www.ekbo.de: Newsmeldungen https://www.ekbo.de/ Newsmeldungen de www.ekbo.de: Newsmeldungen https://www.ekbo.de/typo3conf/ext/tt_news/ext_icon.gif https://www.ekbo.de/ 18 16 Newsmeldungen http://blogs.law.harvard.edu/tech/rss Fri, 27 Nov 2020 10:35:39 +0100 Weihnachtsgottesdienste: Brief der Pröpstin an die Gemeinden http://https://www.ekbo.de/service/corona/aktuelle-benachrichtigungen.html Nachrichten des Evangelischen Pressedienstes Startseite Fri, 27 Nov 2020 10:35:39 +0100 40.000 Briefe von Martin Buber werden digitalisiert https://www.ekbo.de//themen/detail/nachricht/40000-briefe-von-martin-buber-werden-digitalisiert.html
Der deutsch-jüdische Philosoph und Autor Martin Buber (1878-1965) habe zeitlebens in Kontakt mit Persönlichkeiten aus allen Bereichen des geistigen Lebens gestanden. Unter seinen Briefpartnern hätten sich Literaten wie Hermann Hesse, Arnold Zweig, Thomas Mann und Franz Kafka sowie Politiker wie Theodor Herzl, David Ben Gurion und Mahatma Gandhi befunden. Bubers Leben könne in seiner Gesamtheit als "ein Leben im Dialog" definiert werden, sagte Martin Leiner von der Universität Jena. Der evangelische Theologe und Versöhnungsforscher leitet nach Angaben der Universität die Jenaer Arbeitsstelle.

Der Wissenschaftler wies darauf hin, dass Buber auch vor kontroversen Auseinandersetzungen nicht zurückgescheut habe. "Daher ist es umso wichtiger, diese Dialoge, die sich in Bubers Korrespondenz widerspiegeln, der Forschung und der interessierten Öffentlichkeit zugänglich zu machen", erklärte Leiner. Dazu sollen die Briefe - die sich im Nachlass in Jerusalem, aber auch verstreut in Archiven weltweit befinden - als Faksimile digitalisiert, zum Teil transkribiert, übersetzt und kommentiert werden.

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Nachrichten des Evangelischen Pressedienstes Startseite Thu, 26 Nov 2020 18:24:54 +0100
Studie: Junge Leute verhalten sich in Corona-Pandemie rücksichtsvoll https://www.ekbo.de//themen/detail/nachricht/studie-junge-leute-verhalten-sich-in-corona-pandemie-ruecksichtsvoll.html
Für ihre Untersuchung ließen die Jugendforscher Simon Schnetzer aus Kempten und Klaus Hurrelmann aus Berlin bundesweit rund 1.600 junge Menschen im Oktober und November online befragen. Entgegen den Vorurteilen in der Öffentlichkeit zeige die repräsentative Befragung, "dass sich der allergrößte Teil der jungen Generation in der Corona-Pandemie verantwortungsvoll verhält", sagte Schnetzer. Der Erhebung zufolge halte sich knapp ein Drittel der jungen Leute nicht an die Schutzregeln und nehme keine Rücksicht auf die Risikogruppen in der Bevölkerung. Elf Prozent der jungen Menschen gehören selbst einer Risikogruppe an.

Die Antworten unterscheiden sich laut Mitteilung stark nach Geschlecht, Bildungsgrad und Religiosität. Die gesamte Studie "Junge Deutsche 2021" soll Anfang kommenden Jahres erscheinen.
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Landeskirchliche Nachrichten zum Corona-Virus Thu, 26 Nov 2020 17:05:04 +0100
Das ist der Corona-Fahrplan bis ins nächste Jahr https://www.ekbo.de//themen/detail/nachricht/das-ist-der-corona-fahrplan-bis-ins-naechste-jahr.html
 VERLÄNGERUNG DER BESCHRÄNKUNGEN

 Die seit dem 2. November geltenden Schließungen von Kultur- und Freizeiteinrichtungen, Restaurants, Bars und einzelnen Branchen werden bis zum 20. Dezember verlängert. Allerdings gehen Bund und Länder davon aus, dass die Beschränkungen wegen weiterhin hoher Infektionszahlen noch bis Anfang Januar erforderlich sein werden. Dazu soll es vor Weihnachten eine Bewertung geben. Die finanzielle Unterstützung betroffener Betriebe soll fortgeführt werden.

 KONTAKTBESCHRÄNKUNGEN

 Private Treffen werden auf höchstens fünf Personen aus maximal zwei Haushalten begrenzt. Bislang galt eine Obergrenze von zehn Personen. Kinder unter 14 Jahren werden dabei nicht mitgezählt. Für Weihnachten und Silvester soll es Ausnahmen geben: Familien und Freunde dürfen vom 23. Dezember bis längstens zum 1. Januar im Kreis von zehn Personen aus mehreren Haushalten zusammenkommen. Um insbesondere ältere Familienmitglieder nicht zu gefährden, wird eine mehrtägige freiwillige Quarantäne vor und als Vorsichtsmaßnahme auch nach den Festtagen empfohlen. Die häusliche Quarantäne nach Kontakt mit Infizierten wird einheitlich von 14 Tagen auf 10 Tage reduziert.

 SCHULE UND VORGEZOGENE WEIHNACHTSFERIEN

 In Regionen mit mehr als 50 Corona-Ansteckungen auf 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen soll grundsätzlich eine Maskenpflicht auch im Schulunterricht ab der siebten Klasse gelten. In besonderen Hotspots solle in älteren Jahrgängen beispielsweise Wechselunterricht eingeführt werden, um die Kontakte zu reduzieren. Die Weihnachtsferien werden bundesweit auf den 19. Dezember vorgezogen. Hochschulen und Universitäten sollen grundsätzlich auf digitale Lehre umstellen.

 HOMEOFFICE

 Arbeitgeber werden gebeten, ihren Beschäftigten unbürokratisch Homeoffice zu ermöglichen. Zwischen dem 23. Dezember und dem 1. Januar sind sie aufgerufen zu prüfen, ob die Betriebsstätten entweder durch Betriebsferien oder Homeoffice-Lösungen geschlossen werden könnten.

 WENIGER KUNDEN IN GESCHÄFTEN

 Für kleine Läden bleibt es dabei, dass pro zehn Quadratmeter Verkaufsfläche ein Kunde im Geschäft sein darf. In Geschäften mit mehr als 800 Quadratmetern Fläche erhöht sich das mit dem aktuellen Beschluss auf 20 Quadratmeter pro Kunde.

 PFLEGEHEIME

 Um Besuche von Verwandten in Pflegeheimen insbesondere auch zu Weihnachten zu ermöglichen, sollen sich Angehörige testen können. Pro Heimbewohner sollen ab 1. Dezember 30 Schnelltests pro Monat kostenfrei zur Verfügung gestellt werden.

 HOTSPOTS

 Bei besonders extremen Infektionslagen (über 200 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner pro Woche) und zugleich einem diffusen Infektionsgeschehen sollen die Beschränkungen noch einmal verschärft werden.

 WEIHNACHTSGOTTESDIENSTE

 Es sollen Gespräche mit den Kirchen über Gottesdienste zu Weihnachten geführt werden. Dabei soll es "möglichst Vereinbarungen für Gottesdienste und andere religiöse Zusammenkünfte mit dem Ziel einer Kontaktreduzierung" geben. In dem Beschluss heißt es: "Religiöse Zusammenkünfte mit Großveranstaltungscharakter müssen vermieden werden."

 SILVESTER MIT WENIGER FEUERWERK

 Um große Menschenansammlungen zu vermeiden, soll es an sonst belebten Plätzen ein Feuerwerksverbot für Silvester geben. Im privaten Bereich konnten sich die Länder zu keinem Böllerverbot durchringen, empfehlen aber den Verzicht - auch vor dem Hintergrund, die Krankenhäuser durch die erfahrungsgemäß auftretenden Verletzungen nicht noch mehr zu belasten.]]>
Landeskirchliche Nachrichten zum Corona-Virus Thu, 26 Nov 2020 09:55:35 +0100
Kirchen wollen mit Politik über Corona-Beschlüsse sprechen https://www.ekbo.de//themen/detail/nachricht/kirchen-wollen-mit-politik-ueber-corona-beschluesse-sprechen.html Weihnachten wird mit Kontaktbeschränkungen stattfinden. Auch große Gottesdienste soll es nicht geben. Die Kirchen zeigen sich offen für Gespräche. Zugleich dringen sie auf die Möglichkeit zu feiern und ein Mindestmaß an Begegnung mit Schwächeren.

Berlin (epd). Die von Bund und Ländern beschlossenen Kontaktbeschränkungen auch über Weihnachten stoßen bei den großen Kirchen auf ein geteiltes Echo. Evangelische und katholische Kirche begrüßten zwar die Beschlüsse im Grundsatz. Die Bedeutung des Weihnachtsfests werde gewürdigt, erklärte der EKD-Ratsvorsitzende Heinrich Bedford-Strohm nach den Beschlüssen am späten Mittwochabend. Gleichzeitig betonte er, man wolle Weihnachten feiern "in unseren Gotteshäusern ebenso wie an allen anderen Orten". Die katholische Kirche dringt auf ein Mindestmaß an Kontaktmöglichkeiten für Alte und Schwache.

Man hoffe "in diese Zeit eine Botschaft des Lichts, der Zuversicht und Hoffnung zu senden", sagte der Sprecher der katholischen Deutschen Bischofskonferenz, Matthias Kopp. Das gelte besonders für ein Mindestmaß an sozialen Kontakten und Seelsorge bei Menschen in Krankenhäusern, Alten- und Pflegeheimen, Hospizen und Behinderteneinrichtungen, ergänzte Kopp. "Das Coronavirus darf Einsamkeit nicht befördern", betonte er.

Die christliche Weihnachtsbotschaft sende gerade jetzt ein Hoffnungslicht in eine verunsicherte Welt und gebe Halt, erklärte Bedford-Strohm. "Die Erfahrungen aus den vergangenen Monaten machen mich zuversichtlich, dass wir an Weihnachten kraftvolle Gottesdienste feiern werden", sagte der bayerische Landesbischof. Die frohe Botschaft von Jesu Geburt "lässt sich auch in diesem Jahr nicht aufhalten".

Die Regierungschefs von Bund und Ländern hatten am Mittwoch eine Verlängerung und Verschärfung der Kontaktbeschränkungen bis mindestens 20. Dezember beschlossen. Bis dahin sollen sich privat nur fünf Menschen treffen dürfen. Über Weihnachten soll es aber Lockerungen geben, um Treffen im Kreis von Familie und Freunden möglich zu machen. Dann soll die bisherige Obergrenze von zehn Personen gelten.

Zudem wollen Bund und Länder mit den Kirchen über Veranstaltungen zu Weihnachten sprechen. "Religiöse Zusammenkünfte mit Großveranstaltungscharakter müssen vermieden werden", heißt es im Beschluss.

Beide Kirchen signalisierten Gesprächsbereitschaft, verwiesen aber auch auf ihre bestehenden Konzepte. "Bereits seit Monaten gibt es in den Bistümern und den Pfarrgemeinden umfangreiche und genau beachtete Hygienekonzepte für Gottesdienste, zu denen Abstandsregelungen ebenso zählen wie die Beschränkung von Personenzahlen in Kirchengebäuden", sagte Kopp. Bedford-Strohm sagte, man werde alles tun, um Gefährdungen der Gesundheit auszuschließen. Das sei "eine klare Konsequenz des christlichen Nächstenliebegebots".

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Landeskirchliche Nachrichten zum Corona-Virus Nachrichten des Evangelischen Pressedienstes Startseite Thu, 26 Nov 2020 09:52:47 +0100
Museumsexpertin fordert Wiederöffnung der Sammlungen https://www.ekbo.de//themen/detail/nachricht/museumsexpertin-fordert-wiederoeffnung-der-sammlungen.html Berlin (epd). Die Direktorin des Berliner Instituts für Museumsforschung, Patricia Rahemipour, hat sich trotz Pandemie für die Wiederöffnung der Museen ausgesprochen. Museen seien wichtige Orte der Bildung, böten soziale Räume für den Austausch, aber auch für besinnliche Momente, sagte Rahemipour in Berlin dem Evangelischen Pressedienst (epd). Oftmals verfügten die Museen über große Räume, um die notwendigen Abstände zu gewährleisten. In den vergangenen Monaten hätten die Häuser sehr viel in Hygienekonzepte und in die Besucherlenkung investiert. "Es wurde alles getan, um die Gesundheit der Menschen zu schützen", sagte Rahemipour.

"Wir müssen jetzt gegenüber der Politik die Stimme erheben", forderte die Museumsexpertin weiter. Zugleich warnte sie davor, dass einige Häuser und Einrichtungen die Pandemie nicht überleben werden. Die Mehrzahl der rund 7.000 Museen in Deutschland werde nicht staatlich finanziert.

"Vor allem nach der zweiten Schließung in diesem Herbst hat sich eine große Enttäuschung breit gemacht." Zwar hätten in den vergangenen Monaten viele Museen ihre digitalen Angebote ausgebaut. "Objekte sind aber nicht umsonst Originale", sagte Rahemipour. Museen seien auf die Menschen vor Ort angewiesen: "Ein Instawalk ersetzt nicht das Erlebnis eines Besuches."

Weiter lobte sie das Bemühen der Bundesregierung, mit Förderprogrammen gerade kleinere Häuser zu unterstützen, etwa beim Ausbau ihrer digitalen Angebote. Dabei verwies sie auch auf die Kooperationsmöglichkeiten mit der Deutschen Digitalen Bibliothek und deren virtuelle Ausstellungsmöglichkeiten.

epd-Gespräch: Lukas Philippi

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Landeskirchliche Nachrichten zum Corona-Virus Thu, 26 Nov 2020 09:49:45 +0100
Kirchen und Freikirchen kritisieren Kreuze auf Corona-Demos https://www.ekbo.de//themen/detail/nachricht/kirchen-und-freikirchen-kritisieren-kreuze-auf-corona-demos.html
Sie beziehen sich auf vielfach geteilte Bilder einer Demonstrantin, die sich bei den Demonstrationen am vergangenen Mittwoch in Berlin mit einem Kruzifix Polizisten gegenübergestellt hat. Sie fordern die Demonstranten auf, "nicht mit dem Kreuz gegen einen Staat", sondern mit Argumenten für bestmögliche Problemlösungen zu kämpfen. "Denn gerade wer auf ein Leben nach dem Tod vertraut, trägt umso mehr die Verantwortung, sich für das Leben der Mitmenschen einzusetzen", heißt es in der Kolumne.

Die drei Autoren vertreten die Interessen ihrer Religionsgemeinschaften gegenüber Regierung und Parlament. Zur EKD gehören knapp 21 Millionen Protestanten in Deutschland. Die Deutsche Evangelische Allianz vertritt die Interessen evangelikal geprägter Christen in Landes- und Freikirchen. In der Vereinigung Evangelischer Freikirchen haben sich die Dachverbände unter anderem von Baptisten, Methodisten und Mennoniten zusammengeschlossen.

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Landeskirchliche Nachrichten zum Corona-Virus Nachrichten des Evangelischen Pressedienstes Startseite Tue, 24 Nov 2020 13:20:04 +0100
EKD-Ratsvorsitzender: Weihnachtsgottesdienste werden gebraucht https://www.ekbo.de//themen/detail/nachricht/ekd-ratsvorsitzender-weihnachtsgottesdienste-werden-gebraucht.html Berlin (epd). Der Ratvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Heinrich Bedford-Strohm, glaubt trotz Corona-Pandemie weiterhin an die Möglichkeit, in vier Wochen Weihnachtsgottesdienste feiern zu können. Er sehe derzeit keinen Anlass, daran zu zweifeln, sagte der bayerische Landesbischof am Dienstag im "radioeins" des RBB. Die Kirchen hätten in den vergangenen Monaten ausgefeilte Hygienekonzepte entwickelt und es habe bislang keinen Vorfall von Infektionen in den Gemeinden gegeben.

"Das macht mich zuversichtlich, dass wir im Gespräch mit der Politik zu Vereinbarungen kommen werden, wo klar ist, dass der Schutz der Gesundheit Vorrang haben muss", sagte der Sprecher der etwa 21,7 Millionen Protestanten in Deutschland. In den Gemeinden werde schon jetzt viel Kreativität entwickelt, indem viele Gottesdienste hintereinander stattfinden sollen "mit viel Lüften zwischendrin" oder Gottesdienste ins Freie verlegt werden "mit Skiunterwäsche, mit Abständen und mit ganz verantwortungsvoller Handhabung". Die "kraftvolle Botschaft" von Weihnachten "Fürchtet Euch nicht" werde gerade jetzt gebraucht.

Bedford-Stohm warnte zudem davor, Kultur und Kirchen gegeneinander auszuspielen: "Die Kultur hat gar nichts davon, wenn auch Gottesdienste nicht mehr möglich sind." Schon jetzt würden Künstler für Honorar in Gottesdienste eingeladen, um Musik zu machen. Die Länder sehen große Gottesdienste zu Heiligabend und an den Weihnachtstagen dagegen kritisch.

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Landeskirchliche Nachrichten zum Corona-Virus Nachrichten des Evangelischen Pressedienstes Startseite Tue, 24 Nov 2020 12:46:09 +0100
"Arche"-Leiter: Arme Kinder durch Corona noch mehr abgehängt https://www.ekbo.de//themen/detail/nachricht/arche-leiter-arme-kinder-durch-corona-noch-mehr-abgehaengt.html Berlin (epd). Der Gründer und Leiter der christlich-evangelikalen Kinderhilfsorganisation "Arche", Bernd Siggelkow, fordert eine Grundsicherung von 600 Euro für jedes Kind. 300 Euro müssten an die Familien selbst gehen und 300 Euro pro Kind ins Bildungssystem investiert werden, sagte er am Dienstag in Berlin. In der Corona-Krise seien Kinder aus armen Familien "völlig abgehängt" und seine Organisation "geforderter denn je", sagte Siggelkow. Man versuche, wenigstens die Hausaufgabenhilfe per Handy aufrecht zu erhalten. Die Kinder könnten wegen der Abstandsregeln- und Kontaktbeschränkungen meist nur noch einmal pro Woche in die Einrichtungen kommen.

Mehr als vier Millionen Kinder lebten in Deutschland in Armut, sagte Siggelkow und bezog sich damit auf Angaben des Kinderschutzbundes. Er rief den 24. November zum Tag gegen Kinderarmut aus und kündigte für die kommenden Jahre Aktionen an. Eine aktuelle Studie der Bertelsmann Stiftung geht von knapp drei Millionen oder einem Fünftel aller Kinder und Jugendlichen unter 18 Jahren aus, die an der Armutsgrenze leben oder deren Familien Grundsicherung beziehen.

Die Fraktionschefin der Grünen im Bundestag, Katrin Göring-Eckardt, unterstützte die Forderung des "Arche"-Chefs nach einem Aktionstag gegen Kinderarmut. Dazu gehöre auch, dass Kinderrechte endlich im Grundgesetz verankert würden. Es brauche eine echte Kindergrundsicherung, einmalige Corona-Hilfen reichten nicht, erklärte Göring-Eckardt.

Die Gründung der "Arche" durch Siggelkow jährt sich an diesem Mittwoch zum 25. Mal. Der Pfarrer und seine Frau hatten die erste Einrichtung an ihrem Wohnort in Berlin-Hellersdorf eröffnet. Inzwischen gibt es bundesweit 27 "Arche"-Standorte für rund 4.500 Kinder. Sie erhalten Essen, Hausaufgabenhilfe und Betreuung in der Freizeit.
Sämtliche Reisen, die Jubiläumsfeier und sonst üblichen Feiern mussten in diesem Jahr allerdings coronabedingt abgesagt werden, auch das Weihnachtsessen in Berlin für 1.000 Familien. Siggelkow sprach vom "herausforderndsten Jahr, das ich je erlebt habe: Die Kinder sind müde, die Eltern überfordert und die Familien an der Grenze ihrer Kraft", sagte er.

Nach Siggelkows Angaben liegt der finanzielle Jahresbedarf der "Arche", der fast vollständig durch Spenden aufgebracht wird, bei zwölf Millionen Euro. Der "Arche"-Förderkreis der DekaBank steuerte nach eigenen Angaben in diesem Jahr 500.000 Euro bei, in den zehn Jahren zuvor insgesamt zwei Millionen Euro.

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Landeskirchliche Nachrichten zum Corona-Virus Tue, 24 Nov 2020 12:45:03 +0100
Liga warnt vor Vorverurteilungen von Pflegepersonal https://www.ekbo.de//themen/detail/nachricht/liga-warnt-vor-vorverurteilungen-von-pflegepersonal.html
Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Pflegeeinrichtungen seien täglich einem besonderen Ansteckungsrisiko ausgesetzt. Sie schränkten ihr Privatleben ein, um andere zu schützen. "Sie haben oft das Gefühl, in der Situation nicht allen gerecht werden zu können", so die Wohlfahrtsverbände. Dabei seien Schuldzuweisungen und Generalverdächtigungen das Gegenteil von dem, was sie gerade gebrauchen könnten.

Gebraucht werde in allen Gruppen der Gesellschaft einen Austausch darüber, "dass wir trotz allem Wissen nicht alles beherrschen können und auch Krankheit und Sterben nicht immer verhindert werden können". Das sei nur mit Gesprächen "auf Augenhöhe" möglich.

Der Liga gehören Arbeiterwohlfahrt (AWO), Caritas, Diakonie, Paritätischer Wohlfahrtsverband, DRK und Jüdische Gemeinde zu Berlin an. In den Einrichtungen, Diensten und Projekten der Liga sind in Berlin rund 107.000 hauptamtliche und etwa 53.000 ehrenamtliche Mitarbeitende tätig.
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Landeskirchliche Nachrichten zum Corona-Virus Nachrichten des Evangelischen Pressedienstes Tue, 24 Nov 2020 10:55:54 +0100