www.ekbo.de: Newsmeldungen https://www.ekbo.de/ Newsmeldungen de www.ekbo.de: Newsmeldungen https://www.ekbo.de/typo3conf/ext/tt_news/ext_icon.gif https://www.ekbo.de/ 18 16 Newsmeldungen http://blogs.law.harvard.edu/tech/rss Fri, 19 Oct 2018 12:02:24 +0200 Berlins evangelische Schulen feiern 70-jähriges Bestehen https://www.ekbo.de//themen/detail/nachricht/berlins-evangelische-schulen-feiern-70-jaehriges-bestehen.html Berlin (epd). Die Gründung der ersten evangelischen Schulen in Berlin nach dem Zweiten Weltkrieg vor 70 Jahren ist mit einem Jubiläumsfestakt in der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche gefeiert worden. Der Bischof der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz, Markus Dröge, würdigte die Schulgründungen als Ausdruck der Hoffnung in einer nahezu gänzlich zerstörten Stadt. Durch den Nationalsozialismus sei auch das Vertrauen zerstört worden, dass ein Staat Schulen aufbauen könne, in denen die Würde aller Menschen geachtet und Werte für das Zusammenleben in einem Gemeinwesen vermittelt werden, sagte Dröge laut Manuskript in seiner Predigt in dem Festgottesdienst.

Evangelische Schulen stünden Kindern und Jugendlichen verschiedener Religionen und Konfessionen aus allen sozialen Schichten offen, betonte Dröge. Heute könnten sie damit auch dazu beitragen, die vielfältige und demokratische Gesellschaft zu stärken. Die Selbstverständlichkeit gleicher Würde und gleicher Rechte von Menschen, unabhängig von ihrem Geschlecht, ihrer Religion, ihrer sexuellen Orientierung und ihrer Leistungsfähigkeit, sei in einer Zeit, in der dies auch öffentlich immer wieder infrage gestellt werde, ein nicht zu unterschätzender Bildungsinhalt.

Der Anspruch der evangelischen Schulen sei von Anbeginn gewesen, Bildung für alle zu gewährleisten, erklärte der Vorsitzende der evangelischen Schulstiftung, Frank Olie, am Freitag in Berlin: "Die 'Schule für alle' war und ist eine evangelische Devise, die zur Einführung der Schulpflicht führte."

Die ersten fünf evangelischen Schulen wurden zunächst noch ohne offizielle Genehmigung während der Blockade West-Berlins durch die Sowjetunion im September 1948 in den West-Berliner Stadtteilen Charlottenburg, Frohnau, Neukölln, Spandau und Steglitz gegründet. Die ersten 228 Schülerinnen und Schüler lernten damals nach Angaben der Schulstiftung unter einfachsten Bedingungen in Gemeinde- und Kirchenräumen. Die Westsektoren der Stadt wurden zu der Zeit über die Luftbrücke von sogenannten Rosinenbombern mit dem Nötigsten versorgt.

Die 32 Schulen in Berlin und Brandenburg, die heute zur Schulstiftung gehören, setzten sich für mehr Bildungsgerechtigkeit und Chancengleichheit ein, betonte Olie: "Sie verstehen sich als Kreativlabore und vermitteln Werte wie Toleranz, Gemeinschaftssinn und Selbstverantwortlichkeit."

In Berlin gibt es inzwischen auch evangelische Schulen unter anderem in den Stadtteilen Friedrichshain, Köpenick, Lichtenberg, Pankow und Wilmersdorf. In Brandenburg gibt es unter anderem in Brandenburg an der Havel, Cottbus, Neuruppin, Schwedt und Wriezen evangelische Schulen, die zur Schulstiftung gehören. An den Grundschulen, Sekundar- und Oberschulen sowie den Gymnasien werden rund 10.000 Kinder und Jugendliche unterrichtet. Die Schulstiftung wurde 2004 gegründet.


Internet
www.schulstiftung-ekbo.de

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ekbo.de Nachrichten des Evangelischen Pressedienstes Startseite presse.ekbo.de Fri, 19 Oct 2018 12:02:24 +0200
Humboldt-Uni erhält Stiftungsprofessur Christlich-jüdischer Dialog https://www.ekbo.de//themen/detail/nachricht/humboldt-uni-erhaelt-stiftungsprofessur-christlich-juedischer-dialog.html
Der inhaltliche Schwerpunkt des neuen Lehrstuhls, der voraussichtlich zum Wintersemester 2019/20 seine Arbeit aufnehmen wird, liege auf der europäischen Neuzeit. Dabei sollten insbesondere die Wirkungen von aus der Reformation hervorgegangenen Kirchen und Theologien auf das christlich-jüdische Verhältnis erforscht werden. Neben einer interdisziplinären und internationalen Ausrichtung erwarteten sich die Stifter durch die Professur neue Impulse für die allgemeine und kirchlich geprägte Öffentlichkeit.

Die Stiftungsprofessur soll am Institut Kirche und Judentum der Theologischen Fakultät der HU angesiedelt werden, hieß es weiter. Die Initiative dazu geht den Angaben zufolge auf die EKD und ihre Gliedkirchen zurück. Finanzielle Unterstützung komme vom Stifterverband und der Volkswagen-Stiftung.

Die Stiftungsprofessur werde für die Dauer von zehn Jahren eingerichtet. Im Anschluss daran habe die Universität zugesagt, die Professur in der Theologischen Fakultät "nachhaltig in der Universität zu verankern".

Zu dem Festakt in der Heilig-Geist-Kapelle der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der HU werden unter anderen die Präses der EKD-Synode, Irmgard Schwaetzer, Landesbischof Ralf Meister (Hannover), HU-Präsidentin Sabine Kunst und der Leiter des Instituts Kirche und Judentum, Christoph Markschies, erwartet. Der Vorsitzende des Rates der EKD, Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm, hatte die Einrichtung der Stiftungsprofessur auf Initiative der EKD im März 2017 im Rahmen der Eröffnung der Woche der Brüderlichkeit in der Frankfurter Paulskirche angekündigt. Im Jubiläumsjahr "500 Jahre Reformation" sollte so ein gemeinschaftliches Zeichen gesetzt werden gegen Antijudaismus und Antisemitismus, hieß es.

Internet
http://u.epd.de/1329

Orte
Heilig-Geist-Kapelle der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der HU, Spandauer Str. 1, 10178 Berlin

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ekbo.de Nachrichten des Evangelischen Pressedienstes Startseite presse.ekbo.de Fri, 19 Oct 2018 11:58:06 +0200
Konferenz Diakonie und Entwicklung mit Gottesdienst eröffnet https://www.ekbo.de//themen/detail/nachricht/konferenz-diakonie-und-entwicklung-mit-gottesdienst-eroeffnet.html
Dröge erinnerte in seiner Predigt daran, dass vielen Menschen in der Gesellschaft soziale Gerechtigkeit vorenthalten sei. "Wir dürfen nicht darin nachlassen, das Recht auf Nahrung, auf Bildung, auf Gesundheitsversorgung, auf Heimat, auf körperliche und seelische Unversehrtheit, auf Inklusion für alle Menschen im Blick zu behalten", appellierte er an die Konferenzteilnehmer. Menschenrecht und Menschenwürde seien zugleich der Schlüssel dazu, die Demokratie zukunftsfähig zu machen, fügte er hinzu: "Es ist unsere Aufgabe, unermüdlich die Stimme der Gerechtigkeit zu erheben und dem Schrei der Entrechteten ein Echo zu geben."

Recht sei jedoch nicht alles: "Menschenfreundlichkeit, Nächstenliebe, Güte, Barmherzigkeit erst machen das Leben lebenswert". Güte setze das Recht nicht außer Kraft, aber sie überschreite seine Grenzen. Konkret bedeute dies, dass die Gesetze der Marktwirtschaft sozial flankiert werden müssten. "Recht und Ordnung müssen durch den Sozialstaat ergänzt werden, der es auch denen ermöglicht, menschenwürdig zu leben, die nicht mit Erfolg gesegnet sind", mahnte der Berliner Bischof.

Die Konferenz Diakonie und Entwicklung ist das höchste beschlussfassende Gremium des Evangelischen Werkes für Diakonie und Entwicklung, zu dem die Diakonie Deutschland, Brot für die Welt und die Diakonie Katastrophenhilfe gehören. Die 112 Delegierten werden sich auf ihrer Konferenz bis Donnerstag unter anderem mit der Zukunft der Demokratie und der Rolle der Zivilgesellschaft befassen. Außerdem stehen verschiedene Berichte, der Jahresabschluss des Evangelischen Werkes für Diakonie und Entwicklung 2017 sowie der Wirtschaftsplan 2019 auf der Tagesordnung.

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ekbo.de Nachrichten des Evangelischen Pressedienstes Startseite presse.ekbo.de Wed, 17 Oct 2018 15:57:05 +0200
Berlin: Evangelische Synode befasst sich mit Armut und Reichtum https://www.ekbo.de//themen/detail/nachricht/berlin-evangelische-synode-befasst-sich-mit-armut-und-reichtum.html
In einem Antrag einer brandenburgischen Gemeinde aus dem Havelland an das Kirchenparlament wird empfohlen, auf evangelischen Friedhöfen neben Urnengemeinschaftsgrabstätten künftig auch anonyme Erdbestattungen zuzulassen. Die Nachfrage nach solchen Beisetzungen in Gemeinschaftsgrabanlagen nehme stetig zu, heißt es zur Begründung. In Gesprächen mit älteren Menschen stehe dabei häufig der Wunsch im Mittelpunkt, Hinterbliebene nicht mit der Pflege der Grabstätte zu belasten. Zugleich bestünden jedoch "Vorbehalte gegen die eigene Kremierung", heißt es dort weiter: "Der Wunsch ist die Bestattung in einem Sarg."

Weitere Themen des Kirchenparlaments sind vor allem Haushalts- und Finanzfragen. Für 2018 soll unter anderem wegen erneut gestiegener Einnahmen aus Kirchensteuern ein Nachtragshaushalt mit einem Volumen von insgesamt rund 406,4 Millionen Euro verabschiedet werden, vorgesehen waren bislang rund 393 Millionen Euro.

Von Januar bis Ende August seien in Berlin und Brandenburg rund 3,65 Prozent mehr Kirchensteuern eingenommen worden als im entsprechenden Zeitraum 2017, heißt es in einer Vorlage der Kirchenleitung für die Synode. 2018 würden deshalb nun insgesamt rund 250,5 Millionen Euro Kirchensteuern erwartet, knapp sechs Millionen Euro mehr als zunächst geplant. Nach Abzug der für die Erhebung der Kirchensteuern durch den Staat entstehenden Kosten stünden 2018 rund 5,2 Millionen Euro zusätzliche Steuereinnahmen zur Verfügung.

Die Kirche erwartet zugleich geringere Zinseinnahmen und rechnet für 2018 aktuell mit rund 7,4 Millionen Euro Erträgen, rund drei Millionen Euro weniger als geplant. Die Kulturstiftung der Landeskirche, die Stiftung St. Matthäus, soll wegen Zinsausfällen im laufenden Jahr 50.000 Euro Mittel von der Landeskirche bekommen. Für das Domstift Brandenburg sollen anders als bisher geplant 500.000 Euro für Baumaßnahmen an Gebäuden des Domensembles zur Verfügung gestellt werden.

Info
Die Herbsttagung der Synode der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz wird am Mittwoch, dem 24. Oktober, um 18 Uhr in der Segenskirche Berlin-Reinickendorf eröffnet und vom 25. bis 27. Oktober in der Bartholomäuskirche in Berlin-Friedrichshain fortgesetzt.

Internet
www.ekbo.de

Orte
Segenskirche, Auguste-Viktoria-Allee 16 f, 13403 Berlin Bartholomäuskirche, Friedenstr. 1, 10249 Berlin

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ekbo.de Nachrichten des Evangelischen Pressedienstes Startseite presse.ekbo.de Wed, 17 Oct 2018 15:28:26 +0200
Berliner Bischof sieht AfD-Ausschluss vom Kirchentag kritisch https://www.ekbo.de//themen/detail/nachricht/berliner-bischof-sieht-afd-ausschluss-vom-kirchentag-kritisch.html
Berlins evangelischer Bischof betonte, ihn interessiere schon, wie sich auf die Heilige Schrift berufende AfD-Vertreter "das was sie vertreten, aus der Bibel ableiten wollen". Da habe er bisher noch nichts Überzeugendes gehört, fügte das EKD-Ratsmitglied Dröge an. Der Berliner Bischof hatte auf dem Kirchentag 2017 in Berlin auf einem Podium mit der damaligen Sprecherin der "Christen in der AfD" debattiert.

Der Argumentation Dröges hielt der frühere Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Nikolaus Schneider, entgegen, Tabus hätten "manchmal ihren guten Sinn". Gedanken seien frei, aber bei öffentlicher Rede müssten auch Grenzen gezogen werden: "Ich bin nicht bereit, antisemitische Äußerungen als freie öffentliche Rede zu akzeptieren", sagte Schneider.

Das Präsidium für den evangelischen Kirchentag 2019 im westfälischen Dortmund hatte kürzlich beschlossen, AfD-Mitgliedern dort keine Podien zu öffnen. In dem Beschluss heißt es, der Kirchentag verstehe sich als "offenes Forum für faire Debatten über aktuelle Themen in Kirche und Gesellschaft". Nicht eingeladen werde jedoch, "wer sich rassistisch äußert". In der AfD gebe es mittlerweile einen fließenden Übergang zum Rechtsextremismus und Verbindungen zu verfassungsfeindlichen Netzwerken. Respekt und Klarheit seien jedoch Kernbestandteile des Kirchentages.

Schneider und Dröge stellten am Montagabend in Berlin das Buch "Glaube, Liebe, Hoffnung - Die Bibel der Politikerinnen und Politiker" aus dem Kreuz Verlag vor, dessen Herausgeber Schneider ist. Darin beschreiben 69 Politikerinnen und Politiker aller im Bundestag vertretenen Parteien - außer der AfD - ihre Lieblingsstelle aus Altem oder Neuem Testament. Darunter sind Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble und Bundeskanzlerin Angela Merkel (beide CDU), CSU-Chef und Bundesinnenminister Horst Seehofer, Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke), SPD-Chefin Andrea Nahles und der baden-württembergische Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne).

Die Antwortgeber gehören ganz unterschiedlichen Glaubensrichtungen an. Neu an dieser "Politiker-Bibel" ist, dass den Protagonisten erstmals Fragen gestellt wurden, wie etwa "Kann man mit der Bergpredigt Politik machen?".

Info
"Glaube, Liebe, Hoffnung - Die Bibel der Politikerinnen und Politiker", von Nikolaus Schneider (Herausgeber), Kreuz Verlag, 200 Seiten, ISBN: 9783946905462

Internet
www.herder.de

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ekbo.de Nachrichten des Evangelischen Pressedienstes Startseite presse.ekbo.de Tue, 16 Oct 2018 10:19:30 +0200
Kirchliche Kunstauktion erbringt 35.000 Euro https://www.ekbo.de//themen/detail/nachricht/kirchliche-kunstauktion-erbringt-35000-euro.html
Die Einnahmen aus dem Galerieverkauf lagen nach ihren Worten bei 9.500 Euro und damit deutlich höher als in den Vorjahren. Angeboten waren insgesamt 100 Werke verschiedener Künstler, darunter Arbeiten von Lovis Corinth, Horst Janssen, Otto Eglau, Bruno Bruni, Marwan, Klaus Fußmann sowie Kani Alavi, Elvira Bach und Kurt Mühlenhaupt.

Die Aktion stand unter dem Motto "Kunst Hilft Helfen". Der Erlös kommt traditionell kirchlichen Projekten für Flüchtlinge und Migranten zugute. Die evangelische Kirche in Berlin lädt seit 1996 jährlich zu Kunstversteigerungen ein. In den bisher 23 Auktionen kamen annähernd 750.000 Euro zusammen. Die Schirmherrschaft für die 23. Kunstauktion der Landeskirche hatten der Berliner Bischof Markus Dröge und die Kunstwissenschaftlerin Bénédicte Savoy übernommen.

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ekbo.de Nachrichten des Evangelischen Pressedienstes Startseite presse.ekbo.de Mon, 15 Oct 2018 10:52:02 +0200
Theologe Herche als Generalsuperintendent in Görlitz verabschiedet https://www.ekbo.de//themen/detail/nachricht/theologe-herche-als-generalsuperintendent-in-goerlitz-verabschiedet.html Görlitz (epd). Die rund 175.000 evangelischen Christen in der Region zwischen Bad Freienwalde, Jüterbog und Görlitz haben ein neues theologisches Oberhaupt. Am Sonntag wurde der bisherige Görlitzer Generalsuperintendent der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz, Martin Herche (65), mit einem feierlichen Gottesdienst aus seinem Amt verabschiedet. Zugleich wurde die 54-jährige Theologin Theresa Rinecker, die aus der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland nach Görlitz wechselt, in ihr neues Amt eingeführt. Damit werden nun alle drei Sprengel der Landeskirche von Frauen geleitet. Martin Herche war seit 2011 Generalsuperintendent in Görlitz.

Der evangelische Landesbischof Markus Dröge würdigte Herches Wirken in dem Festgottesdienst in der Görlitzer Pfarrkirche St. Peter und Paul. In seiner langjährigen Tätigkeit habe Herche immer ein offenes Ohr für die Sorgen der Menschen im Zusammenhang mit dem Strukturwandel in der Braunkohle-Region gehabt. "Unsere Synode hat 2009 beschlossen, den Ausstieg aus der Braunkohle zu befürworten und zugleich daran mitzuwirken Strukturen aufzubauen, die die Braunkohle-Region auf Zukunft ausrichten", sagte Dröge. Das habe sich Herche persönlich zur Aufgabe gemacht.

Beeindruckend sei auch Herches Einsatz für den Erhalt der Arbeitsplätze bei Bombardier und Siemens gewesen, sagte Dröge weiter. Dem bisherigen Generalsuperintendent sei es gelungen, mit vielen gesellschaftlichen Kräften "hier unter dem Strich etwas für die Region zu erreichen". Auch um die Pflege der sorbisch-wendischen Kultur und Sprache sowie die Vertiefung der Beziehungen zum Nachbarland Polen habe sich Herche verdient gemacht. Als Bundesvorsitzender der Gemeinschaft evangelischer Schlesier und Stiftungsratsvorsitzender der Stiftung evangelisches Schlesien werde Herche auch weiter für die Pflege des Erbes der evangelischen Schlesier arbeiten und Verbindungen nach Polen pflegen, betonte der Bischof.

Die neue Generalsuperintendentin Rinecker sei in Mitteldeutschland aufgewachsen und komme damit ebenfalls aus einer Region, "wo der Kohle-Tagebau mit seinen Auswirkungen auf das Leben der Menschen zu einer Grunderfahrung" des eigenen Lebens wurde, betonte Dröge weiter. Dies sei "ein großes Pfund" für die neue Aufgabe. Ihre Erfahrung als bisherige Leiterin des Seelsorgeseminars der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland und Lehrsupervisorin werde Rinecker nun in die Gestaltung der Kirche einfließen lassen, sagte der Bischof.

Theresa Rinecker stammt aus Merseburg, hat in Jena evangelische Theologie studiert und wurde 1991 ordiniert. Danach war sie bis 2007 Pfarrerin in Queienfeld im Kirchenkreis Meiningen und in Bad Berka im Kirchenkreis Weimar. Seit 2008 hat sie das Seelsorgeseminar der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland geleitet, das seinen Sitz seit 2016 in Halle an der Saale hat.

Sie habe eine von tiefer Frömmigkeit geprägte katholische Kindheit erlebt, dann aber als Katholikin evangelische Theologie studiert und sei schließlich im fünften Studienjahr konvertiert, so hatte Rinecker vor der Wahl Anfang des Jahres ihren Werdegang beschrieben. Ihre Aufgabe sehe sie darin, nahe bei den Menschen zu sein. Mit dem Brennpunktthema der Lausitz, dem Braunkohletagebau, sei sie bereits durch ihre Familie verbunden, betonte die Theologin: "Mein Vater ist Geologe und Bergbauingenieur." Zur Debatte über Gewalt gegen und von Flüchtlingen in Cottbus sagte Rinecker, es sei an der Zeit, wieder zu Runden Tischen einzuladen, um miteinander zu reden.

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www.ekbo.de

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ekbo.de Nachrichten des Evangelischen Pressedienstes Startseite presse.ekbo.de Mon, 15 Oct 2018 10:39:47 +0200
Brandenburgs "Barockwunder" feiert sich https://www.ekbo.de//themen/detail/nachricht/brandenburgs-barockwunder-feiert-sich.html Seit kurzem ist - 200 Jahre nach dem Auszug der letzten Mönche - in Neuzelle wieder ein katholisches Priorat des Zisterzienserordens beheimatet. Nur sechs Wochen später schaut das Land erneut auf das Barockkloster: Vor 750 Jahren wurde es gegründet.

Neuzelle (epd). Mit einem Gottesdienst und einem Empfang ist die Festwoche zum 750. Gründungsjubiläum des Klosters Neuzelle am Freitag zu Ende gegangen. Dabei würdigten Bischof Markus Dröge und Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) die einzigartige Anlage im südöstlichen Brandenburg. Am 12. Oktober 1268 hatte Heinrich der Erlauchte die Stiftungsurkunde zur Gründung des Zisterzienserklosters Nova Cella (Neuzelle) unterzeichnet. Heute gehört die Denkmalanlage mit ihren Liegenschaften dem Land Brandenburg. Anfang September war dort ein neues katholisches Zisterzienser-Priorat gegründet worden.

Ministerpräsident Woidke wertete das Festjahr zum 750-jährigen Bestehen des Klosters als Gewinn für das ganze Land. Neuzelle habe als "Barockwunder Brandenburgs" Strahlkraft weit über die Landesgrenzen hinaus. Schließlich handele es sich um eine der wenigen vollständig erhaltenen Klosteranlagen in Europa. Kulturell und touristisch sei der Ort "ein echtes Highlight". Die besondere Bedeutung Neuzelles speise sich aber nicht nur aus der Architektur, sagte der brandenburgische Ministerpräsident.

Er sei dem Zisterzienserorden sehr dankbar dafür, dass wieder Mönche im Kloster Neuzelle leben, dass es wieder katholische Seelsorge gebe und eine sehr wertvolle Tradition wieder auflebe. "Religiöse Pluralität und das friedliche Miteinander der christlichen Konfessionen hatten in der Vergangenheit nicht immer den hohen Stellenwert, den wir dem heute beimessen", fügte Woidke hinzu. Viele Menschen in Brandenburg gehörten keiner Konfession an, dennoch sei für viele von ihnen der christliche Wertekanon von hoher Bedeutung.

Bischof Dröge von der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz sagte in seiner Predigt im Festgottesdienst, nach 750 Jahren stehe in Neuzelle alles noch einmal auf Anfang. Die Neugier sei dabei groß, mönchisches Leben in einer Gegend, wo sich nur noch sehr wenige Menschen zum Christentum bekenne, "eine kleine Attraktion". Zugleich verbinde sich damit eine große Hoffnung, nämlich dass etwas Neues entstehe - "aber doch in dem alten Geist".

Dröge hob auch die Nähe zum Nachbarland Polen und die ökumenische Nachbarschaft verschiedener Glaubensrichtungen in Neuzelle hervor. Der Bischof sprach von Dankbarkeit für "das gute ökumenische Miteinander, das bereits jetzt an diesem Ort entstanden" sei. Er unterstrich in seiner Predigt: "Wir alle - gleich welcher Konfession - leben von der gleichen Quelle."

Die Festwoche hatte ein umfangreiches Kulturprogramm zum Klosterjubiläum bereitgehalten. Unter anderem wurde der historische Stiftsatlas von 1758 öffentlich präsentiert, der sonst in der Berliner Staatsbibliothek aufbewahrt wird. Gezeigt wurde nach umfangreicher Restaurierung auch die vierte Szene der barocken Neuzeller Passionsdarstellungen mit dem Titel "Jesus vor Kaiphas". Die insgesamt 15 Passionsdarstellungen von 1751 gelten als eine der wichtigsten monumentalen barocken Bühneninstallationen und einzigartiges Zeugnis europäischer Kunst- und Kulturgeschichte.

In der Barockzeit war das katholische Kloster umgestaltet worden. Im Jahre 1817 wurde der Klosterbesitz im Zuge der Säkularisierung in ein preußisch-staatliches Stift Neuzelle überführt, das bis 1955 als Forst- und Domänenverwaltung bestand und dann verstaatlicht wurde. Um die Klosteranlage wiederzubeleben, wurde 1996 die Stiftung Stift Neuzelle als öffentlich-rechtliche Stiftung des Landes Brandenburg gegründet. Das Land beteiligte sich nach den Worten von Regierungschef Woidke unter anderem mit einer größeren Summe aus Lottomitteln an den Jubiläumsfeierlichkeiten.

Die Predigt von Bischof Dröge zum nachlesen

Internet
www.750jahre-klosterneuzelle.de

Orte
Kloster Neuzelle, Stiftsplatz 7, 15898 Neuzelle

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ekbo.de Nachrichten des Evangelischen Pressedienstes Startseite presse.ekbo.de Fri, 12 Oct 2018 15:52:09 +0200
Garnisonkirche: Neue Superintendentin für Dialog mit Kritikern https://www.ekbo.de//themen/detail/nachricht/garnisonkirche-neue-superintendentin-fuer-dialog-mit-kritikern.html Potsdam (epd). In der Debatte über den Wiederaufbau des Potsdamer Garnisonkirchturms hat die neue evangelische Superintendentin der Stadt, Angelika Zädow, dazu aufgerufen, die Kritiker mit ins Boot zu holen. "Ich würde Kritiker immer einladen mitzureden", sagte die Theologin den "Potsdamer Neuesten Nachrichten" (Montag). Durch unterschiedliche Meinungen ergäben sich auch unterschiedliche Perspektiven, die dazu beitragen könnten, "eine gute Zukunft für das Projekt zu gestalten".

Sie befürworte den Wiederaufbau des Turms, weil das Projekt Menschen dazu herausfordere, eigene Positionen zu großen Themen zu beziehen, sagte Zädow. Die evangelische Kirche plant dort unter anderem Versöhnungsarbeit. "Ich glaube, dass es gerade in dieser Zeit unglaublich wichtig ist, einmal durchzudeklinieren, was es denn heißt sich zu versöhnen und mit wem", betonte die Theologin.

Das Projekt biete eine große Chance, um eine wirkliche Streitkultur zu lernen, unterschiedliche Meinungen auszutragen und sich dabei trotzdem auf Augenhöhe zu begegnen und wertzuschätzen, sagte Zädow. Die von Kritikern in den Mittelpunkt gestellte Geschichte der Garnisonkirche als preußische Militärkirche und ihre Rolle im Nationalsozialismus seien nur ein Punkt bei der Debatte über das Bauprojekt.

"Wir haben die Vergangenheit, die mit der Garnisonkirche verbunden ist, wir haben die aktuelle Diskussionslage und wir haben die Zukunft", sagte Zädow. Diese drei zeitlichen Dimensionen in Verbindung zu bringen, sei wichtig. Dabei werde es vor allem auf die inhaltliche Arbeit ankommen. Daran werde derzeit mit Hochdruck gearbeitet. Angelika Zädow ist seit Anfang September Superintendentin des evangelischen Kirchenkreises Potsdam und durch das Amt auch Mitglied im Kuratorium der Garnisonkirchenstiftung. Davor war die gebürtige Rheinländerin Superintendentin in Halberstadt in Sachsen-Anhalt.


Internet
www.evkirchepotsdam.de
www.garnisonkirche-potsdam.de

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ekbo.de Nachrichten des Evangelischen Pressedienstes Startseite presse.ekbo.de Mon, 08 Oct 2018 16:31:11 +0200
Bischof Dröge erinnert an Gefängnispfarrer Poelchau https://www.ekbo.de//themen/detail/nachricht/bischof-droege-erinnert-an-gefaengnispfarrer-poelchau.html Berlin (epd). Mit einem Gottesdienst ist am Sonntag in der Berliner Justizvollzugsanstalt Tegel an den Widerstandskämpfer und Gefängnisseelsorger Harald Poelchau (1903-1972) erinnert worden. Anlass war die Einweihung eines Denkmals in der JVA und der Geburtstag Poelchaus am Freitag (5. Oktober).

Der Berliner Bischof Markus Dröge würdigte bereits am Samstag den Einsatz Poelchaus für Gefangene in der NS-Zeit. So habe Poelchau Kontakte zwischen politisch Inhaftierten und ihren Angehörigen ermöglicht und versucht, Haftbedingungen zu lindern, erklärte Dröge im RBB-Hörfunk. Zudem habe er zum Tode Verurteilte auf ihrem Weg zur Hinrichtung begleitet: "Für Tausend Inhaftierte war der Pfarrer da in den letzten Tagen und Minuten ihres Lebens."

Poelchau war Mitglied der Bekennenden Kirche und von 1933 bis 1945 und von 1949 bis 1951 evangelischer Gefängnisseelsorger im Strafgefängnis Berlin-Tegel. An ihn erinnert in der Justizvollzugsanstalt Tegel jetzt eine Skulptur. Poelchau wäre am 5. Oktober 115 Jahre alt geworden.

Poelchau habe Briefe und Nachrichten für die politisch Inhaftierten aus dem oder in das Gefängnis geschmuggelt, sagte Dröge weiter, unter anderem für Dietrich Bonhoeffer und Helmut James Graf von Moltke: "Gemeinsam mit seiner Ehefrau Dorothee vermittelte er jüdischen Mitbürgern illegale Unterkünfte, um sie vor dem Abtransport ins Konzentrationslager zu bewahren."

Poelchau sei ein Mann gewesen, so Dröge weiter, "der Wege fand, obwohl es schwer war". Das bringe auch die Skulptur in der JVA Tegel auf den Punkt. Sie zeigt einen Mann, der im Begriff ist, durch eine Mauer zu gehen. Zu dem Denkmal gehört ein Spiegel auf dem die Frage steht: "Was braucht es, einem anderen zu helfen".

Diese Frage, so Dröge weiter, "der sich Harald Poelchau damals so mutig und glaubwürdig stellte", habe nichts von ihrer Aktualität verloren. Die Erinnerung an Harald Poelchau zeige: "Es gibt oft einen Weg. Manchmal braucht es Mut dazu. Und Menschen, die an unserer Seite sind." Das Denkmal symbolisiert den Pfarrer, wie er mit einer Aktentasche - in der er oft Briefe und Lebensmittel für die Inhaftierten versteckte - durch die Gefängnismauer geht.

Zur Radiokolumne des Bischofs zum Gedenken an Harald Pölchau geht es hier.

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ekbo.de Nachrichten des Evangelischen Pressedienstes Startseite presse.ekbo.de Mon, 08 Oct 2018 09:49:33 +0200