, mit Pferden Frieden zu bringen, funktioniere, betonte Köhler: "Der Frieden beginnt mit den persönlichen Kontakten der Menschen untereinander, und die Pferde sind der beste Vermittler." Mit dem Treck entlang einer historischen Handelsroute soll eine Friedensglocke nach Weliki Nowgorod bei St. Petersburg gebracht werden.


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Nachrichten des Evangelischen Pressedienstes Startseite Tue, 14 Aug 2018 10:20:00 +0200
Gedenkstätte Deutscher Widerstand würdigt Elisabeth Schmitz https://www.ekbo.de//themen/detail/nachricht/gedenkstaette-deutscher-widerstand-wuerdigt-elisabeth-schmitz.html Berlin (epd). Zum 125. Geburtstag der NS-Widerstandskämpferin Elisabeth Schmitz am 23. August hat die Gedenkstätte Deutscher Widerstand die Berliner Studienrätin gewürdigt. Die gebürtige Hanauerin, die nach 1933 zur regimekritischen evangelischen Bekennenden Kirche gehörte, habe mit ihrer Denkschrift "Zur Lage der deutschen Nichtarier" Mitte der 30er Jahre die Kirche aufgefordert, öffentlich gegen die Judenverfolgung Stellung zu beziehen, erklärte die Gedenkstätte in Berlin.

Ihre eindringliche Schrift sei jedoch von den kirchlichen Leitungsgremien unbeachtet geblieben, betonte die Gedenkstätte. Weil sich Elisabeth Schmitz (1893-1977) weigerte, im nationalsozialistischen Sinne zu unterrichten, sei sie 1939 in den vorzeitigen Ruhestand gegangen. Nach Beginn der Massendeportationen unterstützte sie versteckt lebende Juden.

Obwohl die promovierte Historikerin zur Zeit des Nationalsozialismus ihre Stimme erhoben habe, sei sie auch nach 1945 "lange unsichtbar geblieben", betonte die Gedenkstätte. Elisabeth Schmitz hat zwischen 1923 und 1938 an verschiedenen Berliner Schulen unterrichtet, zuletzt im Stadtteil Lankwitz. 1943 verließ sie Berlin und ging zurück nach Hanau, nach Kriegsende und Befreiung arbeitete sie wieder als Lehrerin.

Die Widerstandskämpferin starb am 10. September 1977 in Offenbach am Main. 2011 wurde Elisabeth Schmitz posthum von der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem in Jerusalem als "Gerechte unter den Völkern" geehrt.


Info
Die Gedenkstätte Stille Helden in der Stiftung Gedenkstätte Deutscher Widerstand lädt am 125. Geburtstag von Elisabeth Schmitz am Donnerstag, dem 23. August, um 19 Uhr zu einer Veranstaltung mit Publikumsgespräch ein. Um Anmeldung wird bis zum 20. August gebeten.

Internet
www.gdw-berlin.de
www.gedenkstaette-stille-helden.de
www.yadvashem.org

Orte
Gedenkstätte Deutscher Widerstand, Stauffenbergstr. 13-14, 10785 Berlin

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Nachrichten des Evangelischen Pressedienstes Startseite Sun, 12 Aug 2018 16:01:00 +0200
Bischof Dröge beklagt Skepsis gegenüber Religion an Universitäten https://www.ekbo.de//themen/detail/nachricht/bischof-droege-beklagt-skepsis-gegenueber-religion-an-universitaeten.html Berlin (epd). Der evangelische Berliner Bischof Markus Dröge hat zu mehr Offenheit gegenüber den Religionen an Hochschulen aufgerufen. Im Alltag der Universitäten werde Religion "oft immer skeptischer betrachtet", sagte der Bischof der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz am Samstag im Berliner RBB-Rundfunk. Dies sei bedauerlich.

Studierendengemeinden beklagten immer öfter, dass es schwierig sei, Räume für Veranstaltungen zu bekommen, sagte Dröge. Zum Teil sei auch verboten worden, Zettel in der Mensa auszulegen, um andere zu Gottesdiensten und Veranstaltungen einzuladen. Um sich über gute und problematische Seiten von Religionen zu verständigen, seien jedoch Austausch und öffentlicher Diskurs wichtig. Ein Ort dafür seien auch die Universitäten.

"Die Kenntnis der verschiedenen Religionen, die Begegnung mit Menschen, die ihre Religion öffentlich leben, hilft, unsere Welt besser zu verstehen", betonte Dröge. Jüdische, christliche und muslimische Schriften hielten viel ethische Orientierung bereit. Die Kenntnis dieser Traditionen helfe auch deutlich zu machen, "wo Religion das Verständnis füreinander behindert und Feindschaft sät statt Liebe".


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ekbo.de Nachrichten des Evangelischen Pressedienstes Startseite Sat, 11 Aug 2018 14:43:00 +0200
Pferde-Friedenstreck aus Brandenburg bei Kilometer 500 https://www.ekbo.de//themen/detail/nachricht/pferde-friedenstreck-aus-brandenburg-bei-kilometer-500.html Brück/Osieczna (epd). Zweieinhalb Wochen nach ihrem Start im brandenburgischen Brück hat die Pferde-Friedenstour nach Russland bereits über 500 Kilometer zurückgelegt und hat Station in dem Ort Osieczna mitten in Polen gemacht. Wegen der extremen Temperaturen sei der Planwagen-Treck drei Tage lang ausgesetzt worden, erklärte der Brücker evangelische Pfarrer Helmut Kautz am Sonntag "Pferd, Wagen und Mensch litten unter der Hitze und verfielen in Lethargie", so Kautz. Immer wieder habe entlang des Weges durch Polen die Feuerwehr mit Wasser zum Abkühlen ausgeholfen. Zudem seien die Mitfahrer mit vielen Äpfeln und Eis beschenkt worden.

Kautz berichtet von großer Gastfreundschaft, faszinierenden Begegnungen und großer Hilfsbereitschaft unterwegs. So sei extra ein Hufschmied aus Danzig angereist, um die Pferde neu zu beschlagen, weil der eigene Hufschmied krank geworden ist. Jung und Alt kämen in den Orten entlang der Strecke zusammen, um den Treck zu bestaunen und Kontakte zu knüpfen. "Das ist wahrhaft gelebtes Europa eine echt gelebte Friedensmission", so der Pfarrer.  

Mit dem am 18. Juli gestarteten zehnwöchigen Treck durch Mittel- und Osteuropa soll eine Friedensglocke auf einer historischen West-Ost-Handelsroute nach Weliki Nowgorod südlich von St. Petersburg gebracht werden. Die Planwagen werden von 18 Rheinisch Deutschen Kaltblutpferden gezogen. Täglich legen die Kutscher rund 35 Kilometer zurück und wollen Anfang Oktober am Ziel ankommen. Im Gepäck haben die Reisenden Brot und Salz und die eigens hergestellte Friedensglocke, die an jeder Station geläutet wird. Insgesamt umfasst die Strecke rund 2.300 Kilometer.

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ekbo.de Nachrichten des Evangelischen Pressedienstes Startseite Mon, 06 Aug 2018 08:46:42 +0200
Berliner Kirchenzeitung entschuldigt sich für Karikatur über Israel https://www.ekbo.de//themen/detail/nachricht/berliner-kirchenzeitung-entschuldigt-sich-fuer-karikatur-ueber-israel.html Berlin (epd). Die Berliner Wochenzeitung "Die Kirche" hat sich in ihrer aktuellen Ausgabe für eine Karikatur über das umstrittene Nationalstaatsgesetz in Israel entschuldigt. Der Redaktion sei "ein schwerer Fehler unterlaufen", heißt es in einem "In eigener Sache" auf der Titelseite der Ausgabe vom 5. August. Auch der Bischof der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO), Markus Dröge, nimmt in der Ausgabe Stellung zu der Karikatur, die den israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu dabei zeigt, wie er einen dicken Fisch mit der Aufschrift "Juden" füttert, während ein kleiner Fisch daneben im Aquarium mit der Aufschrift "Araber" leer ausgeht.

Offenbar wurde die in der Ausgabe vom 29. Juli erschienene Karikatur von Lesern als antisemitisch empfunden. Es gebe in Verlag und Redaktion keinen Antisemitismus, betont die Redaktion. Der Abdruck sei in kritischer politischer Absicht gegenüber dem neuen Nationalstaatsgesetz geschehen - "und bedeutet in der fatalen Annahme, dass es eine rein politische Karikatur in unserer Zeitung zu diesen Themen geben könnte, eine nicht zu entschuldigende Geschmacklosigkeit". Man habe "zu kurz gedacht" und die Herausgeber nicht eingebunden, heißt es in der Entschuldigung weiter.

In seinem Beitrag schreibt Bischof Dröge, er sei "entsetzt" gewesen, als er die betreffende Seite aufgeschlagen habe. "Eine solche Karikatur in unserer Kirchenzeitung ist für mich vollkommen inakzeptabel", schreibt er. Es werde mit Bildern suggeriert, "die Juden" würden "die Araber" in Israel "beiseite drücken, aushungern, zerquetschen wollen". Gut und Böse seien klar verteilt. Auch in Israel sei die Kritik an dem Gesetz aber groß.

In einer vielschichtigen Problemlage wie im Nahen Osten würden "einseitige Zuschreibungen von Schuld verbunden mit platten religiösen und ethnischen Identifizierungen nicht der so notwendigen Versöhnung helfen", kritisiert der Bischof. Es seien gerade unbedachte Haltungen, mit denen Klischees und Zuschreibungen transportiert würden, "die heute wieder den Nährboden für Antisemitismus bieten". Dröge gehört zum Kreis der Herausgeber der Zeitung. Er kündigte an, dass in dem Gremium über das Erscheinen der Karikatur beraten werden soll.

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Erklärung der Kirchenzeitung auf der Internetseite: www.die-kirche.de
Kolumne von Bischof Markus Dröge zum Thema: http://u.epd.de/11i8

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Nachrichten des Evangelischen Pressedienstes Startseite Fri, 03 Aug 2018 10:05:27 +0200